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Showing most liked content since 01/16/2019 in all areas

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    Vor 14 Tagen, es war ein Dienstag, habe ich eine Schiffspassage mit Hurtigruten gebucht. Es soll mal wieder im Winter auf die Lofoten gehen. Damit das ganze etwas entspannt verläuft, lege ich einen Teil der Strecke mit dem Postschiff zurück. Aber hier, auf der Autofähre nach Göteborg, mache ich mir Gedanken, ob die Reiseroute richtig gewählt ist. Der Grund ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage. Nix mit Schnee. Nee, Plusgrade und heftiger Regen in Verbindung mit einem Orkan machen mir wenig Hoffnung auf einen schönen Winterurlaub. Mit meinen Bedenken bin ich nicht allein, denn auf der Schwedenfähre treffe ich jemanden mit dem gleichen Reiseziel (Binou). Beim Frühstück tauschen wir uns aus und kommen zu dem Schluss, dass eine Tour auf die Lofoten zurzeit ein gewisses Risiko darstellt. Tag 2 Von Göteborg geht es jetzt erst mal zum Dovrefjell. Aber diesmal umfahre ich Oslo, was nebenbei auch einiges an Maut spart und für eine sehr entspannte Tour durch Schweden sorgt. Links und rechts auf den Feldern sind nur wenig Schneereste zu sehen, dafür stehen viele Äcker unter Wasser. Das Tauwetter und viel Regen in den letzten Tagen, haben dafür gesorgt. Beim Grenzübertritt bei Charlottenburg gibt es keine Fahrzeugkontrolle, was für meine Einreise nach Norwegen ja eher ungewöhnlich ist. Auf dem Weg nach Elverum kommt mir ein Krankenwagen entgegen, der auch ein Vorbote der ersten Verzögerung ist. Auf kerzengerader Straße sind zwei Fahrzeuge frontal zusammengestoßen. Leider gibt es drei Schwerverletzte, die noch nicht alle aus den Wracks befreit sind. Während der Stau immer länger wird, suche ich auf Google Maps eine Möglichkeit zum großzügigen Umfahren der Unfallstelle. Kurz darauf schliddere ich ohne Spikes über spiegelglatte Pisten an Höfen und kleinen Siedlungen vorbei und gelange schließlich wieder auf die Hauptstraße. Das hat mir mindestens eine Stunde Wartezeit erspart. Je weiter ich nach Norden komme, um so winterlicher wird es. Als ich die RV3 verlasse um weiter zum Dovrefjell zu fahren, setzt Schneefall ein. Das Schild mit dem Hinweis, dass ab hier nur noch geräumt wird, habe ich schon lange hinter mir gelassen. Deshalb wird es jetzt richtig rutschig auf der Straße. Eigentlich komme ich auch in der Dunkelheit ganz gut durch, – dachte ich, bis ich einen Pickup überholen lasse und der mit über 100 km/h davonzieht. Daraufhin fahre ich gleich rechts ran und putze erst einmal die Scheinwerfer. Das H4 Licht bei unserem Bus ist ein echtes Armutszeugnis für VW und ich hätte nie gedacht, dass solche Funzeln noch eine Betriebserlaubnis erhalten. Bei Hjerkinn möchte ich gern hoch auf den Parkplatz Viewpoint Snohetta. Das klappt auch einigermaßen gut, bis ich in den Schneewehen hinter der Bahnüberführung feststecke. Naja, im dritten oder vierten Anlauf bin ich auch schon fast durch, außerdem kommt von oben ein Traktor mit Schneefräse. Bevor ich aber im letzten Anlauf die Verwehungen passieren könnte, mache ich doch wieder kehrt. Denn wie wird es wohl morgen früh aussehen, wenn ich in Trondheim mein Postschiff erreichen will? Vielleicht ist dann alles zu geweht. Also schnell Planänderung und dann doch auf einem Rastplatz an der E6 geparkt. Tag 3 Am nächsten Morgen steht ein Truck direkt hinter mir. Den hatte ich in der Nacht gar nicht bemerkt. Das Thermometer zeigt plus 4 Grad und die Straße ist frei, also hätte ich doch oben auf dem Berg übernachten können. Auf der Fahrt nach Trondheim, inzwischen schon so etwas wie Routine, bringen nur ein paar Baustellen etwas Abwechslung. Auf denen wird sogar am Samstagmorgen voll gearbeitet! Als ich in Trondheim am St. Olavs Pier entlang fahre, kann ich die auslaufende MS Spitzbergen sehen. Erfreulicherweise liegt „meine“ MS Trollfjord noch am Kai und ich kann ganz in Ruhe meine Sachen packen. Nachdem ich die Kabine bezogen habe, muss jetzt nur noch der Bus an Bord. Das läuft aber wieder sehr unkompliziert, denn ich brauche beim Ladepersonal nur den Schlüssel abgeben, dann verschwindet der Bus im Laderaum. Ach ja, mit Winter wird das nix mehr, denn inzwischen sind es plus 12 Grad und es regnet. Die MS Trollfjord ist das größte Schiff bei Hurtigruten und unterscheidet sich im Erscheinungsbild deutlich von den anderen Schiffen. Das Schiff ist hell und die öffentlichen Bereiche sind etwas großzügiger, lediglich die beiden verglasten Fahrstühle wollen nicht so richtig zu meinem Bild von einem Postschiff passen. Draußen auf den Außendecks bläst ein kräftiger Wind, der auch für eine bedrohlich wirkende Geräuschkulisse sorgt. Aber das ist ja auch das Spannende bei einer Winterreise mit Hurtigruten, draußen toben die Elemente und im Schiff ist es warm und mollig. Auf dem Weg nach Rørvik müssen wir das Seegebiet Folda durchqueren. Dieser Abschnitt ist bekannt für starke Winde und ebenso heftigen Seegang. Daher ist auch die Durchsage, dass es in den kommenden Stunden heftige Bewegung im Schiff gibt, obligatorisch. Wenn es draußen stockfinster ist und sich das Schiff hin und her bewegt, ist das Bett ein guter und sicherer Platz. Plötzlich gibt es einen heftigen Schlag und das Schiff neigt sich zur Seite. Alles was in der Kabine beweglich ist, kracht zu Boden, der Tisch fällt um, ebenso wie der recht schwere Sessel. Du meine Güte, das war ja heftig. Ich springe schnell von der Couch, um die umher rutschenden Sachen in den offenen Koffer zu raffen. Dann kommt schon der zweite Schlag und ich rutsche durch die Schräglage auf allen Vieren, zusammen mit Tisch, Sessel, Fotoausrüstung, Getränken und allem, was jetzt auf dem Boden liegt, bis an die Bordwand. Das war ein ganz schöner Schreck, der meinen Puls in die Höhe bringt. Es kommen jetzt ein paar Lautsprecherdurchsagen, die ich als Code für die Besatzung interpretiere. Jetzt ziehe ich mich mal besser an und schaue was draußen los ist. Im großen Atrium schlagen die Fahrstühle geräuschvoll hin und her und überall im Schiff ist es am knarzen und ächzen. Auf Deck vier und sechs flitzt Besatzung hin und her. Ab und zu sind auch Passagiere bei Ihnen, die sich offensichtlich verletzt haben. Auch im Panoramasalon, der bei der MS Trollfjord über zwei Stockwerke geht, schaue ich vorbei. Es ist stockdunkel wie im Kino, und nur wenige Sitze sind belegt. Mit den zwei kräftigen Suchscheinwerfern wird die See vor dem Schiff ausgeleuchtet. Die dunkle Wasserwand baut sich (gefühlt) immer wieder bis über das Schiff auf und ich muss sofort an Filmszenen aus „der Sturm“ mit George Cloony denken. Im Salon ist es mucksmäuschenstill, nur das schlagen der Wellen und das ächzen des Schiffes sind zu hören. Naja, nicht ganz, denn da sind auch noch die zwei Mitreisenden, die dem Seegang offenbar nichts abgewinnen können. Mit einem Mark erschütternden Röhren füllen sie die „Stormy weather bags“. Jeder Schwall in die aluminiumbeschichteten Tüten ist im gesamten Panoramasalon zu vernehmen. Die Armen. Es sind jetzt etwa zwei Stunden im Sturm vergangen, als es ganz plötzlich ruhig wird und die Schiffsbewegungen kaum noch spürbar sind. Wir laufen in Rørvik ein, wo es am Kai zum Treffen mit dem südgehenden Schiff kommt. Im Winter ist es spannend, die Ladegeschäfte am Anleger zu beobachten. Die unterschiedlichste Fracht wird umgeladen. Frischer Kabeljau, Autoreifen, Isoliermaterial, Fischereibedarf, Fernseher, Baumaterialen, eben alles, was in der Region gebraucht wird. Hier lässt sich noch der ursprüngliche Auftrag der Hurtigruten erahnen. Nach neuesten Planungen soll es ab Sommer 2019 keine Schiffsbegegnungen in Häfen mehr geben. Damit will Hurtigruten auch das Hafenpersonal entlasten. Wie es mir auf den Lofoten ergeht, erfahrt Ihr im nächsten Teil. Gruß Gerhard
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    Interessantes Thema, dessen Fortführung ich sehr begrüßen würde! Als ehemaliger Redakteur der Reisemobilzeitschrift promobil kenne ich das Dilemma. Der Unterschied zwischen schöner idealisierter VW-Werbewelt und der Realität "on location" ist gewaltig und nimmt noch zu. Das selbe gilt für die "Not" der größeren Wohnmobile, die keine Stellplätze mehr finden und deren Präsenz allein schon Ablehnung erregt. Und gleichzeitg boomt die Reisemobilindustrie mit 30%igen Zuwachsraten und haut immer mehr und immer mehr übefrachtete Fahrzeuge raus. Das wird irgendwann mal zu einem Riesenproblem, das von Verband, Industrie und Zeitschriften immer noch kleingeredet wird. Reisemobile waren vor Ort noch nie gerne gesehen (außer wenn sie Geld bringen), sie sind eine Heuschrecken-ähnliche Plage geworden. Das Freistehen ist sicher die Königsklasse des Übernachtens, setzt aber ein Höchstmaß an Fingerspitzengefühl, Umweltbewusstsein und Rücksichtnahme voraus. Leider sind es die schwarzen Schafe, die das Bild des "typischen" Freistehers prägen. Man muss nicht hinter den Busch gehen, wenn man mal muss – es gibt auch mobile Toiletten. Man muss keinen Müll hinterlassen, man kann ihn auch mitnehmen. Man muss keinen Hausfriedensbruch begehen, man kann den Eigentümer auch fragen. Es ist eine Frage der Intelligenz und des gesunden Menschenverstands. Deshalb hoffe ich, dass die oben geschilderte Vision des ausgelagerten Spielplatzes für die Kinder in freier Natur sowie des ausgelagerten Lagerraums nicht ernst gemeint war. Gerade diese Inanspruchnahme von Freiheiten erzeugt die Ablehnungen und Aggressionen im Kontakt mit Wanderern oder anderen Naturliebhabern. Man muss sich nur gedanklich für einen Moment in die Lage des anderen versetzen und versteht sofort. Zigeunertum ist Zigeunertum, auch wenn es sich im preislichen Obersegment abspielt. Meine Frau und ich praktizieren ausschließlich das oben erwähnte "diskrete" Übernachten, was wir sehr wohl vom "wilden" Campieren unterscheiden. Das machen wir ein paar Tage so und gehen dann auf den regulären Campingplatz. Oder wir machen es im ständigen Tageswechsel. Tische und Stühle und Kocher usw. bleiben "draußen" grundsätzlich drinnen. Es sei denn, wir sind wirklich derart ab vom Schuss, dass keine Begegnung zu befürchten ist. Und manchmal findet man ja auch Plätze, wo es ausdrücklich gestattet oder zumindest geduldet st. Doch die vielen wilden und rücksichtslosen Freisteher werden automatisch dafür sorgen, dass diese eine der letztren Freiheiten immer weiter zurückgedrängt wird. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Campingplätze, die uns wirklich gefallen, nicht zu, die Zahl der Reisemobilisten aber ständig zu. Ein bedenklicher Prozess. Das "wahre" Bulli-Campen ist und bleibt eine Nische, die unbedingt wie ein Schatz gehütet werden muss. Dirk
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    Tag 10 Gleich um 7 Uhr gehe ich am nächsten Morgen zum Frühstück. Du meine Güte, hier ist ja die Hölle los. Am Buffet herrscht ein Gedränge und es wird geschoben, getrödelt und unappetitliche Dinge angestellt. Amerikaner, Engländer und Franzosen beherrschen das Geschehen. Das macht wirklich keinen Spaß. Später erfahre ich auch den Grund für das Gedränge. In Harstad verlassen gegen 8 Uhr viele Passagier das Schiff für einen Landausflug auf die Vesteralen. Da wollen natürlich alle vorher noch frühstücken. An den nächsten beiden Tagen war es übrigens viel entspannter. Um kurz nach acht legen wir im Hafen von Harstad an. Vom Schiff aus kann man schön das Treiben in der Stadt beobachten. Mit Radlader und Lastwagen werde großen Schneemengen fortgeschafft. Nächster Hafen ist Risøyhamn. Über Bordlautsprecher wird das Durchfahren der Fahrrinne als Attraktion bekannt gegeben. Allerdings muss ich sagen, dass die Durchfahrt des Postschiffes von Land aus wesentlich spektakulärer aussieht als an Bord des Schiffes. Zum Erstaunen der Lade-Mannschaft gibt es in diesem Hafen keine Fracht, wir hätten also auch vorbeifahren können. In Sortland steigen die Teilnehmer des Landausfluges wieder zu. Der nächste längere Aufenthalt ist in Stokkmarknes. Hier befindet sich das Hurtigruten Museum mit dem Museumsschiff Finnmarken. Besichtigen kann man das Schiff zurzeit nicht, denn es wird ein Gebäude um das Schiff gebaut. Der nächste Abschnitt ist, zumindest laut Reiseleitung, wieder einer der Höhepunkte der Reise - die Fahrt durch den Raftsund mit Blick in den Trollfjord. Auch hier finde ich es allerdings viel interessanter, von der Uferstraße aus aufs Wasser und die Schiffe zu schauen. Auf dem Weg nach Svolvaer gibt es noch ein paar schöne Motive bei Sonnenuntergang. Vielleicht klappt es ja heute noch einmal mit dem Nordlicht? Tatsächlich! Eine halbe Stunde nachdem wir Svolvaer verlassen haben, gibt es über die Lautsprecher den Hinweis auf Nordlicht. Viele Leute kommen jetzt an die offenen Decks auf der Suche nach dem Nordlicht. Ich habe mal gelesen, dass nicht jeder Mensch Nordlicht erkennen kann. Inzwischen denke ich, da ist was dran. Heute morgen hatte ich eine Unterhaltung, bei der auch Nordlicht ein Thema war. „Haben Sie gestern auch das starke Nordlicht bei Tromsö gesehen? Ja, haben wir. Allerdings war es nur auf der Kamera zu sehen, mit bloßem Auge konnten wir es nicht sehen“. Dabei war es gestern wirklich sehr gut zu sehen. Auch jetzt laufen ständig Leute umher und sehen nichts. Als ein französischer Mitreisender zum zweiten Mal suchend an mir vorbeikommt, halte ich ihn an und deute mit dem ausgestreckten Arm auf das Nordlicht. Aber er sieht es nichts. Da er auch Stativ und Kamera dabei hat, lasse ich ihn ein Foto in die angegeben Richtung machen. Beim Betrachten seines Kameradisplays ist er höchst erfreut und flitzt gleich zu seiner Begleitung. Auf dem offenen Deck am Heck des Schiffes ist jetzt ein kleines Blitzlichtgewitter im Gange. Nun ja, diese Leute sehen selbst auf den Displays kein Nordlicht. Angesichts der vielen Menschen