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Geoluchs1

300 Watt Solaranlge am T6 California

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Geoluchs1

Hallo Zusammen, 

 

nachfolgend möchte ich kurz erläutern, wie ich meine Solaranlage geplant und durchgeführt habe. 

 

Endlose Zeit habe ich in den einschlägigen Foren verbracht und recherchiert wie ich eine Solaranlage auf dem T6 California aufbauen könnte. Dabei sei nun erstmal Danke an Alle gesagt, denn alle zusammen bringen das Forum nach vorne und tragen zur Bereicherung bei. Nur so können wir zusammen weiterkommen und neue „Horizonte“ erreichen. Spezieller Dank an LumoBulli, ibgmg, Alexander70 und Ansgi.Mobil und Widby aber auch der gute Tom50354 hat schließlich erklärend auf die Sprünge geholfen. 

 

Die Grundfrage zunächst, welche Solarkollektoren, dann die Anordnung, längs oder quer zur Fahrtrichtung. Wie ist es am besten mit der Befestigung an der C-Schine auf dem Dach. Später ein wichtiger Punkt die Kabeldurchführung ins Wageninnere, dann die Kabellage selbst im inneren des Bullis. Welche weiteren elektronischen Bauteile neben dem Laderegler, welcher Laderegler überhaupt? 

 

 

Aber der Reihe nach:

Die Grundfrage nach den Kollektoren und die Befestigung 

 

Es stellt sich die Frage nach der Ausrichtung und damit zusammenhängend die Frage nach der Größe und Leistung der Kollektoren. Ich fand die 300 Watt Idee der schweizerischen Spezialfirma Calisolar immer recht nett. Mir schien der Aufwand gegen über der hier üblichen Solarausrichtung (quer zur Fahrtrichtung) aus dem Shop vergleichbar. OK, dann sollte es ein Nachbau des Solarfeldes der schweizerischen Firma werden.

 

Das Ausmessen der Abstände und Fläche für ein großes Aluträgerblech ist nicht einfach. Aber ebenso die Umsetzung durch die Metallbauer. Eine Schwierigkeit bestand darin zu erkennen, dass das Blech um 2 Grad geknickt sein muss, also zu den Fixpunkten 90 Grad gegen Fahrtrichtung, zusätzlich ist das Dach in Fahrtrichtung gewölbt, dieser Bogen muss ebenfalls flexibel mit dem Kollektor zu vereinbaren sein. Die 2 Grad hatten die Metallbauer gebogen, zusammen mit den anderen Kanten. Die in Fahrrichtung ausgeschnittenen Blechrandteile sind wichtig, damit sich das Blech in Fahrtrichtung biegen lässt, die Verkanntung verhindert das ansonsten. Vom Metallbauer hatte ich bewusst keine Löcher und Abstände einschneiden lassen um evtl. selbst die korrekten Bohrungen einzuschneiden. Das ist zwar prinzipiell richtig gedacht, beim nächsten Mal würde ich das Blech komplett mit allen Löchern und Schnitten in Längsrichtung anfertigen lassen. Im Fachbetrieb haben die das Blech mit dem Laser geschnitten, ich hatte mit der Stichsäge ein schwächeres Hilfsmittel. Das Alublech ist nicht eloxiert worden. An der Unterseites des Alubleches wurden im Abstand der vorgegebenen Dachstruktur Moosgummistreifen 20x3mm verklebt. Insgesamt etwa 6 m zusätzlich die Auflage des Alubleches am C-Profil.

