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Sammlung Batterie und Lademanagement Infos T5 >>> T6.1


Benno_R

Empfohlene Beiträge

Viele Fragen wiederholen sich in letzter Zeit > Ich fasse im Folgenden mein Wissen, eigene Erfahrungen und die hier gemeldeten Informationen zusammen, um sie nicht regelmäßig zu neu zu beantworten.

Die Infos sind bewusst vereinfacht erläutert und richten sich an den „Normal-Fahrer“ und nicht E-Ingenieur. Die Profis unter Euch können gerne korrigieren, bitte aber nicht mit Details überfrachten. Die Zeilen richten sich an neue Busbesitzer, die kurz und knapp Infos und ggf Lösungen zu Ihrem Problem suchen oder das System „Bus“ besser verstehen wollen.

Die Sammlung ist keine Anleitung oder Anregung zu eigenmächtigen Veränderungen am Fahrzeug. Dies kann zum Erlöschen der ABE, Garantiverlust und erheblichen Gefährdungen führen! Reine Wissenssammlung ohne Gewähr. Im letzten Abschnitt sind Hilfestellungen zu Fehlermeldungen und Umbau / Elektro-Tuning Fragen gegeben und sollen dem Nutzer helfen bei der Frage: „Ist das normal? Was kann ich tun ?“

Hinweis: Ich beziehe mich auf "Neu-Fahrzeuge". Probleme durch Alterung und Abstellmaßnahmen (Caliground etc) sind nicht angeführt.

 

T5.1 und alle T5.2 ohne Blue Motion

Lademanagement:

Die 1. Generation des neuen VW besitzt noch eine klassische analoge Lichtmaschine. Mit gewisser Reserve werden alle Batterien mit Konstantspannung zuverlässig bei Fahrt geladen. Hinweis: Mit Landstrom wird die Starterbatterie erst ab späten Modellen geladen.

Bekannte Probleme:

Keine. Die AGM Batterien halten dank konventioneller Ladung ohne Rekuperationsstress bis zu 10 Jahre.

Lösung:

Kein Bedarf zur Problemlösung. Solarsysteme können die verfügbare Energiemenge zuverlässig erhöhen / puffern.

 

 

T5.2 Blue Motion

T6.0 „Euro 6“ :

 

Lademanagement:

Diese Generation besitzt eine intelligente Euro 6 Lichtmaschinenregelung, aber noch kein Lademanagement für die Camper Batterien. Im Fahrbetrieb werden über eine Verbindung (Trennrelais, bei Motorlauf sofort und immer geschlossen) alle 2 bzw 3 Batterien parallel geschaltet und gleich behandelt. Basierend auf der echten Kapazität der Starterbatterie werden alle Batterien auf ca 80% derer geladen. Nimmt aufgrund Alterung die Kapazität ab, wird auf nunmehr reale 80% geladen. Die verbleibenden 20% dienen der Rekuperation: Beim Bremsen und im Schub wird die Spannung erhöht und die Batterien so „zwangsgeladen“. Ziel: Einsparung von Kraftstoff. Auswirkung in der Realität: Die Batterien sind max. 80% geladen. Zuvor per Landstrom oder Solar auf 100% geladene Batterien werden bei Motorlauf auf 80% entladen, sichtbar in der CU durch Spannung bis zu 15V und sehr hohe negative (und auch positive Ströme). Die Batterien unterliegen einem ständigen Lade- und Entladevorgang mit hohen Strömen = „Rekuperationsstress“.

 

Landstom: Es gibt einen Ladezweig für die Camperbatterien und einen 1-2A zusätzlichen Pfad zur Starterbatterie > Alle Batterien werden über das Bordladegerät geladen.

 

Bekannte Probleme: „Keine“

Max Ladezustand systembedingt zuverlässig 80%. Durch hohe Umladeströme je nach Fahrprofil zügige Alterung der Batterien. Bereits nach 3 Jahren können die Batterien so schwach sein, dass Campingbetrieb über 2 Tage hinaus zum Problem wird, da zusätzlich immer nur auf die mit Alterung vorliegenden 80% geladen wird.