versuche ich erst gar nicht, weitere Nordlichtfotos zu machen. Allerdings sind die Momente mit den Menschen und dem Nordlicht auch nicht schlecht. Tag 11 Die gestrigen Fotos waren auch schon die letzten Fotos an Bord der MS Kong Harald, denn heute regnet es den ganzen Tag wie aus Eimern. Da kann ich mir ja mal Gedanken über den letzten Teil der Reise machen. Über die Brücken von Schweden nach Dänemark wird mir der Heimweg zu lang und mit den Fähren nach Kiel verliere ich einen ganzen Tag. Wäre noch die Fähre von Göteborg nach Frederikshavn. Aber dann ist es Samstagnacht und vielleicht Halligalli an Bord, wie schon einmal, vor ein paar Jahren. Bei der Fähre von Larvik nach Hirtshals passen Fahrzeit und Preis. Also buche ich auf der norwegischen Seite von Color Line für 695 NOK die Fähre für Übermorgen um 22:15 Uhr. Das sollte passen. Am Abend kündigt uns die Reiseleitung das Treffen mit einem zweiten Postschiff an. Als wir Rørvik erreichen wird es sogar noch mal wiederholt. Erst als wir angelegt haben, kommt der Hinweis, dass das andere Schiff noch gar nicht eingetroffen ist. Auf Marine Traffic hatte ich schon gesehen, dass sich das Schiff durch die Folda kämpft. Ihr erinnert euch, Folda, die offene Seestrecke mit dem schweren Seegang. Da müssen wir jetzt wieder durch. Meine Kabine liegt auf Deck 2, also ziemlich weit unten im Schiff. Bei diesem Seegang stehen die beiden Bullaugen immer wieder komplett unter Wasser und ermöglichen einen gespenstischen Blick unter Wasser. Ich kann gerne darauf verzichten und lege mich schlafen. In der Nachbarkabine schließen sie die Klappen vor den Bullaugen. Die Bullaugen bei normalem Seegang. Wir kommen mit Verspätung in Trondheim an. Auch gut, denn so bleibt mehr Zeit für das Frühstück. Ich verlasse kurz das Schiff, um zu schauen ob der Bus schon draußen steht. Tut er nicht, aber danach lässt mich das Zugangssystem nicht mehr an Bord. Also bekomme ich für die letzten 10 Minuten einen Besucherausweis. Den Bus fahre ich selbst von Bord, dann folgen noch ein paar Fotos vom Schiff und schon bin ich auf der Heimreise. Das Navi habe ich auf Mautvermeidung eingestellt, denn so lerne ich auf dem Weg nach Larvik auch noch neue Regionen kennen. Color Line bringt mich nachts um zwei Uhr pünktlich ins dänische Hirtshals. Von da aus schaffe ich noch eine Stunde Fahrzeit bis zur Nachtruhe auf einem Parkplatz. Frühstück gibt es erst in Deutschland und am Sonntagnachmittag bin ich nach 12 spannenden Tagen wieder Zuhause Die Winterreifen liegen schon wieder verpackt in der Garage, - sie taugen bestimmt noch für eine weitere Wintertour. 😎 Meinem Bein scheint es wieder gut zu gehen. Allerdings meint die Frau, der komische Knick im Schienbein wäre vorher nicht da gewesen.... 😁 Vielen Dank für die 👍 und Eure Kommentare. Viele Grüße, Gerhard
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    Hallo zusammen, ich habe mir inspiriert von anderen Beiträgen hier eine zusätzliche Ablage gebaut die ich in der vorhanden Tischschiene einhängen kann. Die Vorgaben waren kompakte Abmessungen und eine Nutzung auch in der Schlafposition der dreier Bank. Die Abmessungen sind so gewählt das die Ablage in einer der Boxen unter der Rücksitzbank ihren Platz findet und immer dabei ist. Für Interessierte Nachbauer habe ich eine Zeichnung mit Bestellnummer der Bügel und den Abmessungen erstellt. Gruß Thorsten
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    Servus z´sam! Jetzt bin ich aktuell nicht sicher, ob ich diese Bilder von unserer Georgienreise (2018) bereits mal vorgestellt habe... Zumindest hab ich hier nichts gefunden. Falls doch, bitte Bescheid sagen, dann werd ich sie wieder löschen Viel Spass im hochalpinen Bereich von Georgien mit Pässen bis auf 3000m und Berge, die über 5000m hoch sind (Teil1)... Paul Furten durch Schwarzwasser nach heftigen Regenfällen vom Vortag... Im Kaukasus... sehr stimmungsvoll und beeindruckend. Gemüse putzen am Logen-Stellplatz auf knapp 3.000m mit Blick zu den 5.000ern, es gibt echt schlechteres... Da ist der Weg... oder direkt daneben... oder ganz woanders? Wir sind im georgisch-/russischen Grenzgebiet, rechts im Hintergrund sind die Baracken der Grenzpolizei, wo man sich im Grenzgebiet anmelden muss. Suchbild "Stellplatz am Bachbett". Hier gibt´s wirklich keine "großen Weißen" 😉 Der "Weg" geht am nächsten Tag auf erahnbaren Fahrzeugspuren des letzen Jahres, querfeld weiter, Richtung der dunklen Berge
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    Und wieder eine Mission erfüllt! Es war ein riesiger Spass! Danke! Chris
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    Tag 7 Die Nacht war ruhig und erwartungsgemäß bin ich am nächsten Morgen eingeschneit. Da die erste Kolonne zum Nordkap erst um 11:00 Uhr startet, habe ich genügend Zeit für ein gemütliches Frühstück mit Ei. Beim Frühstücken kann ich meinen Nachbarn beobachten, der trotz Schneeketten erhebliche Schwierigkeiten hat, den Parkplatz zu verlassen. Für den Fall der Fälle habe ich auch Schneeketten dabei und einen Klappspaten griffbereit. Zum Abschleppen ist auch die Anhängerkupplung bereits montiert. Außerdem habe ich vor der Reise zwei neue Nokian Winterreifen auf die Vorderräder montiert. So gerüstet hatte ich auf der gesamten Reise keinerlei Schwierigkeiten. Weil bis zur Abfahrt des Konvois immer noch genügend Zeit ist, mache ich noch einen Abstecher nach Skarvåg. Kurz vor 11:00 Uhr versammeln sich einige Fahrzeuge, die im Konvoi zum Nordkap fahren wollen der Schneepflug wartet bereits auf uns. Um 11:00 Uhr geht es ohne weitere Ankündigung los. Die Schranke öffnet sich und der Schneepflug fährt los, gleich dahinter ein Reisebus und dann die Fahrzeuge unsere Kolonne. Meine Helden des Tages sind die beiden Reisenden auf dem Motorradgespann, die sich von Russland auf den Weg zum Nordkap gemacht haben. Die Fahrt zum Nordkap ist nicht anspruchsvoll, dafür gibt es wunderbare Ausblicke bei sonnigem Wetter. Am Mauthäuschen für das Nordkapplateau kommt die Kolonne erstmals zum Stehen. Für jeden Insassen müssen umgerechnet 29 € als Eintritt bezahlt werden. Kurz darauf stehen die Fahrzeuge auf dem Parkplatz des Nordkap Plateaus. Fast alle Reisenden stürmen sofort zu Weltkugel und starten die üblichen Rituale. Gruppenfoto, Einzelfotos, kleine Gruppe, alle hüpfend, Kussmundfotos, mit freiem Oberkörper, zwei nehmen einen dritten auf die Schultern, geballte Fäuste in den Himmel, mit dem Rücken zur Kamera, Fotos mit Fahnen und jede Menge Selfies. Gefühlt bewegen sich bestimmt alle Mietwagenfahrer in Roald Amundsens Fußstapfen. Eigentlich hatte ich vor, mit dem Bus bis an die Weltkugel zu fahren, aber es liegt so viel Schnee, dass mir das Risiko zu groß ist. Wer mit dem ersten Konvoi angereist ist, sollte sich zum Fotografieren beeilen denn eine Stunde später ist Ankunft der zweiten Kolonne auf dem Nordkapplateau. Jetzt treffen die Reisenden der Hurtigruten ein und auf einen Schlag sind weitere 400 Personen an der Weltkugel. Daher verlassen die meisten Fahrzeuge der ersten Kolonne das Nordkap gleich mit der ersten Rückfahrt um 13 Uhr. Mein spontanes Reiseziel, das Nordkap, habe ich also erreicht. Jetzt geht es zurück nach Tromsö, denn dort wartet am Mittwochabend hoffentlich das Postschiff auf mich. Für Dienstag- und Mittwochnacht ist außerdem starkes Nordlicht angesagt, deshalb will ich versuchen, möglichst rasch nach Tromsö zu fahren. Vorher lege ich aber eine 20-minütige Pause tief unten im Nordkap Tunnel ein. Warum? Weil das eine gute Möglichkeit ist, im warmen Tunnel den Eispanzer vom Bus loszuwerden. Schon auf der Hinfahrt sind mir in der Bucht vor Honningsvåg die großen Tanker aufgefallen, die dort vor Anker liegen. Es handelt sich dabei um LNG Tanker, die flüssiges Erdgas von der russischen Jamal Halbinsel nach Europa bringen. Warum Ankern die bei Honningsvåg? Bei den blauen Schiffen handelt es sich um Eisbrecher, die das flüssige Erdgas von den Förderstellen hierher bringen. Hier bei Honningsvåg wird das flüssige Erdgas auf normale Gastanker umgeladen, die es dann nach Mittel- und Südeuropa weiter transportieren. Das ganze läuft weitgehend ohne externe Infrastruktur. Für die Schiffsmanöver sind hier vier Schlepper stationiert, denen ein großer Schwimmponton als Anleger dient. Die Fahrt auf der E69 am Porsangerfjord entlang ist wieder recht Anspruchsvoll. Einem Reisebus sind die 80km/h aber offenbar zu langsam, den lasse ich an einer Parkbucht lieber vorbei. Bei Gegenverkehr kann ich gut sehen, wie sich das Licht auf der Fahrbahn spiegelt. Es ist also wieder spiegelglatt. Zwischen Olderfjord und Skaidi sind schon wieder große Schneeverwehungen auf der Straße. Und weil es nicht besser wird, bleibe ich etwa 20 Kilometer hinter Skaidi an der E6 auf einem geräumten Parkplatz am Goahtemuorjohka Fluss stehen. Der Platz ist im Flusstal einigermaßen geschützt und bestimmt besser als oben auf den Fjell, wobei „oben“ ja lediglich 350 Meter bedeuten. Hier standen wir 2016 schon mal mit einem Wohnmobil und haben uns am Flussufer den Mücken zum Fraß vorgeworfen. Bestimmt warten die schon unter dem Schnee auf neue Touristen. Ich nutze den Abend, mache mir eine warme Mahlzeit und sichere dann die Fotos der letzten Tage. Immer wieder schlagen draußen Autotüren, denn ich bin nicht allein auf dem Parkplatz. Auch hier schlafen Reisende in ihren PKW, was für sie natürlich mit viel hin und herräumen verbunden ist.
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    (Nach Fertigstellung des gesamten Berichts habe ich an den einzelnen Positionen eine laufende Nummer eingefügt. Als Hilfestellung für diejenigen, die das Ganze chronologisch betrachten wollen.) Auf den Spuren vergangener Reisen haben wir dieses Frühjahr die Orte aufgesucht, die uns in früheren Jahren besonders gefallen haben. Die Tour hat genau 7 Wochen gedauert und wir haben dabei 9.547 km hinter uns gebracht. Von den 48 Übernachtungen waren wir 12 Nächte auf kostenpflichtigen Stellplätzen, den Rest haben wir frei, oder auf genehmigten Parkplätzen gestanden. Auf der Iberischen Halbinsel sind wir bis auf den Bereich zwischen Nerja und Cartagena relativ linear gefahren, in Andalusien ging es kreuz und quer, hin und zurück. Das ist auf der Karte nicht vermerkt. Ein paar Impressionen dieser Reise hatte ich schon in "Schöne Cali Bilder" gepostet, aber weil zunehmend auf den Bildern der Cali fehlt, mache ich mal einen eigenen Bericht mit nicht chronologischer Folge, so wie's mir gerade einfällt. Beginnen werde ich heute mit: Ciudad Encantada Teil 5 in der Spanischen Autonomen Region Kastilien-La Mancha Die "Verzauberte Stadt" in der Nähe von Cuenca hat einen großen Parkplatz auf dem man wunderbar ruhig übernachten kann. Wir waren völlig allein, erst am nächsten Morgen zur Öffnungszeit wurde es voll. Die bizarren Felsformationen sind mit einem ca. 4 km-Rundgang hervorragend erschlossen. Der Besucheransturm hielt sich im Mai in Grenzen. ....und das war dann noch der besondere Hammer: Morgens vor dem Aufstehen kam die Müllabfuhr, zu zweit. Der erste sammelt den Müll wie gewohnt, der zweite war eine mobile Mülltonnenwaschmaschine! Habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen. Fortsetzung bald oder später...
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    Costa Almeria - Naturpark Cabo de Gata Teil 3 Agua Amarga Hier haben wir 11 Nächte auf dem neuen Stellplatz gestanden, über Tag dann vorne am Strand oder im gesamten Naturpark rumgekurvt. Dabei konnten wir dann so "hippe" Veranstaltungen wie zum Beispiel die Hochzeit am Strand erleben. Das tägliche Leben gestaltete sich hier recht einfach, ein kurzer Gang durch den begrünten Ort oder vorn am Strand entlang und schon war man in der "City" mit mindestens 10 Restaurants. Ein Mini-Market, ein Gemüseladen und 2 Eisdielen machten das Angebot komplett. Die Besichtigung der alten Wohnhöhlen stand natürlich auch auf dem Programm, direkt davor haben wir einen Teil unserer Mitbringsel ausgegraben: Spanisches Rohr (steht jetzt auf der Terasse und ist 1m) Vorn am Strand hatten wir nicht nur nautischen Besuch, zum Glück hatten wir "zufällig" Futter dabei! Cortijo del Fraile Einer der Ausflüge ins Hinterland führte uns vorbei an den Schächten und Resten der Goldminen bei Rodalquilar zum Cortijo del Fraile, einem Ort mit blutiger Vergangenheit. Hier schöpfte der Dramatiker Federico García Lorca seine Inspirationen für das Theaterstück "Bluthochzeit". Der Ort war auch eine beliebte Kulisse für etliche Western Produktionen. Wild-West mäßig ist auch die Anfahrt über etliche Kilometer Sand- und Schotterpiste begrenzt von mächtigen Agaven. Playa Playazo Diesen traumhaft gelegenen Strand haben wir an mehreren Tagen von Agua Amarga aus angefahren. Wenn man zeitig kam konnte man direkt vorn am Strand stehen. Hier kontrollierten die Park-Ranger und die Guardia Civil im Mai schon regelmäßig am Abend damit keiner der Camper über Nacht stehen blieb. Für den Strandaufenthalt gibt es mehrere Möglichkeiten, am langen Strand, am Strand unterhalb der Festung oder auf dem felsigen Teil ganz am Ende des Hauptstrandes. Hier war man meist allein und konnte sich an den bizarren Formen der Felsen erfreuen. Von hier hat man auch einen schönen Blick zum Cerro Negro und der daneben liegenden "Hippie-Bucht" San Pedro, mit Festung und Quelle, die nur auf Fußpfaden oder vom Wasser aus erreichbar ist. Guardias Viejas Auf unserem Reiseweg, von Westen kommend haben wir vor Erreichen des Cabo de Gata wie immer inmitten der Treibhausmeere bei Almeria halt gemacht. Hier gibt's ein kleines Stück Strand (mit Duschen) an dem man noch sehr angenehm frei stehen kann, Am Morgen wird man vom Wiedehopf geweckt, Tüüd Tüüd Tüüd, und gelegentlich gibt es Besuch von der örtlichen Schafherde. Die Blumenwiese war dann allerdings hinterher nicht mehr so üppig Fortsetzung bald oder später...
