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Aufstelldach sturmsicher?


calimerlin

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Hallo,

Wind hatten wir am Atlantik und auch an der Nordseeküste schon extremen, aber das war kein Vergleich zum Wind am Kap Corse.

 

Am Atlantik waren wir noch ohne Mütze unterwegs - es wurde durch den Schlagregen innen feucht. Vergangenen Sommer standen wir in Sankt-Peter-Ording. Dort waren die Kiter mit den sehr kleinen Kites unterwegs und es gab keinen Strand mehr. Diese Merkmale dürften Insidern zur Windstärke reichen! :D Zunächst standen wir ohne Mütze ... nachts haben wir sie im Nachtgewand bei Schlagregen (Es wurde wieder innen feucht) aufgezogen. Das war schon ziemlich ätzend ..., aber wir sind wieder getrocknet und es wurde auch merklich leiser. Am Tag davor hatten wir bereits den Hintern gedreht!

 

Letzten Herbst standen wir auf dem Kap Corse, ganz allein in Sichtweite des Leuchtturms. So - wie am Meer üblich - drehte der Wind von ablandig auf auflandig und es wurde durchweg stürmisch, das Dach wackelte beträchtlich! 8o Daraufhin haben wir es unter großen Mühen geschlossen! Dazu war ein Beobachter und Gehilfe von außen sowie 2 Personen, die das Dachzelt innen "verarzten" von Nöten! Der Wind fuhr immer wieder unters Dach und der Motor schaffte das Einfahren kaum. Außerdem blähte sich das Dach immer wieder nach außen auf und hätte sich ohne den äußeren Halter und die 2 "Falter" innen außen verklemmt. Wir haben dann innen zu dritt geschlafen. Das geht auch, bietet aber für einen Schläfer weniger Bequemlichkeit. Dieser (unser schlanker Sohn =)) schlief auf dem vollkommen in den Fahrgastraum gezogenen Beifahrersitz, sodass dieser in Schlafstellung gestellt werden konnte. Die langen Beine parkten auf der umgeklappten Sitzbank. Wir beiden (Jörg und ich) schliefen mit dem Kopf zur Heckklappe. Fussel war im Fußraum "eingeklemmt". Für eine Nacht geht das mal. (Wir hatten das auch schon im Hafen von Livorno probiert.)

 

Winderprobte Grüße von

callivan

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  • 3 Jahre später...

Hallo

 

Letztes Jahr waren wir in Dänemark und hatten an der Nordsee mehrere Tage Sturm mit Böen um 80-100 Km/h. Das Dach bei meinem Beach hat alles klaglos überstanden. Nur war an das schlafen im Oberstübchen wegen der doch nicht unerheblichen Geräuschkulisse nicht zu denken. Die Gasdruckdämpfer beim Beach haben alles schön oben gehalten und es hat sich auch nichts verdreht.

 

 

Lg

Hanspeter

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  • 4 Monate später...

Hallo winderprobte Califahrer,

 

wir standen vor 3 Wochen mit unserem Beach direkt am Gletscher. Am Abend zog dann ein heftiger Wind auf, der die aufgestellten Liegestühle und Werbbanner durch die Lüfte hat fliegen lassen.

gottseidank nicht in unserer Nähe. Am nächsten Tag mussten sie einen ganzen Teil des Skigebites wegen Sturm abschalten.

das war sicher noch nicht mit Sturmböen von der Nordsee vergleichbar, aber zumindest diesen Sturm hielt das manuelle Dach ohne Probleme aus, außer das sich die oben schlafenden Buben über den Lärm beschwert haben. ( ...Dank anstrengendem Skitraining haben sie dann aber schnell wie die Murmeltierchen geschlafen:D).

das Dach stand natürlich windabgewandt offen.

 

viele stürmische Grüße,

Sabine

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Hallo

 

Wenn man bei offenem Dach die Bettplatte hochstellt,bekommt man zusätzliche Stabilität ins Dach. Dann wird die Bewegung des Daches merklich weniger.

 

LG

Hanspeter

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Hallo,

 

Das Hydraulische Dach steht natürlich erheblich stabiler las das manuelle.

