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Showing most liked content since 04/28/2018 in Posts

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    „Magscht en Bierle?“ schwäbelt mich John mit vorgehaltener Hofbräuflasche auf eine Weise an, die eigentlich meint: „Hier, nimm.“ Ich schaue rüber zu Claudia, sie nickt und signalisiert mir, dass die Frage über die weitere Fahrzeugführung des restlichen Tages zu meinen Gunsten beantwortet ist. Ich nehme die eiskalte Flasche in Empfang und stoße mit ihm an. In seiner Vesperbrett-großen Pranke sieht der halbe Liter nur noch halb so groß aus und genau so schnell ist die Flasche auch leer. „Und, hast Schiss?“ fragt er mich und lässt seine hellen Zähne aufblitzen, die in seinem mahagonifarbenen Teint aussehen wie frisch gebleached. „Schiss? Weshalb?“ Ich weiß ehrlich nicht, worauf er hinaus will. „Na, drei Monate man. Da kann alles passieren. Überfall, Krankheit oder der Karren verreckt. Des isch brutal man...“ Ich nehme einen Schluck und überlege. „Nein, eigentlich... Wir suchen ja keinen neuen Landweg nach Wladiwostok. Wir fahren durch Europa. Schiss... Nein, auf gar keinen Fall. Im Gegenteil.“ Als Nele geboren wurde, änderte sich unser Leben, wie Nachwuchs wohl bei jedem Paar das Leben grundlegend ändert. Ich meine damit nicht die Anschaffung von Windeleimer und Wickelkommode, ich meine die psychischen Veränderungen. Vielleicht kann man vom „Reifen“ sprechen. Ich bin jetzt fünf Jahre Vater eines bezaubernden, blonden Mädchens und diese fünf Jahre haben mich ruhiger und nachdenklicher werden lassen. Vor allem die aktuellen Verhältnisse in meiner Heimat, in meinem Europa, lassen in mir immer öfter die Frage aufblinken, wo dies wohl hinführen wird. Als geborener Ostdeutscher ist der Europäische Gedanke für mich etwas unumstößlich lebensveränderndes. 1989 war ich sechs Jahre alt, aber mit Glasnost und Perestroika, mit Europäischer Einheit und Friedfertigkeit, änderte sich mein Leben damals schlagartig, während ich im Bett lag, schlief und nicht die leiseste Ahnung davon hatte, welch unfassbare Veränderungen gerade in Gang gesetzt worden sind und was die Folge dieser Entwicklung sein wird. Ein vereintes Deutschland und ein friedliches Europa. Was vor ´89 vielen Bürgern noch utopisch vorkam, wurde bald Realität. Aber aus falschen Erwartungshaltungen und aus Enttäuschung formierten sich auch bald Gegner der neuen Zeit. Und nun, 30 Jahre später, wird in meiner Heimat, in meinem Europa, wieder rechts gewählt. Ist der Europäische Gedanke dem Untergang geweiht? Muss ich das hinnehmen, wenn Kunden meiner Hände Arbeit meine italienischen Kollegen als Spaghettis titulieren oder meine französischen Kollegen als Froschfresser beschimpfen? Natürlich nicht. Aber wie bringe ich das meiner Tochter bei? Wie erkläre ich Ihr, das Annäherung besser funktioniert als Abweisung? Vermutlich, in dem ich es Ihr einfach zeige. Aus diesen Gedankengängen heraus und im wohligen Bewusstsein dessen, dass wir mit unserem Bulli einen treuen Wegbereiter haben, der uns alles ermöglicht, entsteht der Plan einer dreimonatigen Calitour. Nele ist begeistert, als wir ihr von unserem Vorhaben berichten. „Wie nennen wir die Tour denn?“ fragt sie aufgeregt hibbelig. „Och...“ überlege ich. „Vielleicht:“ Dein Europa
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    Epilog Alles tut weh und meine Nackenmuskulatur ist angeschwollen, als hätte ich einen schweren Boxkampf mit ernüchternder Niederlage hinter mir. Nach 93 Nächten im Casa California nötigt mich meine Mutter, ihr Gästebett zu benutzen. Entgegen meiner Gewohnheit, auch in der Hofeinfahrt meines Elternhauses das Bullidach zu öffnen und meinen Schlafsack im Obergeschoss auszurollen, tue ich ihr den Gefallen, das inhäusige Nachtlager zu benutzen und bereue es bitter am nächsten Morgen. Ich bin zu alt für diese Aufblasbetten. Nach mehreren Tagen Seelenheil am wundervollen Ostseestrand reisen wir mit dreitätigen Kurzstopps bei unseren Eltern wieder heim. Ich bin gerne bei meinen Eltern, aber ich merke jedes Mal deutlicher, wie weit sich unsere Ansichten auf gewisse Dinge mittlerweile unterscheiden. "Schlimm ist das alles." ist eine gern wiederholte These, die dann jedes Mal aufs Neue bedeutungsschwer in den Raum gehängt wird. "Was denn?" frage ich dann auch jedes Mal aufs Neue, bekomme aber fortweg die selben Antworten. "Na wie sich das halt alles entwickelt hier." Das sei "nicht mehr normal". Bei der diesmaligen Wiederholung dieser Tirade denke ich daran, dass ich meinen Reisebericht zu "Dein Europa" ganz ähnlich begonnen habe. Auch mich beschäftigt die momentane Entwicklung, wenn auch meinen Gedankengängen andere Themen zugrunde liegen. Und "schlimm"? Schlimm finde ich die Bilder aus Aleppo, die mich auf eine verstörende Art an die Luftaufnahmen Berlins und Dresdens aus dem Frühsommer 1945 erinnern. Schlimm finde ich gewisse Entwicklungen in Europa, die sich diese schrecklichen Umstände zu eigen machen, zu Werkzeugen ihrer eigenen, menschenverachtenden Weltanschauung. Aber unser jetziges, konkretes Leben in Europa als "schlimm" zu bezeichnen... Nichts läge mir ferner. Gerade in Anbetracht unserer letzten drei Monate mit all seinen Nuancen an Kennenlernen neuer Freunde und neuer Gegenden, an entgegengereichten Händen, freundlicher Einladungen und Hilfestellungen, an durchweg positiven Erfahrungen in einem Teil unseres wunderbaren Kontinents, lassen mich etwas dünnhäutig auf die bereits so oft gehörte, aber jeglicher Grundlage entbehrende, Aussage reagieren: "Schlimm!? Was denn genau? Was ist denn so schlimm? Das wir gerade frische Brötchen vor uns liegen haben, mehr als wir essen können? Oder das wir in einem freistehenden Einfamilienhaus im mollig warmen Wohnzimmer sitzen? Mit Eurer Enkelin, die jedem Fremden mit einem herzerwärmenden Lächeln begegnet? Oder die drei nicht gerade preiswerten Autos vor der Tür? Oder der Umstand, dass wir an einem der sichersten Orte der Welt leben? Ohne Erdbebengefahr, ohne Katstrophenorkane, Taifune oder Bombenangriffe?". Eine Reise, ganz gleich ob drei Tage oder drei Monate, hat für mich persönlich den Effekt, den viele Menschen vom Jahreswechsel kennen. Rückblicke und Vorsätze sind das, was ich neben Erinnerungen aus dem Urlaub mit heim bringe. Dieses Mal genau so, vermutlich noch etwas intensiver. Nele "Jetzt ist die Party zu Ende." hast Du schmollend gesagt, als Dir die wohlbekannten Werbebanner von "tegut" und "Rossmann" am Ortseingang die unvermittelte Gewissheit gaben, wieder in dem Ort anzukommen, an dem der Bulli steht, wenn er nicht auf Reisen ist. Wo Dein Kindergarten ist, wo Du nächstes Jahr eingeschult werden wirst und wo wir ein Haus bewohnen, welches wir für eine gewisse Zeit unser "zu Hause" nennen. Du hast Dich auf das Wiedersehen mit Deinen Freunden gefreut und warst zeitgleich traurig, dass die intensive Zeit mit Mama und Papa nun erst mal zu Ende ist. Du bist fünf Jahre alt und schlauer, als wir Dir zutrauen. Ich habe Dich unterwegs oft beobachtet und Dich oft beneidet um Deiner Naivität und Unbefangenheit. Für Dich sind tatsächlich erst mal alle Menschen gleich, ohne "wenn und aber". Wenn Dein Spielkamerad, den Du erst seit zehn Minuten kanntest, von der Schaukel gefallen ist, kamst Du zum Bulli gelaufen und hast zügig die Pflaster aus der Erste-Hilfe-Kiste geholt. Wenn der älteren Dame am Nebentisch die Serviette herunter gefallen ist, bist Du wortlos aufgestanden, herübergegangen und hast ihr diese wieder auf den Tisch gelegt. Wenn wir irgendwo neu ankamen, warst Du die erste, die über den Platz geflitzt ist und unsere Nachbarn begrüßt hat. Du hast schwimmen gelernt. Und Du hast sofort begriffen, dass das kein Fieberthermometer ist, was Mama in der Drogerie in Schwerin gekauft hat, sondern ein Schwangerschaftstest. Du bekommst ein Brüderchen. Und plötzlich bist Du nicht mehr mein "kleines Bienchen", plötzlich bist Du "Die Große". Doch ich bin mir sicher: Eine bessere, große Schwester kann sich der kleine Mann gar nicht wünschen. Euer Lebensweg wird einer Bullireise vielleicht gar nicht so unähnlich sein. Es gibt wahnsinnig viele Kreuzungen, an denen ihr euch entscheiden müsst, in welche Richtung es nun gehen soll. Auch ihr werdet falschherum in manchen Kreisverkehr einfahren und auch Euch wird man sicherlich mal den Spiegel abfahren. Aber ich garantiere Euch: Ich mach Euch den gelben Engel und bei uns gibt es unbegrenzte Kulanz, ganz bedingungslos. Ihr Zwei werdet Eure Wege gehen, daran habe ich nicht den Hauch eines Zweifels. Mir allein bleibt nur, Euch dabei nicht im Weg zu stehen. Es ist euer Europa.
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    Gerade geschossen nord Norwegen
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    Einen schönen Gruß aus dem hohen Norden Windstärke 5 in Böen 7, wie dann der Winschillfaktor bei -4Grad aussieht, überlasse ich Eurer Vorstellung. Gut, dass es ein stabiles Geländer zum Festhalten gibt und schwere Steine, um das Stativ zu stabilisieren. 😍 Warten, warten, warten, und dann... Ohne Worte Die Lampe wird Zuhause noch wegbearbeitet. Den Wasserkanister mit der Schmutzmatte untendrunter als Abdeckung hat es in Querlage mal locker vom Podest geweht😱
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    Vor 14 Tagen, es war ein Dienstag, habe ich eine Schiffspassage mit Hurtigruten gebucht. Es soll mal wieder im Winter auf die Lofoten gehen. Damit das ganze etwas entspannt verläuft, lege ich einen Teil der Strecke mit dem Postschiff zurück. Aber hier, auf der Autofähre nach Göteborg, mache ich mir Gedanken, ob die Reiseroute richtig gewählt ist. Der Grund ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage. Nix mit Schnee. Nee, Plusgrade und heftiger Regen in Verbindung mit einem Orkan machen mir wenig Hoffnung auf einen schönen Winterurlaub. Mit meinen Bedenken bin ich nicht allein, denn auf der Schwedenfähre treffe ich jemanden mit dem gleichen Reiseziel (Binou). Beim Frühstück tauschen wir uns aus und kommen zu dem Schluss, dass eine Tour auf die Lofoten zurzeit ein gewisses Risiko darstellt. Tag 2 Von Göteborg geht es jetzt erst mal zum Dovrefjell. Aber diesmal umfahre ich Oslo, was nebenbei auch einiges an Maut spart und für eine sehr entspannte Tour durch Schweden sorgt. Links und rechts auf den Feldern sind nur wenig Schneereste zu sehen, dafür stehen viele Äcker unter Wasser. Das Tauwetter und viel Regen in den letzten Tagen, haben dafür gesorgt. Beim Grenzübertritt bei Charlottenburg gibt es keine Fahrzeugkontrolle, was für meine Einreise nach Norwegen ja eher ungewöhnlich ist. Auf dem Weg nach Elverum kommt mir ein Krankenwagen entgegen, der auch ein Vorbote der ersten Verzögerung ist. Auf kerzengerader Straße sind zwei Fahrzeuge frontal zusammengestoßen. Leider gibt es drei Schwerverletzte, die noch nicht alle aus den Wracks befreit sind. Während der Stau immer länger wird, suche ich auf Google Maps eine Möglichkeit zum großzügigen Umfahren der Unfallstelle. Kurz darauf schliddere ich ohne Spikes über spiegelglatte Pisten an Höfen und kleinen Siedlungen vorbei und gelange schließlich wieder auf die Hauptstraße. Das hat mir mindestens eine Stunde Wartezeit erspart. Je weiter ich nach Norden komme, um so winterlicher wird es. Als ich die RV3 verlasse um weiter zum Dovrefjell zu fahren, setzt Schneefall ein. Das Schild mit dem Hinweis, dass ab hier nur noch geräumt wird, habe ich schon lange hinter mir gelassen. Deshalb wird es jetzt richtig rutschig auf der Straße. Eigentlich komme ich auch in der Dunkelheit ganz gut durch, – dachte ich, bis ich einen Pickup überholen lasse und der mit über 100 km/h davonzieht. Daraufhin fahre ich gleich rechts ran und putze erst einmal die Scheinwerfer. Das H4 Licht bei unserem Bus ist ein echtes Armutszeugnis für VW und ich hätte nie gedacht, dass solche Funzeln noch eine Betriebserlaubnis erhalten. Bei Hjerkinn möchte ich gern hoch auf den Parkplatz Viewpoint Snohetta. Das klappt auch einigermaßen gut, bis ich in den Schneewehen hinter der Bahnüberführung feststecke. Naja, im dritten oder vierten Anlauf bin ich auch schon fast durch, außerdem kommt von oben ein Traktor mit Schneefräse. Bevor ich aber im letzten Anlauf die Verwehungen passieren könnte, mache ich doch wieder kehrt. Denn wie wird es wohl morgen früh aussehen, wenn ich in Trondheim mein Postschiff erreichen will? Vielleicht ist dann alles zu geweht. Also schnell Planänderung und dann doch auf einem Rastplatz an der E6 geparkt. Tag 3 Am nächsten Morgen steht ein Truck direkt hinter mir. Den hatte ich in der Nacht gar nicht bemerkt. Das Thermometer zeigt plus 4 Grad und die Straße ist frei, also hätte ich doch oben auf dem Berg übernachten können. Auf der Fahrt nach Trondheim, inzwischen schon so etwas wie Routine, bringen nur ein paar Baustellen etwas Abwechslung. Auf denen wird sogar am Samstagmorgen voll gearbeitet! Als ich in Trondheim am St. Olavs Pier entlang fahre, kann ich die auslaufende MS Spitzbergen sehen. Erfreulicherweise liegt „meine“ MS Trollfjord noch am Kai und ich kann ganz in Ruhe meine Sachen packen. Nachdem ich die Kabine bezogen habe, muss jetzt nur noch der Bus an Bord. Das läuft aber wieder sehr unkompliziert, denn ich brauche beim Ladepersonal nur den Schlüssel abgeben, dann verschwindet der Bus im Laderaum. Ach ja, mit Winter wird das nix mehr, denn inzwischen sind es plus 12 Grad und es regnet. Die MS Trollfjord ist das größte Schiff bei Hurtigruten und unterscheidet sich im Erscheinungsbild deutlich von den anderen Schiffen. Das Schiff ist hell und die öffentlichen Bereiche sind etwas großzügiger, lediglich die beiden verglasten Fahrstühle wollen nicht so richtig zu meinem Bild von einem Postschiff passen. Draußen auf den Außendecks bläst ein kräftiger Wind, der auch für eine bedrohlich wirkende Geräuschkulisse sorgt. Aber das ist ja auch das Spannende bei einer Winterreise mit Hurtigruten, draußen toben die Elemente und im Schiff ist es warm und mollig. Auf dem Weg nach Rørvik müssen wir das Seegebiet Folda durchqueren. Dieser Abschnitt ist bekannt für starke Winde und ebenso heftigen Seegang. Daher ist auch die Durchsage, dass es in den kommenden Stunden heftige Bewegung im Schiff gibt, obligatorisch. Wenn es draußen stockfinster ist und sich das Schiff hin und her bewegt, ist das Bett ein guter und sicherer Platz. Plötzlich gibt es einen heftigen Schlag und das Schiff neigt sich zur Seite. Alles was in der Kabine beweglich ist, kracht zu Boden, der Tisch fällt um, ebenso wie der recht schwere Sessel. Du meine Güte, das war ja heftig. Ich springe schnell von der Couch, um die umher rutschenden Sachen in den offenen Koffer zu raffen. Dann kommt schon der zweite Schlag und ich rutsche durch die Schräglage auf allen Vieren, zusammen mit Tisch, Sessel, Fotoausrüstung, Getränken und allem, was jetzt auf dem Boden liegt, bis an die Bordwand. Das war ein ganz schöner Schreck, der meinen Puls in die Höhe bringt. Es kommen jetzt ein paar Lautsprecherdurchsagen, die ich als Code für die Besatzung interpretiere. Jetzt ziehe ich mich mal besser an und schaue was draußen los ist. Im großen Atrium schlagen die Fahrstühle geräuschvoll hin und her und überall im Schiff ist es am knarzen und ächzen. Auf Deck vier und sechs flitzt Besatzung hin und her. Ab und zu sind auch Passagiere bei Ihnen, die sich offensichtlich verletzt haben. Auch im Panoramasalon, der bei der MS Trollfjord über zwei Stockwerke geht, schaue ich vorbei. Es ist stockdunkel wie im Kino, und nur wenige Sitze sind belegt. Mit den zwei kräftigen Suchscheinwerfern wird die See vor dem Schiff ausgeleuchtet. Die dunkle Wasserwand baut sich (gefühlt) immer wieder bis über das Schiff auf und ich muss sofort an Filmszenen aus „der Sturm“ mit George Cloony denken. Im Salon ist es mucksmäuschenstill, nur das schlagen der Wellen und das ächzen des Schiffes sind zu hören. Naja, nicht ganz, denn da sind auch noch die zwei Mitreisenden, die dem Seegang offenbar nichts abgewinnen können. Mit einem Mark erschütternden Röhren füllen sie die „Stormy weather bags“. Jeder Schwall in die aluminiumbeschichteten Tüten ist im gesamten Panoramasalon zu vernehmen. Die Armen. Es sind jetzt etwa zwei Stunden im Sturm vergangen, als es ganz plötzlich ruhig wird und die Schiffsbewegungen kaum noch spürbar sind. Wir laufen in Rørvik ein, wo es am Kai zum Treffen mit dem südgehenden Schiff kommt. Im Winter ist es spannend, die Ladegeschäfte am Anleger zu beobachten. Die unterschiedlichste Fracht wird umgeladen. Frischer Kabeljau, Autoreifen, Isoliermaterial, Fischereibedarf, Fernseher, Baumaterialen, eben alles, was in der Region gebraucht wird. Hier lässt sich noch der ursprüngliche Auftrag der Hurtigruten erahnen. Nach neuesten Planungen soll es ab Sommer 2019 keine Schiffsbegegnungen in Häfen mehr geben. Damit will Hurtigruten auch das Hafenpersonal entlasten. Wie es mir auf den Lofoten ergeht, erfahrt Ihr im nächsten Teil. Gruß Gerhard
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    Es geht weiter: Plötzlich entdecken wir neben der Piste einen weiteren California Minibus. Dieser ist offensichtlich von Weg abgekommen und in den Graben gerutscht. Beide Fahrzeuginsassen sind wohlauf und nehmen den Fauxpas gelassen. Im norwegischen Winter ist ihnen das anscheinend schon einmal passiert und eine Schneefräse hat sie zurück auf die Straße gezogen. Hier ist natürlich weit und breit keine Schneefräse verfügbar, deshalb muss der rote Bus ran und den Kollegen bergen. Auch hier kann die DJI Bumblebee 2 interessante Blickwinkel bieten liefern. Nachdem der dunkle Bus wieder auf der Piste steht, beschließen wir, die Fahrt gemeinsam fortzusetzen. Vielleicht brauchen wir ja die gegenseitige Hilfe noch einmal. Selbstverständlich können wir die Reise ohne weitere Zwischenfälle abschließen. Zu guter Letzt finden wir einen schönen Übernachtungsplatz und verbringen den Abend am Lagerfeuer. Das war mein kleiner Osterausflug 2020 im Lockdown der Corona Pandemie. Ich wünsche Euch allen noch einen schönen (Rest-) Ostermontag und bleibt gesund. Viele Grüße, Gerhard