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    Hallo! Da wir gerade einen Regentag haben, werde ich die Zeit mal nutzen um einen Bericht über unseren aktuellen Urlaub zu schreiben bzw. mal anzufangen- denn wir sind ja noch unterwegs.... Dieses Jahr führt uns die Reise ab Anfang Mai über den Lago Maggiore nach Korsika. Wir haben 3 Wochen Zeit (absoluter Luxus für uns), davon sind 13 Tage für Korsika geplant. Wie es danach weitergeht, steht noch nicht fest. 3.5.: Freitags abends nach der Arbeit geht es los: Das kleine Städtchen Eguisheim in der Nähe von Colmar ist unser erstes Ziel. Beim abendlichen Rundgang entdecken wir schöne alte Fachwerkhäuschen mit ganz viel Charme. Wir stehen dort auf dem recht neu angelegten Stellplatz, der 12€ kostet und über ein sauberes Toilettenhäuschen verfügt. 4.5.: Nächstes Ziel ist Cannobio am Lago Maggiore: Camping Campagna, ein kleiner sauberer Platz mit nettem Betreiber und guter Pizza. Nach dem Essen spazieren wir durch das fußläufig zu erreichende, hübsche Städtchen Cannobio. Das Wetter kann sich schlecht zwischen wärmender Sonne und ziemlich kaltem Wind entscheiden.... 5.5.: Heute ist es so stürmisch, dass wir in der Nacht das Zeltdach einfahren mussten. Nachmittags sieht der See zwar wunderschön aus, aber mehr als ein kurzer Spaziergang ist bei dem wirklich kalten Wind nicht drin. 6.5.: Es geht weiter. Nach einer ganz entspannten Fahrt haben wir bei der Ankunft in Genua etwas Stress- die Zufahrt für den Fährhafen liegt ziemlich versteckt und der Verkehr ist heftig....Schließlich sind wir aber gut am Terminal angekommen. Ab 19 Uhr dürfen wir auf das Schiff. Von hier oben sehen Hafen und Häuser von Genua nochmal ganz anders aus. Es ist soweit: Die Fähre legt ab. Bei einbrechender Dunkelheit schauen wir zurück zum Hafen... 7.5.: Nach Sonnenaufgang am nächsten Morgen kommt bald der Hafen von Bastia in Sicht. Gegen 7:30 legen wir an. Das Abenteuer Korsika beginnt.... Nachdem wir das hektische Bastia hinter uns gelassen haben, führt unsere erste Etappe über die D81 auf die andere Inselseite, bis wir nach 69 km L‘Ile Rousse erreicht haben. Der Camping Les Oliviers ist sehr einfach, aber wir stehen schön unter Olivenbäumen. Eindrücke beim Spaziergang nach L‘Ile Rousse und zurück- vom Platz aus sind es etwa 15-20 min Fußmarsch: 8.5.: Nach dem Frühstück geht es weiter nach Calvi- gute 20 km entfernt und schnell erreicht. Auf dem Campingplatz La Pinede stehen wir schön zwischen Eukalyptusbäumen. Da es sich um einen relativ zentral gelegenen ACSI- Platz handelt, ist hier etwas mehr los... Das Wetter ist heute eher trüb, aber auch bei dem bedeckten Himmel hat der Strand von Calvi seinen Reiz. 9.5.: Heute Nacht hat es geregnet und es gab ordentlich Wind, aber der Morgen sieht ganz ok aus. Wir machen uns auf den Weg nach Calvi, was über eine schöne Strandpromenade in ungefähr 20 min zu erreichen ist. 10.5.: Heute geht es weiter: Wir fahren entlang der D 81B, der Küstenstraße zwischen Calvi und Galéria. Sie ist stellenweise sehr eng, bietet aber fantastische Ausblicke. Der zweite Abschnitt der Straße hinter Galéria- es fährt sich etwas bequemer durch die immer noch atemberaubende Landschaft. Schließlich haben wir unser Ziel für heute erreicht: Den Camping Funtana a l‘Ora in Ota. Er liegt recht idyllisch und wir haben nur wenig Gesellschaft.... 11.5.: Nach dem Frühstück geht es wieder los- quer durch das Landesinnere, vorbei an der Speluncaschlucht und vielen Felsen. Abgesehen von den Kurven, der Enge und anderen Verkehrsteilnehmern darf man auch die korsischen Schweine nicht unterschätzen.... Wir passieren das Col de Vergio, bevor uns dann noch eine recht abenteuerliche Strecke Richtung Corte führt. Wir sind am Ziel angekommen: Fast allein stehen wir auf dem Campingplatz Tuani mitten im Restonicatal. Ohne Handynetz sind wir von der Außenwelt abgeschnitten. Abgesehen vom kontinuierlichen und nicht gerade leisen Flussrauschen ist es ruhig und sehr idyllisch. Ok, obwohl ich ein paar Bilder gelöscht habe und unter 6 MB liege, kommt eine entsprechende Fehlermeldung...das heißt ich mache hier mal Pause und es geht später weiter- außerdem hat es gerade zu regnen aufgehört, also fast😉 Im nächsten Teil wird es dann in die Nähe der Bucht von Propriano, Bonifacio und schließlich Bucht von Porto-Vecchio gehen, wo wir uns gerade aufhalten... Übrigens ist das hier bisher der erste richtige Regentag. Allerdings ist es auch ansonsten trotz schönem Wetter nicht unbedingt warm, da wir immer mehr oder weniger kalten Wind haben. Aber wir finden Korsika bisher super😊 Dann bis später und liebe Grüße....
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    Wir - und vor allem unsere Tochter - verzichten auch beim Camping ungern auf leckere Pfannkuchen zum Frühstück. Da wir bei der Kühlbox aber die kleine Variante haben, wollen wir nicht immer frische Eier einpacken. Die Lösung: Campingpfannkuchen! Zum Einsatz kommt hier sprühgetrocknetes Ei (Volleipulver) bei Variante 1 (mit Milch), ggf. zusätzlich Milchpulver bei Variante 2 (nur noch mit Wasser aufzufüllen). Wichtigstes Zubehör: ein Mixbecher, wie man ihn z. B. für allerlei Proteinshakes und Sportgetränke bekommt. Die Zutaten: Variante 1 - mit Milch 125 g Mehl (z. B. Typ 405) 20 g Volleipulver 10 g Zucker 1 Prise Salz (ggf. eine Messerspitze Backpulver) Alles vermischen und in ein Marmeladenglas füllen Vor der Zubereitung mit 300 ml Milch in den Mixbecher, kräftig schütteln, 5 min warten, zubereiten Variante 2 - mit Wasser wie oben, zusätzlich 40 g Vollmilchpulver Alles vermischen und ins Marmeladenglas Vor der Zubereitung mit 300 ml Wasser in den Mixbecher, kräftig schütteln, 5 min warten, zubereiten Hier noch mal in 6 einfachen Schritten: Voilà! Guten Appetit und viel Spaß beim ausprobieren. Falls jemand andere Varianten ausprobiert: bitte hier posten...
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    Von Burriana nach Saintes-Maries-de-la-Mer Teil 6 Nachdem wir die "Ciudad Encantada" morgens verlassen hatten, ging es wieder zurück ans Mittelmeer. Burriana hatten wir schon Jahre nicht mehr aufgesucht, weil der Stellplatz neben dem Hafen verrammelt wurde. Von Verbotsschildern war da nichts mehr zu sehen und wir haben ungestört eine Nacht dort gestanden. Auch die Strand-Disco hat um 00:00 Uhr Schluss gemacht und danach war es wirklich ruhig! Ebro Delta Die nächste Übernachtung sollte ganz weit draußen am Ebro-Delta sein. Wir kamen an - Dach hoch - ein paar Schritte aus dem Auto - Foto gemacht - Mücken gesehen - Dach runter - weitergefahren und dann in der Nähe von Girona in den Bergen neben einem Friedhof ungestochen die Nacht verbracht. l'Estartit Der nächste Stopp auf dem Weg nach Narbonne war dann für ein paar schöne Stunden in l'Estartit. Hier gab es einen Einkaufsbummel wie in alten Zeiten und das Eis hat uns wieder sehr gut geschmeckt. Narbonne und Étang de Montady die Nacht haben wir dann mitten in Narbonne am Kanal-Hafen verbracht. Bei Dunkelheit wurde das Dach hochgeklappt. Am nächsten Morgen machten wir, bevor es auf die Autobahn ging, noch einen Abstecher zum Étang de Montady. Hier sind wir Jahrzehnte immer am Hinweisschild vorbeigefahren.... Diesmal aber wollten wir es mal sehen und dann auch gleich noch zum direkt daneben liegenden Oppidum d'Enserune schauen. Von da oben hat man dann auch den besten Blick über das Land! Saintes-Maries-de-la-Mer Der letzte Aufenthalt am Mittelmeer fand dann hier statt, einem Ort, den wir in unseren Jugendjahren fast in jedem Urlaub aufgesucht haben. Die Nacht auf dem Stellplatz war grässlich, hinterher haben wir festgestellt, dass man für die bezahlte Gebühr auch den hinteren Teil des CPs an der Lagune benutzen kann. Der Sandstrand ist zu einer unendlichen Kiesfläche mutiert, da versteht man die, die genüsslich durch den Schlamm waten! Im Abgang vor der Weiterfahrt zu den "Cascades du Hérisson" gab es am Etang noch einen Halt bei den Flamingos die sich fotogen im Gegenlicht präsentierten um anschließend einbeinig in den Schlaf zu fallen. Fortsetzung bald oder später...
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    Nach dem mir hier hinsichtlich der Reinigung der Dachentwässerung gründlich ins Gewissen geredet wurde, habe ich mich vor ca 2 Wochen mal an der Reinigung versucht. Irgendwie ging es nicht, zumindest auf der Linken Seite war es gänzlich verstopft. Da ich bei diesem Versuch keine weitere Ausrüstung dabei hatte, konnte ich es nicht wirklich klären und hab mich nach halb verrichteter Arbeit an was Anderes begeben Heute, dann der Zufallstreffer. Im Rahmen des Umbaus der Türlautsprecher musste ich natürlich auch den Verkleidung der A-Säule entfernen. Was ich da gesehen hatte erklärte dann alles ... Der Schlauch wurde unter dem Befestigungsblech für den Handgriff verlegt. Im montierten Zustand wird er so zwischen dem Blech und der Verkleidung platt gedrückt. Wie man auch schön erkennen kann. Nach erfolgreichem Soundupdate und der nun entsprechend korrekten Montage des Schlauches und der Verkleidung ist nun auch dieses Problem behoben und das Spülen der Leitung klappt wie zu erwarten. Wenn also bei dem Einen oder Anderen das gleiche Problem vorliegt ist dies hier ein Tipp, woran es liegen könnte. 😉
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    Hallo zusammen, hier wird immer mal nach Campingplatz-Tipps für Korsika gefragt. Und auch im echten Leben werden wir immer mal wieder gefragt. Als Korsika-Fan (ich war in den letzten 30 Jahren ein gutes Dutzend mal auf der Insel) hatte ich mal einen ganz kurzen Reisebericht bzw. Mini-Reise- und Campingplatzführer für Cali-Freunde von uns (Korsika-Neulinge) verfasst. Er erhebt absolut keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und meine Vorliebe für die Westküste und den südlichen Teil der Ostküste ist leicht zu erkennen. Trotzdem ist er vielleicht für den ein oder anderen hilfreich. Los gehts: Wir haben mal eine Korsikarunde zusammengestellt, die wir so ähnlich im Jahr 2017 gemacht haben. Ankunft/Abfahrt war jeweils in Bastia. Der erste Campingplatz Acqua Dolce ist bei Saint-Florent. Da ist man von der Fähre aus auch bei Verkehr in einer knappen Stunde, und die Reception ist abends ziemlang lang geöffnet. Man kann also auch eine späte Fährverbindung nehmen. Der Camping ist einfach, aber mit einer netten Pizzeria, einem Minimarket und quasi direkt am Strand. Das Meer ist ganz flach. Man kann zu Fuß nach Saint-Florent laufen. Das ist aber schon ein längerer (Strand-)Spaziergang. Richtung Süden kann man von dort an der Küste entlang zu einigen Buchten der Deseert des Agriates wandern. Komfortabler geht das per Ausflugsboot von St. Florent aus, wo u.a. Touren zum Plage de Saleccia angeboten werden. Der nächste Campingplatz La Morsetta liegt zwischen Calvi und Galéria an einem Strand mit rosa Kieselsteinen. Die Fahrt dahin führt an der landschaftlich tollen, teilweise unbesiedelten Nordwestküste über kleine Straßen. Obwohl die Entfernung nicht weit ist, sollte man genug Zeit einplanen. Das gilt auch für die nächsten 2 Etappen. Kurz nach Saint-Florent passiert man die Halbwüste "Desert des Agriates". Es gibt einen kleinen Weg zum Plage de Saleccia, einem traumhaften Strand, wo es auch einen Campingplatz (U Paradisu) gibt. Der Weg ist je nach Zustand nur mit Allrad/großer Bodenfreiheit befahrbar. Grundsätzlich muss man häufig an der Macchia vorbeifahren, und holt sich kleine Kratzer. Vor 5 Jahren waren wir dort, mit dem Allrad-Bus von meinem Bruder ;-). Mit unserem neuen Bus wollten wir uns das nicht antuen... Der Campingplatz La Morsetta liegt direkt am Meer. Er ist offenbar jetzt in italienischer Hand, und es gibt entsprechend viele italienische Dauergäste. Für 1 bis 2 Tage lohnt er sich aber trotzdem... Weiter gehts an der Westküste Richtung Süden. Wir waren letztes Jahr in einem Rutsch von La Morsetta zum Chez Antoine gefahren. Das war viel zu weit! Auf den wunderschönen kleinen Sträßchen kommt man einfach nicht so schnell voran. Von späteren Platznachbarn hatten wir den Campingplatz Les Oliviers bei Porto empfohlen bekommen. Wir waren selber nicht da. Er liegt nicht direkt am Meer, es gibt aber wohl einen beheizten Pool, und man kann schöne, kleine Wanderungen in der Nähe machen. Kurz nach Porto schlängelt sich die jetzt extrem kleine Straße durch die "Calanque de Piana", die bizarren Felsformationen. Nicht dass es so schon knapp wird, wenn einem größere Wohnmobile entgegenkommen, es parken natürlich auch noch überall Autos und die Leute sind zu Fuß unterwegs, auf der Suche nach dem schönsten Fotoplätzchen. Da ist Schritttempo, und manchmal auch rückwärtsfahren angesagt. Um Ajaccio herum wird es natürlich etwas urbaner bzw. sogar industriell. Wir sind da bisher immer zügig dran vorbeigefahren, und haben allenfalls im Decathlon die Campingausstattung erweitert bzw. erneuert, um Richtung Campingplatz Chez Antoine zu fahren. Der liegt im Golfe de Valinco, gegenüber von Propriano, direkt an einem schönen Sandstrand. Die Einfahrt ist ziemlich versteckt. Obwohl ich in den letzten 30 Jahren fast zehn mal dort war, fahr ich noch manchmal dran vorbei. Der Platz ist sehr einfach. Morgens kommt ein Bäcker, und es gibt ein kleines Restaurant/Pizzeria, auf einem Felsen etwas oberhalb vom Strand. Ansonsten kann man aber nichts kaufen. Man muss alles mitbringen, oder kleine Versorgungsfahrten nach Propriano machen. Es gibt schöne Stellplätze, die teiweise nur durch ein paar Macchiabüsche vom Strand getrennt sind. Der Platz ist sehr eben und übersichtlich. Man kann die Kurzen also problemlos mit den Laufrädern etc. quer über Platz jagen lassen. Die Betreiberin, Mado, ist halb Korsin und halb Deutsche, und ziemlich schräg drauf, was auch für einige Gäste gilt. Irgendwie haben wir uns da immer wohl gefühlt 😉 Hier mal ein Bild von Stellplatz Nr. 1a: Die Versorgungsfahrten kann man wunderbar mit kleinen Ausflügen verbinden. Z.B. zur prähistorischen Ausgrabungsstätte in Filitosa, an die Promenade von Propriano, oder in das