Hinweis: Der Ruhestrom des Fahrzeuges ist gering, gut 4 Wochen Stillstand (Winterpause) sind mit neuen Batterien möglich, dann muss Landstrom min. 48h angelegt werden.

Danke für Hinweis Forum: T6.0 Beach bis 2018 haben durch fehlerhafte Verkabelung ab Werk keine Ladung der Starterbatterie an Landstrom. Details zum Problem und Lösung ist hier zu finden:

 

cali-beach-energieversorgung

 

 

Lösung 80% Thematik:

1.      Motorlauf mit großem Verbraucher hebt die Lima-Spannung auf 13V und mehr. Ein Entladen der zuvor per Landstrom geladenen Batterien wird unterbunden. Rekuperation auf ein Minimum reduziert. Licht bzw Sitzheizung können ein 13V Spannung erzwingen. Nachteil: CO2 Ausstoss, etc. Bei sehr langer Fahrt werden die Batterien auf über 80% geladen. Als Verbraucher haben sich Sitzheizung oder Fahrtlicht bei Ausrüstung mit H4 H7 Licht bewährt.

 

2.      Einbau eines Ladeboosters: Votronic, und Schaudt sind D+ gesteuert, Victron intelligent und laden die Batterien zuverlässig und mit eigenem Ladeprogramm schonend voll. Ein Entladen bei Fahrt wird verhindert. „Ctek 3in1“ funktioniert nicht ohne Fehler. Der Ladebooster löst das 80% Problem dauerhaft, führt aber ggf. zu Garantieverlust und anderen Nachteilen durch Abweichung vom Herstellersetup > Fachmann befragen! Die Batterien erhalten eine hohe Lebensdauer und ihre planmäßige Kapazität kann voll genutzt werden (= wie T4 T5). Hinweis: Der auch bei mir verbaute Votronic Booster besitzt eine unterdimensionierte Flachsicherung im Inneren. Bei häufigen sehr langanhaltenden Ladungen mit 30A kann dies zum Defekt führen. Bilder im Caliboard verfügbar.

 

 

T6.1

Lademanagement:

Die Ladung der Starterbatterie erfolgt wie im T6.0. Siehe EU6 bzw 80% Thematik T6.0.

Neu im 6.1: Diese Generation besitzt ein zusätzliches intelligentes Lademanagement für die Camper Batterien. Jede Batterie ist mit einem separaten Shunt / Sensor ausgestattet, so dass die wirklich vorhandene Strommenge je Batterie im Steuergerät bekannt ist. Auf dieser Grundlage erfolgt eine stets optimale Ladung. Hinweis: Änderungen Umbauten des Systems bringen u.U. das Lademanagement kpl. durcheinander, da sie von der Fahrzeugsoftware nicht berücksichtigt werden.

 

Das Lagemanagement für die Camperbatterien soll die Zusatzbatterie(en) vom Fahrtzyklus und dessen Nachteilen abkoppeln. Über eine Softwaresteuerung wird aktiv in die Batterieladung eingegriffen.

-        Die Batterien können über die Funktion „Max Laden“ 100% geladen werden = On Board Ladebooster für alle Batterien. Die hohe Spannung garantiert schnelles Laden aller Batterien.

-        Volle Camperbatterien werden von der Starterbatterie intelligent getrennt, das Trennrelais kann je nach Ladezustand trotz Motorlauf per intelligenter Software geöffnet werden. Bei Stillstand steht dann die volle Strommenge zur Verfügung.

-        Per Landstrom werden alle Batterien ggf. mit hohem Strom = schnell geladen. Dazu wird das Trennrelais bedarfsweise intelligent geschlossen. Hinweis: Der separate Ladezweig zur Starterbatterie ist entfallen. Durch Entfernen des Trennrelais bei Boosterumbau entfällt die Ladung der Starterbatterie bei Landstrom.

