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Zeebulon

Notabsenkung funktioniert nicht - Urlaub geplatzt

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Zeebulon
Posted (edited)

So, jetzt hat es mich also auch erwischt. Wandle wohl auf den Spuren von Markus... Das einzige, was ich noch nicht hatte, ist ein kapitaler Motorschaden. Dafür habe ich ja den bekannt langlebigen 2,0 BiTDI.

 

Heute morgen sollte ein einwöchiger Urlaub mit Motorrädern auf dem Anhänger starten. Beim Besteigen des Wagens um 7 Uhr war der Fahrersitz klatschnass. Nach oben blickend, war im Faltenbalg ein deftiger Wassersack. Meine erste schnelle Vermutung ging gleich in die richtige Richtung. Der gestrige Starkregen, zusammen mit der leicht veränderten Position des Wagens, er stand auf unserer Straße ganz leicht nach vorne und links geneigt, hat wohl den linken vorderen Dachabfluss überfordert. (Anmerkung: Abflüsse wurden zuletzt vor ca 3 Monaten gereinigt. Nach der 75A1-Aktion.) Na gut, also Plastiktüte über den Sitz gelegt, Handtuch darüber. Dach hochfahren, um Wassersack zu entleeren. Dabei die Fahrertür nicht geschlossen, infolgedessen Wasserschwall über die Hose (HB-Männchen läßt grüßen). Irgendwann war das Wasser abgelaufen. 

 

Pumpe klang schon irgendwie anders, Anheben des Daches hat auch länger als gewöhnlich gedauert. Sollte da durch den Wassereinbruch irgendwas passiert sein...?

 

Oben hingeschaut: im Abfluss vorne links stand eine deftige Wasserpfütze, so wie erwartet. Die Ablaufreinigungsspritze mit Schlauch aus dem Keller geholt.  Abfluss gereinigt - Wasserschwall in den Radkasten. 

 

Nun gut, dann eben eine Dreiviertelstunde später starten. Moppedkumpel über die Verzögerung informiert. Dann Dach wieder runterlassen. Pumpe summt, Pumpe klingt irgendwie anders, kann's nicht beschreiben. Dach bewegt sich absolut nicht. Mehrere Versuche. Zündung aus, an, Motor an, aus. Keine Änderung. Hintern ist trotz auf dem Sitz ausgebreitete Plastiktüte mittlerweile nass. Überhaupt viel Wasser im Fahrzeug entdeckt. 

 

Handbuch raus, Notablassung. Noch nie gemacht, also erstmal sorgfältig durchlesen. Die ersten Schritte gingen, vorläufig gescheitert war ich am Ausbau der Camper-Unit. Die sichtbaren seitlichen Rastungen kann man ja noch beiseite drücken, nur wie dann die Camper-Unit schlussendlich herauskommen soll, ohne die hinteren Rastungen herunter zu drücken, das ist mir bis jetzt ein Rätsel. Da kommt man mit keinem Werkzeug der Welt ran. Auch wenn mein Hals nach der halben Stunde Übung schon wendig wie der eines Spechts ist. Mit zunehmender Wut steigt die Bereitschaft, einen massiven Schaden in Kauf zu nehmen, und parallel dazu steigt die ausgeübte Kraft. Irgendwann kam überraschenderweise die Camper-Unit raus. Dazwischen bereits Not-Anruf bei Markus, der ja (u.a.) in dieser Sache ebenfalls Erfahrungsträger ist.

 

Das Schräubchen unter dem Bauschaum freigelegt, Schraubenzieher angesetzt, vorsichtig gedreht. Erwartung: das Dach bewegt sich, ein Zischen oder sonstiges Geräusch wird hörbar. Realität: nichts davon. Das Dach steht oben, und dort steht es immer noch, jetzt, 4 Stunden später.

 

Nochmal den Urlaubsmitfahrer angerufen: "wird später oder heute nix mehr".

 

Nach zusammen netto ca. 20 Minuten Warteschleifen und vergeblichen Weiterverbindungsversuchen zeigt sich, dass der fähige Monteur in meiner VW-Niederlassung (siehe der 75A1-Fred) zwei Wochen Urlaub hat. Über VW den Abschlepper kontaktiert. Schwierige Verständigung. Darauf aufmerksam gemacht, dass der Wagen im Moment noch einen Meter höher ist als normal. Hmm. Hörbares Kopfkratzen, Nachdenklichkeit.