schöne Bergstädtchen Sartène, was in Reiseführern gerne als "die heimliche Hauptstadt" bezeichnet wird. Sartène kann man auch auf der Weiterfahrt Richtung Süden besuchen. Auch auf dem Weg zum nächsten Campingplatz liegt der Abzweig zu dem kleinen Badeort Tizzano. Wenn man dort durch fährt und dann der Schotterpiste noch weiter folgt, kommt man zum Ausgangspunkt eines tollen Wanderwegs entlang der Küste, der zu herrlichen, einsamen Buchten und Stränden führt. Noch weiter im Süden kommt man dann an der Bucht von Roccapina vorbei. Der Weg zum Parkplatz ist mitunter eine ziemliche Tortur. Der Strand hat extrem feinen Sand (der entsprechend überall kleben bleibt), und die Bucht ist ganz flach. Auf der Landzunge zur rechten Hand ist eine Felsformation, die einem liegenden Löwen ähnelt (Lion de Roccapina). Früher gab es dort mal einen Campingplatz, der aber geschlossen wurde. Das Wildcampverbot, das auf ganz Korsika gilt, wird dort wohl mittlerweile streng kontrolliert. Als Basis zur Erkundung des absoluten Südwestens bietet sich der Campingplatz Le Damier oder, ein paar Meter weiter, der Campingplatz Kevano an. Beide erreicht man, wenn man in Pianottoli-Caldarello rechts ab fährt. Beide Plätze liegen nicht direkt am Meer, der Strand ist aber gut zu Fuß erreichbar. Ein Stück südlich liegt die Bucht von Figari, die wie ein Trichter wirkt, und daher optimale Windverhältnisse für Surfer und Kiter bietet. Von dort aus ist man relativ schnell in Bonifacio, der beeindruckenden Stadt auf den Kreidefelsen ganz im Süden. Wenn es da zu voll wird, kann man noch südlich davon eine Wanderung Richtung Leuchtturm von Pertusato machen, oder man fährt etwas Richtung Osten, zum Strand von Piantarella. Dort gibt es eine Strandbar, und man kann diverses Wassersportgerät ausleihen, oder eine Bootstour zu den Lavezzi-Inseln machen. Vor fünf Jahren (also noch ohne Kinder) hatten wir uns einen kleinen Strandkatamaran ausgeliehen und sind Richtung Ile Cavallo gesegelt. Kurz vor dem Strand gibt es noch einen Campingplatz (Camping des Iles), der eine Alternative zu Damier/Kevano wäre. Eine weitere Alternative liegt etwas weiter nördlich an der Ostküste: Der Camping Rondinara oberhalb der gleichnamigen Bucht, die fast einen perfekten Halbkreis bildet. Dieser Platz ist sehr komfortabel mit Laden, Restaurant und beheiztem Pool. Allerdings ist er sehr terrassiert und war letztes Jahr auch im September noch sehr voll. Das fanden wir irgenwie unentspannt, weil man ständig schauen musste, wo die Zwerge rumturnen. Leider liegt er nicht direkt am Starnd, und man sieht das Meer nicht. Die Zufahrt von der Hauptstraße aus windet sich ziemlich lang durch die Macchia. Noch etwas nördlicher, in der Bucht von Porto-Vecchio, liegt der Campingplatz Golfo-di-Sogno. Er ist sehr groß, aber in der Vorsaison sollte es gehen. Es gibt einen Minimarket und ein Restaurant. Die Stellplätze sind teilweise direkt am Strand an der der ganz flachen Bucht, die optimal zum Planschen ist. Abends hat man einen tollen Blick nach Porto-Vecchio. Ein Ausflug dahin lohnt sich, um die kleinen Gassen in der Altstadt zu erkunden, wo es viele nette Restaurants und Bars gibt. Etwas südlich von Porto-Vecchio liegt der sehr bekannte Strand von Palombaggia, der je nach Saison entsprechend besucht ist. Für heiße Tage bietet sich ein Ausflug ins Hinterland an, z.B. den Fôret de l´ospédale. Dort gibt es eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall, den Piscia di Gallo, oder "Hahnenpiss". Etwas nördlich vom Campingplatz Golfo-di-Sogno folgen beim Strand von Villata zwei weitere Campingplätze: Der Campingplatz Villata hat einen kleinen Extrabereich mitten in den Dünen, direkt am Strand. Die sanitären Einrichtungen dort sind aber wohl überschaubar. Auf dem anderen Platz, dem Camping California, waren wir letztes Jahr. Eigentlich ist es ein schöner Platz, fast direkt am Strand. Allerdings war er mit knapp 40€/Nacht extrem teuer. Auf anderen Plätzen hatten wir teilweise nur um die 20€ gezahlt. Außerdem war am Strand sehr viel braunes Zeugs (Tang?) angespült, was in der Sonne vor sich hin gemodert und gemüffelt hat. Wir sind deshalb am nächsten Tag weitergefahren. Was man auf Korsika unbedingt machen muss ist "Gumpenhüpfen", also Baden in einem der tollen Bergbäche. Es gibt viele tolle Badestellen, allerdings ist das teilweise schon mit Canyoning vergleichbar, und nicht unbedingt (Klein-)kindertauglich. Wir waren letztes Jahr auf dem Campingplatz U Rosumarino, der am Flüsschen Solenzara direkt an einer Badestelle liegt, die auch für die Zwerge geeignet ist. Wichtig: man darf nichts vor dem Bus liegenlassen (Essen, Müllbeutel etc.), weil es sehr unerschrockene Füchse gibt, die sich nicht scheuen, die Krümmel unterm Campingtisch aufzulesen, während man sich abends sein Pietra (korsisches Kastanienbier - lecker!) schmecken lässt. Von dort aus führt die kleine Bergstraße weiter hoch zum Col de Bavella, wo man kleine Wanderungen in den bizarren Felsformationen machen kann. Auf dem Weg zum Pass kommt man an vielen Bergbächen vorbei, u.a. die Cascades de Polischellu, in denen man canyoningmäßig hochwandern kann. Zurück geht es dann teilweise per Sprung oder über natürliche Wasserrutschen in die nächste Gumpe. Mit den Kindern haben wir das aber letztes Jahr nicht gemacht. Noch ein Stück hinter dem Col de Bavella, bei Serra di Scopamène, gibt es eine Eselsfarm mit schönen Tieren. Wegen der kleinen Straßen ist man aber ziemlich lang unterwegs. Die Farm könnte man auch von Propriano aus besuchen. Fährt man zurück ans Meer und dann Richtung Bastia, folgt die eher flachere Nordostküste, die uns landschaftlich nicht so gut gefällt, und die touristisch deutlich mehr erschlossen ist. An den langen, breiten Sandstränden gibt es wohl aber noch einige schöne Campingplätze. Wir hatten vergangenes Jahr als letzte Station vor der Fähre den Campingplatz Merendella bei Moriani-Plage gewählt. Er ist sehr groß, bietet aber einige Stellplätze direkt am Strand. Leider war letztes Jahr Ende September die Strandbar schon geschlossen. Von dort aus ist man auf den guten, teilweise autobahnartigen Straßen in einer knappen Stunde am Fährhafen in Bastia. Infos rund um Korsika, auch zu allen anderen Campingplätzen, Badestellen etc. gibt es auf paradisu.de Liebe Grüße und viel Spaß auf Korsika von KNOX und Crew
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    Schöne Grüsse aus dem Norden von Mallorca
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    Hallo zusammen, auf dem Weg zum Lago Maggiore haben wir einen Zwischenstopp nach dem Gotthard-Tunnel eingelegt. Raus aus dem Tunnel, rechts nach Airolo abgebogen und direkt hoch in die Berge. An der Kaserne vorbei und noch 5-6 Kehren weiter...Den Tipp für den Stellplatz habe ich selbst von einem Cali-Fahrer bekommen. Wirklich traumhaft schöner Ausblick mit absoluter Ruhe. Und wenn jeder seinen Müll wieder mitnimmt und sich dort ordentlich verhält, denke ich kann man da auch in Zukunft noch gut stehen. Hier der Link zum Standort: https://goo.gl/maps/ZM1CKghiz4MHn2mDA Beste Grüße, Euer Sascha
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    Tag 8 Am Morgen lasse ich es langsam angehen, so dass ich erst bei Sonnenaufgang losfahre. So kann ich Straßenabschnitte, die ich auf der Hinreise bei Dunkelheit passiert habe, jetzt bei Tageslicht befahren. In Alta tanke ich wieder und schaue noch bei der Kathedrale vorbei. Ich freue mich noch mal, dass ich sie auch bei Nacht gesehen habe. Auf den nächsten 500 Kilometern erwarten mich Fjellüberquerungen bei starkem Schneefall, spiegelglatte Fahrbahnen und mehrere Baustellen, die im Kolonnenverkehr befahren werden. Unterwegs finde ich immer wieder schöne Stellen, die sich zur Nordlichtbeobachtung eignen würden. Aber momentan sieht es nicht so aus, als würde der Himmel aufklaren. Laut Wetterapp wird es heute Abend tatsächlich nur westlich von Tromsö wolkenfrei sein. Also muss ich die Etappe bis Tromsö schaffen, auch wenn es zwischendurch wirklich nicht einfach zu fahren ist. An einem Anstieg haben LKW auf der Straße angehalten und ziehen die Schneeketten auf. Ich schaffe es aber ohne Allrad und Ketten nach oben. Die Fahrt am Lyngenfjord zieht sich wie Kaugummi. Dort sind mehrere Baustellen, durch die auch die Parkplätze belegt sind. Der Himmel ist immer noch wolkenverhangen und zeitweise fällt Schnee. Am Abzweig nach Tromsö habe ich einen kurzen “Hallowach“ Moment, denn beim Abbiegen verlieren die Hinterräder die Haftung und ich rutsche mit dem Heck in einen Schneewall. Passiert ist aber nix weiter, war nur ein kleiner Schreck am Abend. Er bringt das Eis bis ins Haus 😁 Kolonnenfahrt durch Tunnelbaustellen Als ich die Lichter von Tromsö sehe, lichten sich tatsächlich die Wolken. Dann gibt es Nordlicht bei Vollmond. 😃 Vielen Dank NRK für deine geniale Wetterapp. (yr.no) Ich mache mich gleich auf die Suche nach einem geeigneten Standort für Nordlicht. Meine erste Wahl ist unser Übernachtungsplatz vom letzten Sommer. Hier schiebt gerade ein Schneepflug eine Schneise in den Schnee. So können nämlich die Gruppen der kommerziellen Nordlichtbeobachter leichter den Aussichtspunkt erreichen. Mir ist es hier etwas zu voll, deshalb fahre ich durch den Tunnel auf die Straße nach Skulsfjord. In einer geräumten Ausweichbucht stelle ich den Bus ab und platziere am Straßenrand die Kamera. Es dauert nicht lange und der Bus einer geführten Nordlichttruppe steht auch in der Bucht. Kurz darauf stehen hier noch zwei Autos. Ständig gehen irgendwelche Lampen an oder Leute laufen umher. Das Fotografieren ist nicht so einfach, trotzdem gelingen mir die ersten Nordlichtfotos. Die Suche nach einem weiteren Fotostandort gestaltet sich schwierig, denn an jeder möglichen Stelle stehen schon Autos und viele Fotografen. Auf den Straßen brausen die Mietwagen mit hohen Geschwindigkeiten von Ort zu Ort. Ein weiteres Problem sind die modernen Autos. Häufig bleiben Leute in den Autos sitzen und lassen den Motor laufen, es wird ja sonst kühl. Dabei schaltet sich aber das Tagfahrlicht ein und sorgt in der Dunkelheit für grelle Lichtquellen. Ich hatte ja angenommen, dass es auf den Lofoten schon ziemlich voll ist mit Fototouristen, aber hier um Tromsö ist es der helle Wahnsinn. Der Flughafen und die vielen Hotels machen es leicht, mal für vier oder fünf Tage zum Nordlichtgucken nach Tromsö zu kommen. Auch die Anbieter der geführten Nordlichttouren sind zahlreich vorhanden und gut gebucht. In Skulsfjord finde ich zwar noch ein paar nette Motive, aber leider wird das Nordlicht schwächer. Nach Mitternacht ist es kaum noch zu erkennen und alle fahren zurück in die Hotels. Jetzt kann ich auch auf dem ursprünglich vorgesehenen Platz in Ruhe übernachten.
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    Leider habe ich es aber bis jetzt noch nicht geschafft, einen kompletten Bericht über die Reise zu erstellen. Das wird auch noch etwas dauern. Ein paar Bilder möchte ich Euch aber dennch zeigen. Wenn Ihr Lust habt, lasst Euch doch von mir hier in die atemberaubende Landschaft der Pyrenäen entführen... Viel Spass dabei, Martin
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    Nachdem der Winter nun wirklich vorbei ist, habe ich mein Avatarbild der Jahreszeit angepasst. Auf meiner Maitour 2019 von Faro u Faro in Galizien: Ganz knapp zwischen Geländer und Felsen vorbei vor den Faro de Roncadoiro. (Das war übrigens zur morgendlichen Rest-blauen Stunde. Die 3 Fotografen mit ihrer Fotoausrüstung im 5stelligen €-Bereich waren gerade abgefahren 😀) Wenn die Sonne und die vielen Mitbesucher mir keinen Strich durch die Planung gemacht hätten, wäre es vielleicht der Faro de Estaca de Bares geworden. Naja, er fällt auch noch zur Seite 😢 Mit den Hunden hat's noch geklappt, aber die gehören ja in den OT-Bereich der Bilder Beim Faro do Roncudo zählt für mich eher das Wetter: 7bf, da hat's mir immer das Handy verweht. Und die Fliesen der Verkleidung des Turms waren z.T auch schon abgefallen. Aber ich konnte direkt davor fahren!😃 Wer einsame Plätze, saftiges Grün und Blütenpflanzen liebt, wer mit Temperaturen um die 20 Grad zufrieden ist, für den ist der Mai ein Paradies in Galizien. Traumhafte Sandstrände, schmale und lange werden von hohen und niedrigen Klippen eingerahmt. Mal Ententeich, mal wildes Meer mit hoher Brandung, von allem etwas. Bloß nicht auf Bestellung 😉
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    ...am nächsten Tag dann weiter nach Levanto - puh, den letzten Stellplatz auf dem Campingplatz Pian di Picche ergattert. Schön gelegen mit ziemlich schmalen Terassen an den Seiten. Rein ging noch gut, beim rausfahren am nächsten Tag musste ich ganz schön rangieren. Abends noch an den Strand und eine kleine Wanderung, am nächsten Tag dann die Wanderschuhe geschnürt, ein Bahnticket gekauft, und ab in den Trubel. Traumwetter + Ostern + Weltkulturerbe = jede Menge los. Der Küstenwanderweg ist nur in Teilen offen, es gibt aber auch weiter im Innenland schöne Wege, allerdings dann nicht immer mit Meerblick. Mit der Bahn nach Monterosso und zu Fuß nach Vernazza, Mittagessen in einem Restaurant in den Terassen oberhalb des Örtchens mit Traumblick. Dann mit der Bahn nach Manarola und zu Fuß nach Riomaggiore - der Weg liegt etwas höher als der (gesperrte) Küstenwanderweg und geht sehr steil über viiiele Treppen. Am Ende hat jemand den Ausgang zur Straße mit Bettgestellen (!) versperrt, man kann aber etwas weiter links wieder raus. Am Nachmittag nehmen wir das letzte Boot zurück nach Levanto, noch einmal mit Traumblicken auf die fünf Städtchen... Damit ist wohl mein 6MB-Limit erst mal erreicht - ich hoffe, ich kann morgen die Fortsetzung folgen lassen, oder muss ich dafür einen neuen Thread aufmachen?
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    Nachdem ich den Aufstieg ins "Oberstübchen" doch etwas umständlich fand, hat der Mann da mal was gebastelt :). Vorbild war dieser Beitrag aus dem französischen Califorum. Funktioniert super.