Der Beach hat ja nicht die stabile Metallkonstruktion wie bei der Hydraulik.

Wir haben ja auch schon in Ehrwald erlebt, wie ein Beach - Dach unter der Schneelast

einfach zuklappte.

Zum Glück lag da niemend drin.

 

Beim Beach könnte man ja durch zusätzliche teleskopierbare Stangen

für mehr Spannung im Balg und Windstabilität sorgen.

Würde auch bei starker Schneelast das zuklappen verhindern.

 

Gruss,

 

Stephan

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Servus Stephan,

 

beim Thema Schneelast bin ich bei Dir (auch wenn mein Beach-Dach nur wenige Meter daneben problemlos aufgestellt blieb). Aber beim Wind würde ich mir doch weniger Sorgen machen, dass dieser mir das Dach zuklappt :confused:

Ich denke aber auch, dass die beiden Teleskopfedern vorn kein Beitrag zu einer seitlichen Stabilität beitragen. Und ein ordentlich straff gespannter Balg ist sicher auch kein Nachteil. Also doch mal über Teleskopstangen nachdenken :(

 

Grüße,

Erik

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  • 6 Monate später...

Kommen gerade von Sardinien zurück und hatten teilweise Nächte mit bis zu 85kmh in den Böen.

Bis auf ein feuchtes Innenzelt bei fast horizontalem Regen hat der Cali das Ganze problemlos überstanden.

 

Allerdings trägt die Geräuschkulisse im Dachzelt durch schlagen/flappen des Zeltbalgs (besonders bei Böen) nicht besonders zum Schlafkomfort bei.

Habt ihr evtl. Tipps um Geräusche des Dachzeltes zu verringern? Wir nutzen die Sicherheitsleine für das Dachzelt aus dem Shop und haben eine Dachbox mit ca. 50kg (was vermutlich nicht unbedingt die Spannung des Zeltbalgs erhöht...).

 

Danke und VG,

Stefan

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  • 5 Jahre später...

Hallo Leute,

 

das Thema ist Jahre alt, erscheint aber bei Google schön weit oben, deswegen antworte ich hier auch mal. Von diesem Sommer sind folgende Erfahrung, mit einem 2014er T5.2 Beach mit manuellen (Original) Aufstelldach (nicht nach-imprägniert oder so). Ich stand in den Bergen auf 1800 m Höhe mit dem Vorderteil zum Wind - also maximale Fläche in den Wind. Konstant > 75 km/h, Böen bei ca. 90 bis 100 km/h, alles vorne auf den Balg. Dazu Schlagregen. Und das 10 Tage lang, jeden Abend oder Tag aufs Neue. Keine Haube o.ä.

 

Der Balg hat problemlos gehalten. So lange es nur Regen war, hat auch nichts durchgedrückt. Es kam immer wieder Sonne Vormittags, die mir den Balg durchgetrocknet hat. Nachts war er dann vollkommen Nass von außen, innen blieb er aber trocken.

 

Nur an einem Tag, da gabs auch noch Hagel von vorne, auf den Balg - bei Wind > 70 km/h - das hat stellenweise durchgedrückt und ich hatte kleine Mengen Wasser auf dem Karosserieteil vorne innen, direkt am Balg. Handtuch drauf und gut war.

 

Geschlafen habe ich oben auch, zumindest nach den ersten paar Tagen, als ich sicher war, dass es hält. Die erste Nacht war eher schlaflos. Aber der Balg spannt einfach gut durch und hält dann Stand. Bei Böen schlägt der Bulli ganz schön aus. Geknarzt hat nichts. Ich denke auch dass die Belastungen von vorne (aufreißen) und hinten (aufdrücken) am Besten ausgehalten werden, da die Spannkräfte letztlich über den gesamten Balg verteilt werden. So lange es also keine lokalen Spitzen gibt, sollte alles standhalten. Ich würde vermuten, dass seitlich schlimmer ist als von vorne.

 

Viele Grüße,

Sebastian

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  • 4 Jahre später...

Hallo zusammen,

 

Okay, dann möcht ich auch mal meine Erfahrung zum Thema Sturm kundtun.