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    Tag 10 Gleich um 7 Uhr gehe ich am nächsten Morgen zum Frühstück. Du meine Güte, hier ist ja die Hölle los. Am Buffet herrscht ein Gedränge und es wird geschoben, getrödelt und unappetitliche Dinge angestellt. Amerikaner, Engländer und Franzosen beherrschen das Geschehen. Das macht wirklich keinen Spaß. Später erfahre ich auch den Grund für das Gedränge. In Harstad verlassen gegen 8 Uhr viele Passagier das Schiff für einen Landausflug auf die Vesteralen. Da wollen natürlich alle vorher noch frühstücken. An den nächsten beiden Tagen war es übrigens viel entspannter. Um kurz nach acht legen wir im Hafen von Harstad an. Vom Schiff aus kann man schön das Treiben in der Stadt beobachten. Mit Radlader und Lastwagen werde großen Schneemengen fortgeschafft. Nächster Hafen ist Risøyhamn. Über Bordlautsprecher wird das Durchfahren der Fahrrinne als Attraktion bekannt gegeben. Allerdings muss ich sagen, dass die Durchfahrt des Postschiffes von Land aus wesentlich spektakulärer aussieht als an Bord des Schiffes. Zum Erstaunen der Lade-Mannschaft gibt es in diesem Hafen keine Fracht, wir hätten also auch vorbeifahren können. In Sortland steigen die Teilnehmer des Landausfluges wieder zu. Der nächste längere Aufenthalt ist in Stokkmarknes. Hier befindet sich das Hurtigruten Museum mit dem Museumsschiff Finnmarken. Besichtigen kann man das Schiff zurzeit nicht, denn es wird ein Gebäude um das Schiff gebaut. Der nächste Abschnitt ist, zumindest laut Reiseleitung, wieder einer der Höhepunkte der Reise - die Fahrt durch den Raftsund mit Blick in den Trollfjord. Auch hier finde ich es allerdings viel interessanter, von der Uferstraße aus aufs Wasser und die Schiffe zu schauen. Auf dem Weg nach Svolvaer gibt es noch ein paar schöne Motive bei Sonnenuntergang. Vielleicht klappt es ja heute noch einmal mit dem Nordlicht? Tatsächlich! Eine halbe Stunde nachdem wir Svolvaer verlassen haben, gibt es über die Lautsprecher den Hinweis auf Nordlicht. Viele Leute kommen jetzt an die offenen Decks auf der Suche nach dem Nordlicht. Ich habe mal gelesen, dass nicht jeder Mensch Nordlicht erkennen kann. Inzwischen denke ich, da ist was dran. Heute morgen hatte ich eine Unterhaltung, bei der auch Nordlicht ein Thema war. „Haben Sie gestern auch das starke Nordlicht bei Tromsö gesehen? Ja, haben wir. Allerdings war es nur auf der Kamera zu sehen, mit bloßem Auge konnten wir es nicht sehen“. Dabei war es gestern wirklich sehr gut zu sehen. Auch jetzt laufen ständig Leute umher und sehen nichts. Als ein französischer Mitreisender zum zweiten Mal suchend an mir vorbeikommt, halte ich ihn an und deute mit dem ausgestreckten Arm auf das Nordlicht. Aber er sieht es nichts. Da er auch Stativ und Kamera dabei hat, lasse ich ihn ein Foto in die angegeben Richtung machen. Beim Betrachten seines Kameradisplays ist er höchst erfreut und flitzt gleich zu seiner Begleitung. Auf dem offenen Deck am Heck des Schiffes ist jetzt ein kleines Blitzlichtgewitter im Gange. Nun ja, diese Leute sehen selbst auf den Displays kein Nordlicht. Angesichts der vielen Menschen versuche ich erst gar nicht, weitere Nordlichtfotos zu machen. Allerdings sind die Momente mit den Menschen und dem Nordlicht auch nicht schlecht. Tag 11 Die gestrigen Fotos waren auch schon die letzten Fotos an Bord der MS Kong Harald, denn heute regnet es den ganzen Tag wie aus Eimern. Da kann ich mir ja mal Gedanken über den letzten Teil der Reise machen. Über die Brücken von Schweden nach Dänemark wird mir der Heimweg zu lang und mit den Fähren nach Kiel verliere ich einen ganzen Tag. Wäre noch die Fähre von Göteborg nach Frederikshavn. Aber dann ist es Samstagnacht und vielleicht Halligalli an Bord, wie schon einmal, vor ein paar Jahren. Bei der Fähre von Larvik nach Hirtshals passen Fahrzeit und Preis. Also buche ich auf der norwegischen Seite von Color Line für 695 NOK die Fähre für Übermorgen um 22:15 Uhr. Das sollte passen. Am Abend kündigt uns die Reiseleitung das Treffen mit einem zweiten Postschiff an. Als wir Rørvik erreichen wird es sogar noch mal wiederholt. Erst als wir angelegt haben, kommt der Hinweis, dass das andere Schiff noch gar nicht eingetroffen ist. Auf Marine Traffic hatte ich schon gesehen, dass sich das Schiff durch die Folda kämpft. Ihr erinnert euch, Folda, die offene Seestrecke mit dem schweren Seegang. Da müssen wir jetzt wieder durch. Meine Kabine liegt auf Deck 2, also ziemlich weit unten im Schiff. Bei diesem Seegang stehen die beiden Bullaugen immer wieder komplett unter Wasser und ermöglichen einen gespenstischen Blick unter Wasser. Ich kann gerne darauf verzichten und lege mich schlafen. In der Nachbarkabine schließen sie die Klappen vor den Bullaugen. Die Bullaugen bei normalem Seegang. Wir kommen mit Verspätung in Trondheim an. Auch gut, denn so bleibt mehr Zeit für das Frühstück. Ich verlasse kurz das Schiff, um zu schauen ob der Bus schon draußen steht. Tut er nicht, aber danach lässt mich das Zugangssystem nicht mehr an Bord. Also bekomme ich für die letzten 10 Minuten einen Besucherausweis. Den Bus fahre ich selbst von Bord, dann folgen noch ein paar Fotos vom Schiff und schon bin ich auf der Heimreise. Das Navi habe ich auf Mautvermeidung eingestellt, denn so lerne ich auf dem Weg nach Larvik auch noch neue Regionen kennen. Color Line bringt mich nachts um zwei Uhr pünktlich ins dänische Hirtshals. Von da aus schaffe ich noch eine Stunde Fahrzeit bis zur Nachtruhe auf einem Parkplatz. Frühstück gibt es erst in Deutschland und am Sonntagnachmittag bin ich nach 12 spannenden Tagen wieder Zuhause Die Winterreifen liegen schon wieder verpackt in der Garage, - sie taugen bestimmt noch für eine weitere Wintertour. 😎 Meinem Bein scheint es wieder gut zu gehen. Allerdings meint die Frau, der komische Knick im Schienbein wäre vorher nicht da gewesen.... 😁 Vielen Dank für die 👍 und Eure Kommentare. Viele Grüße, Gerhard
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    Hi, Anbei noch ein paar Bilder von unserem Beat (Finnland, Island, Westalpen) Viele Grüsse, Flo
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    Zingst Bis zum Fährhafen ist es zwar noch ein gutes Stück zu fahren, aber der Check in ist erst Abends und wir haben noch ausreichend Zeit. So bummeln wir hinunter bis zur Küste, gehen noch mal im Sainsbury´s Lebensmittel aufbunkern und fahren früh in das Fährdeck der P&O Ferries Nachtfähre. Es ist ein wunderbar unkompliziertes Boarding. Die Mitarbeiter sind freundlich, am Schalter vor der Einfahrt gibt es bereits die Kabinenschlüsselkarten durchs Beifahrerfenster gereicht und entspannte, wohlwollend dreinschauende Einweiser zeigen mir leicht verständlich und logisch nachvollziehbar, wo sie unseren Bulli hingestellt haben wollen. Ich wiederhole mich, aber: Ich liebe diesen britischen Style. Wir nehmen ein wenig Übernachtungskram aus den Fenstertaschen und beziehen unsere Kabine. Klein, unspektakulär, aber überraschend sauber. Während sich die Mädels noch in der Nasszelle ein wenig auffrischen, erkunde ich die Decks und sichere uns einen Fensterplatz an der Bar. Ich studiere die Getränkekarte und rechne mir mit meinem Zehnfingerabakus aus, wieviele Ales ich wohl für den sich noch in meiner Hosentasche befindlichen Rest an Britischen Pfund erstehen könnte. Es sind mehr als genug, um mich in eine stattliche Fahrunfähigkeit bis weit in den kommenden Tag hineinsaufen zu können. Keine gute Idee, da werden wir wohl noch in den Shop gehen müssen. Claudia und Nele kommen zu mir und setzen sich schnatternd hin, Nele packt gleich wieder ihre Maumau-Karten auf den Tisch und beginnt zu mischen. „Einen Moment“ sage ich. „Ich hole noch was zu trinken. Was wollt Ihr?“ An Claudia gerichtet, erwähne ich, dass es hier auch Cocktails gibt und das die nun gar nicht mal so schlecht aussehen würden. Als wenn ich Ahnung davon hätte... Sie erwidert mit einem Lächeln, dass mich schon vor über zehn Jahren verzückt hat: „Danke, nur ein Wasser.“ Mit drei Gläsern zwischen beide Hände geklemmt kehre ich zurück an unsere Sitzecke und setze mich. Claudia hat den Kopf in beide Hände gestützt und schaut aufs Wasser, dann zu mir herüber. Ihre Hand legt sich auf meinen Arm als sie sagt: „Du, ich glaub´, wir müssen reden.“ „Nur zu!“ nicke ich ihr aufmunternd zu, während die Hand meines noch freien linken Arms nach meinem Glas greift und ihn in die Richtung führt, wo er meinen Mund vermutet. „Ich...ich denke, ich bin schwanger.“ Ein scharfer Überdruck schießt an meine Gaumendecke unter die Nase, die gerade über dem Bierglas hängt und drückt mit einer wissenschaftlich nicht nachweisbaren Massenbeschleunigung den Schaum aus dem Glas in mein Gesicht. „Aber das ist ja wunderbar!“ grinse ich sie tropfend an. Ich würde sie gerne umarmen und küssen, aber das wäre gerade wohl etwas eklig. Claudia tupft mir lachend das Gebräu aus dem Antlitz. „Aber...wie...wann...?“ Ich bin gerade etwas überfordert. „Erinnerst Du Dich an Venedig?“ „Oh, ja. Ich erinnere mich.“ „Du hast Bierschaum am Ohr!“ weckt mich Nele mit nicht zu überbietender Feinfühligkeit aus meiner gedanklichen Rückbesinnung an die Stadt der Liebe. Vor mir liegen sieben Karten verdeckt auf dem Tisch. „Sieben heißt zwei nehmen, A heißt aussetzen, Bube ist Wünscher und Knutschern könnt ihr nachher noch.“ befiehlt mir der kleine Blondschopf. „Gibt es also bald einen zweiten Rabauken.“ freue ich mich in mich hinein und lege aus. Kreuz sieben. „Auf, zwei nehmen 😊“ Bei Sonnenschein fahren wir durch Holland und nach einiger Zeit rollen wir, völlig unspektakulär, in die BRD rein. Klar, ein Empfangskomitee haben wir natürlich nicht erwartet, aber die Banalität, mit der wir unserem Wohnort entgegen steuern, ist schon ein wenig enttäuschend. Aber ein paar Tage haben wir noch und einen Teil davon wollen wir unbedingt an der Ostsee verbringen. Es gibt tiefere Meere, es gibt größere Meere und es gibt auch gefährlichere Meere. Aber es gibt keine schöneren. Die Ostsee ist für mich, mit ganz ganz weitem Abstand, der absolute Inbegriff eines wilden, schönen, offenen Meeres. Wir halten unsere Nasen in den frisch wehenden Wind, bauen mit Backpulver, Essig und Seifenlauge einen Vulkan, gehen Fischbrötchen essen und faulenzen uns durch die Tage. Abends geht es mit einem der Fahrgastschiffe raus auf den Bodden zum Kranichgucken. In der Dämmerung kommen die Vögel von den Feldern eingeflogen, um die Nacht in den seichten Boddengewässern zu verbringen. Wie urzeitliche Tiere trompeten sie sich in Formationen durch die Lüfte, immer wieder beeindruckend. Auf dem Radweg vom Hafen zum Bulli denke ich darüber nach, was dieses Fleckchen Erde hier ausmacht, weshalb wir hier immer wieder gerne her kommen. Heimatverbundenheit? Eher nicht. Obwohl ich die ersten 19 Jahre meines Lebens in Mecklenburg verbracht habe, stellt sich bei mir nach wie vor nie so etwas wie Heimatliebe, innige Verbundenheit zu Land und Leuten oder gar so etwas wie “Stolz” ein. Aber ich musste erst 10, 12 Jahre das Wohlvertraute hinter mir lassen, um zu erkennen, wie schön es hier ist. Mir ist früher einfach nie aufgefallen, wie ein rauschender Schilfgürtel klingt oder welche Stimmung eine tiefstehende Sonne über großen Wasserflächen erzeugen kann. Oder wie Regen in Mecklenburg riecht. Er riecht dort anders. Wirklich. Vielleicht wird man mit den Jahren empfindsamer und empfänglicher für die kleinen, aber wirklich wichtigen Dinge des Lebens.
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    Hallo, Da kaum zu erwarten ist, dass hier noch irgendein halbwegs brauchbarer Beitrag kommt, Mache ich das Thema jetzt zu. Der in letzter Zeit hier teilweise auftauchende Umganston missfällt mir doch sehr. Ich möchte daran erinnern, dass wir hier im Caliboard einen höflichen und freundlichen Umgang pflegen. Und das soll (und wird) auch so bleiben..... Gruss, Stephan
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    Hallo zusammen, ich habe mir inspiriert von anderen Beiträgen hier eine zusätzliche Ablage gebaut die ich in der vorhanden Tischschiene einhängen kann. Die Vorgaben waren kompakte Abmessungen und eine Nutzung auch in der Schlafposition der dreier Bank. Die Abmessungen sind so gewählt das die Ablage in einer der Boxen unter der Rücksitzbank ihren Platz findet und immer dabei ist. Für Interessierte Nachbauer habe ich eine Zeichnung mit Bestellnummer der Bügel und den Abmessungen erstellt. Gruß Thorsten
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    Genau die Frage hatte ich auch, da ich gerne die Schlafsäcke oben liegen lassen wollte. Ich dachte mir, ich messe es einfach nach. Habe dazu einen Pack "Mohrenköpfe" gekauft und jeweils in eine Tüte gesteckt. Diese dann an die Ecken und in der Mitte verteilt und das Dach geschlossen und dann wieder geöffnet. Dann habe ich gemessen um wie viel sie eingedrückt wurden. Es sah danach aus, dass die flach ausgebreiteten Schlafsäcke noch Platz haben sollten. Gesagt getan, und siehe da, es ließ sich nicht schließen. Ich vermute das es daran liegt, das die Kraft um auf der gesamten Fläche die Schlafsäcke auch nur ein wenig zu komprimieren einfach zu hoch ist. Sechs Schaumküssen lassen sich da viel leichter zerdrücken. Ergebnis: mir der original Matratze kann man nichts sinnvoll oben liegen lassen und mit der Zubehör Matratze (die um einiges bequemer ist) erst recht nicht. Schade Ausgangssituation Detail vor dem Schließen Detail nach dem vollständigen Schließen des Daches Überblick nach dem Schließen - Da denkt man, etwas flaches sollte Platz haben. PS: Es wurden keine Mohrenköpfe verschwendet. Die Messkandidaten wurden nach dem Test ordnungsgemäß verspeist!
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    Liebe Caliboarder, ich habe lange überlegt, ob ich folgende Zeilen in dieser Form hier einstelle. In diesem Forum geht es in allererster Linie um das gepflegte Reisen. Um eine der schönsten Sachen der Welt: Unterwegssein. Optimalerweise mit Leuten, die man gern hat und an Orte, die einen in ihren Bann ziehen. Keineswegs geht es hier aber um Politik. Das ist mir klar und ich finde das auch nur konsequent und richtig. Andererseits hat Reisen aber auch meistens mit Geschichte und Geschichten zu tun und insbesondere unsere jüngste europäische Geschichte zeigt allenthalben Zeitstrahlmarken auf, an denen es mehr als fragwürdig schien, dass wir in den 2000er-Jahren friedlich mit unseren kleinen Transportern durch die Lande und Länder ziehen würden. Und so, wie ich mindestens ein Mal im Jahr in meine alte Lehrbude zurückkehre um mir wieder und wieder ins Bewusstsein zu rufen, wie gut ich es momentan in beruflicher Hinsicht habe, so versuche ich regelmäßig Orte aufzusuchen, die mich ein Stück weit bescheidener in meinen persönlichen, banalen Wünschen werden lassen und die mir vor allem aber auch ins Bewusstsein rufen, welches Glück mir mit der Gnade der späten Geburt beschieden worden ist. In Frankreich war es wieder ein Mal Zeit dafür und Gelegenheiten bieten sich dort zahlreiche. Ein kurzer Hinweis noch: Es folgt keine Beschreibung eines fluffigen Urlaubstags sondern eher relativ schwere Kost. Denn heute ging es nach Oradour-sur-Glane Selbst im Frühjahr 1944 haben nur wenige Dorfbewohner des Département Haute-Vienne, Region Limousin, jemals einen Soldaten der Deutschen Wehrmacht gesehen. Die ländlich geprägte Region war kein Verkehrsweg an die Front, die in diesen Tagen direkt am Atlantik lag, und auch sonst nicht kriegsrelevant. Doch im Juni diesen Jahres erreichte die Grausamkeit des Krieges selbst diesen friedlichen Landstrich. Am 6. Juni 1944 gelang den Alliierten unter massiven Verlusten das Anlanden von Truppen und Material an den Stränden der Normandie und im weiteren Verlauf sogar das „Knacken“ des Atlantikwalls. Das Oberkommando der Wehrmacht war fassungslos, erwartete es die Invasion doch in völlig anderen Abschnitten. Noch am selben Tag erging ein Eilmarsch-Befehl an die 2. SS-Panzerdivision „Das Reich“ von Südwestfrankreich an die Invasionsfront im Norden. Zeitgleich erfahren französische Untergrundkämpfer, „La Résistance“ und „Maquis“, von den Neuigkeiten und entschließen sich, die deutschen Kampfhandlungen massiv zu stören und somit den Vormarsch der Alliierten Kräfte zu unterstützen. So entfachen sich auch in den Ortschaften im Limousin erste Kämpfe, vorrangig um der Wehrmacht den Nachschub abzuschneiden. Am 7. und 8. Juni gelingt es den Partisanen um die kommunistische FTP, den Ort Tulle einzunehmen und die dort etwa 120 stationierten Wehrmachtssoldaten zurückzudrängen. Am Abend des 8. Juni erreichen Einheiten der Division „Das Reich“ die Region, die Partisanen fliehen. Am 9. Juni übt die SS massive Vergeltung. 99 willkürlich aus der Einwohnerschaft gesammelte Menschen werden erhängt. Dieses Massaker von Tulle ist der Meinung renommierter Geschichtsforscher nach hart an der Grenze dessen, was als „Kriegsrepressalie“ angesehen werden kann. Was tags darauf in Oradour geschieht, geht allerdings weit darüber hinaus. Die 3. Kompanie des Panzergrenadier-Regiments 4 „Der Führer“ der 2. SS-Panzerdivision „Das Reich“ umstellten am frühen Nachmittag des 10. Juni 1944 das Dorf. Die Befehlsstruktur vor Ort begann bei Obersturmbannführer Dieckmann, welcher den Kompaniechef Kahn befehligte. Kahn sagte in der 1953 stattfindenden Verhandlung aus, Dieckmann hätte ihm Befehl erteilt, ausnahmslos alle Dorfbewohner zusammenzutreiben und das Dorf restlos niederzubrennen. Gegen 14:00 Uhr wurden sämtliche Einwohner des Dorfes aus den Häusern geholt und zum zentralen Marktplatz gebracht. Nach über einer Stunde ungewissen Wartens teilte man sie auf. Aus dem Elsass zwangsrekrutierte, französischsprachige Soldaten übernahmen die Kommunikation. Über 400 Frauen und Kinder wurden in die Kirche geschickt, die Männer in weitere Gruppen unterteilt und an verschiedene Orte im Dorf verbracht. Eine Explosion gab das Zeichen: Zeitgleich schossen SS-Soldaten den wehrlosen Männern in die Beine, ließen sie übereinander fallen, gaben weitere Salven hinterher, überdecken die Getöteten mit Holz, Stroh und allem Brennbaren, dessen sie habhaft werden konnten und entfachten Feuer. Kurze Zeit später wurde unter dem Altar der Kirche eine Rauchbombe gezündet. Als unter den Kindern und Frauen Panik ausbrach und diese durch die Kirchentür fliehen wollten, gingen weitere Maschinengewehrsalven nieder. Dann flogen die ersten Handgranaten in die sich in der Kirche befindliche Menschenmenge und auch hier wurde Feuer gelegt. Schnell stand der Dachstuhl in Flammen und wer bislang nicht erstickt, erschossen oder von einer Granate zerfetzt worden ist, verlor sein Leben spätestens unter dem krachend einstürzenden Dachgebälk des Kirchenschiffs. Nun wurden sämtliche Gebäude des Dorfes angezündet. Eine einzige Frau konnte sich aus der Kirche retten: Marguerite Rouffanche floh durch ein Fenster und versteckte sich, getroffen von fünf MG-Kugeln, bis zum nächsten Tag. Ihre später zu Papier gebrachte Zeugenaussage wurde in den Verhandlungen 1953 von mehreren SS-Angehörigen bestätigt. Unter den Männern fanden sich fünf Überlebende. Als die ersten MG-Salven durch das Dorf hallten, schmissen sie sich auf den Boden und wurden von den nach ihnen getroffenen überdeckt. Den Nachmittag und die ganze Nacht hindurch galten Ihre Gedanken nur noch der kriechenden Flucht vor den Flammen und den Brandwachen der SS. 642 Menschen wurden in Oradour-sur-Glane getötet. Darunter 254 Frauen und 207 Kinder. Wie bittet man um Verzeihung für das Unverzeihliche? Wie kann man eine so unfassbar grausame, zum Himmel schreiend ungerechte, barbarische Tat verarbeiten? Das französische Volk hat eine, wie ich finde, bewundernswerte Antwort parat. Sie lautet: „Souvenir toi“, „Erinnere Dich“. Das Mahnmal ist eine stachelige, brachial aufsteigende Wand aus Cortenstahl. In rostigem Braun steht sie neben den Überresten des niedergebrannten Dorfes. Unterirdisch, ohne die mahnende Kulisse oben durch jedwede Zweckbauten zu zerstören, befindet sich das in fünf Bereiche unterteilte „Centre de la mémoire“: 1. Der politische und gesellschaftliche Kontext in der Vorkriegszeit. Der Aufstieg des Nationalsozialismus und die Expansionspolitik des Dritten Reiches. 2. Die systematischen Massaker an der Bevölkerung Osteuropas, die Massaker des 8. und 9. Juni, die Division der Waffen-SS auf dem Weg nach Oradour. 3. Filmvorführung: Versuch der Rekonstruktion der Ereignisse des 10. Juni 1944 in Oradour. 4. Die nationale Anerkennung, der Prozess und die Amnestie sowie der Wiederaufbau Oradours. 5. Friedensbotschaften, Ort der Reflexion In der 1953 stattgefundenen Verhandlung wird den Elsässischen Zwangsrekrutierten eine Generalamnestie zugesprochen. Auf der anderen Seite steht die „Lex Oradour“ („Jeder, der zu einer militärischen Einheit gehörte, welche sich an Kriegsverbrechen beteiligt hat, ist ohne Rücksicht auf Schuldausschließungsgründe mitschuldig, wenn er nicht seine individuelle Schuldlosigkeit nachweisen kann.“) In einem Artikel der "Zeit" fand ich folgenden Absatz: „Die Tatsache, dass jene Deutschen und Elsässer, die sich wahrscheinlich von anderen jungen Menschen bis zum 9. Juni 1944 nicht wesentlich unterschieden, an diesem Tage zu Mördern wurden, sollte uns allen zu denken geben. Es sollte uns vor Augen führen, dass die Entscheidung, ob in unserer Zivilisation der Geist überlebt oder die menschliche Gesellschaft zur Maschine wird, allein von uns abhängt – von der Einstellung jedes einzelnen zu seinem Leben und dem des anderen (sic!).“ Zitat aus „Zeit“, „Der Fluch von Oradour“, 8. Januar 1953 1953, das ist über sechzig Jahre her. Aber erst nach dem Millennium erkannte Deutschland das Massaker von Oradour als Kriegsverbrechen an, erst dann fuhren deutsche Politiker dort hin, sprachen zu den Franzosen und baten um Verzeihung. 2002 erschien posthum das Tagebuch der Lehrerin Denise Bardet, welche zusammen mit all Ihren Schülerinnen in der Kirche von Oradour umgebracht worden ist. Hierin schrieb sie unter Anderem: „Man darf die Nazibarbarei nicht mit Deutschland gleichsetzen. Man muß Börne, Büchner, Heine in Frankreich lesen, um zwischen dem unsterblichen Deutschland und seinen Herren für einen Tag unterscheiden zu können.“ Genau diese „Herren für einen Tag“ waren für den Tod dieser Frau verantwortlich, die selbst in Kriegszeiten in einem besetzten Land zu solchen Worten fähig gewesen ist. Man kommt als Deutscher in Oradour nicht umhin, sein schamerfülltes Gesicht in beide Hände zu legen. Zwei Worte sind völlig ausreichend. „Erinnere Dich“, „Souvenir toi“.