Das neue Lademanagement funktioniert bei vielen T6.1 (MJ 2022) sehr zuverlässig, so auch bei unserem 6.1. Es bringt viele Vorteile mit sich, in der Realität im Einzelfall aber auch folgende Probleme:

 

Berichtete Probleme:

1.      Prozentanzeige Restkapazität: Unplausible & „springende“ Werte

2.      Meldung: „Zweitbatterie schwach“

3.      Zu geringe Kapazität / Standzeit beim Campen ohne Landstrom

4.      Max Laden: Ohne Funktion, ungenügende Ladung bei Fahrt

5.      Schnelles Entladen im Stand ohne Nutzung (Winterpause)

 

Werkstätten haben u.U. nicht die Zeit, Probleme nachzustellen und tun sich mit einer „Reparatur“ schwer. Außerdem treten die Probleme häufig nicht 100% reproduzierbar auf. Es ergibt Sinn, selbst durch Verständnis der Zusammenhänge und einigen Tests das Problem einzugrenzen um anschließend der Werkstatt genauere Infos und ggf sogar Lösungsideen mitzuteilen. Über VCDS / On Doard Diagnose ließen sich in der Werkstatt zahlreiche Werte auslesen und mit entsprechendem Sachverstand die Probleme eingrenzen. Die Realität zeigt hier aber Grenzen im Jahr 2022. Daher sind folgende Hinweise hilfreich:

 

 

1. Restkapazitätsanzeige in % oder Stunden (T6.0 & T6.1):

Das System versucht aufgrund von Ladezustand (über den Batteriesensor), aktueller Stromentnahme, Temperatur und Historie den aktuellen Ladezustand einzuschätzen und eine Prognose für die Restlaufzeit in Stunden zu erstellen. Aufgrund der verschiedenen Einflüsse gelingt es im T6.1 sehr ungenau / nicht verlässlich. Am Besten man beachtet den Anzeigewert „Stunden & %“  NICHT oder nicht zu kritisch.

Der echte Ladezustand lässt sich nur über die RUHEspannung (Volt) ermitteln. Schon nach 15 Minuten Ruhe erhält man recht aussagekräftige Spannungswerte. Nach 2h sind die Werte sehr genau. Ruhe bedeutet: Alle Verbraucher ausgeschaltet, keine Belastung oder Ladung der Batterie. Für AGM Batterien gibt es Richtwerte, +- 0.1V Meßungenauigkeit sind üblich. Daher nicht auf das letzte Prozent schielen: Grenzwerte: ab 12.75V = „voll“, 12.0V = „leer“. Tiefer sollte man nicht entladen für eine lange Lebensdauer:

 

100%     12.9V

90%       12.8V

80  %     12.6V

60 %      12.4V

40 %      12.1V

30%       11.9V

 

 

2. Meldung: „Zweitbatterie schwach“

Die Meldung besagt lediglich, dass die Batterie(n) geladen werden muss. Es liegt deshalb noch kein Defekt oder Anomalie vor!

Vorgehensweise: Batterien über Landstrom 24h Laden. Nur über das interne Ladegerät an Landstrom wird eine verlässliche Ladung ohne Einfluss der Ladeintelligenz erreicht und gleichzeitig der Ladestand an das System gemeldet.

Nach Abschluss der Ladephase sollte die CU Spannung bei angestecktem Landstrom  13...13.2V betragen = Erhaltunsladung. Der Strom geht hierbei gen Null.

Nach Abstecken des Landstromes und 2h Wartezeit muss die CU Spannung 12.8 +- 0.1V bei neuen Batterien anzeigen. Beträgt die Spannung 12.6 V und weniger, liegen gealterte Batterien vor. Ursachen sind Tiefentladung während der Produktion, Stillstand über mehr als 4 Wochen, selten der Campingbetrieb, hohes Alter oder Ermüdung durch Rekuperation beim aktuellen T6.1.

Sofern die Ruhespannung im „grünen Bereich liegt“ sind die Batterien in Ordnung. Tritt die Meldung erneut auf, muss zuerst ermittelt werden, ob zu viel Strom entnommen wird, oder ob überhaupt eine korrekte Ladung erfolgte. Versteckte Verbraucher sind Netzkabel eingesteckt im 230V Wandler, UBS Stecker im Dach, Heck, andere vergessene Kleinverbraucher in den 12V Steckdosen.