 

Logbuch: aktuell etwa 4 Stunden nach der geplanten Startzeit.. 

Der geplante Urlaub? Mietwagen? Mit Anhängerkupplung? Nach Norditalien? Diesen Urlaub werde ich mir wohl abschminken können. Ich bin begeistert.

 

Draußen hat der für den Vormittag angekündigte Starkregen eingesetzt. Innen im Cali blasen 2 Föhns hoffentlich den Sitz langsam trocken.

 

Handy klingelt: es will jemand vorbeikommen, das Dach abzusenken. Ich bin schon gespannt auf den Film - man kennt ja das durchschnittliche Kompetenzniveau.

 

Sorry wenn das jetzt viel zu lesen ist, ich habe die Diktierfunktion meines Handys benutzt, und irgendwo muss der Frust ja raus.

 

Ein paar Bilder folgen noch. Aber das Handy muß ich bereit halten.

 

Dieser Fred wird sicher nicht so lang wie der 75A1, den zufällig ich losgetreten habe, aber ich vermute, der Impact auf mich persönlich wird deutlich heftiger. Urlaub geplatzt. Na gut, somit viel Geld gespart, was ich jetzt sicher in den Cali stecken muß.

 

Nachtrag (noch kann ich editieren): Monteur war da, konnte erwartungsgemäß Dach ebenfalls nicht absenken. Lag aber nicht am Monteur.

Edited by Zeebulon
Nachtrag

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JanBavaria

Hallo Gerd,

 

oh Sche........ .

Merci für deinen Bericht, er erinnerte mich mal wieder daran: "Ablaufreinigungsspritze mit Schlauch...", ich muß dieses Tool heute Abend für mich endlich mal herstellen !!!!!!!!

Ich wünsche dir gute Nerven und viel Glück beim abarbeiten der Beanstandungen,

vielleicht kommt ihr doch noch mit Verspätung auf Tour.

 

Gruß Jan

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ibgmg
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Hatten ja schon kontakt deswegen, hoffe es klärt sich auf. Aber den Fall hatte ich ja auch schon mal, Notabsenkung nicht möglich. Bei mir wurde dann vor Ort der betreffende Hydraulikzylinder ausgehängt, was gar nicht so einfach war.

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Zeebulon
Posted (edited)

Hi Jan, das sei der ganzen Welt gesagt: die Abläufe regelmäßig reinigen! Bei mir waren offenbar schon ca. 8 Wochen zu viel. Obwohl das Dach nur zu Servicezwecken offen war. Und der Wagen normalerweise ganz leicht nach hinten geneigt steht.

 

Es folgen ein paar erste Bilder.

 

Ok, wie ein gehobenes Hubdach aussieht, ist bekannt:

 

 

nachdem die CU endlich raus ist (keine Ahnung wie - wie gesagt mit mentaler Bereitschaft zu zerstörerischer Gewalt):

 

 

zuvor versucht, mit Endoskop da oben reinzuschauen:

 

 

Wasser...

 

 

... mehr Wasser ...

 

 

... und hier unten war's auch feucht. Ikea-Karton war total aufgeweicht.

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Das meiste Wasser war wie gesagt im Fahrersitz. Klatschnass.

Edited by Zeebulon
Nachtrag

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Engel auf Reisen
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Hallo Gerd,

 

puh, ist das Wasser über das Zelt reingelaufen ?

 

Nicht das die Hydraulikpumpe etwas abbekommen hat, komisch das sich der Druck über die Schraube nicht rausnehmen lässt.

 

Irgendwo im Board gab es doch einen einfachen Hydraulikschaltplan, vielleicht ist durch das Wasser eine Sicherung durchgebrannt...