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    Sonnenuntergang am Passo del Dosso Alto. Traumstrasse Lombardei: Strade Dosso Alto e Tre Valli Danke Martin 😀
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    Ich fang gleich mal an, denn das Thema ist Programm: Wir, als vierköpfige Familie, haben mittlerweile viele schöne Urlaube und Kurztrips mit dem Cali genossen. Dabei hat sich über 3 Jahre folgendes Pack-Schema entwickelt welches ich gerne mit Euch teilen möchte. Meine 6 Grundbedürfnisse: Alltagstauglichkeit so wenig wie möglich uneingeschränkt Alles sollte immer an Bord sein, um die Spontanität zu fördern Jedes Utensil schnell erreichbar Jede Wetterlage sollte abgedeckt sein Betten herrichten muß ohne umpacken jederzeit möglich sein Sitzgelegenheit und Tisch für 4 Personen Diese drei Zubehör Teile bilden meine Grundlage: Fenstertaschen: Jedes der 4 Familien Mitglieder bekommt ein Fach! Das muss reichen und tut es auch! Calidrawer 800: Das Grundelement des praktischen Verstauens im Kofferraum Tischplatte Aber Bilder sind besser: 01- Das original MFB ersetzt durch eine unbehandelte Multiplex Birke 15mm. Der ganze Klapp und Hacken Pipapo machte das Beladen zu einer Herausforderung, da immer irgendwo was ungewollt klappte oder hängen blieb 02- Zwei zusätzliche Camping Stühle 03- Stabile Zarges Alu Kiste für Geschirr und Kochzeug für 4 Personen mit allem Pipapo und R907! Wasser und Trittfest, kann draußen bleiben und findet oft als Hocker oder Trittstufe Verwendung. 04- Kleinere durchsichtige Kunstoffbox für den Vorrat (Nudeln, Kartoffeln, Zwiebeln, Reis, Dosen etc.) 05- ca. 202 Liter frei verfügbarer Stauraum für Alltag oder Urlaub Auf dem Calidrawer habe ich eine "Extension" gebaut. Anleitung hier: 06- CaliCap 07- Calicave Front (brauche ich am häufigsten), darunter Italien-Schild und Lüftungsgitter für das Schiebefenster 08- Boul-Kugeln, Ersatz-Kartusche, Beinhalterung für 2 Flammen Gaskocher 09- Schlauch Boot 10- Zwei Blockier-Keile: Handbremsen-Ersatz zwecks Fahrersitz drehen 10b- Zwei 2t Hydraulikstempel. Hinfahren, stehen bleiben, mit den Stempeln das Fahrzeug ins Wasser bringen. Quasi ein Luftstandwerk. Wackeln tut danach auch kaum noch was! 11- 2 Flammen Gaskocher (Vorteil: auch im Drawer schnell bereit, Heck-Küche) 12- Zwei TeleskopSchienen und ein Beil 13- der Rest vom CaliCave Komplett 14- die Beine vom Gaskocher (werden einfach gesteckt) + 4tes Fahrrad Befestigungsstange Au (die Erste): Schneeketten vergessen: Eingeklemmt über 14 Und auf zur Heckklappe: 15- Hängematte 16- Wasserfeste und gepolsterte Picknick-Decke (praktisch für fast alles) 17- Heringe aller Art + Markisen-Sturm-Befestigung (ein bisschen was von allem, schnell zur Hand) 18- Sonstiges Befestigungsmaterial: Schnellspanner, Gummispanner, Schnüre, Wäscheleine, Wäscheklammern etc. Stauraum zwischen Drawer und Bank: 19- Aufblasbares Doppelbett für das Vorzelt, den Spontanbesuch von Bekannten oder zum Rumlungern 20- Extra 10m Kabel für alle Fälle 21- sämtliche Heringe, Nägel, Schrauben etc. für sämtliche Untergründe und den Ultimativ-Aufbau (Calicave + Vorzelt + Sturmsicher) 22- Extra Verankerung links u. rechts für den Drawer. Ist nötig bei dem Gewicht. (Mittlerweile Serie) Au (die Zweite), die Tischplatte habe ich vergessen, mist. Man sieht sie hier etwas unter der Drawerwanne. Anleitung hier klicken. Getränkehalter hinten links: 23- Gaskartuschen-Adapter um mit Stech-Kartuschen, zur Not, den 2 Flammen Kocher betreiben zu können Der Fahrgastraum: 24- Markisen-Kurbel + Regenschirm 25- Gas-Lampe + Gaskartuschenkocher (für den schnellen Kaffee) + Leatherman+ Klopapier 26- Flickzeug aller Art inkl. Pflaster und Bandagen 27- Werkzeug aller Art 28- DriveVan Vorzelt inkl. Gestänge und Innenzelt 29- Balg-Fußluftpumpe für Doppelbett+Gummiboot 30- CFX28 (reicht uns völlig) 31- zwei Tischtennisschläger 32- Frei (Getränke Halter) 33- Frei Unter der Motor-Haube: 34- 25m Outdoor Stromkabel inkl. sämtlicher 16A Adapter Der Himmel: 35- Unter dem Rollo sind die Abdunklungen für das Fahrerhaus. Recycling des Fall Netzes, Anleitung hier: 36- Ablagenetz 37- mind. 4 starke Neodym Magnete. Zur schnellen und sicheren Befestigung alles möglichem. 38- hier sollten eigentlich die Fenstertaschen hängen, tun sie aber gerade nicht. 39- Große Auffahrkeile am Heckträger verschraubt. 40- Windabweiser. Nicht zum Windabweisen, sondern zur Frischluftversorgung auch bei Regen! 41- ständig montierte Kedersteine für das Cap. Nichts ist blöder wenn man Nachts auch noch Kedersteine suchen muß. 42- Taschenlampen, Messer, ein Satz Besteck für die Jause zwischendurch, Stifte, USB-12v Ladegeräte. 43- Atlas und Bücher unterm Beifahrersitz. Der rest des Cockpits ist leer! Beide Türen auch leer! Was noch fehlt, leider kein Bild, sind die Schlaf Utensilien: 4x Daunen Schlafsack 4x Kissen 4x Hütten Schlafsack All das kommt in eine sehr große, Spritzwasser geschützte Tasche, die mit Hilfe der Kopfstützen schnell und einfach an der hinteren Rückenlehne der 3er Bank befestigt wird. Ich werde das Bild Nachliefern! In dieser Konstellation ist das Auto ständig beladen und Einsatzbereit. Nichts ist schöner als am Wochenende auf einem Wander Ausflug doch über Nacht zu bleiben, weil es gerade so schön ist. Kein Nachdenken oder es geht nicht weil... Im Alltag hat man auch noch genügend Stauraum für den Einkauf etc. Die 3er Bank steht ständig in Schlaf Position. Was ich noch gerne hätte: - Iso-Top - Regal über dem Schiebefenster - 4 Motion, geht aber nicht. Bin über eure Pack-Tips und Tricks gespannt. lgi
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    Aufbruch Die letzten vier Wochen vor der Abreise vergehen wie im Flug. Ich wollte noch sie viel ein- und umbauen, noch so viel optimieren am Bus. Kaum etwas davon habe ich geschafft. Auf den letzten Drücker bestelle ich noch ein Sonnensegel, wohlwissend, dass unsere Markise mit zweigeteiltem Tuch uns ganz sicher kein viertes Jahr erhalten bleiben wird. Am letzten Arbeitstag gebe ich meinen Dienstwagen ab, mache eine letzte Spesenabrechnung, eine letzte online-Besprechung und schalte dann Handy und Notebook ab. Einfach so, mit dem Daumen. Klick. Klack. Aus. Das Packen geht schnell. Die Fenstertaschen sind aufgeteilt (zwei für Nele, zwei für Claudia, zwei für mich, eine für Handtücher, eine als Kramtasche für Taschenmesser, Taschenlampen, Feuerzeug usw.), die Heckbox auf dem Atera ist mit Mütze, Strandspielzeug, Schuhen usw. gefüllt und der Heckauszug kriegt noch eine Box mit weiteren Utensilien sowie Gasvorrat, Grill und Kochgeschirr. Hinter dem Fahrersitz ist seit einer Woche ein „Prototyp“-Küchenblock verschraubt, in dem Kühlung und Wasserversorgung Platz finden. Am Abreisemorgen schnalle ich nur noch die Räder drauf und es kann los gehen. Ich starte den Diesel und halte noch einen Moment inne, bevor wir unsere Reise mit dem Verlassen der Verbundpflastersteine unserer Siedlung starten. Als ich mich über die rechte Schulter drehe, blicke ich in zwei strahlende Kinderaugen: „Worauf wartest Du Papi?“ grinst Nele mich an. Ich grinse zurück, schaue dann rüber zu Claudia. „Was ist?“ will auch sie nun wissen. „Nichts.“ erwidere ich. „Alles gut. Auf geht’s.“ Mit dem Einlegen des ersten Gangs sind die Nachrichten im Radio beendet und ein neuer Song beginnt. „Learning to fly“ von Tom Petty. Manchmal scheint einfach alles wunderbar zusammenzupassen. Calceranica al Lago Gute drei Stunden später sitzen wir bei John, seiner Frau und seinen zwei Kids auf der Terrasse. Als er von unserer Reise Wind bekam, lud er uns sofort zu einem „Snackstop“ ein. Unter der sengenden Julisonne werden wir fürstlichst begrillt und ich verlasse satt und leicht angeheitert sein zu Hause. Wir wollen am ersten Tag noch bis Garmisch kommen und uns dort „einnorden“, wie wir es nennen. Wir verbringen dort zwei wunderbare Tage, genießen die Blicke auf die Bergwelt bei wunderbaren kleinen Wanderungen oder das kühle Plätschern in der Partnachklamm. Nach der Siesta steht Kartengucken auf dem Plan. Wir überlegen, ob wir vor Sardinien noch einen Abstecher an den Mt. Blanc machen sollen. Claudia will unbedingt dort hin, aber auf unserer grob geplanten Route würde das überall einen Umweg bedeuten. Warum also nicht gleich jetzt? Wir überlegen hin und her, verwerfen den Plan aber dann doch. Lieber erst mal südwärts, Italien zerrt uns wie an einem unsichtbaren Gummiband gezogen zu sich. Und die Wetteraussichten sind grandios. Bei der Weiterfahrt über den Brenner hat es selbst auf der Europabrücke noch 39 Grad und auch in Brennero noch 29 Grad. Wahnsinn. Am Lago di Caldonazzo beschließen wir, für drei Tage Rast zu machen. Der Platz hat einen schönen Strand und ist auch sonst wirklich nett. Wir bauen den Bus in den Campingmode und ich spanne mir eine Hängematte direkt vor die Schiebetür. Ich lege mich hinein, strecke mich laut „aaargh“ und „uuuuaaaaah“ sagend und genieße das Nichtstun. Wunderbar. Bis mich ein Blick auf die Markise schlagartig aus meiner Faulenzerei heraushebt: Links ist eine Falte, wo keine sein sollte. Ich springe raus und ahne Böses, beim Herantreten sehe ich dann das ganze Elend. Nun löst sich auch unsere Naht, welche beide Markisenbahnen miteinander verbindet. Oder verband. In der ersten Urlaubswoche. Klasse. Jetzt nur nicht die Laune vermiesen lassen, besser erst mal baden gehen. Den Abend beschließen wir dann mit ausgedehntem Futterfassen am Kieselstrand. Man muss dieses Land einfach lieben. Venedig Schon von unserem Stellplatz aus sieht man die Megayacht. Als wir heute früh mit der ersten Fähre nach Venedig übersetzen, kann ich auch den Namen sehen: Carinthia VII. Es ist die 97m-Yacht der Österreicherin Heidi Horten, die hier ihren Liegeplatz hat. Der Tender "Main" der Deutschen Bundesmarine, auf dem ich drei Monate meines Wehrdienstes verbracht hatte, ist nur drei Meter länger, hat aber weniger Verdrängung. Dafür fährt die Carinthia VII mit vier MTU-Dieseln, jeder einzelne mit um die 10.000 PS. Mal ein echt heißes Teil, für das es allerdings etwas an Kleingeld benötigt. Im Internet finde ich Schätzpreise zwischen 100 Mio Euro und 180 Mio US-Dollar. Und wenn ich mich wieder meines Vergleichs mit dem Marinetender bemühen darf: Dort war die Fahrbesatzung mindestens 30 Personen. Wie viele Leute hier wohl dafür Sorge tragen, dass Frau Heidi mit ihrem Boot fahren kann? Würde mich echt mal interessieren... Halb neun erleben wir Venedig noch einigermaßen erträglich. Es ist noch nicht so heiß und all zu viele Menschen sind noch nicht unterwegs. Wir bummeln durch die Gassen bis zum Fischmarkt, machen dort eine kleine Pause und beschließen bereits gegen Mittag schon, wieder zurück zu fahren. Sicher: Venedig ist schön anzusehen und hat eine großartige Geschichte, aber so wirklich wohl fühle ich mich dort nicht. Ich weiß auch nicht, woran es liegt, aber die Tatsache der „totalen Vermarktung“ und der Sachverhalt, dass riesige Kreuzfahrtschiffe in sensible Bereiche fahren, dürften ihren Teil dazu beitragen. Damit tue ich der Stadt, dem „ursprünglichen Venedig“, sicher unrecht. Aber ich kann da nicht aus meiner Haut.
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    Interessantes Thema, dessen Fortführung ich sehr begrüßen würde! Als ehemaliger Redakteur der Reisemobilzeitschrift promobil kenne ich das Dilemma. Der Unterschied zwischen schöner idealisierter VW-Werbewelt und der Realität "on location" ist gewaltig und nimmt noch zu. Das selbe gilt für die "Not" der größeren Wohnmobile, die keine Stellplätze mehr finden und deren Präsenz allein schon Ablehnung erregt. Und gleichzeitg boomt die Reisemobilindustrie mit 30%igen Zuwachsraten und haut immer mehr und immer mehr übefrachtete Fahrzeuge raus. Das wird irgendwann mal zu einem Riesenproblem, das von Verband, Industrie und Zeitschriften immer noch kleingeredet wird. Reisemobile waren vor Ort noch nie gerne gesehen (außer wenn sie Geld bringen), sie sind eine Heuschrecken-ähnliche Plage geworden. Das Freistehen ist sicher die Königsklasse des Übernachtens, setzt aber ein Höchstmaß an Fingerspitzengefühl, Umweltbewusstsein und Rücksichtnahme voraus. Leider sind es die schwarzen Schafe, die das Bild des "typischen" Freistehers prägen. Man muss nicht hinter den Busch gehen, wenn man mal muss – es gibt auch mobile Toiletten. Man muss keinen Müll hinterlassen, man kann ihn auch mitnehmen. Man muss keinen Hausfriedensbruch begehen, man kann den Eigentümer auch fragen. Es ist eine Frage der Intelligenz und des gesunden Menschenverstands. Deshalb hoffe ich, dass die oben geschilderte Vision des ausgelagerten Spielplatzes für die Kinder in freier Natur sowie des ausgelagerten Lagerraums nicht ernst gemeint war. Gerade diese Inanspruchnahme von Freiheiten erzeugt die Ablehnungen und Aggressionen im Kontakt mit Wanderern oder anderen Naturliebhabern. Man muss sich nur gedanklich für einen Moment in die Lage des anderen versetzen und versteht sofort. Zigeunertum ist Zigeunertum, auch wenn es sich im preislichen Obersegment abspielt. Meine Frau und ich praktizieren ausschließlich das oben erwähnte "diskrete" Übernachten, was wir sehr wohl vom "wilden" Campieren unterscheiden. Das machen wir ein paar Tage so und gehen dann auf den regulären Campingplatz. Oder wir machen es im ständigen Tageswechsel. Tische und Stühle und Kocher usw. bleiben "draußen" grundsätzlich drinnen. Es sei denn, wir sind wirklich derart ab vom Schuss, dass keine Begegnung zu befürchten ist. Und manchmal findet man ja auch Plätze, wo es ausdrücklich gestattet oder zumindest geduldet st. Doch die vielen wilden und rücksichtslosen Freisteher werden automatisch dafür sorgen, dass diese eine der letztren Freiheiten immer weiter zurückgedrängt wird. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Campingplätze, die uns wirklich gefallen, nicht zu, die Zahl der Reisemobilisten aber ständig zu. Ein bedenklicher Prozess. Das "wahre" Bulli-Campen ist und bleibt eine Nische, die unbedingt wie ein Schatz gehütet werden muss. Dirk
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    Kroatien Als ich heute früh wach werde, hockt Nele am Seitenfenster des Aufstelldachs und schaut einem ukrainischen Frachter beim Einlaufen in den venezianischen Hafen zu. Er trägt einen bemerkenswerten Namen auf die Seitenwand gepinselt: "HILAMAYA" Ich überlege kurz, wie viele Caipis das gestern gewesen sind, bin mir aber sicher, dass es bei einem geblieben ist. Noch mal genauer hinschauen: "HILAMAYA" Nun ja, die werden sich schon was dabei gedacht haben. Die Nacht war nicht allzu ruhig. Gegen 01:00 Uhr reißen mich stampfende Beats aus meinen Caliträumen und durch das Fenster sehe ich, nur ein paar Meter neben unserem Stellplatz, eine Gruppe Jugendlicher tanzen. Offensichtlich US-Amerikaner. Ich benötige eine Weile, bis ich das alles halbwegs sortiert bekomme: Oben ohne stehen sie an den Docks, recken rhythmisch ihre gen Himmel zeigenden Handflächen nach oben während sie dabei dezent in die Knie gehen. Als würden sie ein Bungalowflachdach dämmen. Meine Schläfen pochen. So grazil, wie es meine federnden zwei Zentner lebensbejahender Körperbau in Zeiten nächtlichen Technoweckens zulassen, plumpse ich aus dem Hochdach nach unten und rausche aus der kaum geöffneten Schiebetür, um diesen rücksichtslosen Pennern meine persönliche Meinung ob ihrer nächtlichen Party in meinem 24h-Vorgarten entgegenzukotzen. Sie hören sofort auf, Ihr Dach zu dämmen und ich lege ihnen nahe, ihren Brüllwürfel umgehend abzuschalten da ich ansonsten gezwungen wäre, ihn der venezianischen Gezeitenströmung zu opfern. Ich blicke in glasige, fassungslose Augen schwankender Halbwüchsiger. Nur ein Mädel scheint noch halbwegs nüchtern und versucht sich in dezenter Gegenwehr: "I mean, we are on a campsite!" Ich explodiere: "YOU are on a campsite at one o'clock in the night and I am pissed about YOUR behavior. So get the fuck out of my eyes IMMEDIATELY." Sie torkeln noch eine letzte Gangsterrunde am Bulli vorbei und verschwinden in der Nacht. Nach fünf Minuten Wachestehen verkrieche ich mich wieder ins Dach und liege wach. „Was war das jetzt?“ So kenne ich mich gar nicht. In meiner Selbstwahrnehmung bin ich eigentlich ziemlich entspannt und tolerant. Offensichtlich endet diese Toleranz bei nächtlicher Ruhestörung. Wir beschließen, erst mal nach Kroatien zu fahren und dort ein paar Tage zu bleiben. Ich bin noch nie dort gewesen, habe aber nur Gutes gehört. An der Grenze werden wir gestoppt: "Passporrrrt" balkanisiert uns eine resolut mopsige Mitvierzigerin durch ihr Oberlippenbärtchen an. Wir haben die Pässe allerdings nicht zur Hand. Über Kroatien sind Claudia und ich weder informiert noch sind wir im Bilde über den konkreten EU-Status des Landes. Eine riesige Bildungslücke klafft quasi direkt vor unserer Motorhaube. Die Zolldame ist sichtlich genervt und dirigiert uns auf den Seitenstreifen, ohne uns aber hinterherzukommen. Wir kramen die Pässe raus, ich latsche zurück zu dem Kontrollhäuschen und maule den Diensthabenden voll, was das denn soll. Er informiert mich, im Gegensatz zu seiner Kumpeline recht gut gelaunt, darüber, dass ich mich im Grenzgebiet zweier Länder befinde, von denen eines nicht dem Schengenabkommen zugestimmt habe. Oha, was für ein Theater. Und ich dachte, die EU würde zusammenrücken. Sveta Marina Ich liebe es, wenn ich morgens, ganz langsam und gemächlich, unter den kitzelnden, ersten Sonnenstrahlen, die durch das Hochdachgazefenster scheinen, aufwache. Mit vier, fünf Lidschlägen wird das Bild klarer und vor mir liegt das schönste Gesicht, welches man sich halb sieben in der Früh wünschen kann. Als hätten wir uns verabredet, öffnet auch Nele ihre Augen, setzt kurz diesen erstaunt-verwirrten Ausdruck der mangelnden Erkenntnis zwischen Traum und Erwachen in Ihr Gesicht und lächelt mich dann heiser an: „Guten Morgen Papi!“ Die zweite Woche beginnt und wir grooven uns langsam ein in den Alltag zwischen Vierräderbett und Sanitärtrakt. Gestern Abend spricht Claudia aus, was ich mir insgeheim bereits denke: „Sorry, aber das is hier irgendwie nix für mich. So große Plätze, so viele Menschen, diese Unruhe, ich komm dabei nicht runter.“ Mir fällt ein Stein vom Herzen, denn mir geht es ganz genau so. Nur in der gut gemeinten Vorstellung, meine Mädels bräuchten Sanitär, Pool und sozialen Anschluss habe ich einen Sechstagesaufenthalt hier in der Sveta Marina vorgeschlagen. Pools, Bars, Restaurants, Meer, wunderbar. Und: Das ist es ja auch. Wir genießen den Komfort und das wirkliche Urlaubsleben. Aufstehen, Frühstücken, Pool, Mittag, Mittagspause, Schnorcheln gehen, Abendbrot, Strandspaziergang, Sundowner, Heiabautz. Ganz wunderbar. Nur: Am Dritten Tag, da beginnt es bereits wieder zu jucken. Und wenn es juckt, will man kratzen. So ein längerer Stand ist nicht die Form von Urlaub, die wir uns vorgestellt haben, als wir den Bulli in unsere Familie holten. Wir wollten Freiheit und Vanlife. Die Maximierung dessen, was wir im Caddy in Norwegen erleben konnten. Jetzt stehen wir mit kaputter Markise auf einem 400-Plätze Camp unter der WLAN-Antenne. Spießiger, als wir es uns jemals hätten ausmalen können. Wir beschließen, bis zum bereits fest auf Sardinien gebuchten „Tiliguerta“ nur noch kleine Plätze anzufahren oder frei zu stehen. Bis Donnerstag jedoch bleiben wir noch hier und genießen den Pool. Nele hat sich mehr denn je dem Wasser verschrieben und schmollt jedes Mal aufs Neue, wenn wir sie nach etwa drei Stunden zur Pause nötigen. Die Siestas verbringe ich mit Kommunikationsversuchen zum Kundendienst der Volkswagen Nutzfahrzeuge. Unser Händler kann uns bzgl unserer Markise nicht helfen und empfiehlt uns den Weg der „Massiven Beschwerde“ ins Werk Wolfsburg. Genau das habe ich vor drei Tagen gemacht, obwohl ich bereits von Forenmitgliedern weiß, dass auch dieser Weg nicht unbedingt ein erfolgreicher sein wird. Die Antwort lässt natürlich auf sich warten. In nächster Instanz schreibe ich morgen mal den Markisenhersteller direkt an. Mal sehen, ob sich da etwas tut. Hoffnung habe ich allerdings nicht. Der Camping Sveta Marina ist ganz nett, aber ab vom Schuss. Um ein paar Sachen zu besorgen, miete ich mir einen Roller an der Tauchbasis und düse mit atemberaubenden 40 km/h in die nächste, naja, "Stadt". Die Übergabe des Zweirads war nicht ganz so einfach. Dachte ich anfangs noch, die Jungs der Zweirad- und Bootsvermietung mit angeschlossenem Trampolinbetrieb wären ein ganz kleines bißchen auf Dope kleben geblieben, glaubte ich im Rahmen der gut 40 Minuten dauernden Aktion zu merken, dass ihr Tauchhobby keinen ganz unwesentlichen Einfluss auf Ihren Gemütszustand haben dürfte. "Croatian racing machine, wa?" meine ich, als mir die zweirädrige Kettensäge übereignet wird. "Mmh?" dreht sich Beutlin mit Augenlidern auf Halbmast in Zeitlupe zu mir um. "No no, don't worry. It's a piece of shit." Nagut, ehrlich sind die Brüder wenigstens. In einer blauen Zweitaktwolke kreische ich davon.
