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T7 Ocean: Batterie-/Solar-Upgrade – Überlegungen + Fragen


tobylax

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen 👋

 

Ich möchte gerne unsere Überlegungen zur Aufrüstung der Aufbaustromversorgung im California T7 Ocean TDI teilen und freue mich sehr über euer Feedback. Ich habe viele Informationen und Erfahrungen aus verschiedenen Foren zusammengetragen und hoffe, dass die Zusammenstellung auch für andere hilfreich ist.

 

Wer wir sind

Wir haben keine Camper-Erfahrung, leben in der Schweiz, ich habe etwas Informatik/Technik Erfahrung und gehe Themen gerne systematisch an: Annahmen klären, Strompfade verstehen, Risiken minimieren, dann erst kaufen/umbauen.

Wir bekommen unseren Freddi voraussichtlich im Mai 2026.

Unser typischer Gebrauch

Meist Wochenend-Nutzung: Do/Fr bis Sonntag. Wir werden vermutlich oft 1–3 Nächte frei / ohne Landstrom stehen mit ~30-60min Fahrt pro Tag. Gelegentlich Campingplatz, aber eher nicht als Standard. 2 Personen, VW Ocean Kompressor-Kühlschrank, LED-Innenlicht, Smartphones, Kameraakkus, Kaffee/Induktionsherd optional. Geschätzter Gesamtverbrauch sowohl Winter als auch Sommer ≈ 650 Wh / Tag. Optional Kaffee ≈300 Wh / Tag.

Was wir verstanden haben

Grundlogik (vereinfacht)

  • Aufbaubatterien (2x 12.8V 40Ah LIFEPO4 9J1 915 105 SY und 660A, Maße mit Pole sind LxBxH  175x160x190) speisen das 12V-Netz im Wohnraum (Verbraucher wie USB-Steckdosen, Wasserpumpe, Kühlschrank, LEDs, etc…) und eine 230V-Steckdose mit 300W.
    • 2×40Ah @ 12.8V ≈ 1’024 Wh brutto, nutzbar grob ~900 Wh. Das heisst nach 1.5 Tagen wäre der Saft alle!?

    • 30-60 Minuten Fahrt pro Tag sollte die Batterie mit 250-500Wh laden. (Ladestromstärke während Fahrt laut Foren ca. 10-15A und bei Verwendung von Maximale Batterieladung 30-40A)

  • Starterbatterie: 12V 68Ah/380A AGM 000 915 105 CC bzw. 000 915 089 BC für Startfunktion + Fahrzeug-Bordnetz (Motor, Getriebe, Beleuchtung, Fahrerraum)
  • Im Fahrzeug sind zwei getrennte Stromkreise vorhanden:12-Volt-Gleichspannung (max. 20 A gesamt) inklusive 230-Volt-Steckdosen mit Wechselrichter. 230-Volt-Wechselspannung(max. 13 Ampere gesamt), nur bei Landstrom.
  • Laden kann aus 3 Quellen kommen:
    • Landstrom: 230V außen → FI/LS → VW 230→12V Ladegerät → Laden Aufbaubatterie/12V und Erhaltungsladung Starterbatterie und 230V Netz.
    • Motor/Fahrt: Generator → Fahrzeugbordnetz → DC/DC → Laden Starterbatterie und Laden Aufbaubatterie/12V
    • Solar(Optional): Panel → MPPT → Laden Aufbaubatterie/12V
  • Camper-Unit (CU). Die Camper Bedieneinheit ist die Schalt- und Informationszentrale der Campingausstattung. LiFePo-Batterie kommuniziert über den LIN-Bus mit der CU (passiert das nicht, geht die Camperunit von einer fehlenden Batterie aus und schmeißt Fehlermeldungen, schaltet Geräte ab etc.). CU kann Verbraucher schalten.

Zielbild: Was wollen wir erreichen?