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    So, unsere Sommertour durchs Baltikum ist durch. Jetzt kann es hier mit dem Bericht unserer Schnuppertour auf Peloponnes weiter gehen 😁 Am Golf von Korinth Als erstes fahren wir zur großen Rio-Andirrio-Brücke und genießen ein wenig die Sonne. Die 2,8 Kilometer lange Brücke wurde 2004 gebaut und überspannt die Meerenge zum Golf von Korinth. Alternativ zur Brücke können Reisende die Meerenge auch mit Fährschiffen überqueren. Dann folgen wir der Straße Nummer 8, wobei uns das Navi immer wieder auf die Autobahn leiten will. Aber bei den erlaubten 50 km/h auf der alten Straße, können wir schön die ersten griechischen Eindrücke sammeln. Ziel ist der Bahnhof von Diakopto. Von hier fährt eine Zahnradbahn ins Gebirge. Wir schauen uns am Bahnhof um und sind auch hier beeindruckt von den intensiven Frühlingsgerüchen. Für unsere erste Übernachtung wählen wir den nahegelegenen Kiesstrand, der über eine kleine Stichstraße zu erreichen ist. Bei den letzten Sonnenstrahlen schlürfen wir nur wenige Meter vom Wasser entfernt, unsern Kaffee am Strand. Am nächsten Morgen bekomme ich beim Öffnen der Schiebetür ein breites Grinsen ins Gesicht. Blauer Himmel und die Sonne scheint. Das erste Frühstück am Strand in diesem Jahr. Wir entdecken sogar Wasserzapfstellen, an denen wir unsere Wasservorräte auffüllen. Wegen des schönen Wetters lassen wir uns bis 12 Uhr Zeit mit der Abreise. Hier begegnen wir auch dem ersten abgemagerten Straßenhund der auf Futter hofft, aber dann am Straßenrand einschläft. Gegen 12 Uhr ziehen in den Bergen bei Diakopto immer mehr Wolken auf. Wir packen zusammen und fahren noch eben zu der Bäckerei im Ort. Ein Riesen-Schokocroissant und ein Monster-Krebbel-Kringel werden wir heute Nachmittag zum Kaffee genießen. Auf der alten Straße 8 setzen wir unsere Umrundung der Pelepones-Halbinsel fort. Wir folgen dabei einigen Hinweisen des Womo-Führers von vor 25 Jahren, aber antike Säulen und Burgen werden wohl immer noch da sein im Gegensatz zu einsamen Stellplätzen oder verschlungenen Wegen… Der Straßenverkehr ist gewöhnungsbedürftig. Einmal schneidet ein Motorradfahrer ohne Helm, die Kurve, und muss uns mit einem spektakulären S-Kurven Fahrmanöver ausweichen. Ein anderes Mal fährt ein PKW mit sehr hoher Geschwindigkeit in eine Kreuzung, worauf ich mit einer Vollbremsung reagiere. Die Fahrbahn weist riesige Schlaglöcher auf, die den löchrigen Pisten von Islands Westfjorden in nichts nachstehen. Dazwischen gibt es hochmoderne Brücken und aufwändige Straßenunterführungen. Die Ortsdurchfahrten sind teilweise kompliziert und unübersichtlich. Die antiken Stätten von Ancient Corinth sollen 8,-€ Eintritt pro Person kosten, doch inzwischen blitzt und donnert es am Himmel bereits. Also schnell ein paar Fotos über den Zaun und weiter zur Festungsanlage von Acrocorinth. Der Weg hinauf ist beschildert und gut zu fahren, der Ausblick von oben wirklich toll – aber nur, bis es regnet und regnet und regnet. Wir verzichten auf einen Besuch und fahren runter zum Kanal von Korinth. Da der Kanal ja fast 80 m tiefer verläuft, ist die Anfahrt recht unspektakulär, bis man auf der Brücke steht und runter schaut! Man kann zu Fuß auf die Brücke und hat einen tollen Blick auf den Kanal. Der Rückweg führt uns über die kleine alte versenkbare Holz beplankte Brücke. Das hat auch was. Einen schönen Sonntag! Gruß, Gerhard
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    Die östliche Costa del Sol Teil 2 Hier zieht es uns immer noch mal wieder hin: Der Strand am "Torre del Rio de la Miel" bei Nerja/Malaga Im vorigen Jahrhundert konnten wir da mit dem Camper bis runter an den Strand fahren, jetzt begnügen wir uns mit dem Stellplatz an der alten Straße direkt oberhalb des Strandes. Aber auch da ist es viel ruhiger geworden weil die neue Autobahn den meisten Durchgangsverkehr von der N340 abzieht. Der Fahrweg nach unten ist über die Jahre völlig zugewachsen und nur noch ein Pfad für die Fußgänger. Dieser Abschnitt ist deshalb beliebt, weil an der westlichen Ecke des Strandes eine Quelle entspringt. Von diesem Stellplatz hat man Zugang zu weiteren 2 Stränden und die alte Papiermühle ist auch nur ein paar Schritte entfernt. Im Gegensatz zum Rest der Umgebung ist hier durch den kleinen Bach ein üppiges, fast tropisches Wachstum zu bewundern. Der antike Wachturm ist im Gegensatz zu seinen Brüdern links und rechts nur noch teilweise erhalten. Im Hintergrund ist der "Cerro Gordo" zu sehen, ein Naturschutzgebiet mit einer alten Straße, auf der wir auch gerne mal ein-zwei Nächte stehen. Hier kommt der iberische Steinbock (Ibex) mal vorbeigeschaut... ....und die Agaven betteln förmlich darum, wenigstens in kleinen Exemplaren als willkommenes Souvenir mitgenommen zu werden. Almuñécar Wiederum nur noch ein paar Buchten und Strände weiter Richtung Osten liegt dann Almuñécar. Hier sind wir gerne im Palmengarten mit der antiken Römischen Fischfabrik am Lustwandeln, bummeln durch die Altstadt, machen einen Strandspaziergang und bewundern den Ort wegen der üppigen Begrünung! Nerja Ja und dann ist da noch Nerja mit seinen vielen Stränden für jeden Geschmack. Hier haben wir sogar mitten im Ort übernachtet, der Wochenmarkt und der Flohmarkt haben uns überwältigt so dass wir die Woche drauf aus 210 km Entfernung noch einmal hingefahren sind, Essen gibt's weil es hier sehr Great- Britain-lastig ist, natürlich "Fish'n Chips". Auf dem Weg zum Schlafplatz, vorbei am Aquädukt der alten Papierfabrik, wird an der Quelle in Maro (Tropfsteinhöhle) der Wassertank mit Trinkwasser aufgefüllt. Unsere Reise-Übersichtskarte von Spanien hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel, wird aber trotz Handy, Navi und so'n Zeugs immer noch gerne von uns benutzt. Fortsetzung bald oder später...
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    Hallo, bitte reisst euch mal etwas zusammen, wir sind hier im Caliboard und nicht an einem Stammtisch. Unsere Nachbarn sind Österreicher und kein Ösis wie auch wir Deutsche und keine Piefkes sind. Ok? Es muss auch möglich sein etwas ausserhalb des Autos zu diskutieren ohne so abzudriften das die Schließung eines Beitrags gefordert wird. Chris
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    Reisebericht in Etappen: Vom ersten Weihnachtsfeiertag bis Mitte Januar fahren wir von über Lyon ans Mittelmeer. Dort beginnen wir mit der Camargue, dann die Küste entlang bis Barcelona - und zurück. Wir drei (Evi, Marco und die Hovawart Hündin Charlotte) reisen jahreszeitlich bedingt diesmal nicht mit dem Cali, sondern zum ersten Mal mit einem teilintegrierten Womo auf Ducato-Basis, geliehen von Papa. Der Bericht ist also ein ständiger Vergleich aus Cali-Perspektive. Und eine Orientierung über die Reisegegend zu dieser Jahreszeit. Jahreszeitlich - und Handybedingt sind nicht alle Aufnahmen so funky. Es ist ein live-Report, geschildert wie gesehen und empfunden. (Falls die Rubrik verkehrt ist, bitte ich die Moderatoren um geeignete Zuordnung. Danke) Einen Tag vor Weihnachten geht es mit dem fertig gepackten Cali Richtung Ruhrgebiet. Weihnachten feiern bei Papi. In den Cali kommt alles, was für diese Reise im Sunlight T68, einem 7,50m Teilintegrierten auf Ducato, untergebracht werden soll. Denn das wird unser Mobil für die nächsten 3 Wochen. Da wir keine Erfahrung mit dem Wetter dort zu dieser Zeit haben, und längerer Regen im Cali mit Hund das K.O. Kriterium darstellt, und weil es uns auch einfach mal interessiert, mit einem „richtigen“ Reisemobil in den Urlaub zu fahren, nehmen wir das Angebot gerne an, um Erfahrungen zu sammeln. Heiligvormittag wird das Womo bepackt. Papas E-bike hält als Zugmaschine für den Hundeanhänger her (mit Hund 50 Kilo), außerdem ein MTB, 2 Liegestühle und eine Kiteausrüstung nebst vielen anderen Plorren, kommen in der Heckgarage unter. Im „leeren“ Zustand hat der TI ein Gewicht von 3240 Kilo, bedingt durch einige Einbauten, wie Standklima, TV etc. Zulässiges GG ist 3,5 Tonnen. Es ist also klar, dass man gut überlegen muss, was man mit nimmt. Wir 3 wiegen schon zusammen 180 Kilo, bleiben also 80 Kilo für alles andere. Ein generelles Problem aller größeren Womos. Am ersten Weihnachtsfeiertag gegen 12 schwingen wir uns also mit dem 3,6 Tonner auf die Autobahn. Ich muss mich erst zurecht finden, also alles in Ruhe. Vom Cali kommend, ist hier im Ducato alles anders. Die Sitzposition sehr hoch, man sitzt als Normalo mit der Augenpartie knapp unter der Oberkante der Frontscheibe. Ungewöhnlich ist es auch, einen langen offenen Raum hinter sich zu haben. Von irgendwo klappert und windet es sich, eine gewisse Nähe zum Segeln, wo auch ständig Spannungen entstehen, lässt sich nicht von der Hand weisen. Die mir seit Jugendzeiten vertraute kleine Steigung zur Autobahn nahm mein erster T3, damals in den 80ern, mit luftgekühlten 50 PS, maximal mit 50. Der hier auch. Ich ahne schon, dass die Reise in ähnlicher Geschwindigkeit statt findet wie mit dem T3. Die 130 PS haben ordentlich zu tun und ich Reihe mich erst einmal brav hinter den LKW auf der rechten Spur ein. Mit 85 (85!! Nicht 90!) versuche ich mich zu akklimatisieren. Irgendwo müsste man doch den Boardcomputer nullen können. Links 2 Hebel, einer der Blinker, und der andere? Licht zum drehen, Franzose halt, ach nee, ist ja Italiener, egal, hab’s gefunden. Irgendwo wo in der Eifel, nach ca 250 km, die erste Pause. Aber eben mal anhalten, wie mit dem Cali, ist ja nicht. Also erst mal die Tankstellendurchfahrt auf 3 Meter Höhe kalibrieren. Und auf einen Hecküberhang, der in engen Radien durchaus abräumt, was man im vorbei fahren glaubt, neben sich stehen zu haben. Auf dem LKW - Parkplatz an der Raststätte „schwarzer Mann“ finden wir ausreichend Platz und tanken. Im angrenzenden Imbiss ist man an der Kasse sehr freundlich, geduldig, und ich frage mich, ob es an der regionalen Mentalität oder an der Weihnachtszeit liegt. Weiter im nächsten Teil.
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    Hallo, Nachdem das mitgelieferte, trotz Kindern nie gebrauchte Sicherungsnetz nun seit knapp 4.5 Jahren im Keller immer wieder im Weg war, habe ich das Teil modifiziert und zu etwas nützlichem zusammen gebastelt. Es benötigte etwas Denk- und Handarbeit, aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Eines auf jeder Seite für Klein-Mittelkram im Oberstübchen 😎
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    Tag 5 - immer noch Die Standheizung hält den Bus schön warm, das Frühstück mit Ei ist schon lange verputzt und der dritte Kaffee gekocht. Eigentlich könnte ich ja mal rausgehen und mit dem Teleobjektiv Fotos machen. Gesagt getan. Auf dem vereisten Parkplatz steht das Wasser und der Wind ist kräftiger als erwartet. Schwups, erfasst mich der Wind und schiebt mich stehend über das Eis. Die ersten Sekunden denke ich „Haha, das ist ja wie auf der Eisbahn“ und finde das lustig. Gleich darauf bin ich schon so schnell, dass ich versuche, mit ein zwei Schritten die Richtung zu beeinflussen um zu stoppen. Im gleichen Moment rutschen mir die Füße weg, ich stürze lang auf das Eis und werde vom Wind weiter geschoben. Mist, Mist, Mist, wie blöd von mir. Ich ärgere mich sofort über meinen Leichtsinn. Der Kamera ist zwar nichts passiert, aber die Hose ist kaputt, mein Schienbein und das linke Knie bluten, ich bin mit Dreck verschmiert und nass bis auf die Unterwäsche. Hier hätte um ein Haar meine Reise zu Ende sein können. Webcam Statens Vegvesen Um zehn vor zwölf erkenne ich die ersten Autos auf der Brücke, jetzt muss ich schnell los. Gerade als ich vor dem Sicherungsfahrzeug ankomme, sperrt der Typ im Auto wieder die Brücke! Aber nur um den Gegenverkehr durchzulassen, denn die Brücke wird zunächst nur einspurig befahren. Endlich kann auch ich fahren und es geht los mit dem Kilometerfressen. Das Wetter wird also die nächsten Tage weiterhin regnerisch und zu warm sein, und das hoch bis über Tromsö. Deshalb lautet mein neues Reiseziel NORDKAPP. Im Sommer sicher kein Wunschziel, aber im Winter ist es ja etwas anders. Ach ja, momentan sind viele Straßen in der Finnmark gesperrt, aber bis ich da bin, haben die Jungs und Mädels auf den Schneepflügen die Straßen bestimmt frei geräumt. Außerdem könnte ich mir sogar 2-3 Tage Wartezeit erlauben. google maps Einen Teil der Route kenne ich noch von meiner Sommertour nach Tromsö, - dachte ich zumindest. Aber bei diesen Straßenverhältnissen lege ich einen großen Teil der Strecke im Blindflug zurück. Für die erste Fjellüberquerung hänge ich mich an einen Lastwagen, der ein gutes Tempo vorlegt. Dank seiner Nebelschlussleuchte verliere ich ihn auch im dichten Schneetreiben nicht aus den Augen. Je weiter ich nach Norden komme, umso mehr Schnee liegt auf den Straßen. Es ist