 

3.  Zu geringe Kapazität / Standzeit beim Campen ohne Landstrom

Bei T6.1 Fahrzeugen wird oft von „zu wenig Strom“ bzw Kapazität beim Campen berichtet und sofort zu Umbauten und Ergänzungen geraten.

Bevor man daran denkt, das original VW California System zu modifizieren, sollte sichergestellt sein, dass alles so funktioniert wie es geplant ist: Hat das System für den persönlichen Bedarf wirklich zu wenig Reserven oder waren die Batterien nur nicht voll und ggf gealtert? Erfahrungsgemäß ist eine unzureichende Ladung Ursache Nummer 1. An zweiter Stelle stehen gealterte Batterien beim Neuwagen durch zu lange Standzeiten und zu hohen Ruhestrom.

Daher unbedingt erst vorheriges „Thema 2“ prüfen. Sofern trotz voll geladener und neuwertiger Batterien „der Strom“ nicht reicht, also eine Standzeit < 2 Tage erreicht wird, sollte man seine Verbraucher prüfen:

VW Ausstattung = Standheizung und Kühlbox. Beide Optionen benötigen in der Werksausführung viel Strom und lassen sich durch sinnvolle Einstellung erheblich optimieren. Siehe dazu „Standheizung welche Stufen“ &  Kühlbox Optimierung.

Zusätzliche Großverbraucher wie 230V Wandler hat VW nur für kurzen Einsatz geplant. Alles was darüber hinausgeht, kann das Werkslayout nicht dauerhaft erfüllen >> siehe Hinweise Umbau / E-Tuning.

 

4. Max Laden: Ohne Funktion, ungenügende Ladung bei Fahrt:

Im T6.1 wurde ein manuell aktivierbarer Ladebooster integriert. Die Option „Max Laden“ lädt die Camperbatterien bei Motorlauf auf 100% und trennt danach die Verbindung zur Starterbatterie. So hat die EU6 Regelung der Starterbatterie keine nachteiligen Einflüsse auf die Zusatzbatterien = Volle Ladung bis zum nächsten Halt. Max Laden sorgt für hohe Ladeströme, ablesbar in der CU. Die Batterien werden mit bis zu 15V an die volle Kapazität geladen, = Ruhespannung im Anschluss > 12.8V.

Es wird berichtet, daß das System mit zunehmendem Alter des Fahrzeuges nicht mehr zuverlässig funktioniert. Mögliche Auswirkungen: Keinerlei Aktion beim Drücken von Max Laden, oder hoher Ladestrom aber im Anschluss wird das Trennrelais nicht geöffnet = Die Batterien entladen sich wieder. Für den Nutzer gibt es keine Möglichkeit, das Verhalten der Software zu beeinflussen. Starke Verbraucher (Licht, Sitzheizung) führen im T6.1 zu keiner Lösung. Abhilfe: Mit Foto der Werte in der CU beim Verkäufer reklamieren. Einzige Werkslösung ohne eigene Umbauten ist Stand 11-2022 ein Softwareupdate. Dies ist aktuell nicht verfügbar. Alternativ wird oft ein nachträglicher Ladebooster anstelle Trennrelais eingesetzt, was das Ladeproblem zuverlässig löst, aber einen Eingriff ins Originalsystem mit anderen Nachteilen und Konsequenzen bedeutet. Bevor von einem Systemfehler ausgegangen wird, unbedingt „Thema 2“ durchführen: Defekte Batterien kann Max Laden nicht auf 100% laden! Dies muss als Ursache zuerst ausgeschlossen werden.