 

Das fertige Blech mit den Ausschnitten wurde zuerst mit 200er Schmirgelpapier angeschliffen, dann mit Aceton, dann Alkohol (Isopropanol) und schließlich mit Primer behandelt. Bevor ich das Modul geklebt habe, habe ich Nichtklebebereiche mit Kreppband abgeklebt, damit man überflüßiges Klebezeug leicht entfernen kann. Danach wurden die Kollektoren mit Sikaflex 252 geklebt. Zusätzlich habe ich die Kollektoren mit Senkkopfschrauben in den Ösen festgeschraubt, das könnte man sich sparen, denn Sikaflex hält super, wie mir scheint. Das Alublech selbst hält in der Verankerung in dem C-Profil auf dem Dach. Hier habe ich eine U-Aluleiste genommen und in 7 cm lange Stücke zerschnitten, in der Mitte habe ich eine Bohrung für eine 8mm selbstsichernde Mutter eingelassen, diese wurde hier festgeklebt. Das U-Profil wird nun auf dem Kopf in die C-Schiene eingeschoben, so dass die Mutter unten ist. Zum Festschrauben habe ich Linsenkopfschrauben verwendet. Meine waren leider 3 mm zu lang, so dass sie oben auf dem Alublech mit 3mm Abstand unterfüttert werden mussten, mit Unterlegscheiben wäre es eleganter. Mir reichte das, da man das sowieso nicht sieht. Man muss jedoch aufpassen, die Schrauben nicht einfach zu tief einzudrehen, dann durchstoßen sie die C-Schiene an der Basis.

 

Ich hatte zunächst auch die Idee, hier mit Hammerkopfschrauben (die hätten ein Verdrehen in der C-Schiene verhindert) zu arbeiten und oben eine selbstsichernde Hutmutter zu nehmen, das hätte aber nicht so gut von der Seite ausgesehen und das Auto wäre 1,5 cm in der Höhe gewachsen ;)

 

Bei den Kollektoren war ich zunächst bei der Firma Wattstunde im Gespräch, es zeigte sich jedoch schnell, dass die keine Garantie der aufgeklebten Kollektoren übernehmen wollten. Das erschien mir jedoch wichtig, denn aus den Problemen hier im Forum, wollte ich hier mir kein Ei ins Nest legen. Deshalb kam ich so zu Offgridtec. Hier muss ich sagen, dass die Firma mich immer gut supportet hat und nie müde wurde, meine quälenden Fragen zu beantworten. Der Preis für das Gesamtpaket war schließlich auch in Ordnung. Alles passte. Deshalb habe ich hier meine Kollektoren und das andere Zeugs gekauft.

 

Während des Klebeprozesses der Kollektoren beschwerte ich sie gleichmäßig mit PET Flachen 1,5 kg, das erschien mir OK, denn das Blech war ja gebogen und ich wollte unbedingt einen gleichmäßigen Andruck erzeugen.

 

 

Die Verkabelung im Innern des California

 

Grundsätzlich ist es prinzipiell nicht schwierig, die Verkabelung vom Solargleichrichter an die Campingbatterie anzuschließen. Aber des führen immer mehrere Weg nach Rom. a) eine permanent Ladung der Starterbatterie und der Einsatz des CU Solarmoduls machten eine paarige Kabelführung vom hinteren oberen Schrank bis unter den Fahrersitz nötig. Die Funktionsweise des CU Solarmoduls wird an anderer Stelle hier im Forum ausgiebig erläutert. 

 

1. Batterie im Schrank herausholen, Zugdraht unter den Kühlschrank und ein doppelt Kabel einziehen. a) Kabel vom Laderegler (oben im Beschränk hinten) zur Erhaltungsladung zur Starterbatterie, b) violettes Kabel unter dem Kühlschrank ebenfalls (a+b) nach vorne unter den Fahrersitz ziehen. (Die CU-Solarcontrolmodul verlangt den Kontakt zu dem violetten Kabel)

 