jetzt 20 Uhr und ich stehe an einer Tankstelle in Alta. Mein Knie bekomme ich nach der langen Fahrzeit nur unter Schmerzen gerade, was auch bis zum Ende der Reise so bleiben sollte. Ich vertrete mir die Beine und laufe eine Runde um die Nordlichtkathedrale. In der Nacht und mit dem vielen Schnee ist die angestrahlte Kathedrale ein schöner Anblick. Als ich schon wieder auf dem Weg zum Auto bin, bemerke ich im Augenwinkel eine Veränderung. Wow, da flackern ja Nordlichter auf dem Gebäude. Tatsächlich, alle 30 Minuten werden für kurze Zeit bunte Lichter projiziert, die Nordlichter darstellen sollen. Zum Video ins Bild klicken. Wenn es das Wetter zulässt, werde ich heute noch bis an den Porsangerfjord fahren. Bei der Fahrt über das Fjell machen mir Schneeverwehungen ordentlich zu schaffen. In Skaidi biege ich rechts ab Richtung Fjord. Aber wenige Kilometer später ist die Straße gesperrt. Es steht zwar ein Schneepflug bereit aber so spät in der Nacht habe ich keine Lust auf eine Kolonnenfahrt. Also geht es wieder zurück nach Skaidi auf einen beleuchteten Parkplatz, wo ich die Nacht verbringen werden. Tag 6 Der nächste Morgen ist vielversprechend, denn das Wetter ist viel besser geworden. Auf dem Weg von Skaidi nach Olderfjord kommt sogar die Sonne zum Vorschein. Laut Straßenbericht ist die Europastraße 69 immer noch gesperrt. Davon kann ich mich einige Kilometer weiter auch selbst überzeugen. Während man im Sommer die offenen Schranken und deren Hinweisschilder unbeachtet passiert, muss man im Winter schon sehr aufpassen, damit man nicht überraschend in eine geschlossenen Schranke fährt. Der Fahrer eines Schneepfluges teilt uns mit, dass die Räumung der Straße noch etwa 5-6 Stunden in Anspruch nehmen wird. Für die beiden Testfahrer von Mercedes ist diese Pause zu lang. Sie wollten mit dem Testwagen als Wochenendausflug vom schwedischen Luleå ans Nordkap. Sie fahren davon und ich warte mal wieder.... 😁
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    Ich kann das von Dirk / parasol geschriebene nur unterstreichen. Es ist immer eine Abwägung, wo und wie man frei steht, und ob und wie man dieses Wissen teilt. Erst recht als Redakteur oder in den Apps. Leider ist das gerade bei Bullifahrern und dem ein oder anderen Kastenwagenfahrer eher diskrete Vorgehen, manchmal sogar (bei mir nicht immer, aber immer öfter 😉) mit Aufräumaktionen (Plastik- und anderen Müll von schönen Freistehstellen am Strand wegsammeln) verbundene aufmerksame Freistehen Mangelware bei den Kollegen. Vor allem bei der weißen Ware meiner Beobachtung nach. Kein Wunder, wenn Gemeinden, Anwohner, Spaziergänger immer weniger freundlich auf die rollenden Häuser in ihrem Revier reagieren (in Klammern meine persönlichen Beobachtungen der letzten 3-4 Jahre): • Wenn ausgewiesene PKW Parkplatzmarkierungen von den überfetten weißen Brüdern und Schwestern im öffentlichen Verkehrsraum einfach ignoriert werden. Nimm zwei, oder drei... Parkplätze. (Bodensee, eigentlich überall wo ausgewiesener Parkraum markiert ist). • Wenn die armselige elektrische Ausrüstung eines großen weißen Bruders auf erhöhten Strombedarf von Mikrowelle, Sat-TV und Co trifft, wird auch schon einmal ein billiger kleiner und lauter Generator vor die schallisolierte Tür gestellt (Seilbahnparkplatz Warth, Schwimmbad Garmisch, Rhein) . • Wenn durch die schießschartenkleinen Fensterchen nicht genügend Luft kommt, darf auch schon einmal das Dachklimagerät in ThermoKing Lautstärke Tag & Nacht vor sich hinlärmen (Tirol heiße Sommernacht, Stellplatz neben sehr vielen Calis...) • Wenn die Parktaschen quer zum Fluß / See ausgerichtet sind, darf der geneigte Wildsteher (ich habe da nur die weiße Fraktion beobachtet) auch einfach längs mit bester Aussicht stehen (Berlin Treptow an der Spree, Chiemsee). Durch das Dachzelt habe ich dann einige Einheimische schimpfen hören, und es war NICHT mein Cali gemeint. • Aber auch wenn sogenannte Vanlifer in ihren zusammengezimmerten Kisten das freie Leben vor allem an Spaniens und Portugals Küsten zelebrieren, scheint eine ordentliche Toilette der nächstgelegene Busch zu sein. Dabei wäre in einem alten MB oder LT durchaus Platz für eine Trockentrenntoilette. Bestimmte „Hippie”Spots in Portugal lassen sich mittlerweile auch ohne Karte rein olfaktorisch finden. • Wenn die große Ladekapazität und manchmal sogar eine Tiefkühleinheit in einem weißen Riesen den Discounter Einkauf bis in entlegenste Ziele schleppt, freut sich auch der lokale Café- oder Restaurantbesitzer. Nicht. • Als (mittlerweile ehemaliger) Bergsteiger und Kletterer weiß ich aber auch, dass ebenso die coole VW-Bus Fraktion in den Kletter Hot-Spots die Toleranz und Geduld der Anlieger / Einheimischen bis an die Schmerzgrenze ausgenutzt hat. Und ein Porta Potti war auch eher selten an Bord. In Chamonix freistehen, Arco, Gardasee, Südtirol etc- ging alles mit sehr viel Rücksicht noch im letzten Jahrhundert, heute undenkbar. Und ich kann es den Anwohnern nicht verdenken. • Da ich hier in einem Caliboard bin, darf und will ich das hier auch so schreiben: Ein ikonischer VW California vor einer schönen Küste oder einer imposanten Bergkulisse macht in meinen Augen schon etwas her. Ich bin zudem wenn überhaupt nahezu ausschließlich auf interessierte und aufgeschlossene Einheimische getroffen (Überall in Europa). Vor allem Fragen kostet nichts und öffnet Türen und Herzen. Und wilde Stellplätze. Die Uniformität der häßlichen (nein das ist KEINE Geschmacksfrage) weißen klobigen Kisten ist in meinen Augen keine Bereicherung für das Landschaftsbild. Eine angreifbare Position? Meinetwegen, wie gesagt wir sind im Caliboard. • Ähnlich wie Dirk mische ich sehr gerne wilde Plätze, unauffälliges stealth Camping (vor allem in Städten) mit kleinen schönen Naturcampings oder halbwegs naturbelassenen Plätzen. Hilfreich auch hier CampingApps, aber keinesfalls eine Stellplatz-App. Auch die Camping App des Marktführers ADAC ist durchaus hilfreich für diese Sorte campgrounds, nur mit eben reverser Suche: nach 1* bis 2** Sterne Plätze suchen, mit ruhiger Lage oder toller Aussicht und wenig Ausstattung. Die riesigen parzellierten „Traumplätze” fallen da raus. Zur Not auch mal ein großer Platz, wenn Wäschewaschen, Nachfüllen und ausschütten etc. angesagt ist (Stockholm Citycamp z.B.). Auch Hotel oder kleine B&B oder Relais sind immer toll. IMMER wird beim Calireisen, schon um das PP zu schonen, Cafebesuche und ähnliches dazugemischt. • Für den Themenstarter mit 3 oder 4 kleinen Kindern noch der abschließende Tipp: Freistehen höchstens tagsüber als Rast auf der Anreise, mit kleineren Kindern ist ein Camping wie beschrieben viel sinnvoller und erholsamer für alle. Aussuchen nach persönlichen Vorlieben, wie gehabt. Oder ausprobieren, was einem liegt. Just my 2cents
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    https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-reportage/zu-kalt-gibts-nicht-100.html Guckt den Trailer an! Wir kommen im Fernsehen! Läuft am Sonntag 3.2.2019 18:00 Uhr im ZDF!
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    Finnmark / Norwegen Februar 2019
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    Moin! Wie ich erst letztens miterleben durfte, wissen selbts die Mitarbeiter in den sogenannten "Kompetenzzentren" nicht, wie man das manuelle Aufstelldach richtig schließt. Gerade die Benutzung der kurzen Gurte ist denen wohl nicht bekannt. Da demnächst (mal wieder...) ein Besuch in so einem Kompetenzzentrum wegen einer erneuten Nachbesserung am Aufstelldach ansteht, habe ich eine kleine Anleitung geschrieben. Natürlich garantiert diese Anleitung keinen 100%igen Erfolg... Verbesserungsvorschläge? Änderungswünsche? Kommentare? Gruß Tm
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    Die Bilder des heutigen Tages: - Kattilakoski Stromschnellen P - Polarkreisüberschreitung mit "Taufe" - Rentierkuscheln
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    Auf dem Auszug steht die Küche mit klappbarer Spüle. Dahinter die andere Kiste. Die Küche im Kochmodus. Die Küche Kombiniert mit der Kiste um im Vorzelt zu kochen. Der Ausbau im Normalbetrieb. Grüße, Calitalia
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    Peloponnes - die Oster-Schnupper-Tour Gerade einmal 7 Wochen ist es her, dass ich mich in der Finnmark mit Schneestürmen und Straßensperrungen auseinandersetzen musste. Aber hier, 3000 Kilometer südlich, gibt es andere Probleme. Wir sind auf unserem Roadtrip nach Peloponnes und gerade wollen wir die italienische Autostrada verlassen. An der Mautstelle Ancona gibt es jedoch an der Spur für Barzahler einen langen Stau. Jedes Fahrzeug steht gefühlt 2 Minuten. Als wir endlich am Schalter stehen, kann ich dem Kassierer zunächst einmal beim tippen seiner Textnachrichten zuschauen. Dann nimmt er mein Ticket entgegen und tippt die nächsten Zeilen. Ich dachte schon, ich könnte die Preisanzeige nicht lesen, aber da stand noch kein Preis. Dann endlich der Preis, das Geld hin halten, aber er tippt gemütlich weiter. Geld entgegennehmen, erst mal ein paar Zeilen tippen, Wechselgeld geben, wieder tippen, danach Schranke aufmachen. Ich weiß, es gibt auch die Kartenzahlung. Aber ich stand in der Vergangenheit schon zweimal vor geschlossener Schranke, weil die Kreditkarten nicht akzeptiert wurden. 🙄 Das es in Südeuropa etwas anders läuft als in Skandinavien war mir klar. Wie es hier läuft, davon wollten wir uns irgendwann mal selbst überzeugen. Weil keiner von uns beiden das Verlangen auf Schmoren in südlicher Sommersonne hat, bleiben uns für die Reise nur die (hessischen) Oster - oder Herbstferien. Ich war angenehm überrascht, als ich an Neujahr auf der Buchungsseite von Superfast, das Happy New Year Offer entdeckte. Für nur drei Tage wurden 30% Nachlass auf die Fährtickets gewährt. Und weil die Osterferien in 2019 bis Ende April dauern, habe ich sofort gebucht (Hin- und Rückfahrt, Ancona – Patras, 2 Erwachsene, PKW 5 Meter, Außenkabine: 616,00 Euro.) Unsere Zeit ist mit 10 Tagen auf Peloponnes zwar knapp bemessen, aber unser „Reiseplan“ ist auch nur ganz grob umrissen: Strände, Küste, Berge, Säulen und etwas altes Zeugs. 😎 Hafen Ancona Bereits zwei Kilometer vor Ancona weisen große Schilder auf die Besonderheiten der Fährennutzung hin. No boarding without checkin. Wir müssen also erst auf einen großen Parkplatz fahren, um dann im Fährbüro an einem Schalter unsere bereits bezahlten Tickets zu bekommen. Weil es hier mindestens vier Fährgesellschaften gibt, ist es entsprechend voll und unübersichtlich. Vielleicht sollen deshalb laut Buchungsbestätigung die Tickets auch drei Stunden vor Abfahrt geholt werden. Danach geht es weiter zum Hafen. Bei der Einfahrt zum Hafengelände werden die Tickets kontrolliert. Trotz der vielen Hinweisschilder stehen tatsächlich Leute in der Reihe, die noch kein Ticket haben. Die müssen dann umständlich aus der Schlange raus rangieren und zurück zum Fährbüro. Wir haben ja unsere Tickets nach Peloponnes und müssen jetzt Kai 16 suchen. Dazu sind bereits am Fährbüro farbige Markierungen angebracht. Kai 16 ist rot markiert. Auf der Fahrt durch den Hafen vertrauen wir lieber Google Maps, denn die rote Markierung scheint in die falsche Richtung zu weisen. Kaum zu glauben, aber alle Warteschlangen sind drei Stunden vor der Abfahrt schon voll. Wir stehen ziemlich weit hinten am Kai 16, – der lila markiert ist. Nachdem unsere Fähre, die Superfast XI, angelegt hat, kontrolliert ein Mitarbeiter alle Fahrzeuge in der Warteschlange. Es müssen die Tickets vorgelegt werden, dann reißt er einen Abschnitt ab und klemmt diesen hinter den Scheibenwischer. Später kommt ein anderer Mitarbeiter und stellt fest, dass in der Igomeniza Reihe auch Fahrzeuge nach Partas stehen. Diese werden über Funk gemeldet. Währenddessen fahren Lastwagen rückwärts aus der Fähre raus, dann wieder welche vorwärts raus und wieder andere rückwärts. Mittlerweile bildet sich ein Stau am Hafen, denn die Olympia Spirit, die zweite Fähre, wird schon längst entladen. Alle Fahrzeuge müssen jetzt auf einer Spur durch die Kontrolle am Hafen. Immerhin werden jetzt die ersten PKW auf die Fähre gelotst. Diese müssen aber die Fahrspur der rückwärts ausfahrenden LKW kreuzen. Dazwischen warten Personengruppen von den Reisebussen. Für mich als langjähriger Nordlandfahrer ist das Treiben ein unglaubliches Schauspiel. Da wird einem LKW signalisiert, er soll rückwärts aus der Fähre fahren, weil das aber 15 Sekunden dauert, wird eben dem draußen wartendem LKW signalisiert, er soll aufs Schiff fahren. Klar, beide treffen sich vor der Auffahrrampe. Bevor wir in Richtung Schiff dürfen, läuft wieder ein Mitarbeiter an den Autoschlangen durch, um zu prüfen, ob die Tickets noch hinter dem Scheibenwischer klemmen. Dann