HHAnnes Geschrieben 12. August 2020 Teilen Geschrieben 12. August 2020 Hallo zusammen, wir haben letzte Woche unseren GC600 bestellt. Lieferdatum wurde grob für November vom Verkäufer genannt. Wir hatten nun die Idee zum Jahreswechsel nach Skandinavien zu fahren - ggf. sogar hoch ins Lappland. Temperaturen können hier durchaus mal -20 Grad sein. Wir würden dauerhaft im Wagen wohnen, es wäre also auch dauerhaft beheizt. Wie schätzt ihr aber die Situation ein? Was sollte man ggf. vorbereiten (mal von Schneeketten abgesehen :-)). Falls relevant: wir haben die Dieselheizung gewählt. Viele Grüße! Hannes Zitieren Link zu diesem Kommentar
Gast Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 (bearbeitet) Das macht ihr auch mit einem kleinen California, der viel spartaner ausgestattet ist. Sucht mal nach Alter Schwede, da ist zu den Ausrüstungen so ziemlich alles gesagt. Wenn ihr das studiert habt, dann könnt ihr mit spezifischen Fragen besser einschränken. Das mit den -20 vergesst mal und schreibt -35. Soweit kann das schon mal runtergehen. Gut wenn ihr nicht nur die Dieselheizung hättet sondern zumindest noch weitere Zusatzheizungen. Ach ja, übers Jahresende ist es da oben ziemlich lang dunkel bzw dämmerig, das ist euch schon bewusst? Man munkelt was von 24 Stunden. 🤣😂 Ach ja, letzten Februar waren die Calis nicht nur in Lappland sondern hoch bis zum Nordkapp. Bearbeitet 13. August 2020 von Ernesto Zitieren Link zu diesem Kommentar
Bulli53 Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 Mit einem ausgebauten Kasten würde ich nicht nach Nord Skandinavien fahren. Besonders nicht zum Jahreswechsel. Auf der Höhe von Mora ist dann ca. 10 h Sonnenaufgang und 15 Uhr Sonnenuntergang, d. h. es wird hell, aber nicht unbedingt sonnig. Viele Campingplätzeplätze sind geschlossen. Die Stromversorgung durch einen externen Stromanschluss ist darum nicht sicher. Bei minus 20/30 funktioniert die Heizung, Wasser und Abwasser können durchaus einfrieren. Mit Schnee kannst Du zum Jahreswechsel nördlich der Linie Sthlm - Oslo rechnen. Im Gebirge eher, an der Küste kaum. Im optimalen Fall in Lagen ab 500 Meter. Diese findest Du nördlich von Orsa. In den letzen 15 Jahren kam der Schnee im nördlichen Dalarna nach Weihnachten. Eine Nord- , Nordost oder Ost Wetterlage bringt eine gute Chance auf Schnee. West oder gar Südwestlagen bringen Feuchtigkeit, d. h. gefrorene Strassen. Freies Stehen ist schwierig weil mögliche Standflächen nicht geräumt oder durch aufgeschobenen Schnee blockiert sind. Die wichtigen Strassen sind "schwarz", d. h. geräumt, Nebenstrassen geräumt, haben aber eine geschlossene Schneedecke. Weihnachten sind die Schweden, wenn überhaupt in den Skigebiegten von Norddalarna, Are, Hemavan etc. . Skisaison ist hier im Varvinter, d. h. Spätwinter bis Ostern. Wg. Corona werden viele Schweden 2020/2021 im eigenen Land Skiferien machen. Meist in der eigenen oder gemieteten Stuga. Auch auf Campingplätzen. Wenn es wirklich darauf ankommt, dann buche bald. Attraktive Ferienhäuser sind jetzt schon ausgebucht. Die Anreise über die Ostsee ist durch die Reduzierung der Fähren teurer geworden, besonders zwischen dem 20. Dezember und dem ersten Januar Wochenende. Für das Reisen im Land ausnommen der "Küstenautobahn" rechne bei einem Tagesetmal von ca. 500 KM mit einem Schnitt von 70 - 90 km/Std. Diese Wert hat sich bei mir nach X Fahrten mit einem starken 4 x 4 PKW von Göteborg nach Norddalarna eingependelt. Auf den Autobahnen des Südens, z. B. Göteborg oder Stockhol kann es durchaus schneller gehen. 3 Zitieren Link zu diesem Kommentar
CaliPilot Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 Also ich würde auch in einem ausgebauten Kasten jederzeit über den Polarkreis fahren. Gute Reifen sind obligatorisch, 4x4 nicht unbedingt erforderlich, auf manchen Strecken aber hilfreich wenn man beim Kolonnekjoring keine Ketten aufziehen will (man wollte uns 1 mal nicht mitnehmen da der Guard meinte wir wären nur Fronttriebler). Experimenten mit Heizungen an den WasserTanks würde ich mir gleich sparen, ein Kanister Sprit ist hilfreich falls man mal wo steht und nicht weiter kommt. Was das pennen angeht habe ich bisher immer Zeitnah ein Plätzchen zum schlafen gefunden, viele Plätze sind zwar nicht erreichbar aber ich war noch nie in der Situation das ich verzweifelt suchen musste. Wenn man die Gelegenheit hat sich für kleines Geld eine WWZH zu schiessen sollte man die Gelegenheit nutzen, sehr hilfreich wenn man es an die -30 geht... Chris 1 Zitieren Link zu diesem Kommentar