Das Kabelpaar über den Schutzwassertank nach vorne an die B-Säule, hier dann die Seitenverkleidung der Fahrertür B-Säule abnehmen und das Kabelpaar nach unten auf den Fußboden führen. Die Verkleidung muss unten am Teppich ausgeklinkt (angebohrt) werden, da ansonsten das Verkleidungsteil nicht in die vorgesehenen Klipps zurückgesteckt werden kann. Wenn das Kabel unten rauskommt, kommt es an der hinteren Fahrersitzklappe in den Innenraum des Fahrersitzes und wird dann an die Starterbatterie bzw. an das Steuergerät der CU Solarcontrolmodul angeschlossen. Hierbei erwies es sich als schwierig, welches nun das Starterbatteriekabel war, denn alle Batterien waren stromlos. Wenn man die Starterbatterie nun wieder angeschlossen hätte, hätte es einen Fehlereintrag (Airbag) wegen des ausgebauten Fahrersitzes gegeben. Ich glaube ich habe die Campingbatterie angeschlossen und konnte nun die Starterbatterie als Quelle ausschließen. Leider kommt man mit der Kabelführung im Küchenschrank vom Schutzwassertank nicht direkt nach unten zum Fahrersitz, dann könnte man sich den Ausbau der B-Säulenverkleidung sparen. Dieser Ausbau war mit Sicherheit der elendigste Part der Demontage, hier insbesondere die richtige Position beim Rückbau des Anschnallgurtes wieder richtig einzusetzen war „tricky“

 

Die Position des Solar-Ladereglers sollte bei mir im obersten hinten Schrank sein. Von hier aus dann das Kabel zu Campingbatterie im unteren Schrank, die Kabel werden hier am Wassertank vorbeigeführt, das ist problemlos möglich. Die Kabelführung muss allerdings nur mit einem (!) Kabel (+-Pol) vom Laderichter zur Batterie geführt werden. Der „Minus-Strom“ wird vom Laderichter direkt an die Masse (Fahrzeugmasse) angeschlossen, davon hat es im Schrank einen brauchbaren Punkt (siehe Foto) der evtl. im Forum als solcher bestätigt werden kann, ich habe jedenfalls keinen extra geschaffen. Außerdem habe ich einen Temperaturfühler mit installiert, den habe ich am +-Pol der Campingbatterie zusammen mit dem +Kabel angeschlossen. Ob das Sinn macht vermag ich nicht zu sagen, habe das Gefühl, dass man den Temperaturfühler sich schenken kann. Soeben lese ich das eine parallel Verschaltung der beiden Campingbatterien eine diagonalen Anschluss an den beiden Batterien verlangen. Das habe ich so nicht gemacht, evtl. ist es so auch nicht möglich, da ich das CU Solarmodul eingesetzt habe. Der „Minuspol“ wir hier als Masseanschluss definiert - oder? Evtl. bitte korrigieren, Danke! OK, dann haben wir die Kabelführung auch im Wesentlichen abgehandelt.

 

Kabeldurchführung ins Wageninnere

 

Das ist das Kapitel, welches am heftigsten im Forum diskutiert wird. Tja, ich kann auch nicht sagen, wieso. Aber schließlich weiß es jeder für sich am besten, wie man mit den 2 oder 4 Kabeln ins innere kommt. Die Version, das Dach anzubohren, kam für mich nicht in Frage, denn ich wollte die Hülle nicht anbohren, die schweizerische Firma Calisolar bauen Spiralkabel ein, damit der Hub des Daches flexibel aufgefangen werden kann, andere gehen durch die Gummischläuche der Heckklappe. ich habe eine viel einfachere Version gewählt. Ich bin durch den Zeltbalg gegangen. Einfach zwei Ösen in den Stoff eingefügt und fertig. Hat ein Sattler schnell und einfach gefertigt. Das Loch wurde übrigens mit einem Lötkolben ausgeschnitten, das hat sogleich den Stoff verschweißt. Die Hülse wurde hinten mit einem Kunstleder verfüttert, damit sie nicht klappert und auf jeden Fall fest sitzt, das tut sie nun auch :) Die Ösen haben zusätzlich den Vorteil das sie in er Nähe der Federn sind, in denen die Kabel weiter nach unten geführt werden können. Sollte man die Solaranlage später mal rückbauen, sind die Ösen eine kleine Frischluftöffnung (als wenn die immer schon da wären,…, oder sie bekommen einen Stopfen). 