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    Liebe Calinisten, seit einigen Tagen verfolge ich hier im Forum die Nachrichten zum Thema Reisen in Zeiten von Corona und “Autarkie“ beim Besuchen von Stell- bzw. Campingplätzen. Ein Portapotti oder eine andere Toilettenlösung haben ja schon recht viele von euch dabei. Wir natürlich auch. Auch das Thema Aussendusche wurde ja schon in vielen Variationen vorgestellt und das Für und Wieder diskutiert. Da wir am liebsten aber frei stehen wollen, haben wir uns dem Thema Duschen im “Innenraum vom California“ einmal angenommen und wollen euch gerne hier eine Möglichkeit vorstellen eine warme Dusche im Fahrzeug zu genießen. Hierzu ist natürlich auch warmes Wasser von Vorteil. Auch hier möchten wir im Video eine einfache kostengünstige Lösung präsentieren. Wer nicht das ganze Video sehen möchte, springt direkt zum Thema: Direkter Zeitsprung: 5:17 min - Warmwasserbereitung mit Heizstab 8:39 min - Innendusche Praxistest In den nächsten Tagen schreibe ich auf meinem Blog noch einen Bericht zur Entstehung der DIY Innendusche mit Materialliste und einer Kostenaufstellung. Aber soviel kann ich euch schon verraten, die Dusche kostet knapp über 60€. Ich hoffe, euch gefällt mein Video. Selbstverständlich freue ich mich über einen netten Kommentar, ein Like, einen Daumen nach oben und einen Besuch auf meinem Blog. Dort gibt es noch viel mehr praktische Dinge zum Thema Reisen mit dem California. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende Hubert von Roadbus.de
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    Es rumpelt ganz schön laut im Minibus, - kein Wunder ohne Seikel Fahrwerk. Behutsam weiche ich den großen Steinen aus und versuche nicht in den tiefen Spurrillen zu fahren. An einem fotogenen Geländeeinschnitt halte ich an, um ein paar Fotos zu machen. Dies ist auch eine gute Gelegenheit die neue DJI Bumblebee 2 auszuprobieren und die Location aus der Luft zu betrachten. Nachdem die Fotos auf dem Speicher sind, geht meine Reise weiter. Noch habe ich keine Ahnung, dass meine Fahrt unerwartet unterbrochen wird...... Demnächst gehts weiter 😄
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    Servus zusammen, wir haben die Zeit Zuhause sinnvoll genutzt und mal ein kleines Video zusammen geschnitten. Nachdem ja viele schon sehnsüchtig auf Eindrücke von diesem Jahr gewartet haben, nehmen euch jetzt mit auf unsere Reise Das Video zeigt hoffentlich, wie genial das Treffen war 😊 Viel Spaß beim Anschauen und beim Schwelgen in nostalgischen Erinnerungen! Bleibt alle gesund & liebe Grüße Daniela & Romano P.S. Weitere Fotos könnt ihr auch noch bei Insta finden
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    Hallo zusammen, unser GC600 ist nun seit über 4 Monaten im Einsatz und für alle die es interessiert, hier ein kleiner Bericht. Wir sind von einem California-Ocean auf einen GC600 umgestiegen. Wir haben das Fahrzeug nicht bestellt, sondern einen bereits produzierten Neuwagen bei einem VW-Händler spontan gekauft. Man merkt dass das Fahrzeug an vielen Stellen am Innenausbau noch etwas Erfahrung braucht, aber im Großen und Ganzen ist das Fahrzeug ein Traum. Das Handling und die Motorisierung sind wirklich gut und die Fahrerassistenzsysteme sorgen für entspanntes Fahren. Die meisten Mängel, welche bis jetzt aufgetaucht sind, habe ich nicht über den Service machen lassen, sondern selbst behoben. Meiner Erfahrung nach werden Sachen nur wieder auf Werkszustand gebracht, und daher ist es wahrscheinlich dass diese Dinge im gleichen Zeitraum wieder auftauchen. (Termin vereinbaren, hinbringen, abholen, die Hälfte ist nicht gemacht, noch einen Termin, etc.) Auch müssen momentan alle Probleme von den Vertragspartnern erst an VW gemeldet werden und die entscheiden dann was wie gemacht wird. Daher behebe ich die meisten Sachen selbst und somit ist der GC momentan öfters ein kleines Bastelobjekt, aber fast alle Probleme lassen sich meist einfach in besserer Form schnell lösen und reparieren. Was bis jetzt defekt war: Tür Schrank Bad: Hier sind die Schrauben von den Scharnieren am Korpus ausgerissen. Die Bügel haben zu viel Kraft für die kleinen Schrauben. Schrauben durch dickere getauscht. Tür Serviceklappe Heizung: das Selbe wie Türe Badschrank Scharniere Klappbett: auch diese haben sich komplett verabschiedet. Mit 3x 30 mm Schrauben befestigt. Die Leisten der Regale im Bad sind nur mit weichem Klebeband befestigt. Bei 35°C Außentemperatur und vollen Regalen hat das Klebeband sich verflüssigt. Das Band lässt sich leicht entfernen. Jetzt mit Kleber verklebt. Die Frischwasserpumpe hatte mehrere Wochen keine Funktion: Den Grund habe ich bis heute nicht gefunden. Die Frischwasserpumpe läuft anscheinend über eine Zentralelektrik. Diese prüft Wasserstand und alle Schalter und entscheidet dann, ob die Pumpe aktiviert wird. 2 Tage vor dem Servicetermin ging es natürlich wieder. In der Zeit hatten wir die Pumpe mit einem Schalter manuell betätigt. Optimierungen: Befestigung Tisch: Der Tisch wird mit 2 Halterungen und einen Hebel rechts hinten eingesetzt und befestigt. So geht er nicht im Weg um, lässt sich leicht befestigen und der Zugang zum Gasschrank ist leicht möglich. Solar: Die Solaranlage von VW an der Front macht wenig Sinn. Hier habe ich 2 Solarmodule mit je 60 Watt auf das Dach gepackt. Etwas Tetris, aber es hat geklappt. großer Schrank hinten unten: hier gab es 2 Böden und Licht. Befestigung Klappmechanismus Bett: Das Bett seitlich zu klappen und dann mit den Bändern zu fixieren ist eine Tortur. Vor allem wenn man schnell an die Schänke will. Hier habe ich die Bänder entfernt und eine Fixierklammer am Heck gedruckt. Jetzt lässt es sich einfach hochklappen und es rastet von selbst ein. Kühlschrank: Der verbaute China-Lüfter hat uns in der Nacht oft genervt. Dieser wurde gegen einen Silent-PC-Lüfter getauscht. Frontverdunkelung: hier verwenden wir Thermomatten von Projekt Camper. Diese lassen sich nicht nur schneller einsetzen, sondern sind auch dunkel (https://www.project-camper.de/shop/magnet-thermomatten-vw-crafter-2) Alle Schränke oben haben wir mit IKEA Boxen bestückt. Die Schränke haben zwar durch den verbauten Holm innen ein etwas eigenwilliges Platzangebot, aber für 2 Wochen und 3 Personen ist Platz genug. Nächstes Projekt: Wintercamptauglich machen. - 2. Batterie - Heizung Abwassertank - Dämmung Türen und Fußraum Frontbereich Soweit, so gut.
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    Der Minibus war 2019 auch wieder unterwegs 😁
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    Der neue Cali ist abgeholt. Die Übergabe war ok! Man musste mir ja nur die Neuigkeiten erklären. Diese dafür aber etwas genauer. Wie jeder Cali hat meiner auf einen Hängehintern. Schon in der Ausstellung im unbeladenen Zustand sieht das blöd aus. Da muss ich ran! Das Infotainmentsystem macht einen tollen Eindruck. Ich hatte befürchtet, dass es nicht so brillant wie im Touareg ist. Aber die Bildschirmauflösung ist mit 1280 x 640 Pixeln wirklich toll und identisch mit der im Touareg! Kein Vergleich zu der Auflösung im T6 mit Bildschirmauflösung 800x480. Messerscharfe Grafik und tolle Rechenleistung! Die Verkehrszeichenerkennung funktioniert toll. Man kann auch einstellen, dass man optisch und oder akustisch eine Warnung bekommt wenn man zu schnell fährt. Einstellbar 0, 5 oder 10km/h zu schnell. Beim fahren ist die neue Lenkung der größte Unterschied. Der Laneassist funktioniert exakt so feinfühlig wie im Touareg! Kein Vergleich mit dem eher groben einwirken im Crafter. Man kann auch einstellen, dass man kurz vor eingreifen eine Vibration aufs Lenkrad bekommt. Ein bisschen anders empfinde ich die Warnung, dass man das Lenkrad wieder übernehmen muss. Diese Warnung bekam ich öfters obwohl ich eine Hand am Lenkrad hatte. Das habe ich im Touareg nur wenn ich das Lenkrad ganz loslasse. Die neue CU sieht schön aus und die Steuerung der Lampen macht Spass. Toll, dass jetzt wirklich alle Lampen angehen, wenn man das Fahrzeug aufschließt. Die nervige doppelklickerei am Lichtschalter des Geschränks ist Geschichte. Wie und ob hier Hochdachhersteller wie Polyroof die Dachhydraulik aus der CU herausprogammieren können, konnte nicht beantwortet werden. Ich denke das Ding ist jetzt im Datenbus des Fahrzeugs eingebunden. Wir werden die Tage mal auslesen. Traurig: Ich habe Wasserzustandheizung und Luftzusatzheizung bestellt. Man kann aber laut dem Übergabepersonal nur eine Heizung gleichzeitig anschalten. Die Auswahl erfolgt in der CU. Diese Auswahl ist dann auch per Fernbedienung aktivierbar. Die neue Fernbedienung ist winzig und sieht edel aus! Was mir auch keiner erklären konnte, ist ob die Funktion "Standlüften" Serie ist oder nur aktivierbar ist, wenn man eine WWZH bestellt hat. Die Funktion ist im Sommer bestimmt hilfreich um warme Luft aus dem Fahrzeug zu pumpen. Im Laufe der nächsten Tage werde ich weiter berichten. Wir bauen auch noch einiges um. (Solar und großer 230V Wechselrichter sind geplant)
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    Ein Handy oder Tablet reicht aus, um sich die ganze Welt zu erschließen. Über 70 Browserfenster sind geöffnet, dazu google maps, zwei Wetterkarten, ein Regenradar und die online Mautberechnung der französischen Autobahn. Und dennoch sind wir uns noch nicht endgültig einig darüber, wohin es nun gehen soll. Ein eiskaltes Picon-Biere steht vor mir, Nele reitet auf einem Pony an uns vorbei und mir schießt ein Gedanke zwischen die Schläfen: Das Loire-Tal! Bildersuche: Sieht gut aus. Wettercheck: Warm, sonnig, stellenweise leicht bewölkt, Schauer und Gewitter möglich. Können wir mit Leben. Das wir uns von den sardischen Verhältnissen verabschieden müssen, ist uns ohnehin klar. Mautberechnung: Über 100 Euro wollen die Brüder von uns für die gut 600km haben. Das ist sicherlich gerechtfertigt, wir sind nach dem Tunnelmautschock aber nach wie vor nicht geheilt und entschließen uns zur Überlandfahrt. Am nächsten Morgen brechen wir früh auf, tippen „Routenoptionen“ und „Maut vermeiden“ ins Navi und ab geht die wilde Fahrt. Sanft geschwungene Landstraßen führen hinaus aus den Westalpen und gemächlichen Tempos hinein nach Zentralfrankreich. Mehrmals weisen wir uns gegenseitig, „Boah schau mal da!“, auf Destinationen hin, die ein Wiederkommen allemal erwägenswert machen. Märchenhafte Gebirgssträßchen vorbei an Wasserfällen, Bergdörfer, in denen noch keine Liftanlagen oder Mammut-SuperStores stehen und hohe, uralte, blumengeschmückte Brücken. Es ist das perfekte Bullirevier. Gegen späten Nachmittag biegen wir links ab, um uns einen Platz für die Nacht zu suchen. Im malerischen Charolles werden wir fündig. Es ist ein Franzosenstädtchen wie von Albert Uderzo gemalt: Windschiefe Sandsteinkaten mit kragentragenden Kaminen und welligen Spitzdächern, wie sie nur tüchtige Bauernhände und mindestens 200 Jahre Bewitterung schaffen konnten. Am Orsteingang befindet sich zwar auch hier, wie üblich, ein riesiger (und fantastisch sortierter) „intermarché“, aber dennoch gibt es einen lebendigen, offenbar funktionierenden, Ortskern mit Boucherie, Boulangerie, Krämerladen und sogar einem beachtlich ausgestatteten Instrumentenladen. Auf den Parkplätzen stehen alte Renaults und 2CVs, hier und da ein kompakt-quadratischer Franzose mit einer glimmenden Gauloises im Mundwinkel. Auch hier sind die Steinbogenbrücken mit enormen Blumenkästen beschmückt und der Ort wirkt heraus geputzt, als hätte man unsere Prominenz erwartet. Das Bild könnte aus meinem Französischbuch der achten Klasse sein. Apropos: Manchmal ist das Vorurteil gar kein Vorurteil. „Der Franzose“ hat tatsächlich wenig Bock, aus seiner Landessprache heraus in eine andere zu wechseln. So klemme ich mir mittlerweile meine „Do-you-speak-english?“-Einleitung und stammle sofort meine latent vorhandenen Französischkenntnisse runter. Zu meiner Verblüffung werde ich bislang immer verstanden und meistens antwortet man mir in einem radebrechend schnellem Französisch, das mir lediglich ein dümmlich grinsend vorgetragenes „Je n´ai pas compris.“ als Antwort übrig lässt. Das Resultat ist in der Regel eine etwas langsamere, dafür umso lauter vorgetragene, Version selbigen Wortlauts. Als wäre ich vor geraumer Zeit mal vor einen Brückenpfeiler geschwommen und seit dem ein wenig „besonders“. Aber es funktioniert, und auch in Charolles bekommen wir einen Topplatz für den bislang günstigsten Kurs. 14,60 Euro für uns alle mit Strom und Dusche und Klo und WLAN. Merci beaucoup, da fällt es uns im Traum nicht ein, uns an den Straßenrand zu stellen. Wir bleiben und beschließen unseren Hochzeitstag mit ein paar Dosen Kronenbourg. Am Morgen verzichten wir auf unser Nutellafrühstück zu Gunsten einer Patisserie. Eine bei uns familiär gewachsene Tradition ist die Verkostung von „Tarte citron“, Zitronenküchlein in diversen Varianten zwischen erträglich süß bis unerträglich süß, wo immer wir sie bekommen können. Claudias und mein Geschmack differieren hier, was die interessante Folge hat, dass es bei jeder Verkostung einen Gewinner gibt, der den Rest des Anderen essen darf. Im Anschluss dessen geht es weiter zum Chateau de Chenonceau, einem Prunkbau mit interessanter Anordnung des Hauptgebäudes: Quer über den Fluss „Le Cher“. Abends auf der Matratze komme ich ins Sinnieren: Unsere Reise durch einen Teil Europas sehe ich, ganz persönlich für mich, auch als Bildungsreise. Ich möchte Verstehen, warum scheinbar der ganze Kontinent derart nach rechts rücken kann, während wir uns in den friedlichsten (und wohlhabendsten) Zeiten befinden, die dieser Kontinent je erlebt hat. Ist es die Gewissheit darüber, dass es uns verdammt gut geht und die daraus resultierende Angst, dass uns dieser Wohlstand wieder genommen werden kann? Oder ist es mangelnde Kenntnis in Bezug auf unsere Nachbarn? Oder sind es konkrete Erfahrungen, die schwerer wiegen, als die globalen Zahlen? Gibt es so etwas wie einen gesunden Nationalismus, einen gesunden Patriotismus? Unsere französischen Nachbarn sind, den Eindruck habe ich, Patrioten. Sie fegen Ihre Marktplätze, hängen blauweißrote Fahnen über Ihre Eingangstüren, schmücken ihre Brücken mit irre bunten Blumenkästen, gießen sich ein Glas Wein ein und stecken sich die Gauloises in den Mund. Wie kommt man dabei aber auf den Gedanken, sein Kreuz bei Marine Le Pen zu machen? Ich vermute (in meiner mir eigenen Art als Küchenpsychologe), dass es die selben Ursachen sind, die der AFD in Thüringen und anderswo in Deutschland zu unfassbaren Ergebnissen verhelfen oder Boris Johnson zum Premierminister des United Kingdom werden lassen. Aber: Welche sind das?