michaxm Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 Servus Hannes, geht schon, kleiner RB mit Bildern einer Tour mit Kastenwagen. You do not have the required permissions to view the link content in this post. Zitieren Link zu diesem Kommentar
MarBo Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 Winterfest ist eine an bestimmte Kriterien gebundene Fahrzeugeigenschaft. Natürlich kann man auch ein nicht winterfestes Fahrzeug im Winter bewegen. Mit Einschränkungen und Sachkenntnis. Zitieren Link zu diesem Kommentar
GrandCamper Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 Aber ich finde die Frage gut - bis wie viel Grad hat man denn mit einem Standard GC mit Dieselheizung keine Probleme? hat man es bei -20grad noch schön warm drin? Friert einem das Wasser ein? Ich würde auch gerne mal in den Winterurlaub und habe keine Vorstellung. Zitieren Link zu diesem Kommentar
CaliPilot Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 You do not have the required permissions to view the quote content in this post. Wie gut die LSH im GC funktioniert kann ich Dir nicht sagen, jedoch das Wasser im Tank ist keine gute Idee! Chris Zitieren Link zu diesem Kommentar
Bulli53 Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 Was geht ist auch vom persönlichen Komfortbedarf abhängig. Wintercamper in Skandinavien gibt es reichlich. Ob die Tour gelingt hängt von Erfahrung, Grundeinstellung und einer sorgfältigen Vorbereitung ab. Reisen bei Kälte um 0 und Feuchtigkeit ist eine Sache, Minus 10/20/25 und tiefer haben sehr unterschiedliche Auswirkungen nicht nur auf das kalt und warm Empfinden sondern auch auf das Verhalten von Materialien und Betriebsstoffen. Auch von der Leidensfähig und persönlichen Schutzausrüstung Des einzelnen wird einiges verlangt. Das Netz ist voll von Berichten über Winterreisen im Norden. Camper im Norden sind stationär mit Kabe Wohnwagen oder großen Wohnmobilen unterwegs. Zitieren Link zu diesem Kommentar
Gast Geschrieben 13. August 2020 Teilen Geschrieben 13. August 2020 (bearbeitet) Ich habe auch die Dieselheizung bestellt, genau, weil ich im Winter im Norden reisen will. Dazu die Zusatzheizungen mit Diesel. Letzten Februar waren wir mit 11 Cali und einem MP 🤢 in Lappland. Die Dieselheizung reicht locker, auch bis -30 Grad. Der Wassertank des GC ist im riskanten Bereich, werde prüfen inwieferndas geht. Im Cali hatte ich das Wasser in einem Kanister dabei, das geht schon. Beim GC ist eine 6kw Dieselheizung verbaut, das reicht auch bis -40 Grad. Einfach frühzeitig tanken. Ich empfehle folgendes: Abwassertank nicht nutzen oder dann offen lassen und Becken unterstellen. Toilette werde ich sowieso auf TT umbauen, aber den Frischwassertank würde ich riskieren zu füllen, da die Leitungen im beheizten Bereich verlaufen. Gas unbedingt Propanflasche nutzen. Braucht ihr ja nur für den Kochherd. Aussenabdeckung für die Windschutzscheibe. Innenisomatten für die Seitenscheiben beim Fahrerhaus Schneeketten bei 2x4 ein muss, beim 4x4 empfehlenswert. Unbedingt SUV Ketten kaufen. Eine, besser zwei Schneeschaufeln um sich Stellplatz zu räumen Eine Leiter und ein langstieliger (Auszug) Schneebesen um das Dach zu räumen. Abklopfmatte für vor den Buseingang, ist bei uns Bodenmatte beim Beifahrersitz und beim Stehen dann Fussmatte Abtropfnase beim Trumakamin jeweils bei Kälte montieren, sonst gibt es Eiszapfen am Blech Einen Ecomat 2000 anschaffen Die Kühlflüssigkeit des Motors auf -40 Grad einstellen (lassen) Faltkanister mit Einfüllstutzen oder Spritzkanne um Frischwasser zu füllen. Mit Schlauch wird sich wenig bis gar nichts finden. In Skandinavien sind die Wasserkessel für die Scheibenreinigung sogar in geheizten Glaskabäuschen verstaut Scheibenreiniger bis -20 Grad mischen Reservescheibenreiniger dabei haben Alle Dichtungen gegen festkleben behandeln Warme Klamotten mitnehmen von ganz unten bis oben Gleiteisen für unter die Schuhe kann sinnvoll sein Unterwegs viel, sprich oft stosslüften um die Feuchtigkeit rauszubringen. Nie zu lange, das Mobiliar soll nicht auskühlen, nur die feuchte warme Luft raus, trockene kalte Luft rein, die nimmt mit der Erwärmung Feuchtigkeit auf und ihr lasst sie mit dem nächsten stosslüften wieder raus. Mal soweit was mir gerade so in den Sinn kam. Wintercamping mache ich seit 14 Jahren in den Schweizer Bergen und war letzten Februar auf der Alter Schwede Tour. Man kann es toll erleben und überleben. Bearbeitet 13. August 2020 von Ernesto Zitieren Link zu diesem Kommentar
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