endlich soll unsere Schlange los fahren, aber plötzlich Geschrei, Stopp, wir sollen zurücksetzen. Das erste Fahrzeug wird kompliziert zwischen Absperrensteine dirigiert. Der Rest soll so stehen bleiben. Es sind vier Stunden vergangen, als wir endlich auf das Schiff auffahren können. Dann werden wir nach oben gelotst, direkt vor den Bug in eine kleine Parkbucht. Wenn man beobachtet, wie eng die nachfolgenden Autos eingewiesen werden, dann haben wir richtiges Glück gehabt. Unsere Kabine 853 befindet sich auf Deck 8, allerdings steht diese Information nicht etwa auf der Schlüsselkarte, sondern irgendwo auf den Tickets, die ja zwischen Fährbüro und Schiff durch mehrmaliges abreißen immer kürzer wurden. Jetzt haben wir bereits eine Stunde Verspätung. An Bord der Superfast XI Unsere Unterkunft ist eine „Pure“ Kabine. Keine Ahnung, ob ich die gewählt habe, oder wir durch den Wechsel des Schiffes drauf gebucht wurden. Unter dem Tisch steht jedenfalls eine Art elektrischer Luftfilter, der geräuschvoll die Kabinenluft umwälzt und einen Geruchsstoffe zusetzt. Das Ding lässt sich auch abschalten, allerdings ist die normale Kabinenlüftung nur noch minimal vorhanden beziehungsweise nicht wahrzunehmen. Da die Sonne auf unsere Schiffsseite scheint, haben wir ruckzuck eine Affenhitze in der Kabine. Das wird die erste Fährüberfahrt, bei der wir zum lüften die Kabinentür offen stehen lassen müssen. Auf dem Aussichtsdeck sind die Plätze mit Isomatten, Schlafsäcke und Feldbetten belegt. Sogar ein Zelt steht im Innenbereich. Tische Sessel und Bänke sind mit Decken gesichert, Steckdosen sind ebenso begehrt. Ich mag mir nicht ausmalen, wie es hier zur Hochsaison zugeht. Auch in den Gängen und Treppenhäusern liegen Leute teilweise mit Kopfkissen und Bettzeug auf dem Boden und schlafen. Auf dem ionischen Meer Nachts um 0:45 Uhr weckt uns eine brüllend laute Durchsage in der Kabine. Zunächst dachte ich, es gibt schon Frühstück, aber auf fünf Sprachen wird mittels einer Bandansage nach einem Arzt unter den Passagieren gefragt. Das Frühstück im Bordrestaurant fällt karg aus. Für 22.90 Euro bekommen wir 2 Croissants, 2 kleine Brötchen, Rührei, etwas Aufstrich und Lachs. Getränke sind nicht dabei. Für uns steht schnell fest, – auf der Rückfahrt versorgen wir uns selbst! In der Nacht hat es heftig geregnet, deshalb liegt jetzt von den Deckschläfern lauter Zeugs zum trocknen über den Geländern und Bänken. Irgendwann stellen wir fest, dass unsere Toilette den Geist aufgegeben hat. Nach der Meldung bei der Rezeption kommt ein Mitarbeiter in unsere Kabine. Mit einem Drahtkleiderbügel stochert er in der Brühe rum und öffnet so die Klappe der Vakuumtoilette. Dann verschwindet er mit dem tropfenden Kleiderbügel wieder. 🤢 Hafen Igominiza Der Fähranleger in Igominiza ist klar aufgeteilt: Eine Seite Land, die andere Seite Wasser. Ansonsten keine Hinweisschilder, Wegweiser oder gar Wartezone für Fußgänger. Folglich laufen Fussgängergruppen zwischen den aus- und einfahrenden LKW umher, oder müssen hunderte Meter bis zum Tor laufen. Ankunft Patras Eine Stunde vor Ankunft in Patras kommt die Durchsage, dass die Kabinen jetzt verlassen werden müssen. Da viele Passagiere bereits in Igominiza das Schiff verlassen haben, ist es leicht, ein freies Plätzchen zu finden. Nach dem Anlegen in Patras, flitzen wir schnell zum Auto, steigen ein und fahren raus. – Das ging ja mal schnell. Wir sind auf Peloponnes angekommen. 😀
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    Am nächsten Tag sollte es nach San Sebastian/Donostia gehen. Wenn man schon mal in der Gegend ist, gehört das wohl dazu. Also auf den Stadtcamping oben auf dem Berg. Da noch keine Saison und wir um die Mittagszeit waren, war ein Stellplatz kein Problem. Eingeparkt, aufgestellt und dann ging es mit dem öffentlichen Bus runter in die Stadt. In den Bars war ich angenehm überrascht: Tapas so weit das Auge reicht, und was für schöne, tolle, leckere... Und erst der Schinken Und zum Nachtisch den weltbesten Käsekuchen, den ich bisher jemals gegessen habe. Demnächst mehr.... wenn's euch gefällt Viele Grüße, Mario
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    Paliochano Beach Wir fahren weiter durch die Berge nach Nafplio und von dort Richtung Süden die Küste entlang. Es ist Bilderbuchwetter und an einem ruhigen Strand unterhalb der Straße, nicht allzu weit von Astros parkieren wir. Es gibt improvisiertes Mittagessen: Eisbergsalat mit Paprika und Thunfisch, dazu Brot. Ist sogar ganz lecker und weil es so schön hier ist, bleiben wir noch 😁 Wir verlängern nicht nur bis zur Kaffeepause, nein, wir übernachten hier am Paliochano Beach! Da jetzt noch mehr Zeit ist, spazieren wir am Strand entlang, gerade so mit den Füßen in den auslaufenden Wellen, da lässt es sich gut laufen und die nur 15 °C merkt man kaum. Es liegen schon verwunderliche Dinge am Strand, ein Stoffweihnachtsmann und Tannenzapfen… sind wir an der Autobahnauffahrt doch nach Norden abgebogen??? Aber ein paar Muscheln und einen unermüdlich gegen die Brandung ankämpfenden Krebs sehen wir auch. Lesend und dösend vergeht die Zeit. Das war ein sehr schöner Tag, auch wenn wir nicht weit gekommen sind (70km) oder gerade deshalb. Die Sonne weckt uns! Da macht das Wach werden gleich viel mehr Freude, wenn die Sonne direkt durch die Schiebetür auf’s Bett scheint! Wir lüften das Bettzeug und frühstücken in aller Ruhe auf dem Strand. Gegen 11 Uhr cruisen wir bis nach Leonidi weiter an der Küste entlang. Dann geht es bei den „Red Rocks“ in die Berge. Eng, kurvig und tolle Aussichten. Monemvasia Das Navi wählt zwischendurch einen anderen Weg, sodass wir ins Landesinnere abdriften und erst am Nachmittag bei Monemvasia eintreffen. Im Supermarkt holen wir super leckere Orangen und weitere Lebensmittel. Wir fahren erst einmal 7 Kilometer weiter an einen Strand und machen dort Mittagspause. Frisch gestärkt gehts zurück auf die Insel und zur Ortsbesichtigung. Die erste Ansiedlung wurde bereits im Jahr 583 auf dem Felsen von Monemvasia errichtet. Der Felsen hat eine Höhe von 194 Meter und 1,8 km Länge und ist über einen kurzen Damm zu erreichen. Heute ist die Insel eine beliebte Wochenendresidenz und viele der mittelalterlichen Gebäude werden nach und nach restauriert. Einige sind auch zu Hotels umgewandelt worden. Wir kraxeln ziemlich weit nach oben, aber nicht ganz nach oben. Es ist schon Klasse, dass die Wege im Originalzustand hergerichtet wurden. Aber die Pflastersteine sind teilweise glatt und uneben, die Stufen steil und man muss beim Laufen richtig aufpassen. Einen schönen Sonntag! Gruß, Gerhard
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    Hallo, Für den Ecomat 2000 habe ich einen kleinen Ständer zum "optimierten Aufstellen" im Cali gebaut. Nach allen möglichen Standorten sehe ich die Position vorn im Fahrerhaus unmittelbar vor dem Flaschenfach als ideal an. Den Ecomat habe ich dort unter ca. 60° geneigt aufgestellt. In dieser "Liegeposition“ wird der Innenraum und das Aufstelldach gleichermaßen gut beheizt und der Ecoamt steht nicht im Weg rum. Das funktioniert auch dann, wenn das Bett im Aufstelldach abgeklappt ist. Der sich teilende warme Luftstrom wird gut durch die Dachluke geführt. Das 3x abgekantete 2mm Alublech sorgt zusammen mit dem unten angebrachten Winkelausleger für einen stabilen Stand und schirmt den Ecomat gegenüber den Bodenteppichen ab. Der Sicherheitsschalter des Ecomat funktioniert weiter einwandfrei. Fällt der Ecomat um, schaltet er sich ab da er nur lose auf dem Ständer steht. Den Boden habe ich mit Moosgummistreifen beklebt. Das sorgt für einen sicheren Stand des Ecomaten. Zur Luftnachströmung habe ich die Rückseite noch mit zwei 40mm Löchern versehen. Strömt aber auch schon über den rückseitigen Zwischenraum ausreichend nach.
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    Cascades du Hérisson Teil 7 Im französischen Jura, dicht an der Schweizer Grenze. Der letzte geplante Stopp dieser Reise war der Parkplatz am Fuße der Kaskaden. Hier ist das Übernachten zwar offiziell verboten, wird aber in der Vorsaison toleriert. Wir kamen am Abend, da sind die Parkplatzschranken offen, blieben einen Tag für die Besichtigungstour und fuhren am nächsten Morgen, einem Montag, da war wieder die Parkplatzaufsicht unbesetzt und alle Schranken offen. Der Platz ist eine Wiese, direkt an der Pferdekoppel, unser Blick noch vor dem Aufstehen. Am frühen Vormittag ging's dann auf die Wanderschaft entlang der Kaskaden. Die Cascade de l'Éventail (65 m) und die Cascade du Grand Saut (60 m) sind Höhepunkte des 3,7 km langen Parcours und mit den beiden geht es, wenn man vom unteren Parkplatz kommt , gleich los. Unser Aufstieg bis zum obersten der 7 Wasserfälle dauerte 3 1/2 Stunden, der Abstieg war in 2 1/2 Stunden erledigt. Dabei haben wir eigentlich nur 280 Höhenmeter und gute 7 km überwinden müssen... ...Für zwei 77 jährige Rentner aber kein Scheiss! Wir haben uns bei Auf- und Abstieg je etwa 15 Minuten Pause mit einem Erfrischungsgetränk gegönnt und waren am Abend komplett alle! Zum Glück sind nur die unteren beiden Fälle relativ hoch, der Rest ist dann gemütlicher. So viel und lange sind wir in den ganzen davor liegenden 6 Wochen nicht gelaufen. Hat sich aber gelohnt! Das mitwandernde Publikum hat zum Teil in den Gumpen gebadet, war ja auch warm genug. Am Ende des Tages war uns das Lachen vergangen. Direkt nach dem Selfie haben wir am Boden vor uns diese kleine Schlange gesichtet. Von den Wasserfällen der Hérisson ging es dann am nächsten Morgen, mit einem kurzen Halt an der Quelle der Loue, weiter Richtung Heimat mit nur noch einer Übernachtung in Ettlingen bei Karlsruhe. Source de la Loue Hier plätschert keine lebliche Quelle, sondern ein fertiger Fluss kommt aus der Höhle im Berg hervor. Für die Betrachtung des imposanten Felsenkessels wurden spezielle Liegesitze in den Stein eingelassen. Fortsetzung bald oder später...
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    Das machen wir ganz genauso. Es ist doch auch ganz einfach. Wir fahren seit Jahren nichtmehr an den Wochenenden. Viel zu stressig. Antizyklisch ist das wesentlich angenehmer und auch künftig überhaupt kein Problem. Auch das Geplärre von den Bayern mit Klageandrohung zu den Fahrverboten ist doch lächerlich. Österreich baut für 10 Milliarden den Brenner Basistunnel um den Lkw-Verkehr nach Italien komplett auf die Schiene zu bekommen. Der soll 2026 in Betrieb gehen können. Die notwendigen Anschlusstunnel in Bayern tümpeln dagegen noch in der Planungsphase und dem Planfeststellungsverfahren vor sich hin. Eine Glanzleistung unserer Politiker. Kommt gleich nach der Pkw-Maut.
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    Moin zusammen, Hier mal ein kleiner Tip vom 'Einheimischen' für diejenigen unter euch, die auch Satellitenphotos zur Stellplatzsuche benutzen. Für Norwegen gibt es eine tolle Alternative zu Google Maps, die eine deutlich höhere Auflösung bietet und auch etwas aktueller ist. Hier ein kleiner Vergleich: Ihr findet die Photos unter https://kart.finn.no/, dann Flyfoto auswählen. Widby
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    Wenn eine eine Reise tut, kann sie Fotos schicken 😀 Direkt vom Handy! Das Wetter in D ist ja nicht so prickelnd, also passt was sonniges (20°C in La Couna und am Kathedralenstrand). Die von Sturm und Regen lass' ich lieber auf der Speicherkarte 😉 Als erste Tat am Morgen stelle ich den Bus vor das Himmelstor und die Hunde schon mal an den Eingang. Damit sie immer schön das machen, was ich möchte! Das reicht nicht für so einen schönen Tag: Der Vergleich zum Milleniumsturm (Mann, ist der hoch, Mann!) bietet sich um diese frühe Uhrzeit an. Alles ist leer und auch die vorbeifahrende Guardia Civil hält nicht an.👍 Auf der Strecke nach Gijon gab's in einer Ferreteria einen Sonderposten Farbe zum halben Preis! Damit konnten sie ein ganzes Haus streichen! Ich würd's kaufen. Passt farblich so schön zum Bus 😍 Für den Horreo (Maisspeicher) hat die Farbe auch noch gereicht! Der Bus konnte nicht weiter rechts gestellt werden. Da hing die Wäsche und ich möchte niemand bloßstellen 😜 Da wird es Zeit für eine Mittagspause. Miradorhinweise sind immer ein guter Platz (wenn die Sonne scheint😋). Hinter der Küste gibt es auch ausgedehnte Industrie (hier Ferrol). Die kann von weitem hübsch aussehen - wie mein Bus 😉. Von Nahem hat er ein paar Gebrauchsspuren 😢 Ab morgen Abend geht es zügig gen Heimat. Vorher will ich den Kathedralenstrand (geht nur bei Ebbe +/- 1 h) zum 3. Mal besuchen. Die Flut kommt immer sehr schnell und das Wasser ist mir noch zu kalt zum Schwimmen. Gute Erholung von der rot-weißen Bilderflut! Bis zu meiner übernächsten Reise...😉 Während der nächsten muss er in der Garage ausschlafen.