 

 

5. Schnelles Entladen im Stand ohne Nutzung (Winterpause)

Bei frühen T6.1 Modellen kam es durch Softwarefehler der Hecklappen-Innenlichter zur raschen Entladung der Camperbatterie. Ein Update löst das Problem, aktuelle Modell sind nicht mehr betroffen. Leider gibt es weitere Softwareprobleme, die je nach Fahrzeug die Steuergeräte nicht vollständig abschalten lassen. Wenn sich die Camperbatterien vorzeitig entladen hilft nur die Reklamation bei VW und Updates sobald verfügbar. Auch hier ist es wichtig, zuerst „ Thema 2 Zweitbatterie“ auszuführen, um sicherzustellen, daß die Batterien überhaupt voll waren und wirklich ein Ruhestromproblem vorliegt. Generell ist der Ruhestrom beim T6.1 höher als im Vormodell. Die Ruhespannung von 12.8V sollte min. 1,5 Tage erhalten bleiben. Je nach Temperatur kann die „normale“ Standzeit unter 4 Wochen betragen bis ALLE Batterien nachgeladen werden müssen. Stand heute ist es nicht möglich, das Fahrzeug über Monate (Winterpause) ohne Ladung schadfrei abzustellen, ohne die Batterien abzuklemmen.

 

 

Umbauten & „E-Tuning“:  

Bauche ich „das“ ? Und was brauche ich ?

Ich gebe zu bedenken, dass für viele Tx Besitzer das Fahrzeug ein Hobby ist. Es wird ergänzt und verbessert, weil „Mann es kann“, weil es Spaß macht und weil es für die persönlichen gesteigerten Anforderungen manchmal nötig ist. Ähnlich dem mechanischen Tuning können die Umbauten trotz Vorteilen auch erhebliche Kompromisse erzwingen. Bevor der Tx Neubesitzer das Sytem modifiziert macht eine ausgiebige Testzeit Sinn, diese Antworten zu finden:

Habe ich genug „Strom“ ?

Wann und warum geht mir „der Strom“ aus ? 

Stehe ich viele Tage ohne Landstrom und Fahrten frei, oder habe ich zusätzliche große Verbraucher (E bike Laden, Kaffeemaschine..)?

Allen voran immer vorausgesetzt, dass die Batterien randvoll sind beim Frei-Stehen. Ist das nicht der Fall > Punkt 1-6 zuerst beachten.

 

Ladebooster:

Sie stellen den ersten Schritt mit überschaubarem Aufwand dar und sorgen zuverlässig  für 100% Kapazität ungeachtet der originalen „Mankos“. Es ist ein Eingriff ins orig System der nur vom Fachmann vorgenommen werden darf. Die Werksgarantie und Betriebserlaubnis können im worst case erlöschen und andere Konsequenzen die Folge sein.

Vorteil: Zuverlässiges Laden. Lösung aller durch „intelligentes Lademanagement“ verursachten Probleme. Nachteil T6.1: Keine Ladung der Starterbatterie durch Landstrom (Winterpause benötigt separates Ladegerät).

Hinweis: Von T5...T6.0 können D+ gesteuerte Booster (Schaudt, Votronic) oder intelligente Booster (Victron) verbaut werden. Im T6.1 kann aktuell NUR der Victron Ladebooster mit intelligenter Motorlauferkennung montiert werden, da kein ständiges D+ Signal bereit steht.

 

Solarpanel:

Reicht der Strom trotz zuvor geladener Batterien nicht aus, ist zusätzliche Sonnenergie eine Lösung. Der Umbauaufwand hält sich in Grenzen. Je nach Integration bleibt die volle Funktionalität des originalen Setups bestehen. Zum Thema Solar, festmontiert (Nachteile für Schattenparker) oder mobil sind alle Infos im Forum per Suchfunktion verfügbar. Die originale Batteriekapazität reicht in jedem Fall für die Nacht, so dass Tagstrom aus der Sonne die Lösung sein kann wenn, man lange ohne Landstrom oder Fahrt steht.

Hinweis: Es berichten zunehmend T6.1 Besitzer über Probleme mit Max Laden nach Installation einer Solaranlage. Ursache bislang ungeklärt.