  • Kühlschrank + Handy/Licht/Kamera sicher über 2–3 Tage
  • Möglichkeit für kurze 230V-Lasten (Kaffee) – aber nur, wenn sinnvoll/effizient
  • Möglichst wenig Risiko / sauber integriert und gute Preis/Leistung.
  • Wenn möglich rückrüstbar & keine „Software-Hacks“

 

Optionen 1 - Powerstation – aktuell bevorzugt

Stufe 1: Wir werden mit dem normalen VW-Setup ohne Zusatzsystem starten. Alle Energiequellen, die das Fahrzeug für den Wohnteil bereitstellt, laden direkt die Camperbatterie, und alle 12-V-Verbraucher im Camperteil hängen an genau diesem Speicher. Erster Check im Mai/Juni wie das laufen wird - vermutlich jedoch zu wenig Energie und zu wenig Leistung.

Stufe 2: Eine Powerstation(zB. EcoFlow DELTA 3 Max) kommt dazu, aber zunächst noch ohne feste Kopplung an die Camperbatterie. Dann haben wir zwei getrennte Energiesysteme nebeneinander. Die Powerstation kann in dieser Phase separat über AC oder über ihren DC Eingang geladen werden und versorgt ihre eigenen Verbraucher unabhängig vom Fahrzeug. Jedes System lädt sich selbst und versorgt seine eigenen Lasten. Der Vorteil ist maximale Einfachheit und keinerlei Risiko von Rückströmen oder Ladekonflikten; der Nachteil ist, dass überschüssige Energie des einen Systems nicht automatisch dem anderen zugutekommt.

Stufe 3: Die Powerstation wird über den zB. EcoFlow Alternator Charger (500W oder 800W Version) mit der Camperbatterie verbunden. Laut Anleitung ist dieser ausdrücklich dafür vorgesehen, an die Camperbatterie angeschlossen zu werden. Im Lademodus nimmt das Gerät 12+V von Camperbatterieseite auf und macht daraus bis zu 500/800 W für die Powerstation, sobald die 12V Schiene angehoben wird. Der Alternator Charger kann begrenzt werden, wie stark er die Delta 3 lädt und man kann somit den Eingangsstrom regeln. Im Reverse Charge Mode läuft es genau umgekehrt: Dann nimmt es Energie von der Powerstation und gibt auf der 12-V-Seite 13,8 V mit bis zu 800 W zurück. Die saubere Energiepriorität in dieser Stufe lautet deshalb: Die Camperbatterie bleibt das primäre Fahrzeug-Hub, die Powerstation wird parallel daraus geladen, wenn auf der 12-V-Seite genug Energie vorhanden ist und der Alternator Charger im Lademodus ist. Die Energie kann vom Landstromnetzteil kommen oder von der Lichtmaschine.

Stufe 4: Hier kommt zusätzlich Solar dazu, und zwar an die Camperbatterie, nicht direkt an die Powerstation. Das Solarpanel speist über den Victron SmartSolar MPPT 75/15 zuerst in die Camperbatterie ein. Erst wenn der Alternator Charger aktiv im Lademodus ist, kann die Powerstation mitgeladen werden. So erhalte ich die gewünschte Priorität: Solar zuerst in die Camperbatterie, dann – bei aktivem Alternator Charger – weiter in die Powerstation. Realistische Werte: Sommer (gute Bedingungen): ca. 1.2–1.5 kWh/Tag. Übergangszeit: ca. 0.6–1.0 kWh/Tag. Winter (kurze Tage/Schlechtwetter): ca. 0.2–0.6 kWh/Tag. Solar 300W kann im Sommer und Übergangszeit kompletten Bedarf überdecken, im Winter nur erhalten. Hier denke ich aktuell an das Califaktur Solarmodul für VW New California T7 260Wp. Solar und Lichtmaschine könnten sich während der Fahrt kombinieren.