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    Servus, ich hab mich über den Winter mal an einem Dachstaukasten versucht. 😎 Die Idee war es mit Hilfe von Alu-Dibond einen leichten aber denoch stabilen Schrank für den Beach zu bauen. Da ich auf der CMT nichts interessantes zum Thema entdecken konnte habe ich mich an den bekannten Varianten von California Camping und CamperX orientiert. Angefangen hab ich mit einer Schablone aus Pappe mit der ich die Formen direkt am Bus abgenommen habe. Diese wurde dann auf eine Alu-Dibond Platte übertragen und mit der Stichsäge ausgesägt, für die späteren Knicke wurden mit der Oberfräse V-Nuten gefräst. Es folgten Aussparungen für die Scharniere und die Schranktür wurde ausgesägt Danach wurde an den gefrästen V-Nuten abgekantet und in den Ecken mit Silkaflex verklebt und verfugt Der Boden bekam noch einen Bezug mit Teppichboden welcher mittels doppelseitigem Klebeband an den Kanten fixiert wurde und die Kanten wurden mit Schonern versehen Zur Verschraubung im Bus benutzte ich eine Kombination aus verschiedenen M6 Schrauben, Unterlegscheiben und Alurohren Die Klappe hält mit Magneten und wird mittels eines Loches mit dem Finger geöffnet. Ob sich diese Verschlusstechnik bewährt wird sich zeigen. Montiert passt sich der Kasten gut ins Gesamtbild ein. Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen für meinen DIY Dachkasten und das Material AluDibond begeistern. Grüße an alle Busbastler 😃 splatter
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    Hallo Felix und alle anderen Danke für das Feedback. Ich bin so frei und post nochmal ein paar Details, vor allem über den normalerweise ungenutzten Stauraum unter dem Beifahrersitz und die linke Hälfte des Einstiegs der Schiebetüre. Diese beiden so konstruierten Stauräume haben sich bei mir bestens bewährt und würde ich in jedem anderen Cali wieder so einrichten: Hier ist mein Beifahrersitz nach vorne geschoben, die Schublade von außen ist sichtbar und die einfache Abdeckung mit 2mm Sperrholz von oben. Hier un ein Eindruck von der Größe der Schublade Und hier das Ganze von oben und ohne Abdeckung. Links ersichtlich der Sicherungskasten, den ich von der Mitte nach dort versetzt habe. Die Schublade läuft li und re an zwei Holzleisten und hat hinten einen Anschlag. Hier noch mal ein Detail von der Schublade hinter dem Fahrersitz. Danke für den Tip mit der Batterieabdeckung. Und das ist mein Schiebetüre Trittstufenkasten Modul. Der Unterbau ist in der Bodenplatte 2 x verschraubt. Die abnehmbare Kiste arretiert in einer 1 cm Umlaufleiste. Die 2er Sitzbank läßt sich problemlos drüber und vorbeischieben. Hier sichtbar Unterbau und Oberbau getrennt. Unten ist noch leicht Platz für meinen Standesgemäßen Feger. In der Modulkiste ist Platz für meine ganzen Kaffee und Tee Utensilien. Kann man auf Rastplätzen oder in der Natur leicht rausnehmen um abgesetzt Kaffee zu geniessen. Hier ein Eindruck vom eingebauten Dachstaukasten. Das ist ein selbstgebautes Armaturenbrett Ablagefach mit doppeltem Platz und Deckel anstatt der einfachen Griffmulde vom Original. Davor befindet sich mein Handyhalter. Hier ist das Ablagefach rechts geöffnet. Darunter erkennt man die original Größe der Griffmulde. Die beiden Armaturenbrett Ablagen von vorne. Hier mein eingangs oben beschriebenes Flexboard von oben und unten gesehen. Wiegt nur 13,5 kg. und ist wahrlich leicht zu handeln, also rausnehmbar. Abschließend noch ein kleines feature: Mich haben immer die herumfallenden Flaschen in der unteren Türablage gestört. Mit diesem Holzformteil in silber gestrichen habe ich Abhilfe geschaffen. Ich hoffe, ich konnte dir Felix und einigen anderen einig gute Anregungen zum Ausbau geben. Gruß aus dem Oberallgäu Peter
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    Vielen Dank für die Kommentare. 😊 Mit Feedback macht das Schreiben natürlich viel mehr Spaß. Tag 4 Nach einer ruhigen Nacht bin ich schon früh munter und kann noch bequem vor dem Frühstück duschen. Wobei sich „bequem“ nur auf meinen Zeitplan bezieht, denn die Dusche in meiner Kabine ist schon ziemlich passgenau. Dafür ist das Frühstück wie immer gut und reichhaltig. Es macht mir einfach Spaß auf Schiffen zu frühstücken, besonders wenn eine schöne Landschaft am Fenster vorüberzieht. So richtig Winter ist es draußen noch nicht. Immer wieder regnet es und es liegt auch nur wenig Schnee. Deshalb verbringe ich diesmal auch nicht viel Zeit draußen an Deck. In Ørnes stehen viele Reisende mit Koffern am Anleger. Sie nutzen das Postschiff wie wir den Zug oder einen Linienbus. Wieder ein typischer Postschiff Moment. Meine Kabine muss ich bis um 12 Uhr räumen. Für 225 NOK könnte ich bis 19 Uhr verlängern, aber ich ziehe bei Ankunft in Bodö lieber auf eine Zweierbank im Panoramasalon um. Dort werde ich es mir bis zur Ankunft in Stamsund gemütlich machen. Im IPad haben ich übrigens die Prepaid Simkarte des großen Nord/Süd Discounter. Damit hatte ich auf der gesamten Reise, also auch auf den Seestrecken, 3G oder LTE Internet Empfang. Während der Schiffsreise prüfe ich immer wieder die Wetterprognosen und es sieht weiterhin richtig schlecht aus. Schwerer Orkan und viel Regen. Dazu die höchste Gefahrenstufe für Lawinen. Also werde ich mich nach Ankunft in Stamsund sofort auf den Weg machen und die Lofoten schnellst möglich verlassen. Bei der Fahrt über den Vestfjord kommt wieder etwas Bewegung ins Schiff. Am späten Nachmittag setzten sich ein paar junge Damen in meiner unmittelbaren Nähe zu mir in den Panoramasalon. Etwas hektisch verteilen Sie ihre Reiseutensilien und nehmen schnell nebeneinander Platz. Kurz darauf und ohne Ankündigung röhren alle gemeinsam los und füllen ihre „Stormy weather bags“. Der Platz vorn im Panoramasalon ist natürlich auch der mit der meisten Bewegung im Schiff. Da ist man bei Seekrankheit unten in der Mitte des Schiffes viel besser aufgehoben. Das sehen sie irgendwann auch ein und ziehen wieder davon. Das Anlegemanöver in Stamsund ist schnell erledigt, jetzt muss nur noch das Auto aus dem Schiff. Der Laderaum ist gut gefüllt und die Autos stehen sehr dicht nebeneinander. So dauert es noch eine Weile, bis alle Fahrzeuge rausrangiert sind. Draußen ist es nass und ungemütlich. Nur noch ein paar Fotos, dann bin ich schon wieder unterwegs nach Svolvaer. Heute Nacht um zwei Uhr soll der Sturm zum Orkan werden, bis dahin will ich so weit wie möglich kommen. Die Straße 815 ist verdammt rutschig, zum Glück kommen mir nur ganz wenige Autos entgegen. An den Sehenswürdigkeiten rausche ich vorbei und Svolvaer lasse ich auch links liegen. Inzwischen hat auch noch kräftiger Schneefall eingesetzt. Drei Stunden sind vergangen, als ich an dem Abzweig nach Harstad einen geschützten Parkplatz anfahre. Puh, hier werde ich die Nacht verbringen. Tag 5 In der Nacht werde ich kurz nach zwei Uhr plötzlich munter, weil der Bus heftig durchgeschüttelt wird. Haha, auf die Wetter App ist verlass, denn jetzt geht der Sturm los. Nach einer knappen Stunde bin ich schon wieder munter, weil irgendwelche Idioten anscheinend den Bus umkippen wollen. Du meine Güte, das ist jetzt wirklich ein Orkan. Eisbrocken schlagen mit einem Höllenlärm an den Bus, der vom Wind hin und her geschüttelt wird. Der Schnee ist auch schon wieder geschmolzen. Weil ich das Gefühl habe, dass der Sturm immer stärker wird, beschließe ich, den Parkplatz zu verlassen um eine geschütztere Stelle zu suchen. Die Fahrt auf der E10 wird ein kleiner Höllenritt. Schnee und Regen behindern die Sicht, dazu fallen Äste auf die Fahrbahn. Plötzlich ist vor mir ein gleisend heller Blitz, der überhaupt nicht dunkler wird. Kurz darauf an anderen Stellen die gleichen Blitze. Es sind Stromleitungen, die sich im Sturm berühren und starke Funkenschläge verursachen. Unten am Fjord ist es kein Stück besser. Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Berge den Wind etwas bremsen. Jetzt dämmert es mir, dass ich heute Nacht einen kleinen Orientierungsfehler hatte. So schnell wie möglich folge ich der Straße am Fjord. Am anderen Ufer kann ich Blinklichter sehen, das ist bestimmt der Schneepflug, - hoffentlich. Aber nach wenigen Kilometern ist klar, das war kein Schneepflug, sondern ein Auto von Vegvesen, das die östliche Brückenauffahrt über den Tjeldsund absperrt. Tja, und ich stehe jetzt als fünftes Fahrzeug vor der westlichen Auffahrt. Mist, wäre ich in der Nacht noch eine Stunde weiter gefahren, könnte ich jetzt drüben schlafen. Ein Blick auf vegvesen.no bestätigt die Brückensperrung, leider ohne Angabe der Dauer. Die Wetter App sagt, dass ab 12 Uhr der Wind kurz nachlässt, also sind mindestens 6 Stunden Wartezeit angesagt. Die verbringe ich aber nicht in der Fahrzeugschlange, sondern auf einem vereisten Parkplatz mit Blick auf die Brücke. Ihr ahnt es schon, weiter gehts im nächsten Teil. Viele Grüße, Gerhard
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    Tag 9 Heute ist mein letzter Tag in der Region, denn in der kommenden Nacht geht es mit dem Postschiff nach Süden. Vormittags fahre ich rüber an den Kaldfjord. Hier biege ich aber zu früh ab und fahre dann auf der 862 in Richtung Hillesøya, anstatt nach Tromvik. Die Route ist aber auch sehr ansprechend und folglich stark von Mietwagen befahren. Ich muss zugeben, dass das tolle Wetter und die eisige Winterlandschaft den schlechten Start auf den Lofoten wieder wettmachen. Ich verbringe jedenfalls den ganzen sonnigen Tag mit Landschaft gucken und fotografieren. Am Abend warte ich auf einem Parkplatz auf das Nordlicht. Dummerweise setzt es heute etwas später ein als gestern. Meinen ersten Standplatz räume ich recht bald, denn ein Berg wirft im Vollmond einen störenden Schatten. Jetzt bin ich also auch einer von denen, die bei anschwellendem Nordlicht über die vereisten Straßen brausen und eine Parkmöglichkeit suchen. Naja, mein Brausen ist mehr ein cruisen. Skifahren bei Vollmond Jedenfalls wird das Nordlicht immer kräftiger und meine Zeit immer knapper. Es ist aber auch ergreifend schön, dem Nordlicht in einer klaren Vollmondnacht zuzuschauen. Ich flitze von Motiv zu Motiv, während die Zeit weiter abläuft. Wow, da wabert gerade so ein Nordlicht Schleier vor mir, der könnt vielleicht bis zu der Bergspitze wandern. Schnell am Straßenrand anhalten, Kamera und Stativ raus und los knipsen. HA, das passt, sieht aus wie ein grüner Vulkan. Wahrscheinlich hat das Postschiff mittlerweile schon angelegt, aber ich stehe immer noch hier. Jetzt aber schnell auf nach Trondheim. Halt Stopp! Da ist ja schon wieder ein schönes Motiv. Anhalten, Stativ und Kamera raus, nur grob ausrichten, schnell ein paarmal den Auslöser drücken und weiter. Ansehen kann ich mir die Bilder auch auf dem Schiff. Auf diese Weise reize ich die zur Verfügung stehende Zeit maximal aus. Am Kaldfjord Als ich endlich in Tromsö ankomme, muss ich mich erst einmal orientieren. Meinen ursprünglichen Plan, mich im Laufe des Tages vor Ort schlau zu machen, habe ich ja nicht befolgt. Anscheinend muss ich mit meinem Gepäck eine lange Treppe hinauf, durch das Terminal, und am Ende wieder eine lange Treppe hinunter zum Schiff. Wie blöd ist das denn? Es checken bestimmt 80 Passagiere neu ein, aber ich habe Glück. Weil ich nicht den Fahrstuhl runter zum Anleger genommen habe, sondern die Treppe, bin ich einer der ersten die ihre Kabinenkarte bekommen. Meine Kabine ist auf Deck 2, also gleich bei den Autos. Aber wo bekomme ich das Auto an den Ladekai? Es gibt keine Zufahrtsschilder aber dafür überall Schranken. Ich klettere über eine Absperrung und laufe vor dem Schiff hin und her auf der Suche nach Auskunft. Endlich sagt mir jemand, wo ich mit dem Auto warten soll. Am Terminal von Tromsö gibt es jedenfalls noch viel Potenzial für Verbesserungen. Nach einiger Zeit geht die Schranke endlich auf und ich kann direkt auf das Schiff fahren. Schlüssel abgeben, einparken lassen, dann schnell die 10 Schritte zur Kabine um Kamera und Stativ zu holen. Vielleicht kann ich ja noch Nordlicht fotografieren. Leider ist nur noch ein schwacher Bogen zu sehen, aber ein paar Hafenmotive sehen auch nett aus. Das neue Terminal in Tromsö Um 1 Uhr dreißig legt die MS Kong Harald in Tromsö ab. Für mich endlich Zeit für eine heiße Dusche 😁
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    Weiter mit Tag 6 Ich genieße derweil die letzten Sonnenstrahlen und mache ein paar Fotos. Plötzlich öffnet sich die Schranke und zwei Schneepflüge brausen heran. Der eine wendet und die beiden Fahrer besprechen sich, dann kommt ein Fahrer zu mir: „English?, yes. - Ok, Twelve fifty we come back, you stay here. You understand? Twelve fifty we come back. Than we start the Konvoi, OK? - Yes, that’s great I am waiting sure“. Und schon brausen beide Schneeflüge durch die geöffnete Schranke davon. Es geht also schon in anderthalb Stunden weiter. In der Zwischenzeit treffen weitere Fahrzeuge ein, die sich in einer Reihe vor der geschlossenen Schranke aufstellen. Ich könnte ganz vorne stehen, reihe mich aber wegen besserer Fotomotive in der Mitte ein. Als der Schneepflug wieder zu uns zurückkehrt, hat starker Schneefall eingesetzt. Dann beginnt meine erste Kolonnenfahrt. Vorne weg der Schneepflug, dahinter die Fahrzeuge der Kolonne und ganz am Ende ein weiteres Sicherungsfahrzeug mit Blinklichtern. Wir fahren 50-60 km/h, wobei das Tempo häufig durch das erste Fahrzeug, einen Krankenwagen, bis auf 30 km/h gedrosselt wird. So passiert es, dass der Schneepflug manchmal einen Kilometer Vorsprung hat. Die Fahrt ist spannend aber auch anstrengend. Der Mietwagen aus Finnland vor mir hat kein Licht eingeschaltet und so ist er in den Schneeverwirbelungen oft nicht zu erkennen. Wenn er dann plötzlich dicht vor mir auftaucht, muss ich bremsen, was für die folgenden Fahrzeuge blöd ist. Auf etwa halber Strecke treffen wir auf den Konvoi aus der Gegenrichtung. Dazu halten wir an und lassen den anderen Konvoi passieren. Diese Fahrzeugschlange ist viel länger als unsere, denn die kommen von der Nordkap Insel und haben schon zwei Tage auf diesen Konvoi gewartet. Einige Tunnelportale sind mit automatischen Toren verschlossen. Wenn sich ein Fahrzeug nähert, fährt das Tor nach oben und die Ampel springt auf grün. Danach schließt es sich wieder automatisch. Bei den Tunneldurchfahrten kann ich ein wenig verschnaufen, denn es gibt dort keine Schneeverwehungen. Er ist gut beleuchtet und es ist mit plus 7 Grad fast 20 Grad wärmer als draußen. Allerdings rumpelt es nach 5-6 km heftig denn das ist der Punkt, an dem sich im warmen Tunnel die Eisbrocken von den Fahrzeugen lösen und so völlig unerwartet für eine unebene Fahrbahn sorgen. Kurz vor Honningsvåg bleibt der Schneeflug in Fahrbahnmitte stehen und die Kolonne kann rechts vorbeifahren. Im Hafen von Honningsvåg treffe ich wieder auf mein Schiff, die MS Trollfjord. Deren Passagiere müssen auf ihren Ausflug zum Nordkap verzichten, denn die Straße zum Plateau ist immer noch gesperrt. Ich schaue mich nur kurz in Honningsvåg um und fahre dann weiter in Richtung Nordkap. An den Webcams der Straßeüberwachung halte ich für ein Foto kurz an. Der Abzweig zum Nordkap ist wie erwartet noch geschlossen. Also suche ich mir einen Übernachtungsplatz. Gerne würde ich den Parkplatz auf einem Fjell, nutzen aber vielleicht ist die Straße morgen wieder gesperrt und ich sitze dann fest. Vorhin bei der Kolonnenfahrt habe ich mehrere Fahrzeuge gesehen, die im Straßengraben lagen und mit Schnee zu geweht waren, - so soll es mir nicht ergehen. Schließlich fahre ich zurück bis zu dem Parkplatz des im Winter geschlossenen Scanic Hotel. Von hier habe ich auch die erste Straßensperre im Blick und kann mich relativ ungefährdet einschneien lassen. In der Nacht parkt noch ein weiteres Fahrzeug neben mir, dessen beide Passagiere im Auto schlafen.
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    Mittlwerweile gibt es ein paar Impressionen der Tour auch als Filmchen zum zurücklehnen und gerne genießen... Noch einen schönen Sonntag, Martin
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    Letztendlich ist man nirgendwo 100% sicher. Aber ich denke, dass Risiko auf einer Raststätte oder einem Campingplatz ausgeraubt zu werden ist auch nicht höher als das zuhause eingebrochen wird. Allgemeines Lebensrisiko halt. Als Polizist behaupte ich auch: Gas"angriffe" sind eine Legende. Ich habe noch nie von einem verifizierten Fall gehört. Diejenigen, die immer mal wieder in Foren behaupten das irgendeinem Familienmitglied oder Nachbarn so etwas passiert ist, haben sich auch auf mehrfache Nachfrage nie wieder gemeldet. Komischerweise fahren alle mit Gas betäubten Personen am nächsten Morgen putzmunter lieber 600 km nach Hause oder weiter in den Urlaub anstatt ins Krankenhaus oder zur Polizei. Ich weiß nicht, wer schon mal so eine OP hatte. Aber auf die Idee mehrere Stunden konzentriert Auto zu fahren würde ich nicht kommen. Ich behaupte auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Laie mit den unbekannten Variablen Gasart, Gasmenge, Raumvolumen und Ort der Schlafstätte eher jemanden tötet als betäubt. Das geht bei vielen Mitteln ziemlich schnell. Deswegen gibt es ja überhaupt erst eine ganze spezialmedizinische Sparte dafür. Und von Todesfällen oder schweren Verkrüppelungen habe ich noch weniger gehört, obwohl sie häufig vorkommen müssten und auf jeden Fall polizeiliche Ermittlungen nach sich ziehen würden. In Deutschland würde sowas ganz sicher im BKA-Blatt veröffentlich werden - aber Fehlanzeige. Also entweder sind die Täter alles Anästhesisten mit Spezialausbildung "Wohnmobil" oder es sind erfundene Geschichten aus Profitgier oder Geltungssucht oder was auch immer. Raststätten sind meistens laut und kommen nur in Ausnahmefällen als Schlafstätte in Betracht. Ich habe mittlerweile hier im Umfeld bei Neubauten gesehen, dass dort Lärmschutzwände installiert werden. Das würde die Sache etwas verbessern. Im Idealfall mit genügend Zeit würde ich mir immer vor Ort ein lauschiges Lokal suchen und fragen, ob ich nach dem Verzehr noch bis zum nächsten Morgen auf dem Parkplatz nächtigen darf. Das hat bei höflicher Nachfrage noch nie jemand verneint.
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