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    Hallo zusammen, nun hat mein Bulli T6 California Coast 100 TKM auf der Bimmel und ich wollte einmal berichten. Es gibt sicher viele, die noch mehr als ich fahren, aber sicher fährt die Mehrheit weniger und fragt sich oft, wie es denn bei 100 TKM aussehen wird. Vorweg schicken möchte ich, dass ich ihn fast nur auf Langstrecke bewege, so 3-4 TKM im Monat, weitere 2 TKM fahre ich noch mit einem anderen Auto. Deswegen sind meine Erfahrungen bzgl. Verbrauch und Verschleiß nicht 1:1 auf andere übertragbar. Ich versuche wirklich eine objektive Sichtweise ein zu nehmen. Das Auto hat grundsätzlich sehr viel gekostet (in meinem Fall knapp 80.000, heute ca. 83.000), ist aber denke ich (hoffe ich) recht wertstabil. Ich habe ihn als Reimport für ca. 60.000 € gekauft und in der Zeit keinerlei negative Erfahrungen oder Behandlung zweiter Klasse erlebt (wie bei 3 anderen Reimporten vorher auch noch nie) Viele lehnen Reimporte ab und denken, den lokalen Händlern zu schaden. Meine Sicht der Dinge ist anders. Ich kaufe alles lokal wenn möglich, bringe meinen T6 lokal zum Händler und habe ihm bei Kauf evtl. 1-2% Marge am VK genommen. Geschädigt habe ich nur die Top Mgr. in Wolfsburg, die den Reimport zulassen. Damit haben sie an mir 10.000 € weniger Gewinn gemacht und ihre Boni fallen kleiner aus. D ist das einzigste Land in der Welt, bei dem VW bei seinen treuen Kunden einen Aufschlag gegenüber anderen Ländern durchsetzt und somit die subventionierten Kaufpreise der anderen Länder gegen finanziert. ZUSAMMENFASSUNG: Der Eindruck bei 100 TKM ist immer noch sehr positiv. In den ersten 9 Monaten mußte ich 3 x außerhalb vom Service zum Händler. Einmal ein Software Update, einmal war der Differenzdrucksensor defekt und einmal ein Schlauch im Abgasbereich. Das sind sicherlich 2 x zu viel. Evtl. waren es „Kinderkrankheiten“, bei meinem T6 sind sie nicht wieder aufgetaucht und in den letzten 1 ½ Jahren war dann nichts mehr. Also kann ich bei meinem über die Zuverlässigkeit nicht klagen, ich bin somit auch noch nie liegen geblieben. Unschön sind die häufigen Besuche als Vielfahrer für Service und Ölwechsel, immer zu unterschiedlichen Terminen. Das läuft wirklich unprofessionell und ist ärgerlich. So bin ich 3-4 x im Jahr beim Händler. Das kann und muss VW sicher besser lösen. Der letzte Inspektion und Ölwechseltermin war jetzt zusammen bei 100 TKM vor 2 Tagen, da lief es nun besser.Die Kosten dafür fallen in D ja extrem unterschiedlich aus. Ich habe gestern 269 € brutto (inkl. MWSt) für Inspektion + Ölwechsel inkl. Öl bezahlt. Das finde ich angemessen und fair, ist halt ein ländlicher Händler mit einem zuvorkommenden Service. Bei 60 TKM war DSG Ölwechsel fällig und ist es wieder in 20 TKM. Der Verschleiß bei den Reifen ist bei mir sehr unterschiedlich, aber generell auch eher niedrig. Ich fahre SR 215er 17 Zoll Leichtlaufreifen ab Werk. Die sind nun nach 2 Sommern und ca. 60 TKM hinüber, was aber sicher normal ist. Die WR von Nokia (auch 215er 17 Zoll) haben nun ca. 40 TKM runter und sind nun den 3. Winter drauf. Sie haben noch überall 6,5 mm Profil. Das finde ich gerade für WR einen extrem niedriger Verschleiß. Am Anfang habe ich noch über die WR gelästert. Sie sind schon sehr laut, aber scheinbar sehr haltbar. Der Ölverbrauch zwischen 2 Ölwechseln Intervallen war ca. 1,5 Liter nachgefüllt, bei 20 TKM, also absolut im üblichen Rahmen. Auch der Bremsverschleiß ist für so einen Klops finde ich beachtlich, bisher wurden nur die Bremsbeläge hinten ersetzt, alles andere ist noch original Erstausstattung und wird sicher nicht von 120 TKM fällig. Der Dieselverbrauch ist bei mir im Sommer bei ca. 8,3 Liter konstant, im Winter sind es ca. 9 Liter. Natürlich alles gemessen und nicht nach MFA. Nach MFA sind es ca. 0,7 Liter weniger. Extrem niedrigster Verbrauch war in diesem Jahr ein „Sparfahrt“ in Norwegen, wo man eh nur 80 km/h fahren darf und ich dann mal ein paar Hundert km sparsam gefahren bin. Min. Verbrauch waren da 6,4 Liter! Da sieht man das Potential. Auf der AB in Nachbarländern wo so 120-130 km/h erlaubt sind, komme ich bei sparsamer Fahrt auf so ca. 7,5 Liter. Für den schweren Klops mit Allrad und DSG denke ich ein extrem guter Verbrauch. Die Federung (habe Standardfahrwerk) ist bei Stadttempo etwas rumpelig, auf der Autobahn für mich souverän (17 Zoll Standardbereifung Alufelge). Ob die verstellbaren Dämpfer deutlich besser sind, kann ich nicht beurteilen, bin noch keinen zur Probe gefahren. Der Motor (150 kw) ist toll, sehr ruhig und hat eine gleichmäßige Kraftentfaltung, beschleunigt auch noch bei 130 km/h auf der Autobahn eindrucksvoll. Schnell über 160 km/h fahre ich sehr selten, möchte die Kraftreserve aber beim Überholen auf Landstraßen nicht missen. Das DSG finde ich in „D“ etwas träge und in „Sport“ etwas hektisch. Evtl. fehlt eine 3. Stufe, die z. B. alle Wandlerautomaten haben. Das Licht ist mit den LED`s einfach eine Wucht, es wird regelrecht taghell bei Fernlicht. Das Automatiklicht ist für mich nicht wirklich gut, das kann aber z. B. der BMW besser, der das Licht nicht ein-/ausschaltet, sondern mehrere Lichtkegelder Reihe nach ein-/ausblendet, um den Gegenverkehr nicht zu blenden. Wenn man viel fährt, ist LED Licht ein hoher Sicherheitszugewinn, das würde ich immer mitbestellen (lieber woanders sparen). Das Automatiklicht würde ich nicht mehr mitbestellen. Es kann nur an und aus und das auch unzuverlässig. Das Navigationssystem (Media Plus) ist rein von den Funktionen und der aktiven Zielführung bei Staus Klasse und immer noch Stand der Technik. Ich konnte es oft live testenund es hat mich zuverlässig (auch in kleinen Städten) um die Staus herum geführt. Auch die Darstellung und die verschiedenen Zoomstufen sind Klasse. Insgesamt finde ich die ganze Bedienung aber etwas unlogisch und unübersichtlich (einige Einstellungen übers Lenkrad, die meisten über das Media Plus und noch weitere für Kühlschrank, Heizung, ... im Dachhimmel). Das lenkt bei der Fahrt extrem ab, auch das Drücken der diversen Tasten. Bei BMW z. B. gibt es einen Dreh-Drückregler mit ein paar Direktasten, das war es dann. Die Parkpiepser mit Rückfahrkamera kann ich gerade beim Bus empfehlen. Ich denke, dass ich ohne auch einparken kann (nach 35 Jahren Autofahren und ca. 1,5 Mio. km), aber es gibt einige tiefe, nicht sichtbare Bereiche, wo man schnell gegen einen Stein oder Pfosten fahren kann. Das relativiert dann den Preis für dieses Extra. Auch Situationen auf Parkplätzen für Super-/Baumärkten, wo aus gegenüber liegenden Parklücken 2 Autos gleichzeitig heraus fahren (ist mir auch schon passiert). Die Kamera sieht es, bevores piepst. Ich habe das ACC mitbestellt und es funktioniert sehr gut, nur in Stausituationen muss man es nach Stillstand immer wieder über "RES" aktivieren, das geht bei anderen Herstellern einfacher und besser, es bleibt aktiv und man muss nur wieder kurz das Gaspedal antippen. Vermissen tue ich die Verkehrsschildererkennung, auf die man sich sicherlich nicht immer verlassen kann, man aber meistens weiß, wie schnell man aktuell fahren darf. Das Armaturenbrett ist sicherlich hübscher geworden und bei meinem T6 serienmäßig, die frühere Version war aber auch funktionell und ich persönlich würde dafür jetzt kein Geld ausgeben. Toll ist das Innenlicht -Paket mit den ganzen LED Spots, gerade bei einem Wohnmobil, das ist ein große Verbesserung zum alten T 5.1, der hatte noch nicht einmal Licht bei geöffneter Heckklappe. Ich habe die Zusatzfenster mit Fliegengitter mitbestellt, die es damals noch nicht gab oder ich nicht bestellt hatte. Die Fliegengitter sind vom Handling aus meiner Sicht eine Katastrophe und für mich das Geld absolut nicht wert. Da bastelt man sich schneller eine bessere Lösung selber. Das man so etwas nicht mit einem Schieberollo hinbekommt?! Das Aufstelldach ist bei mir manuell, in meinem Cali 5.1 Comf. war es elektrisch. Am Anfang habe ich es bedauert, nicht das elektrische genommen zu haben. Da hatte aber auch etwas beim Schließmechanismus geklemmt. Nach Einstellung beim Händler bin ich sehr zufrieden damit. Ich übernachte so 30-40 mal im Jahr darin und ich persönlich würde aktuell den Aufpreis für ein hydraulisches nicht zahlen. Auch macht es recht viel Krach. Viele Grüße Norbert
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    Unser Projekt "Boba the Bulli" ist nun auch fertig foliert. Als nächstes wird das Fahrwerk kommen. Ich habe lange nach einem guten Folierer und Designer gesucht. Aber ich finde es hat sich gelohnt. Die Jungs von BIGHA verstehen Ihr Handwerk.
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    Hallo, nachdem bei mir ein paar ungewöhnliche Perspektiven von/mit dem Bus angefallen sind, dachte ich, eine eigene Rubrik ist ganz nett. Hier sehr Ihr, was ich mir unter kurios vorstelle (manche sind auch im "Schöne Cali-Bilder" schon vorhanden): Der Leuchtturmcali Vielleicht lehren ihn die Boote, wie er schwimmen kann?! Die pinkfarbige Nähmaschine - ein faux pas im Bild der roten 😳 Ohrschmuck für die Cali-Lady: Sie trägt Dorsch! Manchem Cali kann es nicht groß genug sein und er wird übermütig mit dem Riesenschneeschild Düngt man den Cali ein wenig, wachsen auch Bäume auf dem Dach (Es ist gerade Winter, die Blätter sind schon abgefallen) Wenn des Teufels Zähne (in Senja/Norwegen) aus dem goldenen Zahnfleisch leuchten, will der Cali nicht nachstehen und es wächst ihm ein roter Spitzzahn Ist der Cali nicht schnell genug, trifft ihn ein Hurtigrutenschiff volle Breitseite 😩 Merkt er den Angriff rechtzeitig, nimmt er das Schiff einfach Huckepack 😛 Eine neue Konfigurationsmöglichkeit: Der Doppeldachbalg In Norwegen kann sich der Cali bei Regen ganz extravagant unterstellen: Auf solche Ideen kommt die Fahrerin, wenn der Bus Kilometer frißt 😛 Jetzt bin ich gespannt auf Eure Kuriositäten!
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    Hallo, Aus gegebenem Anlass muss ich das leidige Thema mal wieder nach vorne holen. Allein heute habe ich wieder eine Reihe massiver Copyrightverstösse in Form von urheberrechtlich geschützten Bildern entfernt. Und wenn auf Hinweise darauf auch noch uneinsichtige Antworten kommen, hört bei mir der Spass auf. Es sollte jedem, der sich im Internet bewegt mittlerweile klar sein, dass dies kein rechtsfreier Raum ist und Verstösse gegen das Urheberrecht sehr kostspielige Folgen in Form von Abmahnungen für den Forenbetreiber haben können. In Zukunft werde ich kommentarlos Bilder, Screenshots u.s.w. die eindeutig gegen das Copyright verstossen durch diesen Hinweis ersetzen: Im Wiederholungsfalle und bei besonders uneinsichtigen Usern erfolgt eine Verwarnung. Ich bitte um Beachtung und danke für´s Zuhören. Gruss, Stephan
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    Servus z´sam! Jetzt bin ich aktuell nicht sicher, ob ich diese Bilder von unserer Georgienreise (2018) bereits mal vorgestellt habe... Zumindest hab ich hier nichts gefunden. Falls doch, bitte Bescheid sagen, dann werd ich sie wieder löschen Viel Spass im hochalpinen Bereich von Georgien mit Pässen bis auf 3000m und Berge, die über 5000m hoch sind (Teil1)... Paul Furten durch Schwarzwasser nach heftigen Regenfällen vom Vortag... Im Kaukasus... sehr stimmungsvoll und beeindruckend. Gemüse putzen am Logen-Stellplatz auf knapp 3.000m mit Blick zu den 5.000ern, es gibt echt schlechteres... Da ist der Weg... oder direkt daneben... oder ganz woanders? Wir sind im georgisch-/russischen Grenzgebiet, rechts im Hintergrund sind die Baracken der Grenzpolizei, wo man sich im Grenzgebiet anmelden muss. Suchbild "Stellplatz am Bachbett". Hier gibt´s wirklich keine "großen Weißen" 😉 Der "Weg" geht am nächsten Tag auf erahnbaren Fahrzeugspuren des letzen Jahres, querfeld weiter, Richtung der dunklen Berge
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    Hallo, Gela und ich würden einen Stellplatz in den Pfingstferien anbieten. Es scheint in dieser kurzen Zeit bis Pfingsten doch etwas schwierig zu sein, einen Campingplatz zu finden. Selbstverständlich ist es möglich Abstand zu halten. Nur Masken würden wir zuhause nicht gerne tragen wollen. Der Stellplatz wäre in unserer Garageneinfahrt oder davor. Garten kann gerne benutzt werden, der Aufbau eines Zeltes ist möglich. Ein Sandkasten für Kleinkinder ist vorhanden. Wir stellen unser Erdgeschoßbad zur Verfügung. Ihr würdet einen Haustürschlüssel bekommen. Anreise ab Montag, Abreise am Freitag. (max 5 Tage) Kosten: Nix Fragen, bitte PN schicken. Gruß Charly
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    Servus z´sam! Und hier mal etwas zur Ablenkung vom "Coronagedönse": Die Chefin kämpft sich mit Diff.-Sperre, etc., im losen Schotter die "Auffahrt" zum "Stairway to Heaven", einer Offroad-Route auf Sardinien, 8km südl. von Guspini, hoch. Runter war es dann auch nicht unspannend... Die Beschreibung ist im "Trackbook Sardinien" vom Matthias Göttenauer nachzulesen. Ach ja, und bevor jemand Bedenken äußert: Dies ist als "Fahrweg" deklariert... weiter oben stehen nämlich ein paar Antennen. Bleibt gesund, Paul und Familiy
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    Costa Rei Kurz nach 7:00 Uhr werden Claudia, Nele und ich über die Auffahrrampe einer mit Tweety-Figuren bemalten Fähre in das Innere des Schiffs gelotst. Der Bulli verschwindet im ersten Autodeck und ich treibe uns, mittlerweile erfahren im Umgang mit Fähren, die Niedergänge empor. Nele hat Ihren Hasi, Claudia ist behängt mit Taschen und Proviantbeuteln und ich stürme frei jeglichen Ballasts empor und erkunde den Weg des geringsten Widerstands. Wir erreichen somit im ersten Stosstrupp das Sonnendeck und ergattern uns drei Liegestühle. Jackpot! Die dritte Woche sind wir jetzt unterwegs und eingespielt, uns macht keiner mehr was vor. Als der Dampfer ablegt, öffne ich eine Dose “Paulaner Helles” und zelebriere das Auslaufen aus Livorno. Die Überfahrt verläuft überraschend entspannt. Liegestühle und Kaltgetränke können Erstaunliches bewirken. Wir liegen, lesen, quatschen, essen, dösen, sehen Korsika an uns vorüber ziehen und sind, schwupps, schon fast da. In Olbia fährt die Fähre noch ein spannendes (für mich jedenfalls) Wendemanöver. Es ist tatsächlich ein riesiger Kahn und ich bin gespannt, wie die Besatzung das Teil in dem engen Hafenbecken drehen will: Der Lotse lässt weit nach Backbord laufen und zu dem Zeitpunkt, wo alle Fahrgäste glauben, dass es gleich mächtig scheppern wird, das Ruder hart auf Steuerbord legen und die Antriebe rückwärts drehen. Ein schlammig-grauer Whirlpool erscheint im Achterwasser und das Heck zieht in atemberaubender Geschwindigkeit eine Kreisbahn vor der Gebirgskulisse des Eilands. Ich bin so beeindruckt, dass ich die Lautsprecherdurchsagen fast gar nicht mitbekomme: Halter der Fahrzeuge in Deck 1 sollen sich eben dorthin begeben. “Du bist witzig” denke ich beim Hören der holprigen Durchsage: Alle Wege ins Deck 1 sind verstopft, denn mittlerweile will jeder zu seinem Auto. Es geht im Schneckentempo vorwärts und ich denke mir: “Was, wenn es hier mal brennt?”. Im Autodeck geht das Chaos nun aber erst richtig los: Ein orange gekleideter Einweiser mit Trillerpfeife zwischen den gespitzten Lippen bestimmt, in welcher Reihenfolge und auch mit welchem Lenkeinschlag das Deck verlassen werden soll. Mit abwechselnd langen, kurzen, lauten, leisen, langgezogenen und abrupt stoppenden Trillerpfeifsignalen bemüht er sich um Kommunikation mit den Fahrzeuglenkern. Er gibt sich sichtlich Mühe. Das Problem allerdings ist, dass uns Fahrzeuglenker nie jemand in die Signaltypologie seiner Trillerpfeifmelodien eingewiesen hat. So schauen wir ihm erst alle ein paar Augenblicke verzückt zu, bevor wir gemeinsam beschließen das Deck zeitgleich über die schmale Rampe zu verlassen. Als wir mit schwankenden Fahrradträgern aus dem Rumpf poltern,stehen weitere Trillerpfeifen mit Männern dran am Pier und fuchteln mit den Armen. Zweispurig geht es im Renntempo auf den Hafenausgang zu, vor dem ein STOP-Schild einen kurzen Anhaltevorgang vorschlägt. Im Rückspiegel sehe ich eine V-förmige Flotte mehrerer SUVs in einer Staubwolke auf uns zu donnern, entschließe mich, das STOP-Schild wie alle hier zu ignorieren und springe mit geschlossenen Augen und durchgedrücktem Gasfuß raus aus dem Hafen und rein in den Kreisverkehr. Als ich die Augen wieder öffne, steht drei Meter vor uns erneut eine Trillerpfeife, sieht mit schreckerfülltem Gesicht das brombeerfarbene Unglück mit VW-Emblem im Grill auf sich zurasen, springt aus dem Stand mehrere Meter in die Höhe und versucht dort oben in alle Himmelsrichtungen gleichzeitig zu fliehen. Hallo Sardinien, da sind wir. Während wir uns grob nach Südosten orientieren, sucht Claudia einen Campingplatz im vor uns liegenden Bereich raus und tippt die Adresse ins Navi. Nach etwa 2 Stunden Fahrt über gut ausgebaute Autobahnen mit angenehm niedrigen Tempolimit erreichen wir den Platz, dessen Name irgendwie nach bewusstseinserweiternder Rauchware klingt. Eingebettet in einen Pinienwald stellen wir den Bus ab und gehen erst mal an den Strand. Der Wind bläst ordentlich und vor der Brandung laufen Rettungsschwimmer mit Baywatch-Bojen auf und ab. Sehr sehr fein, genau das wollten wir haben. Hübscher, kleiner Platz und schöner Strand direkt davor. Topadresse. Schade, dass wir morgen schon wieder weiter ziehen. Wir hatten im Vorfeld bereits einen empfohlenen Platz vorgebucht. Ich könnte mir schon wieder in den Arsch beißen, dass ich den Fehler erneut begangen habe und ich sage hier in aller Öffentlichkeit: Sollte ich jemals wieder einen Campingplatz vorbuchen, tausche ich den Bulli gegen einen Teilintegrierten. Nele findet schnell Anschluss an die Geschwister Merle und Jule und als wir auch noch feststellen, dass die beiden zwei sehr sympathische Eltern haben, fällt uns die Weiterfahrt am nächsten Tag dreifach schwer. Ich tue insgeheim erneut Buße und nehme mir vor, 100 mal niederzuschreiben: “Ich werde nie wieder einen Campingplatz vorbuchen.” Schweren Herzens also fahren wir über traumhafte Bergstraßen durch das Gennargentu-Gebirge an die Costa Rei. Der Empfang am Camping Oceanview* ist ausgesprochen nett und wir bekommen ein paar Stellplätze zur Auswahl in die Platzkarte gepinselt und marschieren los, uns den besten herauszupicken. Beim Gang auf das Gelände wird aus unserem freudig-erregten Gequatsche stummes Entsetzen. Auf dem staubigen Sandplatz stehen verlodderte Dauercamper-Wohnwagen, verrostete Gemeinschaftsgrills und krumme, vergammelte Baldachingestelle. Wir sind etwas irritiert und laufen weiter. Claudia kennt mich lange genug um zu sehen, daß ich ernsthaft angepisst bin. “Heh, wir machen jetzt erst mal das Beste draus.” macht sie den einzig vernünftigen Vorschlag. Mir ist aber gerade nicht nach Vernunft. Ich habe diese Wüste für 9 Tage reserviert. Wie konnte ich nur so dumm sein? 230 Euro sind bereits angezahlt. 230 Euro, für diese Einöde hier. Wir checken unsere Optionen und beschließen, den ersten Eindruck erst mal sacken zu lassen. In Anbetracht meines stark angestiegenen Ruhepulses übernimmt Claudia die Verhandlung mit der Rezeptionistin. Ich bin momentan weit weg davon, sachlich mit einem Mitarbeiter des Oceanview* über diese Bruchbude hier debattieren zu können. Claudia hingegen kann: Sie handelt aus, dass unsere Anzahlung bleibt, wir entgegen den Platz-AGBs aber nicht die vollen 9 Übernachtungen im Vorfeld bezahlen sondern nach drei, vier Übernachtungen die Situation überdenken. Dazu gibt es noch zwei WiFi Codes. Wow, ich bin beeindruckt. Wir beziehen Stellplatz 64, steigen aus und grüßen den mürrisch dreinschauenden Dauercamper gegenüber. Unser Gruß wird nicht erwidert, stattdessen starrt er uns fortwährend an. Bloß gut, dass wir gerade noch einkaufen waren. Einen ganzen Karton Ichnusa-Bier in handschmeichelnder 66cl-Abfüllung habe ich aus dem Minimarkt gechleppt. Dem Himmel sei Dank, jetzt erst mal ein Bierchen. Ich setze mich hin und starre zurück. Nach einem ausgedehnten Spaziergang sitzen wir abends vorm Bus und schauen dem in den Druckwellen der Technobässe pumpenden Sonnensegel zu. Das ganze Auto vibriert im Takt der “Animation” genannten Körperverletzung. “Fump fump fump” dröhnt es aus riesigen Lautsprechern, bis ein debiler, mich irgendwie an Eagon von den Ghostbusters erinnernden, Möchtegern-DJ den Regler kurz nach unten zieht um über sein Funkmikrofon auf dem Zweitkanal “Shake shake your hands!!!” zu skandieren. Dann wieder “fump…. fump fump fump”, beendet mit einem “Mooooaaaaaaaaah aplauso!!!!” Das nennen sie hier dann, tatsächlich, “Baby-Dance”. In meiner Jugend hieß das “Hardcore-Night”, begann allerdings drei Stunden früher. “Ich hätte in San Marino doch ein Souvenir aus einem der zahllosen Waffenshops mitnehmen sollen.” denke ich. Claudia und ich sind uns einig: Wir reisen morgen weiter und pfeifen auf die Anzahlung. * = Name von der Redaktion geändert. Die hier geschilderten Eindrücke sind objektive Momentaufnahmen. Der Platz hat, insbs zur Zeit unseres Vorortseins, ein paar Schwierigkeiten gehabt. Neben unseren Eindrücken gibt es aber eine Vielzahl positiver Berichte über diesen Platz. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, hier an dieser Stelle einen Fakenamen zu verwenden.