 

Hoffe, das der Fehler schnell behoben wird & Du in den Urlaub fahren kannst, dann aber mit eingeschalteter Klima & Feuchteabsorber :;-):

 

 

Viele Grüße aus München,

 

Christoph

 

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Zeebulon
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Nein Christoph: das Dach war natürlich über Nacht zu! Das (Starkregen-)Wasser ist von der großen Dachfläche überwiegend nach vorne gelaufen, weil der Wagen ca. 1-2° schräg stand, dort an der "Dichtung" 😅 zum RCBR (welches ja neulich neu gemacht wurde) in die "innere Rinne", und von dort hätte es eigentlich über die vordere linke Abflußöffnung (die, die so gern mal verstopfen, und speziell die vorne, die durch dieses Kunststoffteil mehr oder weniger abgedeckt werden :kopfpatsch:) in den vorderen Kotflügel ablaufen sollen.

 

Stattdessen hat es sich dort angestaut. Ha, und jetzt weiß ich, was der Grund ist!!! Jetzt beim Schreiben wird's mir klar!!! Genial, daß du gedacht hast (oder vielleicht nur ich gedacht habe, daß du das meinst), daß das Zelt offen war! Dafür danke!!

 

Aber dazu gleich.

 

Jedenfalls hat mir der ausgefallene Urlaub (ja, wurde insgesamt abgesagt) heute schon mal so viele Erlebnisse beschert, wie ich an einem normalen Urlaubstag (genauer: Anreisetag) mit meinem guten Freund ganz sicher nicht gehabt hätte. Als erstes dieser Morgen (s. ganz o.), dann der Monteur, der selbstsicher kam und kleinlaut wieder abrückte, der Abschlepper, der als erstes auch nochmal probierte, das Dach runterzubekommen, aber ergebnislos, und der dann nicht abschleppen konnte, weil die max. Höhe über die 4 m gekommen wäre, der aber auch nicht mit der "Brille" schleppen konnte wegen Allrad (Schleppen von 4WD ist ihm verboten, und es war ein ADAC-Abschlepper, der bei meinem 🙂 sein Quartier hat, also wird er's wohl wissen), ich ihm also mit 40 km/h hinterherfuhr sehr zur Freude der mittleren Großstadt, die vielen winkenden Menschen unterwegs ("ihr Dach ist auf!"), die div. netten Gespräche beim 🙂, dann nochmal nach Hause und zurück mit Chauffeur, weil ich meinen Führerschein in der Hektik im wieder ausgeladenen Gepäck liegengelassen hatte und so man mir den Mietwagen nicht aushändigen durfte, ... na sagt selbst: was ist das prallere Leben: eine öde Anreise übern Brenner, mit einem Kumpel dabei quasselnd, im Rückspiegel die 2 Moppeds aufm Hänger - oder dieses Tagesprogramm?

 

"Fahrt Cali", hieß es, "dann erlebt ihr was!". Hieß es. Für mich jedenfalls der 2. ausgefallene (Kurz-)Urlaub, der erste war mit dem ersten der 2 KRRR. (Keilrippenriemenrisse.) 

Und ein Weiterbildungsprogramm ist Cali-Fahren auch. Man lernt über Dinge hinzu, die einem früher total wurscht waren. Ignorant, der man mal war. Na gut, kostenlos ist das Weiterbildungsprogramm nicht grade.

 

So, und als nächstes, aber bewußt in einem getrennten Posting, meine Erklärung, wie diese ganze :bullshit: überhaupt passiert ist.

Edited by Zeebulon
Nachtrag

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Zeebulon

Und nun zur Auflösung! Was ist passiert? Warum verträgt der Cali keinen kräftigen Regen mehr?

 

Ta-daaa  - Tusch!

 

Vor ziemlich genau 3 Monaten wurden bei meinem Cali die Aktionen "75A1" und "RCBR" gemacht.

Wie ich hier geschrieben habe:

  • "Der gesamte RCBR-Bereich wird aufgrund der Reparatur Methodik ca 5 mm höher." 

und, noch wichtiger:

  • "(2) Die Dichtungen sitzen vorne (hoffentlich: noch) nicht optimal. Vorher lief mit Sicherheit weniger Wasser in die vordere Abteilung bei geschlossenem Dach. Ich vermute, daß das bei einem Fall hier zum Wassereinbruch geführt hat (Eisregen im Winter -> Standheizung -> Abläufe noch zugefroren, oben aber "Stausee"). Es besteht die Hoffnung, daß die Dichtungen sich noch etwas begradigen, weil sie geknüllt geliefert wurden. Da bin ich aber sehr skeptisch. Hier werde ich mehr aufpassen müssen als früher."

Na, klar geworden? Mir schon! 