 

LiFePO4 Batterie:

Der Wechsel auf Lithium Technik bringt eine sehr hohe Kapazitäten und Ladezyklenfestigkeit  mit sich, die aber einen kpl Umbau der Ladetechnik erfordert. Zudem kommt spätestens im 6.1 die Anzeige incl Lademanagement vollkommen aus dem Tritt, so dass Bordnetzlader und Ladebooster mit entsp. Ladekennlinie nötig erscheinen. Details zu den verschiedenen Ausbaustufen sind im Forum nachlesbar. Hinweis: Sehr kostenintensiv und technisch anspruchsvoll! Ein einfacher Batterietausch funktioniert definitiv nicht bzw nur mit erheblichen anderen Nachteilen. Umbau nur durch Fachmann nach tiefgreifender fahrzeugspezifischer Info!

 

 

Für Hinweise zu Fehlern oder Ergänzungen bitte ich um Nachricht, dann wird die Sammlung korrigiert.

 

 

 

 

 

 

Bearbeitet von exCEer
sachliche Richtigstellung in "grün"
  • Mag ich 16
  • Danke 23
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Super Übersicht, danke.
Ist bekannt ob beim Beach (insbesondere beim 6.1) dasselbe Lademanagement verbaut ist?
Oder ist das ohne CU günstig mit Trennrelais realisiert wie zu vor 6.1 Zeiten?
Wäre genial wenn auch auf die Besonderheiten Beach eingegangen würde, wenn es die gibt.

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Hallo

Prinzip identisch ebenso weitgehend bautechnisch  fuer  alle 6.1 Calis nach meinem Plan und Wissen.

Lediglich unterschiedliche Ausrüstungsgrade im Falle CU Version. Beach ohne Cu habe ich leider nicht im Blick.

 

In frühen Modellen gab es noch Fremdladeerkennung die dann vw seitig deaktiviert wurde.

 

 

Bearbeitet von Benno_R
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Moin, 

 

beim T6 Beach funktioniert das Laden der Starterbatterie über Landstrom teilweise nicht.  Dieses Problem wurde hier im Board mal von @BusleBenierklärt und auch ein Weg aufgezeigt diesen Fehler zu beheben.

Finde ich nur grad nicht🙄

 

Grüße 

Dirk 

 

 

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Service - es geht um die Erhaltungsladung der Starterbatterie durch den Landstrom, man muss etwas "blättern", auf Seite 3 hatte sich Beni zum ersten Mal zu Wort gemeldet.

 

Ansonsten herzlichen Dank an @Benno_R für die ausführliche und verständliche Zusammenfassung. Top!

Bearbeitet von Hendrixx
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Moin @Hendrixx,

das hatte ich gesucht aber erfolgreich übersehen. Vielen Dank für die Suche. 

 

Grüße 

Dirk 

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Danke Benno für diese Übersicht und dass Du Dir die Mühe gemacht hast!

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Hallo Benno,

 

Sehr schöne Übersicht, gut gemacht.👍

Ich hab das Thema oben angepinnt, damit es nicht irgendwann in den Tiefen der Beiträge untergeht.

 

Gruss,

 

Stephan

  • Mag ich 4
  • Danke 1
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Sehr hilfreiche Übersicht, vielen Dank dafür!

 

Hat das Deaktivieren der automatischen Fremdladeerkennung bei Anschluß einer Solartasche über Victron 75/15 auch Nachteile und wie geschieht das?

 

Viele Grüße!

 

 

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Moin,

 

vielen Dank für die Übersicht, Benno. Das ist sicher hilfreich.

 

Eine Aus-/Umbau Variante fehlt mir noch: Ergänzung der bestehenden Bleibatteriekaskade mit Lithium Batterien Siehe Caliboard Beitrag

Ich fahre mit vier dieser perfekt zw. Fahrersitz & Geschränk passenden Dinger seit 2 Jahren herum und bin äusserst zufrieden damit.

 

Einziger mir bekannter Nachteil soweit :
Keine echte Laden/Entladen Anzeige der Lithium Batteriekaskade in der Camper CU, da sie wie eine Solaranlage eingebunden ist: Die CU zeigt (ohne Motorbetrieb/Landstrom) 13,0-13,2 V an, wenn die Lithium Batterie voll ist und sinkt auf 12,7 V ab, wenn die Lithium Batterie sich langsam entleert und die Bleibatterie sukzessive übernimmt.