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    Zuziehhilfe heisst die Option von VW. Diese funktioniert wunderbar - von aussen. Man kann die Schiebetüre leise bis ganz vorne schieben und anschliessend am hinteren Rand leicht hinein drücken. Schliesst fast lautlos und die noch drinnen schlafen sind dankbar bzw merken nichts. Aber wie schliesse ich die Türe ebenso leise von innen? Dazu hab ich einen kleinen Alublechwinkel gebogen ( Z - Form ) Diesen mit doppelseitigem Teppichklebeband fixiert innen am hinteren Rand der Schiebetüre. So kann ich auch von innen die Türe ganz leise nach vorne schieben und anschliessend sanft an meinem Blechgriff ziehen. Das hatte ich bereits an unseren beiden früheren Calis und es hat sich über viele Jahre bewährt. Gruss aus der dunklen Schweiz Lorenz
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    Und wieder eine Mission erfüllt! Es war ein riesiger Spass! Danke! Chris
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    Als Ergänzung zu meiner Miniküche im Cali Beach baue ich gerade ein Minispülbecken für die Tischschiene. Der Rohbau steht, und eben war Anprobe: Das kleine Möbel wird auch mit den Tischschienen-Haltern von @BenCH befestigt. Es schmiegt sich an die Verkleidungen an und kann sich dort auch abstützen: Nach dem Finish (Lackierung schwarz matt) werde ich an den Berührungspunkten noch selbstklebendes Moosgummi anbringen als Schutz für die Verkleidungen. Dann wird auch der klappbare Deckel befestigt: Für Frisch- und Abwasser steht jeweils ein 10l-Kanister zur Verfügung, die dort Platz finden, wo beim neuen T6.1 Miniküchen-Beach das große Ablagefach ist: Das ganze erhält noch eine Verkleidung aus Alu-Blechen, die noch mit Filz beklebt werden: Der kleine Spülblock hat 2 Aussparungen, in die der Cali-Tisch eingehängt werden kann: Schöner Nebeneffekt: Der Tisch steht dadurch etwa 14 cm weiter im Innenraum und ist somit besser vom Beifahrersitz und dem rechten Platz auf der Rückbank aus nutzbar. Das Spülbecken ist 265x160x100 mm groß. So, ich bastel jetzt weiter... Gruß Mark
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    Hallo zusammen, es ist eine außergewöhnliche Situation für alle – wir werden in einem nicht vorstellbaren Ausmaß in unser persönlichen Freiheit sich zu bewegen und Reisen eingeschränkt. Das führt zwangsläufig zu Spannungen wie die Beiträge auch hier zeigen. Keiner wird die Unbedingte Schutzwürdigkeit unserer älteren Mitmenschen in Frage stellen. Keiner wird nicht die furchtbaren Bedingungen ignorieren können unter denen ein bis an ihre körperliche und seelische Belastungsgrenze gebrachtes Pflegepersonal und Ärzte versuchen Menschen zu helfen und zu retten. Keiner wird die dramatischen Auswirkungen auf unsere Wirtschaft nicht sehen, auch wenn er in der glücklichen Lage ist sie nicht selber unmittelbar spüren zu müssen. Also was tun? Körperliche Distanz halten zu anderen Menschen – Punkt! Wenn ich in einem kleinen Dorf auf dem Land lebe mit Wiesen und Kuhweide vor der Tür und dann raus spazieren gehe ist Distanz halten eine andere Frage als in Berlin, wo alle sich zusammen auf einem kleinen Fleckchen Grün tummeln. Wenn ich mir der Situation und der notwendigen Verhaltensregeln bewusst bin und dann alleine im Wald stehe, ist es eine andere Frage als wenn sich eine Gruppe Menschen draußen trifft und zu Sechst auf einer Bank sitzend und davor stehend sich unterhält. Aus dieser Diskrepanz heraus kommen sicher die verschiedenen Ansätze, die hier diskutiert werden, ob man sich jetzt mit seinem Cali rausbewegen darf oder nicht. Aus dieser Diskrepanz heraus kommt auch die Vehemenz der Diskussion, ob man um Bedrohliches Fehlverhalten unterbinden zu können zu drastischen Maßnahmen wie einer behördlich verhängten Ausgangssperre greifen muss oder nicht. Was ist meine persönliche Konsequenz? Ich bleibe zu Hause, arbeite von zu Hause, bespassse mein Kind zu Hause, genieße die Sonne im Garten, genieße die Gelassenheit nicht der normalen Hektik meines sonstigen Alltages unterworfen zu sein, genieße Zeit zu haben in Ruhe zusammen mit meiner Familie zu kochen, genieße Zeit zu haben ein Buch in Ruhe zu lesen. Ich schreibe den mir wichtigen Menschen in meinem Leben und telefoniere mit ihnen. In diesem Sinne wünsche ich allen eine sichere und ruhige Zeit, bleibt gesund! Viele Grüße, Sabine PS: Ich bin mir durchaus bewusst mich in einer Privilegierten Lage zu befinden. PS 2: ich finde das Wort Social distancing furchtbar – gerade in Zeiten wie diesen ist emotionale Nähe wichtig. Nur die Ausdrucksformen muss andere Wege finden, eben keine körperliche Nähe.
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    Hier etwas das sicher schon x-mal diskutiert worden ist aber ich stelle es jetzt gleichwohl einmal online. Ich habe mir neue Stühle gekauft für die Heckklappe, da ich finde (da bin ich anscheinend nicht alleine), dass die originalen einfach nicht der burner sind. Die Stühle sind stabiler, bequemer, der Rücken der Stühle ist viel höher (obwohl nicht die XL Version, die wahrscheinlich auch gehen würde), sie sind viel leichter usw. Auch zu erwähnen ist, dass sie super hinten in die Heckklappe passen, (siehe Bild unten, links der neue rechts der originale), nur den Befestigunshaken, kann kann mann nicht mehr gebrauchen. Wir haben sie zwar noch nicht in der Praxis testen können aber der erste Eindruck ist top. Unsere originalen sind zwar nicht kaputt oder sonstwas aber sie sind einfach nicht wirklich bequem, dass ist mir aber erst jetzt richtig aufgefallen wo ich den Vergleich habe. Auch sehr gut ist, dass sie nicht mehr einklappen können dank einem Sicherheitshaken. Einzig kleines Manko bis jetzt, sie knirschen ein bisschen beim hinsetzten, könnte aber auch sein, dass das nur so ist weil sie neu sind. Absolut empfehlenswert👍👍👍
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    Hallo zusammen, ich hatte schon in anderen Diskussionen meine Ideen für eine Alubox auf einem Heckklappenträger vorgestellt und über erste Bastelergebnisse berichtet. Nachdem das Projekt jetzt weitestgehend fertiggestellt ist, möchte ich es noch mal in einem eigenen Thread vorstellen. Und zwar mit einem Bild, dass man „Fiktion und Wirklichkeit“ nennen könnte, oder auch „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert“. 😉 Aber der Reihe nach: Wir hatten bisher eine große Alubox auf dem AHK-Träger. Da wir zukünftig unsere Fahrräder mitnehmen wollen, musste eine Lösung mit folgenden Randbedingungen gefunden werden: - Transport von 4 Fahrrädern - Transport von zusätzlichem Gepäck in einer Box - Zugang zum Kofferraum (Heckküche) ohne Demontage von Fahrrädern oder Box Die einfachste und günstigste Lösung wäre ein AHK-Fahrradträger in Verbindung mit einer einfachen kleinen Dachbox gewesen. Neben der Problematik mit größeren Dachlasten beim manuellen Aufstelldach, der Überschreitung der 2 Metergrenze und der Zugänglichkeit sprach auch die bereits verbaute Solaranlage dagegen. Außerdem wollte ich mir die Option offen halten, demnächst mal wieder eine (kleine) Surfausrüstung mitnehmen zu können. Eine andere Lösung wäre Box auf AHK-Träger und Fahrräder auf dem Heckklappenträger, was ausscheidet, da sich das weder mit dem aufgestellten Dach vereinbaren lässt, noch die Heckklappe bei 4 Rädern öffenbar wäre. Inspiriert u.a. von der tollen Heckbox von Markus habe ich also begonnen, den Ansatz „Fahrräder auf AHK-Träger und Box an der Heckklappe“ an unsere Bedürfnisse anzupassen. Ein wesentliches Kriterium war die komfortable Zugänglichkeit des Kofferraums. Ziel war also die Minimierung der Kraft zum Öffnen und Schließen der Heckklappe. Maßgebend dafür ist nicht allein das Gewicht von Heckträger, Box und Gepäck, sondern auch der Abstand dieser Lasten zum Drehpunkt der Heckklappe (= Scharnierachse). Oder physikalisch ausgedrückt: Das Moment infolge der Lasten bezogen auf den Drehpunkt, welches sich aus Gewichtskraft mal horizontalem Abstand vom Schwerpunkt zum Drehpunkt errechnet. Um es noch etwas komplizierter zu machen: Mit Änderung des Öffnungswinkels ändert sich dieses Moment. Und je kleiner der Öffnungswinkel der Heckklappe ist, desto geringer wird die unterstützende Kraft der Gasdruckfedern. Ganz praktisch ausgedrückt: Das Eigengewicht von Träger und Box sollte möglichst klein sein, und die Box sollte möglichst nah an der Heckklappe und möglichst weit oben sitzen. Bei größerem Abstand zur Heckklappe vergrößert sich die Kraft beim Schließen der Heckklappe. Je tiefer die Box sitzt, desto größer werden die erforderlichen Kräfte zum halten der geöffneten Heckklappe. Die Box habe ich bei Krodinger bestellt. Die hohen Erwartungen, die ich nach der Beschreibung von Markus hatte, wurden nicht enttäuscht. Sie ist sehr hochwertig verarbeitet und sieht schwarz gepulvert sehr gut aus. Die Kommunikation mit Herrn Krodinger war sehr angenehm. Die Größe mit 1400x400x300 mm erlaubt zwar keine allzu sperrigen Teile, erfüllt aber die Forderung, den Schwerpunkt nach vorne/oben zu bringen. Abweichend vom Standartmodell haben wir einen Zentralverschluss verbauen lassen, womit eine Einhandbedienung möglich ist. Das nachgemessene Leergewicht beträgt 13,6 kg. Der zusätzliche Stauraum von gut 160 Liter ist nicht riesig, wir werden ihn aber bestimmt gut zu nutzen wissen, vor allem für Sachen, die eher mal feucht und/oder dreckig sind. Da wir noch keinen Heckklappenträger hatten, musste einer beschafft werden. Optisch am besten gefällt mir eigentlich der Originalträger in altem Design. Neben dem hohen Preis (selbst für Gebrauchte) sprach das sehr niedrige, untere Querrohr. Wir nutzen derzeit noch den Atera Strada DL3 als Fahrradträger. Dieser hat einen sehr hohen Haltebügel. Ich hatte Befürchtungen, dass es hier zu Kollisionen kommen könnte. Nächster Kandidat wäre der neue Originalträger gewesen. Hier war neben dem hohen Preis kritisch, dass die Box einen großen Abstand zur Heckklappe hätte und nach oben über den Träger hinaus stehen würde. So fiel die Wahl schließlich auf einen Fiamma CarryBike Pro. Dieses etwas lustlos konstruierte Teil wird mit Sicherheit niemals einen Designpreis gewinnen. Auch die Montage ist etwas kniffelig. Für meine Zwecke hat er aber einige Vorteile. Da er zerlegt geliefert wird, hat man ihn schnell „pulverfertig“. Außerdem konnte ich relativ einfach einige Teile weglassen, so dass er am Ende nur 6,6 kg auf die Waage bringt. Vom Träger ist nur noch das wesentliche geblieben. Oben ist normalerweise wie unten ein 35 mm Rohr, das über die 30 mm Seitenteile geschoben wird. Das habe ich ersetzt durch eine Kombination von einem längeren 25 mm Rohr, das in die Seitenteile geschoben wird, und ein 30 mm Rohr zwischen den Seitenteilen. Das 25 mm Rohr hatte ich noch mit Panzerband umwickelt, so dass es schön straff in den 30 mm Rohren sitzt, und anschließend alles vernietet. Bei Gelegenheit werde ich mal die silbernen Nieten schwarz machen, dann sollte er ganz passabel aussehen. Die Box sollte ja möglichst hoch auf dem Heckträger platziert werden. Dabei sollte natürlich nicht die Zweimetergrenze überschritten werden, und die Box sollte bei offener Heckklappe nicht mit dem aufgestellten Dach kollidieren. Letzterer Punkt ist maßgebend. Nachdem die Box eingetroffen war, wurde also Maß genommen: Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil vom Fiamma-Träger: Die Oberkante der Box schließt schön mit der Oberkante vom Träger ab. Die Befestigung der Box erfolgt mit 2 gekanteten Alublechen, mit denen die Box einfach am Oberrohr eingehängt werden kann. Hier zu sehen mit noch provisorischer Verschraubung. Da kommen noch Schrauben in passender Länge und mit Sicherungs-Hutmuttern rein: Danach wird die Box noch mit 4 Schrauben befestigt. Dafür verwende ich die Kunststoffverbinder vom Träger. Die oberen Schrauben sitzen in den oberen Verbindern. Im Bereich vom unteren Rand der Box habe ich zusätzliche Verbinder eingesetzt, die beim „strippen“ des Trägers übrig geblieben waren. Jetzt ging es endlich ans testen! Funktioniert der Plan? Also Box dran, Fahrradträger dran und Fahrräder drauf (die beiden großen, also kritischen): Passt! Und wie sieht es mit der Heckklappe aus? Ich habe derzeit noch die originalen 1200 N Dämpfer drin. Bei 18 Grad Außentemperatur haben die die Klappe mit Träger und leerer Box locker oben gehalten. Als nächstes kam mein 6x3-Meter-Partyzelt (gut 16 kg) als Ballast rein. Auch das blieb oben. Beim Schließen der Klappe merkte man dann schon die nachlassende Dämpferkraft ganz zum Schluss. Da muss man etwas gegenhalten, bis die Zuziehhilfe die Klappe ganz schließt. Ich habe von Markus dessen Originaldämpfer (1270 N) erstanden, die er wegen „Terrangerumbau“ nicht mehr benötigt. Einbau und Test stehen noch aus. Im geöffneten Zustand hat die Box mit 20 cm etwa die gleiche Ausmitte zum Drehpunkt wie die Dämpfer (ca. 18 cm). Rein rechnerisch ist es so, dass die zusätzliche Dämpferkraft im Verhältnis der Hebelarme in zusätzliche Auflast umgesetzt werden kann. Es steht damit 2 x 70 N x 18/20 = 126 N = ca. 12,6 kg mehr Zuladung zur Verfügung. Damit läge die Zuladung bei knapp 30 kg. Eventuell werde ich noch die kleineren Busschmiededämpfer (1340 N) beschaffen. Wobei ich hier nicht übertreiben möchte, da sonst das Schließen der Klappe ohne Stühle und mit leerer Box für mich zum Kraftakt und für meine Frau zur „Hängepartie“ wird 😉 Die Fahrräder können ohne Drehen des Lenkers montiert werden. Die Box kann ohne Wegklappen des Fahrradträgers geöffnet werden. Einziger Wermutstropfen: Bei geöffneter Heckklappe, was bei uns wegen der Heckküche häufig der Fall ist, ist die Box schlecht bis gar nicht zugänglich. Hier werden wir uns umgewöhnen müssen. Viele Grüße Mark PS: Unsere bisherige Box übernimmt Sven (hier aus dem Forum), der sie als junger Zwillingspapa sicher gut gebrauchen kann, samt AHK-Träger. Wir werden uns einen Strada EVO3 zulegen, der dann auch für die immer größer werdenden Räder meiner Jungs ausreichende Tragfähigkeit mitbringt. Der muss dann ggf. noch umgebaut werden, damit die Heckklappe problemlos auf geht. Dazu gibt es ja schon Umbauberichte und natürlich auch schon eigene Gedanken. Es wird also nicht langweilig 😉
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    Hallo zusammen Ixh verlasse jetzt das Wartezimmer nach einem 16 Stunden Tag zufrieden und glücklich daheim angekommen Nächste Woche geht es dann direkt zum folieren. Beste Grüße und allen anderen frohes warten eine Abholung in Hannover lohnt sich 😁
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    Bodiam Fast wären wir geneigt gewesen, ein zweites Mal in die City hinein zu fahren. Der Stellplatz ist fantastisch und es gefällt uns hier wirklich gut. Am Morgen gibt es selbst gebackenen Schokokuchen der Platzmitarbeiter, der freundliche Herr vom Check in schaut vorbei, um sich nach unserem Wohlergehen zu erkundigen, unter den Füßen haben wir grünen Englandrasen und über unseren Köpfen scheint eine Sonne, wie sie in England angeblich nie zu sehen ist. Einen noch warmen Schokoladennukleos auf meiner Zunge zerfließen lassend sitze ich im Klappstuhl, sehe Nele und Claudia beim Frühstücken zu und denke: „Ja, ich bin glücklich.“ Wir entschließen uns dann aber doch zur Weiterfahrt. Es ist selten gut, ein schönes Erlebnis verdoppeln zu wollen und zu viele interessante Spots liegen noch vor uns. Wir wollen uns die Südwestküste erschließen und auf dem Weg dorthin, das ist mein Wunsch, Bodiam Castle besichtigen. Vor 25 Jahren war ich schon mal dort und habe das Gemäuer in allerbester Erinnerung. Es ist die Burg des Sir Edward Dalyngrigge und in Ihrer Geschichte geht es vorrangig um den Hundertjährigen Krieg, um Bauernaufstände und um die Franzosen. Wir verbringen einige Stunden dort, vermessen den Innenhof und zählen Feuerstellen (Spielangebote für die kleineren Besucher) und erarbeiten uns so sogar eine Medaille. Nele ist begeistert. Vor der Burg werden diverse Spielereien und Basteleien angeboten. Unsere Kurze bastelt ein Katapult und ich versuche mich im Bogenschießen. (Nein, ein Naturtalent bin ich nicht.) Gegen späten Nachmittag brechen wir auf, uns einen Übernachtungsplatz zu suchen. Wir durchfahren einige kleine Dörfer und verwunschene Alleen, bis ein „Wuuaaaahh“ von Claudia und ein darauf folgender dumpfer Schlag kleinste Glassplitter durch das geöffnete Beifahrerfenster ins Auto fliegen lassen. Ich sehe im Sekundenbruchteil darauf unseren rechten Außenspiegel auf der Scheibe der Beifahrertür liegen, schmeiße den Warnblinker an und parke den Bulli am linken Straßenrand. Ein Golf überholt uns und parkt sich ebenfalls warnblinkend vor uns ab. Der Fahrer kommt auf uns zu: „Ich wollte Euch nur meine Nummer geben. Ich habe alles genau gesehen.“ Ich steige gerade aus und bin mir, ehrlich gesagt, gar nicht mal so sicher, ob ich zu weit rechts gefahren bin oder mein Gegenüber zu weit links. „Has it been my fault or his fault?“ begrüße ich charmant den Golf-Fahrer. „No no, definetely his fault. Let me write down my mailadress.“ Er hinterlässt seine Kontaktdaten und bittet mich mehrmals, ihn zu kontaktieren, wenn ich seine Hilfe brauche. Langsam kommt mir das vor wie ein Trickbetrug. Ich habe mich schonmal auf einem Rastplatz auf der A3 tüchtig verarschen lassen und bin nur dank grandioser Hilfe der Autobahnpolizeidienststelle Medenbach "sauber" aus der Nummer raus gekommen. Nicht noch mal, nicht mit mir Freunde! Ich checke umgehend alle Türen, Fahrräder, Kind und Ehefrau: Alles noch da. Geldbörse auch. Wohl doch einfach mal ein netter Mensch. Er verabschiedet sich und wir fahren weiter. Was sollen wir mit einer Zeugenaussage? Keiner von uns kennt das Nummernschild und im Zweifel... Eh klar. Und heh: Es geht um einen Spiegel. Ich bin heilfroh, dass Claudia nichts passiert ist. Das Fenster war halb geöffnet und das hätte tatsächlich „ins Auge“ gehen können. Am nächsten Tag fahren wir zu „Eurovans“ nach Eastbourne. Ich lege unsere „Zulassungsbescheinigung Teil II“ auf den Tresen und ein erneut überdurchschnittlich gut gekleideter Herr hört sich meine Ersatzteilwünsche an, entschuldigt sich für zwei Minuten und geht ins Lager. Während meiner Wartezeit kommen nacheinander zwei weitere, überflüssig zu erwähnen, dass sie fantastisch sitzende Maßanzüge tragen, Herren auf mich zu und fragen, ob mir schon geholfen wird. „Yes“ grinse ich Ihnen debil entgegen, bevor dann auch wieder „mein“ Anzugträger erscheint. Ich liebe diesen britischen Style. Hier hat es nicht diese gläserne, chromblitzende VW-Verkaufsarena Deutschlands, wo einem ein Youngstar-Schnösel in Essengeldturnschuhen versucht, die Welt zu erklären. Hier steht ein gestandener Mann mit besten Manieren hinter einem schlecht weiß gestrichenen Tresen mit Lacknasen, der eben nach purer Werkstatt riecht (Der Tresen, nicht der Mann), und besorgt einem innerhalb ein paar Minuten die Teile, die man benötigt. Lagerhaltig! Wir hatten uns bereits auf einen Tag Wartezeit eingestellt. Daraus wurden, ich schätze, zehn Minuten. Dann liegen zwei Gehäuseteile und ein Spiegelglas vor mir auf dem Tisch. Mein Gegenüber schaut mich allerdings etwas verunsichert an: "I´m not sure... Ihr Fahrzeug ist ja ein Linkslenker. Bei uns hier ist der rechte Spiegel als "Spiegelglas Fahrerseite" eingetragen. Sieht der anders aus als Ihrer vom Festland?" Er hält mir das Glas entgegen und ich blicke abermals in ein fragendes Gesicht. In meins. "Keine Ahnung, ein Spiegel halt." ziehe ich ratlos die Schultern hoch. "But an english mirror is much better than no mirror." versuche ich die ratlose Stille mit Worten zu füllen. "Let´s try it out." spricht der Verkäufer und bedeutet mir, ihm zu folgen. Wir gehen gemeinsam zum Bulli, er hält das Spiegelglas in unser Bruchgehäuse an der rechten Tür und ich nehme auf dem Fahrersitz platz. "Looks pretty much the same to me." nicke ich ihm zu. Er lächelt. "Brilliant. Anything else I can do for you?" "Ja." will ich sagen. "Bitte, eröffnen sie eine Werkstatt in Deutschland. Möglichst zentral. Wir sind es nicht gewohnt, zuvorkommend behandelt zu werden und auf Mitarbeiter zu treffen, die sich Zeit für unsere Probleme nehmen. Was halten sie von, sagen wir, Fulda?" Nach weiteren fünfzehn Minuten war alles montiert und der rechte Spiegel wie neu. Wir zogen, äußerst dankbar, weiter. Der Weg nach Land´s End zieht sich jedoch, so dass wir an der East Fleet eine Pause einlegen. Claudia sucht einen Platz heraus und als wir ankommen, sind wir erneut begeistert. England ist Camperland. Die Plätze sind bislang durchweg top und sauber. Waren wir in Italien und selbst Frankreich bislang froh, überhaupt eine Klobrille auf der Keramik vorzufinden (von Toilettenpapier reden wir ja gar nicht...), gibt es in England Plätze, die unseren hygienischen Vorstellungen durchaus eher entsprechen. Und alles in einem Zustand, der keine Wünsche offen lässt. Hier auf der Insel kommen uns Bullis entgegen, wie wir sie in dieser Dichte und auch in dieser Vielfalt auf dem Festland bisher nie erlebt haben. Mein persönliches Highlight heute war eine T4-Limousine im shabbychic-Look: Doppelachse hinten, sicher um die 7m lang und von Rost geprägt. Aber auch aktuelle Umbauten auf T5.1, T5.2 und T6 fahren hier rum. Und mit absolut interessanten Ausbaukonzepten. Am Anfang unserer Reise haben wir uns einige Male gefragt, ob wir nicht doch besser hätten andersherum fahren sollen: Schottland im Sommer und Richtung Herbst hin Sardinien. Aber wir wollten eben die Highlands Ende August, Anfang September erleben. Das war der Grund. Und aus momentaner Perspektive ist das genau richtig so.