 

Der Wagen stand im gestrigen und nächtlichen Regen ganz leicht schräg nach vorne und links geneigt. Vielleicht 2° nach vorne, 4° nach links. 

Das Wasser läuft also nach mehr vorne und mehr nach links, trifft dort auf die 5 mm-Staumauer des erhöhten RCBR, läuft durch die "suboptimale" Dichtung, schwemmt irgendwelchen Blütenstaub zusammen, der verstopft die (ohnehin riskant kleine, den Fred oder Beitrag habe ich jetzt keinen Bock zu suchen) Ablauföffnung - und das Unheil nimmt seinen Lauf. Also vielmehr das Wasser. Der Stausee tritt über den flachen Faltenbalg, bildet dort den morgens angetroffenen Wassersack, und der Rest der Talsperre ergießt sich in den Dachhimmel, nach unten durch die A-Säule, auf den Fahrersitz, ... kurz: hätte es die ganze Nacht so stark geregnet wie heute tagsüber, als ich alles wieder abkuppeln bzw. ausladen mußte, dann wäre noch weit Übleres passiert.

 

Schaut Euch die Bilder in dem andern Beitrag zum (scheinbar!) anderen Problem an, dann sehr ihr's.

 

Mal sehen, was VWN jetzt dazu sagt.

 

Mal drüber schlafen, und dann werde ich in mich gehen, ob ich zu dem stehe, was ich schon mal geschrieben habe.

 

Was das Problem mit der versagenden sog. Notabsenkfuktion betrifft, dazu kann ich noch nix sagen. Mein Gefühl sagt mir aber, daß das ebenfalls das Wasser war.

 

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hjd

Das bestärkt mich leider in der Ansicht, lieber mit Blumenkohl und dafür dicht unterwegs. Auch wenn ich ein manuelles Dach habe. Viel Kraft dir! 

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Zeebulon
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Ja, das ist nicht von der Hand zu weisen. Auch ich habe am Dach ja nix gesehen / gemerkt, bis mir die 75A1 zuging.

 

Aber endlos lange geht die Korrosion am nicht ordnungsgemäß behandelten Alu unter widrigen Bedingungen (so wie z.B. unter freiem und bisweilen regnerischen Himmel stehen, das ist schon echt eine Zumutung für heutige Autos!) auch nicht gut. Irgendwo habe ich Bilder gesehen, die waren mehr als nur kein schöner Anblick. 

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Cali-P

Oh man tut mir echt leid für deine ganze Misere. 

Hab heute doch auch gleich mal wieder mein Dach angeschaut. War natürlich von einer Woche stehen an der Ostsee ordentlich voller Blütenstaub. Gleich erstmal gereinigt. 

Demnächst werden diese schwarzen Würfel in der die Hydraulikleitungen verschwinden und die vorderen Abläufe drin sind auch neu eingedichtet.

Habe nämlich bei Starkregen oft einen feuchten Dachhimmel im Bereich der A-Säule.

Dazu gibts irgendwo hier auch einen Thread.

Ja wir Califahrer sind schon Abenteurer auf allen Fronten.

 

Gruß Pascal

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Zeebulon
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Sicher nicht. Die Pumpe läuft ja, zumindest deren Motor. Was ich mir also vorstellen könnte, ist daß der Kraftschluß zwischen Pumpenmotor und Pumpe kaputtgegangen ist, denn das Geräusch ist jetzt heller, kein "Gurgeln" mehr dabei. Was aber die Pumpenwelle (?) abscheren läßt, wenn oben Wasser eindringt? K.A.-

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JanBavaria

Hallo Gerd,

 

ich bin jetzt Zuhause und sehe deine Bilder=> grausam!!!

Ich kenne das Hydrauliksystem vom Cali Dach nicht, kann mir aber vorstellen, daß eine zu große Dachüberlast den Schaft an der Pumpe abscheren läßt, je nach Pumpenbauart.

Schaftabscherungen an Hydraulicpumpen erleben wir bei mir in der Arbeit immer mal wieder.

Wassereinbrüche vom Dach bin ich von unserem T4 Multivan gewohnt, 17 Jahre Kampf=> nie wieder Schiebedach!!!