Fragen:

  1. Sind unsere Überlegungen zu Verbrauch, Laden und Logik korrekt?
  2. Wer hat im T7 eine „Powerstation-basierte“ Lösung sauber integriert und getestet?
  3. Wie ist das Verhalten beim Laden über Lichtmaschine/Landstrom/Solar? Wie viel Watt/Ampere gibt das VW System her? Kann man die Leistung erhöhen?
  4. Gibt es beim T7 Probleme, welche das Lademanagement durcheinander bringen?
  5. Alternativ wäre auch das System von Bluetti interessant mit dem Charger2 - hat damit jemand Erfahrung?

 

Aktuell depriorisierte Alternativen: Austauschbatterie – fertiges System wie zB Batterieschmiede Autarkiepaket PRO Volkswagen California T7 170Ah(2.18 kWh) oder andere beliebige LiFePO₄-Batterie

Überlegungen zu Garantie

Umbauten führen in der Schweiz weder automatisch zum Verlust der Gewährleistung noch der Garantie. Ansprüche entfallen nur dort und nur insoweit, wie ein Schaden nachweislich auf den Umbau oder eine unsachgemäße Installation zurückzuführen ist. Eine pauschale Verweigerung ist rechtlich nicht zulässig.

 

Ich möchte die nächsten Wochen nutzen, um das Konzept noch genauer durchzudenken – insbesondere mit Blick auf mögliche Rückströme, Ladekonflikte sowie das Energiemanagement auf den einzelnen Leitungen und Energiequellen.

Ich freue mich auf euren Input und die Diskussion.

 

Liebe Grüsse

Tobi

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Hallo,

 

Kaffeewasser mit Gas - und 2-3 Tage frei stehen müßte möglich sein. Wenn ihr mit knapp vollen Akkus startet.🙂

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Kleine Ergänzung:

 

Der T7 dürfte ja auch die MaxLaden-Funktion haben. Mit vollen Akkus am Ziel ankommen also kein Problem sein.

 

Mit dem T6 und dank "intelligentem Lademanagement" mit 80% geladenen Akkus waren 2-3 Tage mit tagsüber bei Hitze geforderter Kühlbox und nachts LSH möglich.

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Vielen Dank FreeDriver.

 

Schonmal schön zu hören, dass die Batterie länger hält. Dann waren vermutlich meine Annahmen vor allem bezüglich Kühlschrank und Standheizung zu aggressiv.

Ja der T7 hat die MaxLaden Funktion 👍

 

Grüsse

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  • 2 Monate später...

Unsere Freddy ist endlich da und die ersten Ausfahrten sind gemacht!

 

Mit Kühlbox auf Stufe 2-3 von 5, wenig Licht und zwei Handys laden schafft der T7 Ocean keine 2-3 Tage mehr, eher 1-2. 

Wir haben uns für das DJI-System entschieden: Power 1000 V2 als Powerstation, dazu den 1.8kW Charger – und irgendwann kommen noch Solarpanels dazu.

In den nächsten Tagen möchte ich den Charger an die Camperbatterien anschliessen. Vom Grundprinzip her ist mir klar wie es geht: Der Pluspol des Chargerkabels kommt mit der mitgelieferten Sicherung direkt an den Pluspol einer der Camperbatterien. Da der Ocean zwei Camperbatterien parallel hat und die Pluspole verbunden sind, ist es egal an welcher der beiden man ansetzt - siehe Bild unten.

Der Minuspol darf nicht direkt an den Batterie-Minuspol, weil dort der Batteriesensor sitzt - habe ich in Foren gelesen? Deshalb muss der Minuspol an einen Massepunkt der Fahrzeugkarosserie.

Ich habe mich heute auf die Suche nach einem geeigneten Massepunkt gemacht und einen ersten Kandidaten gefunden – direkt hinter den Camperbatterien (siehe Foto). Kann jemand bestätigen, dass das ein geeigneter Punkt ist? Spannung muss ich noch messen.

 

Grüsse

Tobi

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Bearbeitet von tobylax
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