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    Tag 7 Die Nacht war ruhig und erwartungsgemäß bin ich am nächsten Morgen eingeschneit. Da die erste Kolonne zum Nordkap erst um 11:00 Uhr startet, habe ich genügend Zeit für ein gemütliches Frühstück mit Ei. Beim Frühstücken kann ich meinen Nachbarn beobachten, der trotz Schneeketten erhebliche Schwierigkeiten hat, den Parkplatz zu verlassen. Für den Fall der Fälle habe ich auch Schneeketten dabei und einen Klappspaten griffbereit. Zum Abschleppen ist auch die Anhängerkupplung bereits montiert. Außerdem habe ich vor der Reise zwei neue Nokian Winterreifen auf die Vorderräder montiert. So gerüstet hatte ich auf der gesamten Reise keinerlei Schwierigkeiten. Weil bis zur Abfahrt des Konvois immer noch genügend Zeit ist, mache ich noch einen Abstecher nach Skarvåg. Kurz vor 11:00 Uhr versammeln sich einige Fahrzeuge, die im Konvoi zum Nordkap fahren wollen der Schneepflug wartet bereits auf uns. Um 11:00 Uhr geht es ohne weitere Ankündigung los. Die Schranke öffnet sich und der Schneepflug fährt los, gleich dahinter ein Reisebus und dann die Fahrzeuge unsere Kolonne. Meine Helden des Tages sind die beiden Reisenden auf dem Motorradgespann, die sich von Russland auf den Weg zum Nordkap gemacht haben. Die Fahrt zum Nordkap ist nicht anspruchsvoll, dafür gibt es wunderbare Ausblicke bei sonnigem Wetter. Am Mauthäuschen für das Nordkapplateau kommt die Kolonne erstmals zum Stehen. Für jeden Insassen müssen umgerechnet 29 € als Eintritt bezahlt werden. Kurz darauf stehen die Fahrzeuge auf dem Parkplatz des Nordkap Plateaus. Fast alle Reisenden stürmen sofort zu Weltkugel und starten die üblichen Rituale. Gruppenfoto, Einzelfotos, kleine Gruppe, alle hüpfend, Kussmundfotos, mit freiem Oberkörper, zwei nehmen einen dritten auf die Schultern, geballte Fäuste in den Himmel, mit dem Rücken zur Kamera, Fotos mit Fahnen und jede Menge Selfies. Gefühlt bewegen sich bestimmt alle Mietwagenfahrer in Roald Amundsens Fußstapfen. Eigentlich hatte ich vor, mit dem Bus bis an die Weltkugel zu fahren, aber es liegt so viel Schnee, dass mir das Risiko zu groß ist. Wer mit dem ersten Konvoi angereist ist, sollte sich zum Fotografieren beeilen denn eine Stunde später ist Ankunft der zweiten Kolonne auf dem Nordkapplateau. Jetzt treffen die Reisenden der Hurtigruten ein und auf einen Schlag sind weitere 400 Personen an der Weltkugel. Daher verlassen die meisten Fahrzeuge der ersten Kolonne das Nordkap gleich mit der ersten Rückfahrt um 13 Uhr. Mein spontanes Reiseziel, das Nordkap, habe ich also erreicht. Jetzt geht es zurück nach Tromsö, denn dort wartet am Mittwochabend hoffentlich das Postschiff auf mich. Für Dienstag- und Mittwochnacht ist außerdem starkes Nordlicht angesagt, deshalb will ich versuchen, möglichst rasch nach Tromsö zu fahren. Vorher lege ich aber eine 20-minütige Pause tief unten im Nordkap Tunnel ein. Warum? Weil das eine gute Möglichkeit ist, im warmen Tunnel den Eispanzer vom Bus loszuwerden. Schon auf der Hinfahrt sind mir in der Bucht vor Honningsvåg die großen Tanker aufgefallen, die dort vor Anker liegen. Es handelt sich dabei um LNG Tanker, die flüssiges Erdgas von der russischen Jamal Halbinsel nach Europa bringen. Warum Ankern die bei Honningsvåg? Bei den blauen Schiffen handelt es sich um Eisbrecher, die das flüssige Erdgas von den Förderstellen hierher bringen. Hier bei Honningsvåg wird das flüssige Erdgas auf normale Gastanker umgeladen, die es dann nach Mittel- und Südeuropa weiter transportieren. Das ganze läuft weitgehend ohne externe Infrastruktur. Für die Schiffsmanöver sind hier vier Schlepper stationiert, denen ein großer Schwimmponton als Anleger dient. Die Fahrt auf der E69 am Porsangerfjord entlang ist wieder recht Anspruchsvoll. Einem Reisebus sind die 80km/h aber offenbar zu langsam, den lasse ich an einer Parkbucht lieber vorbei. Bei Gegenverkehr kann ich gut sehen, wie sich das Licht auf der Fahrbahn spiegelt. Es ist also wieder spiegelglatt. Zwischen Olderfjord und Skaidi sind schon wieder große Schneeverwehungen auf der Straße. Und weil es nicht besser wird, bleibe ich etwa 20 Kilometer hinter Skaidi an der E6 auf einem geräumten Parkplatz am Goahtemuorjohka Fluss stehen. Der Platz ist im Flusstal einigermaßen geschützt und bestimmt besser als oben auf den Fjell, wobei „oben“ ja lediglich 350 Meter bedeuten. Hier standen wir 2016 schon mal mit einem Wohnmobil und haben uns am Flussufer den Mücken zum Fraß vorgeworfen. Bestimmt warten die schon unter dem Schnee auf neue Touristen. Ich nutze den Abend, mache mir eine warme Mahlzeit und sichere dann die Fotos der letzten Tage. Immer wieder schlagen draußen Autotüren, denn ich bin nicht allein auf dem Parkplatz. Auch hier schlafen Reisende in ihren PKW, was für sie natürlich mit viel hin und herräumen verbunden ist.
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    ibgmg hat seine selbst entwickelte Lösung mustergültig dokumentiert und einige von uns zum Nachbauen inspiriert. Da eine Einzelanfertigung der Bleche nicht praktikabel war, haben wir auf eine Serienfertigung gehofft, die dann Tom tatsächlich auf sich genommen hat. Tom ging sogar einen Schritt weiter und hat einen kompletten Kit in seinen Shop aufgenommen zu einem sehr korrekten Preis. Für einige hat er sogar die Montage übernommen. Alle die wir uns darauf eingelassen haben, kannten also die detaillierte Entstehungsgeschichte und konnten selbst entscheiden, ob und in welcher Form wir die Lösung übernehmen wollten. Ich habe zum Beispiel entschieden, die Kabeleinführung nicht hinten sondern vorne am Dach vorzunehmen. Ohne die detaillierten Instruktionen von ibgmg hätte ich mich nicht an das Projekt gewagt. Auch über die Quelle der vorgeschlagenen Solarmodule und den Laderegler herrschte völlige Transparenz. Es stand uns frei eigene Varianten einzubringen. Bei mir wurde ein Laderegler mit Bluetooth-Interface von Victron Energy verbaut, der über eine App Auskunft über den Ladevorgang gibt (siehe Screenshot unten). Jetzt da sich mit den Solarmodulen Qualitätsprobleme ergeben, ergiesst sich Kritik, teils in recht fiesem Ton, über die Autoren der Lösung, die in keiner Weise für die mangelnde Qualität der Solarpanele verantwortlich sind. Die Betroffenen werden es sich genau überlegen, ob sie in Zukunft sich weiterhin die Mühe geben sollen, ihre Cali-Ausbau-Projekte im Forum vorzustellen. Das darf nicht sein, denn damit verliert das Forum seinen Hauptzweck, den Austausch von Ideen und Lösungen. Jeder, der eine vorgeschlagene Selbstbau-Lösung zum Nachbau übernimmt, tut dies in eigener Verantwortung. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind selbstverständlich willkommen, aber auf den Tonfall kommt es an. Dieser Text soll als Gegengewicht zu den Kritiken verstanden werden, um alle zu ermutigen, doch weiterhin ihre Selbstbau-Lösungen im Forum zu präsentieren. Eine Mehrheit weiss es zu schätzen, auch wenn wir dies nicht immer in zustimmenden Beiträgen zum Ausdruck bringen. Markus, Tom, und alle, die jetzt zögern, bitte ich, sich nicht entmutigen zu lassen. Eure Beiträge werden gelesen, geschätzt und manchmal nachgebaut. Danke dafür. Gruss, nemo
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    Hallo allerseits, Ich habe die Anlage entwickelt und hier vorgestellt. Nicht nur oberflächlich, sondern im Detail Schritt für Schritt und für jeden nachvollziehbar. Einfach so. Die Anlage läuft seit gerade mal eben einem halben Jahr. Ich betreibe diese Ausbauten zum Cali als Hobby und versuche euch daran teilhaben zu lassen. Immer in besten Wissen und Gewissen, damit etwas für die Cali-Gemeinde zu tun, der wir uns ja alle verschrieben haben. Tom hat sich bereit erklärt, auf die zahlreichen und nachdrücklichen Wünsche von euch so eine Solar-Anlage unbedingt in den Shop aufzunehmen, innerhalb kürzester Zeit die Entwicklung für eine Serienproduktion auf die Beine zu stellen. Die Arbeit ist mehr als anerkennenswert und nun leider von Problemen flankiert, die weder ich noch Tom vorhergesehen haben. Es kommt zu Ausfällen bei den Modulen. Betroffen ist zunächst aber nur die erste Serie der Modullieferung, die sich von den Folgelieferungen unterscheidet. Meine Module lagen sogar noch vor der ersten Lieferung, zu erkennen an der spiegelverkehrten Anordnung der Anschlussdose. Natürlich hat uns das sehr erschreckt und eine akribische Suche nach den möglichen Fehlerquellen ausgelöst. Niemand ist doch aber bisher im Regen stehen gelassen worden, wenn es zu Problemen kommt. Solange es nicht klar ist was zu den Problemen führt, oder ob es sich wie es den Anschein hat nur auf die erste Serie der Module beschränkt, ist doch wohl nachvollziehbar, dass ein Verkauf weiterer Anlagen-Sets erstmal ausgesetzt wird. Der Verkauf der Bleche hat damit rein gar nichts zu tun. Es passen ja verschiedene Module auf dieses Blech und es wollen auch viele Leute nur das Blech haben, um sich eigene Konfigurationen zusammen zustellen. Jeder der das tut begibt sich auf den Pfad des Entwicklers mit allen Risiken. Ich stehe nach wie vor zu meiner Entwicklung und zu Toms Arbeit so eine Anlage für mehr Leute verfügbar zu machen, die Interesse an sowas haben. Tom ist aber kein Wirtschaftsunternehmen wie Wattstunde oder deren zahlreichen Mitbewerber, sondern ein Enthusiast, der sich dem Cali-Gedanken voll und ganz verschrieben hat. Das spiegelt sich schon im Preis für solch ein Sets wieder, der unter rein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkte um eine vielfaches höher liegen müsste, so wie es der Wettbewerb ja zeigt. Wenn jetzt allerdings als Quittung dieser ganze Bemühungen solche Posts wie gerade eben von "Hugenduebel" hier eingestellt werden, sollte man in der Tat das Ganze beerdigen, und nicht nur das. Das wäre aber gegenüber den vielen anderen Usern hier auch keine befriedigende Lösung, dafür sind wir zu sehr mit dem Cali-Gedanken verbunden. Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten, sowohl wenn es neue Erkenntnisse zu Wattsunde gibt, wie auch bei dem Upgrade auf Solara das ich durchführe, was aber leider in eine andere Preisklasse rutscht.
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    Moin, wollte bei dem Schietwetter etwas südlichen Flair in den Cali bringen: habe die Tische mit portugiesischen Azulejos gefliest. Jetzt strahlt die Sonne wieder. Grüße von der Ostseeküste Axel l
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    😂 Ich glaube, dass ich dafür nicht tauge und dass meine geistigen Ergüsse dafür nicht die nötige "Tragweite" haben. Aber wenn es einen Teil der Caliboarder erfreut, ist das alles, was ich mir gewünscht habe. The Lost Gardens Of Heligan Produkte aus UK verbindet man gemeinhin zwar weniger mit Formschönheit und Eleganz, dafür aber mit Solidität und Langlebigkeit und dem Verzicht auf Schnörkel. Gut, ich weiß, die Autos von "British Elend" beispielsweise nicht unbedingt, aber so im Großen und Ganzen, finde ich, schon. Mir wird dieser Umstand erstmalig im Shop des „Heligan´s Garden“ wirklich bewusst. An einem Drehständer hängen Gartenhandgeräte, wie sie wohl nur die Briten benutzen. Hacken und Schaufeln mit langen, dicken Stielen. Hässlich, unkaputtbar und gefertigt für die Ewigkeit. Wie ein London Cab. Das Areal des „Heligan´s Garden“ ist riesig und lädt dazu ein, wenigstens ein paar Stunden hier zu verbringen. Am zentral gelegenen Kinderspielplatz gibt es Hängematten, diverse Lernspiele und eine „Silent Disco“. Über Kopfhörer kriegt man zwischen Raverythmen „bee- and butterflyfacts“ aufs Trommelfell gelegt. „Bienen bewegen Ihre Flügel in Form einer liegenden 8.“ Ach was? „Schmetterlinge saugen ihre Nahrung durch eine Röhrenzunge!“ Tatsächlich? „Und sie haben eine Flügelschlagfrequenz von ca. 25 Hz!“ Da schau her... Wirklich nett gemacht. Wir schlendern durch das „Lost Valley“ und über eine burmesische Seilbrücke in Richtung einer Nutzviehfarm mit verschiedenen Schweinerasse, riesigen Büffeln und typisch englischen Schafen und irren anschließend, unbeabsichtigter Weise, durch einen Dalienzuchtwettbewerb. Blumen tangieren mich grundsätzlich zwar eher peripher, aber was hier so rumsteht, ist schon abgefahren. Nele will sie alle mitnehmen. Als Geschenke für die Omas. Woher kommt das wohl, dieser etwas “rauhe” Charme des Empires? Wieso ist hier alles ein wenig anders, als woanders? Wieso würzen sie ihre Lammrippchen mit Minzmarinade? Ich bin für kulinarische Experimente durchaus zu haben, aber mal ehrlich: Das kann man nicht essen. Ich habe es gestern probiert, keine Chance. Liegt es tatsächlich am Inseldasein? Lizard Point Claudia möchte Cream Tea trinken. Ich verstehe das anfangs nicht, bin ich doch der Meinung, dass wir nun nicht wirklich jedes Klischee bedienen müssen und das wir bei Bedarf auch daheim einen mit bröseligem Blattwerk gefüllten Löschpapierbeutel in lauwarmes Wasser hängen können. Nach einem Augenrollen bekomme ich aber die Erklärung, dass “Cream Tea” hier eine absolute Spezialität sei, man das unbedingt machen MÜSSE und die zwei Worte weiterhin die Umschreibung für mehr als nur ein Heißgetränk seien, da zuzüglich noch Scones, Streichrahm aus unpasteurisierter Milch und Konfitüre gereicht werden. “Na juhu. Ein Bierchen wäre aber auch was Feines jetzt….” Irgendwie ist die beste aller Ehefrauen aber gerade nicht zum Scherzen aufgelegt und wer bin ich, mich ihren Wünschen entgegen zu stellen. “Two of those...ähm… Cream Tea please.” Wir bekommen eine Nummer und den Hinweis, dass wir aufgerufen werden, wenn “es” fertig ist. “Na jetzt geht´s aber los.” denke ich. “Muss die Hefe noch gehen?” will ich fragen, werde aber von meinem Weib an unseren Sitzplatz gezerrt. Gute zehn Minuten später erfüllt ein “eightysix” die Sitzreihen und ich hechele mit unserem Ticket zur Ausgabe. Als ich das Tablett mit dem Doppelcreamtea anheben will, glaube ich an einen üblen Scherz. Als wäre es am Tresen fest gespaxt. Ich stemme mich etwas fester gegen die Schwerkraft, kriege die Fuhre gehoben und taumele damit zum Tisch. Vor uns stehen zwei Tassen Tee, ein faustgroßer Becher Butter und ein ebenso großer Becher Konfitüre. Daneben liegen vier leicht angeschwärzte Teigklumpen. Jeder so groß wie eine Riesenkartoffel und jeder so schwer wie eine Bowlingkugel. Scones haben in etwa die Dichte von Quecksilber, sind aber nicht ganz so giftig. Wir brechen uns jeder ein Stück ab, streichen großzügig von dieser “cream” und auch der Konfitüre drauf und beginnen zu kauen. Und kauen. Und kauen. Es wird immer mehr im Mund, bis ich glaube zu ersticken. Hastig gieße ich brühend heißen Tee hinterher, der der ganzen Sache eine kleisterähnliche Konsistenz verpasst. Irgendwann gelingt es mir, den Komplettklumpen hinunterzuwürgen. Wie eine Anakonda, die eine Antilope frisst. Von „Baskin sharks“ habe ich noch nie etwas gehört, also bemühe ich Google um aussagekräftiges Bildmaterial und bin beeindruckt. Beim Beobachtungspunkt „Lizard Point“ soll man diese Riesenhaie angeblich sehen können, allerdings ist es dafür schon zu spät im Jahr. Wir fahren dennoch früh morgens dort hin, um ein wenig „wildlifespotting“, wie es hier heißt, zu betreiben. Man könnte auch sagen: Glotzen. Am Aussichtspunkt ist es um diese Zeit noch wunderbar ruhig. Nur ein spotter-Kollege des “Nature Trust” sitzt noch da und sucht mit seinem Spektiv die Wasseroberfläche ab. Claudia findet nach einer Weile zwar einige Seelöwen auf einem Felsen liegen, sonst gibt es aber aus der Tierwelt nicht viel mehr spektakuläres zu sehen. Die Küste hingegen ist der Hammer, sowie Cornwall insgesamt. Leuchtend grüne Wiesen, schroffe Klippen und Straßen, bei denen man sich denkt: „Welche Straßen? Ich sehe wohl ein Grabensystem, von Straße kann hier allerdings nicht die Rede sein.“ Das Navi zeigt für 34km eine zu erwartende Fahrzeit von 55min an und wir müssen nach nun ein paar Tagen Cornwall einsehen, dass unser Navi das Ganze sehr optimistisch einschätzt. Denn allzu oft heißt es “100m vorwärts, 50m rückwärts”. Für Gegenverkehr ist dieses Verkehrssystem, wenn man es denn so nennen mag, einfach nicht ausgelegt. Und für Erntemaschinen aus dem ostwestfälischen Harsewinkel schon gleich gar nicht. Doch auch die kommen einem hier auf Ihren Ballonreifen entgegengehüpft. Dann hilft alles nichts: Schaltknüppel auf “R” und ein paar 100m rückwärts fahren. Bis eine Einbuchtung kommt. Erstaunlicherweise funktioniert das aber. Die Leute sind gechillt, keiner regt sich auf. Gegenseitige Rücksicht und alle paar Minuten eine dankend erhobene Hand. Unglaublich. Ich bin kein Freund von Schubladendenken, aber in dem Land, aus dem ich komme, würde das keine drei Minuten gut gehen.