Und nun kommst du mit deiner Story und zerstörst meinen Traum: Wassereinbrüche übers Dach kann es nicht mehr geben, merci.

Immerhin hatte ich 5 Jahre sorgenfreies Cali- Leben und werde mich wieder ums Dach sorgen, es hegen und pflegen!!!

Was sind deine besten Erfahrungen bezüglich der Ablaufreinigungen nach vorne?

Viele Fotos von deinem "Cali Dachschaden" und damit den Weg der Kulanz - Garantieansprüche begehen, viel Glück!!!

Gruß Jan

 

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radlrob

Mmh, aber hoch ging es ja. Vllt nasse Ventilstecker? (Wenns da welche gibt. Wilde Spekulation...) 

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Zeebulon
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Wenn Stecker naß wären, wär's ein Kurzer und dann würde wiederum der Pumpen-Motor nicht laufen. Tut er aber, aber (ab-)pumpen tut sie nicht. Die Pumpe.

Oder was sind "Ventilstecker"?

 

Nee, ich vermute, der Schwerpunkt der VW-Entwickler liegt mittlerweile zu 80% auf dem Gedöns, was im weitesten Sinne auf Fluß oder Nicht-Fluß von Elektronen beruht. Und nicht mehr auf so Banalitäten wie mechanischem oder werkstoffkundlichem.

 

(Sowohl Entwicklung als auch QuaSi. Und die Rotstifte, die checken halt das ganze elektronische Thema noch nicht oder lassen sich Nebelkerzen aufbinden, drum ist der Sektor noch "developer's paradise". Abwarten - dann wird's noch lustiger.)

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Zeebulon
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Das Dach hatte aber nix extra anzuheben. Laß im "Wassersack" 5 Liter gewesen sein, das ist nix. Dachgepäckträger? Schneelast? ...?

 

Ablaufreinigung: ich habe eine 100 oder 200 cm²-Spritze aus der Apotheke und einen relativ steifen Schlauch vorn dran, der genau auf / in die Abflußlöcher paßt. Warmes Wasser & gib ihm.

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radlrob
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Ich habe gerade mal die Bildersuche bemüht, da gibt es ja scheinbar gar keine gesteuerten Ventile. 

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Dann wird auf und ab nur über die Drehrichtung der Pumpe gesteuert? Bei der Forumsumstellung ist wohl leider der Hydraulikplan der Dachhydraulik verschütt gegangen, da gab's doch mal was. 

 

Alles nass, Dach geht mit untypischer Geräuschkulisse auf aber nicht mehr zu... Feuchtigkeit muss ja nicht generell zum Auslösen der Sicherung führen. Kriechströme sorgen recht regelmäßig für unplausible Fehlerbilder. 

 

Hin wie her: Mehr als ärgerlich. Ich wünsche Euch, dass ihr eventuell dennoch ne kleine Moppedrunde drehen könnt. Back to the roots, mit zwei Schlüppern im Gepäck durch den Bayrischen Wald. Immerhin etwas. 

 

Daumendrückend 

Robert 

 

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Zeebulon
Posted (edited)

Robert, danke. Auch für das Bild bzw. den Hinweis auf Dr. G. Stimmt, die Pumpe scheint nur + und - zu haben. Mit Ventilen wäre ja auch nochmals komplizierter, der ganze Sch... ist eh schon viel zu aufwendig. (Ich denke da an die Hubdächer von Spacecampern, den Ducatos, usw.)

 

Wie aber könnten Kriechströme die Ursache für "auf aber nicht mehr zu" sein? Meinst Du die pumpt jetzt immer hoch, und nicht runter? Ignoriert den Schalter? Dabei fällt mir ein, ich habe nicht probiert, zu "Heben" statt "Senken".

Warum aber bringt dann diese ...sagen wir mal: merkwürdige Notabsenkungsschraube nix?

 

Ich war vorhin beim Italiener, Pizza holen & zusammenbringen mit dem Rest des Kastens Bier. Wenn schon nicht in Italien, dann wenigstens beim Italiener.

Moppedrunde? Tja, aller Wahrscheinlichkeit wär halt da unten das Wetter besser gewesen... 

Edited by Zeebulon

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radlrob
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Berechtigte Frage. 