Vorteile:

- kein aufwendiger Umbau von Elektrik/Elektronik/Lademanagment, auch Landstrom und Standbatterie-Ladung bleiben funktionsfähig

- man nutzt die Bleiakkus weiterhin (weniger Umweltverschmutzung, auch weiterhin grosse Ströme möglich -> LSH)

- Rekuperation findet zum grossen Teil über die Lithium Batterie statt, schont Bleiakku

- leicht erweiterbar und genauso leicht entfernbar

- mir fällt irgendwann sicher noch mehr ein ..
 

happy camping,
Wolfgang

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Hallo,

 

Danke für die sehr gute Auflistung. Das hilft uns bei der Gebrauchtkauf - Entscheidung.

Vielleicht als Ergänzung noch diese Lösung die das Problem mit dem T6.1 in den Griff bekommen hat:

 

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oa-DoS0ZtPw

 

Liebe Grüße

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Werte Busfahrer,

vielen Dank für die positiven Rückmeldungen und Hinweise und PN zu Umbauten. Diese habe ich bewusst knapp gehalten, denn dafür ist Fachwissen nötig und Hilfestellung liefert die Suchfunktion im Forum für alle Themen.

Ich hoffe mein Beitrag hilft dem einen oder anderen "neuen" Busfahrern etwas enstpanner an das Thema "Strom" heanzugehen.

...zwischen meinen Zeilen steht... das original Setup reicht sehr viel weiter als die vielen Umbauer vermitteln, wenn es wie geplant funktioniert.  Die meisten Busfreunde und auch wir ziehen weiter, bevor die Kapa erschöpft ist oder nutzen auch mal Landstrom. Probiert es doch ersteinmal ausgiebig aus. Vorraussetzung: Volle und intakte Batterien bei Ankunft. Hochstrom-Zusatz-Equipment und zugleich tagelanges Freistehen abseits von Steckdosen und Zivilisation sind nicht der 95% California Eigner 2022. Die heute möglichen Umbaulösungen sind absolut beeindruckend, aber verunsichern auch die jungen Camper in Bezug auf "Notwendigkeit <> Freude an Perfektion und Technik".

 

Allzeit gute Fahrt

Benno

Wir: 6.0 original Setup mit Votronic, reicht 4 Tage, = mehr als genug für uns im heißen Sommer. Kein Wintercamping.

Eltern: Ocean 6.1 original, funktioniert noch (!) wie er soll, reicht 4 Tage, viel mehr als genug! Kein Wintercamping.

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Hallo Benno,

du schreibst ganz oben in "grün" von T4 und T5.0.

Was hat der T4 in dieser Aufstellung verloren?

Die erste Auflage des T5 (bis 2009) gilt normalerweise als 5.1, danach kam der 5.2 (auch wenn VW diese "Forensprache" erst beim T6 übernommen und natürlich konterkariert hat). Einen 5.0 sollten wir zur babylonischen Sprachverwirrung hier nicht einführen.

 

Ich wäre daher schwer dafür, dass das "grüne" eine kleine Korrektur erfährt. Dort müsste imho T5.1 und T5.2 stehen (ohne BlueMotion)

 

Ansonsten danke für deinen Mühe, interessantes Thema!

 

Viele Grüße

Jochen

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Hallo Benno,

danke für's Korrigieren, aber du hast den T5.2 ohne BlueMotion vergessen. Der gehört technisch zum 5.1 dazu.

 

Sorry für's Korinthenkacken, aber wenn es schon eine Aufstellung gibt sollte sie auch korrekt sein.

 

Grüße

Jochen

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Benno,

 

Gute Auflistung.

 

ins Thema LiFePo Batterien koennte noch erwaehnt worden dass diese bei laengerem Nichtgebrauch am Besten nur 80 % Voll sein sollen. Dan leben die laenger.

 

Schoene Gruesse aus Amsterdam,

 

Marc.

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