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    (Nach Fertigstellung des gesamten Berichts habe ich an den einzelnen Positionen eine laufende Nummer eingefügt. Als Hilfestellung für diejenigen, die das Ganze chronologisch betrachten wollen.) Auf den Spuren vergangener Reisen haben wir dieses Frühjahr die Orte aufgesucht, die uns in früheren Jahren besonders gefallen haben. Die Tour hat genau 7 Wochen gedauert und wir haben dabei 9.547 km hinter uns gebracht. Von den 48 Übernachtungen waren wir 12 Nächte auf kostenpflichtigen Stellplätzen, den Rest haben wir frei, oder auf genehmigten Parkplätzen gestanden. Auf der Iberischen Halbinsel sind wir bis auf den Bereich zwischen Nerja und Cartagena relativ linear gefahren, in Andalusien ging es kreuz und quer, hin und zurück. Das ist auf der Karte nicht vermerkt. Ein paar Impressionen dieser Reise hatte ich schon in "Schöne Cali Bilder" gepostet, aber weil zunehmend auf den Bildern der Cali fehlt, mache ich mal einen eigenen Bericht mit nicht chronologischer Folge, so wie's mir gerade einfällt. Beginnen werde ich heute mit: Ciudad Encantada Teil 5 in der Spanischen Autonomen Region Kastilien-La Mancha Die "Verzauberte Stadt" in der Nähe von Cuenca hat einen großen Parkplatz auf dem man wunderbar ruhig übernachten kann. Wir waren völlig allein, erst am nächsten Morgen zur Öffnungszeit wurde es voll. Die bizarren Felsformationen sind mit einem ca. 4 km-Rundgang hervorragend erschlossen. Der Besucheransturm hielt sich im Mai in Grenzen. ....und das war dann noch der besondere Hammer: Morgens vor dem Aufstehen kam die Müllabfuhr, zu zweit. Der erste sammelt den Müll wie gewohnt, der zweite war eine mobile Mülltonnenwaschmaschine! Habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen. Fortsetzung bald oder später...
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    So, nachdem wir unseren Bus jetzt gute 2 Monate besitzen und in Alltag und Urlaub schon recht intensiv genutzt haben, wollte ich ein paar unserer Eindrücke schildern...Auch wenn alles sehr subjektiv ist, ist es für den ein oder anderen vielleicht interessant oder hilfreich und ich kann etwas zurück geben, da ich hier bisher von vielen vielen Tipps profitiert habe. Danke dafür! Noch ein paar Worte zu uns: Wir campen seit etwa 15 Jahren mit unterschiedlicher Ausrüstung- die letzten Jahre waren wir mit Auto und Wohnwagen unterwegs, haben zwischendurch an Wochenenden aber auch gerne mal gezeltet. Einen VW-Bus hatten wir noch nie, das war immer ein Traum, der sich jetzt erfüllt hat. Da er unseren Skoda Octavia ersetzt hat, ist er auch Alltagsfahrzeug. Aber jetzt zum Bus. Erstmal: Er heißt Paulchen🙂 Paulchen ist (wie im Profil beschrieben)ein ursprünglich weißer California Coast mit 110kw TDI und Frontantrieb. Er kam über Luxemburg zu uns und hat als Opfer des Auslieferstopps die Zeit von Ende Dezember bis Mitte April irgendwo in Hannover verbracht. Als er dann bei uns angekommen war, bekam er als erstes eine blaue Folierung im unteren Bereich und 18Zoll Alufelgen, was ihn von einem normalen T6 zu unserem Paulchen machte. Die ersten Tage verbrachten wir in unserer Freizeit dann damit, unser (teilweise schon länger vorhandenes) Zubehör im Bus zu verteilen bzw. einzubauen- ich liste mal das wichtigste auf und berichte kurz, wie wir klar kommen: -Austausch der Matratze oben gegen ein Calibed Roof (Calishop): wir haben die original Matratze nur probe gelegen, aber das hat uns schon gereicht, und da mein Mann oft Rückenschmerzen hat, wollten wir da kein Risiko eingehen. Auf dem calibed roof schlafen wir beide super. Teils liest man ja von Problemen mit dem durchgehenden Lattenrost- das ist für uns jetzt kein Thema. Einziger Nachteil ist, dass durch die dickere Matratze das Dach schwerer zu geht. Mein Mann hat das mittlerweile super drauf, ich schaffe es nicht allein, da mir für die letzten cm einfach die Kraft fehlt. Sollte ich mal allein unterwegs sein, werde ich unten schlafen. -Einbau des 800mm Heckauszuges aus dem Calishop, Bestückung mit Eurokisten aus dem Baumarkt: Mit dem teuren Auszug haben wir schon etwas länger überlegt- und jetzt sehen wir ihn als eines der notwendigsten Zubehörteile, die wir haben. Ich stelle es mir echt nervig vor, unter dem Gitter herumzukrabbeln und das Zeug herauszukramen. Und das Teil ist super verarbeitet und war schnell eingebaut. Und alles im Kofferraum hat seinen Platz und ist direkt zu finden. Für uns persönlich unverzichtbar. -Calicap (hat seinen Platz bei einem der Stühle in der Heckklappe): Haben wir bisher einmal über Himmelfahrt im Einsatz gehabt, wo es zeitweise heftig geregnet hat und wir sehr froh darüber waren. Sehr hochwertig und schnell übergezogen. Bei nur mäßigem Regen braucht man es nicht unbedingt, aber ich gehe davon aus, dass es im Herbst und Winter viel eingesetzt wird. Wir haben die Version mit 2 Fenstern in blau. -Sitzbezüge: https://www.apona-surf.de/ Etwas fummelig aufzuziehen und nicht 100% passgenau (aber fast), dafür wirklich robust und mit Feuchtigkeits- und Schmutzabweisender Beschichtung. Im Urlaub und vor allem im Kontakt mit meinem 2jährigen Bullibegeisterten Neffen haben sie sich schon mehr als bewährt. Dazu sind sie (zumindest nach unserem Empfinden) wesentlich hübscher als die karierten Originalbezüge und auch nicht zu teuer. - Brandrup-Utility und Multibox CarryBag für den Beifahrersitz: https://www.brandrup.de/de/brandrup-produkte/volkswagen-zubehoer/vw-fahrzeug-innen/vw-utilities/utilities-volkswagen-t6-t5-california-ocean-coast-comfortline/ Auch die sind zwar teuer, bieten aber für uns wichtigen Stauraum und sind qualitativ hochwertig. Wir haben darin Ladegeräte, Objektive für die Kamera, Fernglas, Lesematerial, Spiele und sowas verstaut. Die Carry Bag ist hinter dem Beifahrersitz auf dem Boden festgeklettet. -Einlegeböden in den Schrank neben dem Kühlschrank: https://calitop.eu/product_info.php?info=p15_schrankausbau-3.html Unserer Meinung nach wichtig, um den Stauraum im Schrank für Kleidung ordentlich nutzen zu können. Allerdings hat uns die Qualität nicht so umgehauen: eine der Schienen war zu lang und musste mit der Metallsäge gekürzt werden, der Einbau war fummelig. Jetzt passt aber alles. -Dachkleiderstange: https://calitop.eu/product_info.php?info=p64_dachkleiderstange.html Die hat ihren festen Platz unter dem oberen Bett und war eigentlich dafür gedacht, mal eine Jacke oder ein Handtuch aufzuhängen. Das haben wir bisher gar nicht gebraucht- was jetzt aber dranhängt, ist die Bulli- Lichterkette😉. Ob notwendig oder nicht, auf jedenfall ist es hübsch....auch wenn die kleinen Plastikbullis manchmal klappern bei schlechten Straßen.... -Positionierung des Porta Potti hinter dem Fahrersitz und Versorgung mit einer Abdeckung (https://shop.vwcamper.de/zubehoer/sanitaer/158/calipotti), damit wir tagsüber einen Hocker haben: Im Vorfeld haben wir viel überlegt, wo wir das Teil am besten unterbringen. Die Idee mit dem Küchenschrank hat uns nicht gefallen, da wir es irgendwie etwas befremdlich finden, das Klo beim Geschirr zu lagern (auch wenn es dicht ist und alles, aber trotzdem...). Vom Platz mal ganz abgesehen. Für die Bodenschiene gibt es eine Plastikhalterung mit Schraube, die irgendwas um 160 oder 170€ kostet....wir haben das Porta Potti dann zum Hocker gemacht und mit 2 Expandern hinter dem Fahrersitz festgeschnallt- hält einwandfrei und stört überhaupt nicht. Zur Außenwand hin passen noch 6 Getränkeflaschen, der Hocker dient tagsüber als Ablage für die Füße, und nachts haben wir dann die Toilette. Die ist für uns auch wirklich wichtig, da wir nachts nicht unbedingt raus möchten. -Schnur für das Aufstelldach: https://shop.vwcamper.de/zubehoer/zubehoer/102/sicherheitsleine-fuer-faltenbalg Auch wieder etwas, was wir für sehr wichtig halten. Diese günstige kleine Hilfe sorgt dafür, dass sich das Dach ganz problemlos einklappen lässt. Haben wir hier im Forum kennengelernt und würden wir jedem empfehlen. -Innenbeleuchtung in die Schränke: https://www.amazon.de/Bewegungsmelder-Iextreme-Bewegungslicht-batteriebetrieben-light/dp/B072JSS7SP/ref=mp_s_a_1_46?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1529851007&sr=8-46&pi=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=nachtlicht+mit+bewegungsmelder&dpPl=1&dpID=41Ao5ReAb-L&ref=plSrch Machen was sie sollen und sind super praktisch. Wir haben sie in Schublade und Schrankfächern. -Matratze für unten: https://www.amazon.de/Kaltschaum-Matratze-für-California-115x200x7cm/dp/B06XDSXMSG/ref=mp_s_a_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1529850740&sr=8-2&pi=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=matratze+t6+california&dpPl=1&dpID=31RLYFAFe3L&ref=plSrch Da wir überwiegend oben schlafen, wollten wir für unten keine so extrem teure Matratze. Mit dieser hier sind wir sehr zufrieden, finden sie weder zu hart noch zu weich. Unten schlafen wir, wenn wir sehr früh wieder los wollen oder bei massivem Wind. Der Platz ist etwas eingeschränkt, aber es geht noch ganz gut. -Insektenschutz für Schiebetür (das Teil mit den Magneten aus dem Lila Bus-Shop) und Fenster(das Gitter Original VW): Das Fenstergitter ist anfangs auch etwas fummelig, funktioniert aber gut, wenn man den Griff heraus hat. Das Teil für die Schiebetür geht mit den Magneten unkompliziert und schnell, leider haben wir aber nach wenigen Einsätzen schon einige Risse im Netz- es verträgt wohl nicht, wenn man es zusammenlegt, um es zu verstauen. Das ist etwas ärgerlich. Wir werden evtl die Risse mit Panzertape kleben. -Ergänzungsset zur Standheizung, falls es richtig kalt wird: https://calitop.eu/product_info.php?info=p71_standheizung-erweiterungsset.html Bisher haben wir es noch nicht benötigt, es wird wohl im Winter zum Einsatz kommen. -Kleiner Handstaubsauger, den man an die 12V Steckdose anschließen kann (da kann ich keine Bezugsquelle angeben, da wir ihn geschenkt bekommen haben): Das Teil nimmt nicht viel Platz weg und war im Urlaub recht praktisch. -Dusche: https://meinelement.com/meinmonsun/ Auch die haben wir im Urlaub beim Freistehen mehrmals benutzt und bisher hat sie sich bewährt: der Schlauch ist stabil und aus der Brause kommt für eine solche Dusche ein ordentlicher Strahl. Der Beutel hat den großen Vorteil einer weiten Öffnung, so dass man ihn gut befüllen und hinterher ordentlich trocknen kann. -Diverse Sachen wie Geschirr, Faltkanister, Wäscheleine, Kabel, Spiele, Deko und sowas alles Im Verlauf hat Paulchen außerdem noch eine Ampire-Alarmanlage mit Wegfahrsperre und eine Anhängekupplung bekommen. Radträger für 4 Räder (der originale für die Heckklappe) war schon dran. Paulchen im Alltag Wie oben beschrieben, ist Paulchen nicht nur Urlaubs- sondern und vor allem auch Alltagsbegleiter. Und auch der Alltag mit dem Bus macht Spaß, das fängt schon bei dem Weg zur Arbeit an....Im Vergleich zum Skoda Octavia vorher ist das Fahrgefühl ganz anders und ich musste mich die ersten paar Tage daran gewöhnen. Paulchen ist höher, etwas breiter und schaukelt mehr. Mittlerweile nehme ich das schaukeln aber gar nicht mehr wahr, auch an die Abmessungen habe ich mich schnell gewöhnt. Super finde ich die hohe und sehr entspannte Sitzposition. Man ist nicht so schnell und sportlich unterwegs, aber mit dem Bus will man das auch gar nicht. Beim Parken und Wenden hat mich anfangs erstaunt, dass er viel wendiger ist als ich dachte. Normale Parkplätze sind überhaupt kein Problem. Und nachdem wir jetzt in Norwegen unterwegs waren, weiß ich auch, wie Paulchen sich auf sehr schmalen Straßen, Serpentinen und beim Ausweichen von Schafen fährt. In allem habe ich jetzt richtig Übung.... Der Spritverbrauch liegt bei 7-8l bei überwiegend Arbeitsweg (12km einfach) und zwischendurch Landstraße und Autobahn bei max. 140 (wenn möglich eher 130). Schneller wird auch zu laut auf Dauer. Erwartungsgemäß ist das Auto kein Beschleunigungswunder, im Durchzug und am Berg merkt man aber, dass Kraft da ist und man kommt gut voran. Im Vergleich zu vorher muss ich häufiger schalten, und untertouriges Fahren mag er gar nicht...Obwohl ich von vorher ein schnelleres Auto gewohnt war (mit dem ich auch gerne zügig gefahren bin), vermisse ich das überhaupt nicht. Ich würde mich jederzeit nochmal für die 110kw entscheiden. Toll finde ich gerade jetzt im Sommer, dass ich viele Sachen einfach immer dabei habe: den Kühlschrank, den ich dann eine halbe Stunde vor dem Einkaufen anmache, Wasser zum zwischendurch Hände waschen, oder auch den Bikini, um bei Freunden spontan in den Pool zu hüpfen.... Bei einem Ausflug hat man zwischendurch schnell mal das Dach aufgeklappt oder sich einen Kaffee gekocht- und dadurch ein klein wenig Urlaubsgefühl. Was fällt mir sonst ein? Die normale Klimaanlage erfüllt für uns beide vollkommen ihren Zweck. Mit mehr Mitfahrern sieht das vielleicht anders aus, aber uns reicht das. Was ich etwas vermisse, ist das Kurven- und Abbiegelicht, das ich vorher hatte. Der Octavia hatte auch Xenonlicht, aber der Unterschied zu H7 beim Bus ist nicht ganz so krass wie befürchtet. Das mit dem Licht hat sich so ergeben, wir hatten da auch LED überlegt, aber ich finde H7 auch ok und würde auch beim nächsten mal das Geld lieber in andere Ausstattung investieren. Die Standheizung funktioniert gut, ein bißchen riecht und hört man sie zeitweise auch, aber wir fanden das nicht sehr störend. Bei Temperaturen im knappen Plusbereich nachts hat Stufe 2 bisher gereicht. Dabei haben wir meistens oben geschlafen, wo es dann etwas kühler ist. Bei der Kühlbox wurde uns Stufe 3 empfohlen, aber das fand ich etwas zu warm. Stufe 4 war bisher immer genau richtig. Sie wird auch wirklich schnell kalt, das ist sehr praktisch. Mit der Gasflasche haben wir bisher so etwa 25mal Kaffee gekocht (immer ungefähr einen Liter Wasser erhitzt) und vielleicht so 8 komplette Mahlzeiten und auch mal Wasser für den Duschsack heiß gemacht. Wir wollen die Tage mal schauen, wieviel noch drin ist. Für sehr geruchsintensives Essen und Grillen haben wir noch einen externen Kocher. Kritikpunkte: Nervig ist die normale Heizung (also nicht die Standheizung). Da wir den Bus ja erst Ende April bekommen haben, ist sie noch nicht oft zum Einsatz gekommen, aber irgendwie erinnert sie an eine schlecht zu regulierende Dusche: erst muss man relativ hoch drehen bis sie warm wird, und dann wird es schnell zu heiß. Man braucht viel Fingerspitzengefühl beim betätigen des Rädchens. Einmal eingestellt, bleibt es auch nicht unbedingt so: plötzlich wird es ohne Zutun wieder kalt oder viel zu warm. Ich denke nicht, dass es so sein soll, und werde das bei der ersten Inspektion prüfen lassen. Die Verdunklungen vorne an der Windschutzscheibe wirken recht filigran und empfindlich. Die anderen sind absolut ok. Die Steckdose zum Aufladen von Handy oder Laptop, die auch ohne Landstrom funktioniert, könnte etwas weiter oben platziert sein, so ist sie etwas umständlich zu erreichen. Nicht so gut erreichbar ist auch die eine 12V- Steckdose neben der hinteren Sitzbank. Macht aber nichts, da es noch 3 andere gibt;-) Unser persönliches Fazit Ok, man kann natürlich diskutieren über neue Autos, Diesel, Lieferstopp, Verarsche, schlechte Informationspolitik und sowas alles, und ob man das unterstützen soll oder nicht.....für uns persönlich stehen diese ganzen Diskussionen im Hintergrund, aber da hat jeder seine Meinung. Camping ist unser Hobby und hat mit jeder Ausrüstung Spaß gemacht- wir haben uns aber schon oft vorgestellt und davon geträumt, mit einem VW-Bus in Europa herumzufahren. Jetzt haben wir wirklich einen, wir haben ihm monatelang entgegen gefiebert und ihm einen Namen gegeben...und es macht einfach nur Spaß. Im Vergleich zum Gespann fahren ist es sehr unkompliziert. Ich komme super mit dem Auto klar- Gespann fahren habe ich mich nur ganz selten getraut. Für meinen Mann ist es sehr entspannend, dass er im Urlaub nicht mehr die ganze Zeit fahren muss. Wir hatten etwas Bedenken wegen Platz und Schlafkomfort, aber beides klappt so gut, dass wir unseren Wohnwagen verkaufen werden. Wir haben viele Ideen, die mit einem 7m langen Wohnwagen eher nicht funktionieren. Also: wir sind erstmal sehr glücklich mit Paulchen, haben jetzt etwas mehr als 7500km und hoffen natürlich, dass wir keine enttäuschten Werkstatt-Dauergäste werden. Die Kritikpunkte sind minimal und es ist einfach ein tolles Auto. Was steht noch an? -Noch geplante Anschaffungen sind Thermomatten für den Winter (da haben wir die von Projekt Camper im Auge) und ein Calicave. -Außerdem wollen wir den Sichtschutz beim Duschen noch optimieren, das ist bisher noch etwas provisorisch. -Die Lautsprecher wollen wir evtl durch bessere ersetzen und dabei die Türen etwas dämmen lassen. -Wir überlegen, mittelfristig verstärkte Stabilisatoren nachzurüsten. -Auch die Dämpfer für die Heckklappe sollen vielleicht verbessert werden. -Und ansonsten gibt es immer wieder noch einige Kleinigkeiten zu ergänzen und zu basteln.....
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