 

Ich finde diesen Plan nicht mehr, zefix... Da sind auch einige Rückschlagventile verbaut. Evtl zu höher Systemdruck, der nach dem Aufpumpen nicht mehr abströmen kann? Alles Wildes Gkaskugelschauen. Wenn ich so durch Markus seinen Dachthread scrolle, lief es ja auch dort schlussendlich auf Fehlerfindung durch sukzessiven, teils mehrfachen, Bauteiletausch hinaus. Eine wirkliche Diagnose scheint im Calidachhydraulikbereich noch nicht oft stattgefunden zu haben. ( Und das meine ich nicht als Vorwurf an die Monteure in den Werkstätten. Messanschlüsse scheint es ja dort auch nicht zu geben. Zumindest lt Bild.) 

 

Grüße

Robert 

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ibgmg
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Nein, Messanschlüsse gibt es nicht.

 

Da werden die Hydraulikleitungen abgeklemmt und dann "ausgelitert" wie viel Öl in der Zeit x links und rechts am Ende ankommen. So werden auch Fehler beim Absenken gesucht. Also festgestellt, ob das Öl links und rechts gleichmäßig aus der Leitung gedrückt wird, oder ob es Differenzen gibt, die zu große Differenzen beim Absenken zwischen links und rechts begründen könnten. Nach jedem Versuch muss das gesamte System wieder befüllt und komplett entlüftet werden, bevor ein neuer Versuch durchgeführt werden kann. Ein zeitraubendes Verfahren.

 

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calimerlin
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Hallo,

 

Meinst du vielleicht das hier?

 

 

Gruss,

 

Stephan

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radlrob

Danke Stephan, genau das meinte ich.

 

Pos.17 entleert also bei Öffnung "Notabsenkung" die kolbenseitige Zylinderkammer in den Tank. Auf der kolbenstangenseitigen Zylinderkammer muss demnach Oel nachströmen. Das Entleeren erfolgt über Pos. 17, das Nachströmen über Anschluss 11 und 13 erfolgt hingegen über Rückschlagventil Pos. 20 und das Wechselventil Pos. 3.  Der Pumpenlauf "rechts" sorgt für die Dachöffnung und schiebt Pos 3 in Position, um die Zylinder kolbenstangenseitig  über Pos 20, welche ebenfalls durch Pumpenrechtslauf aufgedrückt wird, zu leeren. 

 

Wenn ich das richtig verstehe, müssen also bei Öffnen der Notabsenkung zwingend auch Pos. 20 und Pos. 3 in der Lage sein, ein Oelnachströmen  in Richtung 11 und 13 der Dachzylinder, also in die Kolbenstangenkammern, zu gewährleisten und demnach öffnen.

Aber wie ist diese Funktionsweise mit dem Fehlerbild in Verbindung zu bringen, welche Rolle spielt Feuchtigkeit dabei? Hattest Du bei geöffneter Notabsenkung noch mal die Pumpe angesteuert? Auf oder zu?

 

Grüße

Robert 

 

 

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Zeebulon
Posted (edited)

Robert, danke für die Analyse des Plans (danke für's Finden, Stephan).

 

So einigermaßen hab ich's durchdrungen (obwohl das verdammtnochmal eigentlich gar nicht meine Aufgabe ist, s. og. Bemerkung betr. "kostenpflichtiges Fortbildungsprogramm für Califahrer"). Frage:

  • Robert: du schreibst "Nachströmen über Anschluss 11 und 13". Du meinst hier jeweils die Pärchen 11&12 bzw. 13&14, korrekt? Diese beiden verhalten sich ja jeweils paarweise gleichsinnig, korrekt?

Deine Fragen an mich:

  • als das Dach gehoben war, habe ich natürlich mehrfach "senken" probiert, allerdings nie (gewissermaßen als "Provokation") ein weiteres Mal "Heben". Vielleicht hätte das irgendwas gelöst?
  • mit gelöster Notabsenkschraube allerdings hatte ich nichts am Pumpenknopf probiert, weder heben noch senken. Da habe ich mich "blenden lassen" von der markigen Aussage im Handbuch "das Dach beginnt sich zu senken". Ärgert mich, hätte ich probieren sollen.

Und jetzt geh ich nochmal mitdenkend/-schreibend den Plan "absenken" durch.