 

Von den Solarkollektoren also durch den Balg, dann durch die Feder unter die Matratze, dann an der linken Bettschale (Alu) in den Schrank, von dort 40 cm zum Laderichter. Das Solarkabel (Kollektor) habe ich unmittelbar nach dem Eintritt, also hinter der Öse (innen) abgeschnitten und mit einem flexiblem Kabel 6mm2 verbunden, da durch das ständige hoch- und runterfahren des Daches das steife Solarkabel brechen kann. Die Kabel sind dann nach der Feder zusammengeführt (re+li Kollektor) und parallel geschaltet. Dann als 2 x 6mm2 zum Laderegler. Beim Durchstossen des Bettrahmes (Aluschale) muss unbedingt die scharfe Kante, die durch das Bohren entstanden ist, mit einer Hülse geschützt werden, ansonsten könnte das Kabel hier durchscheuern. Die Kabel habe ich zusammen gelötet und mit 2 Lagen Schrumpfschläuchen behandelt. Ebenfalls auf die Polarität der Kabel achten, hier nichts vertauschen.

 

Nach dem Laderegler habe ich zusätzlich ein Bluetooth Connector und ein LCD-Solar Computer eingerichtet. Leider habe ich es nicht hingekriegt, den Solarcomputer bündig in das Seitenteil einzulassen, wie andere das im Forum gemacht haben. Es war nicht möglich, da das Ding einfach zu dick ist und das Seitenteil gibt hier zu wenig Tiefe frei.

 

Alle Votronic Komponenten habe ich mit Klettband an den Schrank angeklebt. Das hält bisher super. Kabelführung habe ich mit Kabelsockel für Kabelbinder ausgestattet. Ganz oben auf dem Dach fehlen noch schwarze Sockel.

 

Und das Wichtigste: Die Anlage läuft! Viel Spass bei der nachmache und immer viel Strom und nette Touren

 

Geoluchs

 

 

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Geoluchs1

verwendete Materialien:

Alublech vom Metallbauer (160 €)

Moosgummistreifen 20x3mm 10 m

2x Offgridtec ETFE SPR-F-140 V2 150W

Votronic MPP 350 Duo Digital 21A 12V MPPT

Votronic Bluetooth Connector S-BC

Votronic LCD-Solar-Computer S für MPP

3 Stück Sikaflex 252 inkl. Primer

Votronic® Temperatur-Sensor mit M8 Schraubbolzen

1,5m Batteriekabel mit 25A Sicherung M8-Ringkabelschuh (braucht man nicht unbedingt, da nur ein Ader gebraucht wird

6,0mm² Standard KFZ 6mm² Flachsicherungshalter inkl. Kabel 

2 m 6,0mm² Messader hochflexibel von Voelkner

30 A Messsicherung von Voelkner

 

Linsenkopfschrauben M8 X 20/20 mit Flansch ISO 7380, Innensechskant, Vollgewinde, Edelstahl A2

10 Stück Rosette (gestanzt) für M 3 Edelstahl A2 (NF E 27-619

20 Stück Sechskantmuttern M3 niedr. Form DIN 439 Edelstahl A2

10 Stück Sechskantmuttern M8 niedr. Form, selbstsichernd, Polyamidklemmteil DIN 985 Edelstahl A2

 5 Stück Senkkopfschrauben M 3x6/6 mit Innensechskant DIN 7991 Edelstahl A2

5 Stück Senkkopfschrauben M 3x12/12 mit Innensechskant DIN 7991 Edelstahl A2 

1 Stück 10 Stück Hülsenmuttern M3 X 7 mit Senkkopf u. Innensechskant Edelstahl A1

5m 6mm² Profi-Verbindungskabel Solarmodul zu Solarladeregler

1 Stück 2 Stück Linsenkopfschrauben M6 X 40/40 mit Flansch ISO 7380, Innensechskant, Vollgewinde, Edelstahl A2 AngebotsNr.: 112608174418

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