 

Ich bin ja gern und viel in Kroatien unterwegs und gerade im Herbst ist da die Bora sehr geliebt und gefürchtet. Ich stand im Camp Stine, etwas nördlich von Starigrad-Paklenica, netter kleiner CP, etwas alternativer. Doch man konnte nur parallel zum Meer stehen, weil hinter einem gleich die Fahrt für die anderen Stellplätze war. Sprich, Bulli-Popo in Wind drehen war nicht möglich, weil der Stellplatz es nicht hergab.

Es war zwar Wind für die Nacht angesagt, aber mit max. 60 kmh. Da ich im Kofferraum viel Zeugs auf der Matratze hatte (Hundeanhänger, Liege etc) überlege ich mir immer dreimal, ob ich das Dach zumache und unten schlafe, weil das mit einigem Aufwand verbunden ist: alles ausm Kofferraum räumen und bisschen 'verpacken' um es dann wind- und regensicher unters Auto legen zu können.

Und da ich auf Istrien schon locker Wind mit 60 kmh oben überstanden hatte, dachte ich, ich lass das Dach offen und schlaf oben. Tja, was soll ich sagen... nachdem der Zeltbalg so gegen das Gestänge geschlagen hat, dass an keinen Schlaf zu denken war und das Auto sich auch hin und her bewegte, entschied ich um halb vier Uhr morgens das Dach zu schließen und nach unten umzuziehen. (Ich hatte da oben auch einfach Angst, dass es nicht mehr standhält.) Zerrte also das Zeug von der Matratze, bugsierte es unters Auto, immer meine Aimée im Blick, die nervös raus und rein hüpft... Dann schloß ich das Dach, wobei eine Böe mir den Zeltbalg auf der Wind und Meer abgewandten Seite nach außen drückte und ich wieder etwas öffnen durfte, um den Zeltbalg nach innen zu schieben: GsD nix passiert am Balg oder Gestänge.

 

Ein paar Tage später auf Murter fiel mir bzw. meinem netten Stellplatznachbarn, auch ein Cali-Fahrer, auf, dass es die rechte vordere Ecke des Zeltbalgs, also auf der Beifahrerseite, die im Camp Stine volle Kanne im Wind gestanden hat, etwas aus dem 'Dachdeckel' herausgezogen hatte... sodass von Innen bei genauem hinsehen gar etwas Licht durchschien.

Der Zeltbalg hatte sich also an dieser Ecke etwas gelöst, ziemlich sicher aufgrund des starken Winddrucks in Starigrad- Paklenica. Denn wie mir die nette CP-Betreiberin am nächsten Morgen nach der Sturmnacht gesagt hatte, waren es nicht nur 60 kmh in der Nacht gewesen, sondern vermutlich sogar Boen mit bis zu 100 khm. 😕

 

Was hab ich daraus gelernt:

Bei angesagtem Wind von 60 kmh, mach ich mein Dach zu, weil Wind und gar Windboen auch immer stärker als vorhergesagt sein können. Sprich, ich behalte bei Wind den Wetterbericht im Auge...

 

GsD hab ich den Schaden zwischenzeitlich schon selbst behoben. Selbst ist Frau. 😊💪 Wobei ich erst einen Sikaflex Kleber verwendet hatte (war mir vom netten Nachbarn empfohlen worden), was nicht gehalten hat. Vor 2 Wochen jetzt mit einem Technicolor Kleber gearbeitet (auf Empfeglung einer Fachfirma, die Klebstoffe vertreibt und einen super Kundenservice und Beratung hat) - mal schauen, was der Wind-Test bringt. Bis jetzt hält es.

 

Ich schau mal, ob ich vom Schaden noch ein Foto finde, dann stell ich es ein.

 

Herzliche Grüße Gitti mit Aimée 😊🐶

Bearbeitet von GittiF
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Hier mal ein Bild von 'der Ecke'.

 

Da hab ich den Zeltbalg wieder in die Halteprofilschiene wieder manuell reingedrückt gehabt, glaub ich. Deshalb ist der Schaden jetzt auf dem Foto nicht zu erkennen...

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