  • Pumpendrehsinn wird umgedreht, ist jetzt "Linkslauf"
  • fördert durch #20, was dies zulassen muß
  • auf die beiden Zylinder
  • aus diesen wird Öl zurückgedrückt in Richtung Rückschlagventile #11 und #12, welche den Durchlauf in "absteigende" Richtung deswegen freigeben, weil sie durch den Druck von "Pumpe im Linkslauf" so geschaltet werden. Oder werden die elektrisch geschaltet? Nein, gell?
  • die "Pumpe im Linkslauf" hat also 2 Funktionen:
    • Öl in/durch die Zylinder befördern
    • die Rückschlagventile #11 und #12 öffnen, die ohne diese Druckbeaufschlagung geschlossen sind
  • erst jetzt, also nach den Rückschlagventile #11 und #12, wird sichergestellt, daß die Fördermengen li/re gleich sind, indem der "Fördermengenverteiler schließen" #9 durchflossen wird. (Bei der Hebung ist das anders: da erfolgt die Sicherstellung der Li/Re-Gleichheit gleich hinter der Pumpendruckseite.)
  • das Rückschlagventil #7 öffnet sich, denn das Symbol bedeutet "Strömung kommt von der Kugelseite -> öffnet sich" versus "Stömung kommt von der Feder-Seite -> sperrt"
  • und dann geht's über #3 (dessen Funktion ich ehrlich gesagt noch nicht verstehe) in den Öltank

Nun also mal "Notbetätigung": es fließe also keinerlei Strom oder die Druckerzeugung in beide Richtungen findet nicht statt. Das sind doch die GAU-Situationen, die dadurch beherrschbar werden sollen, korrekt?

  • Schaube auf -> Ölfluß wird freigegeben von der Hebe-Druck-Seite der Kolben in Richtung Öltank. Keine Reglung bezüglich Gleichlauf Li/Re, das Dach könnte sich also zunächst durchaus verkanten
  • der Druck ist in diesem Fall viel geringer als wenn die Pumpe so- oder andersrum fördert. Der Druck kommt nur durch das Eigengewicht des Daches zustande (oder indem man manuell nachhilft, ist aber viel geringer als 100 oder 180 bar), Der Druck existiert aber auf der Hebe-Druck-Seite des Zylinders.
  • Voraussetzung allerdings ist für jegliche Bewegung, daß Öl auf der anderen Seite der Kolben (der Senkung-Druck-Seite) nachfließen kann
  • hier kommt das gesteuerte Rückschlagventil #20 ins Siel, denn dieses ist das einzige Teil, welches ein "Nachsaugen" von Öl aus dem Tank verhindern könnte
  • wie wir eben beim "Senken" gesehen haben, erlaubt es "von sich aus", also ohne steuernden Befehl, einen Durchfluß "nach oben" in dem Plan, also zu den Zylindern auf deren "Senkung-Druck-Seite". In diese Richtung fördert ja die Pumpe bei Linkslauf.
  • jetzt hingegen, bei der Notabsenkung, soll ja Öl "nach unten" dieses Ventil #20 durchfließen. Hierzu braucht #20 aber einen gewissen Steuerdruck, einen Befehl: und das ist genauso wie beim Vorgang "Heben". Nur ein (in diesem Fall aber erheblich geringerer!) Druck auf der Hebeseite (der ja durch die Schwerkraft zustande kommt) öffnet das Ventil, und läßt Öl in die Zylinder nschströmen.

Habe ich das jetzt soweit richtig verstanden / beschrieben? Dann könnte #20 ein Problem haben, daß nämlich der Auslösedruck zum Durchflußfreigeben nicht ausreicht. Obwohl 3 Leute am Dach gedrückt haben, Leiter stand daneben. Oder natürlich die Schraube #17 selber ist blockiert. Oder die Leitung von #17 in den Öltank. Oder.... Ein mechanisches Problem im Gestänge wie bei Markus hingegen schließe ich fast sicher aus, das Pumpgeräusch beim "gefluteten Heben" gestern morgen klang sofort anders als sonst, nicht erst beim "oben ankommen".

 

Ignoriert habe ich bislang #3 ganz unten im Schema (und ich vermute, direkt in der Pumpe). Dessen Funktion ist mir nicht recht klar.

 

Wenn dies oben mal so das Spiel der Kräfte ist, dann ergibt sich die Frage: wo könnte eingedrungenes Wasser welche Rolle gespielt haben? Heben ging noch, wenngleich auch hier schon das Geräusch anders klang als "normal". Aber Senken eben nicht mehr, und jetzt klingt / klang das Geräusch ausschließlich nach summendem Elektromotor und nicht nach "fließendem Öl".

 

So, genug Test, jetzt muß ich mal wieder was anderes tun.

Edited by Zeebulon

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Zeebulon

Mit dem ausführlichen Text eben habe ich wohl den Fred getötet ... sorry, aber mir hat es geholfen, das Schritt für Schritt durchzugehen.

 

Kleiner Zwischenstand:

  • Wagen wurde unter etwas abenteuerlichen Umständen in die Werkstatt (meiner Wahl, die die 75A1 handwerklich gut gemacht hat) verbracht
  • dort konnte man das Dach dann ablassen. Aussagegemäß muß die Schraube mindesten 3 volle Umdrehungen gedreht werden. Daß dies auch so in der Anleitung steht, konnte ich eindeutig widerlegen. 
  • Zur Erinnerung: vor Ort waren zuerst ein Techniker von VWN, der es nicht absenken konnte, und auch der Abschlepper-Fahrer, der erfahren und sachkundig wirkte, hatte keinen Erfolg.
  • Die Meßwerte der Hallgeber in den Zylindern (die die Endpositionen an die CU melden) seien ungleich, und zwar v.a. links (= da, wo der "Stausee" war) aus dem Toleranzbereich. Daher sollen jetzt die getauscht werden. Ca. 1000€, und es könne hier & heute dennoch keine Garantie auf korrekte Funktion des Gesamtsystems gegeben werden. Mangels Alternative beauftragt. 
  • kann der Hallgeber an/in den Hubzylindern durch einen Wasserstau bis auf die Zylinder Schaden nehmen? Wäre mir durchaus einleuchtend, daß Wasser ins Kabel einsickert und so weiter. Die Hubzylinder sind, so meine Annahme, zwar spritzwasser-, aber nicht tauchwasserdicht. An eine Zufälligkeit kann ich nicht glauben. Ich werde mir den alten aushändigen lassen zur Analyse.
  • betr. der eigentliche allerersten Ursache für den Wassereinbruch besteht noch keine Einigung. Hier werde ich warten müssen, bis der durchführende aus seinem (wohlverdienten, denn der macht nix anderes mehr als 75A1 und RCBR) Urlaub zurückkommt. Dann allerdings bin ich bereit, vor Zeugen ein Experiment zu machen.

Übrigens: Mietwagen habe ich bekommen ("Mobilitätsgarantie"), sogar mit Anhängerkupplung, so daß ich den Anhänger, den ich für den geplatzen Urlaub gebraucht hätte, wieder wegbringen konnte. Da hat sich die Dame am Schalter echt flott gekümmert.

Aber gut, daß ich Urlaub hatte/habe, denn all die Gespräche / Mails / Postings hier - danke für die Hilfe! - kosten viel Zeit. Wie schon gesagt: "... da erlebt ihr was ...".

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JanBavaria

Danke Gerd für deinen vorläufigen "Abschluß- Bericht".

Für alle Cali Freunde mit hydraulischem Dach sollte vor allem dein nachfolgender Satz für den Fall des Dachnoteinfahren sich ins Gedächtnis einprägen, Zitat: "Aussagegemäß muß die Schraube mindesten 3 volle Umdrehungen gedreht werden" 

Viel Glück bei der weiteren Schadensbehebung, Mängelbeseitigung und hoffentlich Kostenübernahme durch Dritte.

Gruß Jan

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Engel auf Reisen
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Hallo Gerd,

 

hab gerade in Wikipedia nachgelesen, das die Hallsensoren, welche in der Automobilindustrie verwendet werden, gegen Schmutz und Wasser unempfindlich sind.

 

Ebenso sind die Hydraulikzylinder wasserdicht, da an exponierter Stelle im Dach verbaut.

 

Da die Hallgeber einen Strom & ein Magnetfeld benötigen, um eine Hallspannung auszugeben, kann ja nur das Steuergerät vom Wasserschaden betroffen sein.

 

 

Grüße aus München,

 

Christoph

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