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Bremsbeläge vorne wechseln - das kann xxxxx ?


Banko

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Hallo zusammen, ich habe die vorderen Bremsbeläge an meinem Grand California 600 gewechselt.
Das ging sehr einfach und schnell und hat mir mehrere hundert Euro gespart.  
Hier ein paar Gedanken:


1. Es geht super einfach und schnell:
Nachdem das Fahrzeug gesichert und aufgebockt wurde und der Reifen entfernt ist muss man lediglich zwei Schrauben lösen, um den Bremssattel abnehmen zu können.
Die Schrauben können entsorgt werden, sie werden gegen neue getauscht. 
Man muss noch zwei metallische Federn/Klemmen an den neuen Belägen aufstecken sowie die Führungsbleche gegen neue auswechseln und kann direkt die neuen Beläge einsetzen.
Dann noch die Bremsbacken mit einem passenden Werkzeug oder altmodisch mit einem Stück Holzlatte zurückdrücken, Brembssattel aufsetzen und mit den neuen Schrauben fixieren, fertig.

2. Verschleiß-Sensor vorne rechts ist empfindlich

Seid extra vorsichtig mit dem Verschleißwarnkontakt vorne rechts und der Feder, die ihn hält. Am besten löst Ihr erst den Clip am Bremssattel, der das Kabel mit dem Sensor verbindet, damit Ihr den Bremssattel vernünftig abheben könnt. Die neuen Bremsbeläge werden ohne Sensor geliefert, ihr müsst diesen dann dort wieder vorsichtig befestigen. Ggf. solltet Ihr den Sensor samt Feder/Klemme gleich zu den Belägen dazu bestellen, meiner kam ca. 7,- Euro. Das Ganze bleibt aber wackelig und irgendwie unbefriedigend. Hat aber bisher >40.000km gehalten, also toi toi toi.

 

3. Die richtige Teilenummer und die richtigen Bremsscheiben sind manchmal schwer zu finden.

Es gibt unterschiedliche Teilenummern, offenbar abhängig vom Produktionsdatum. Für mein Fahrzeug, das im Januar 2021 gebaut wurde, ist es 2N0698151 (bzw auch als 2N0 698 151 geschrieben)

Wenn ihr danach sucht, werden je nach Shop auch 2N0698151A angeboten. Die waren bei mir NICHT kompatibel !

Vertraut auch nicht den Bildern in den Shops, diese zeigen oftmals andere Bremsscheiben.
Ich habe folgende Bremsbeläge für ca. 70,- Euro verbaut:

  • Brembo Bremsbelagsatz, Scheibenbremse "PRIME LINE"
  • Art.-Nr. P 85 169
  • (interne Art.-Nr: 1410-138820 (BREMBO) bei kfzteile24.de) 

 

4. Wechselt früher als im Servicehandbuch angegeben

Laut VW Servicehandbuch liegt die Verschleißgrenze bei 3,5mm. Meine Bremsbeläge waren deutlich dicker - aber dennoch bereits verschlissen. Seht Euch die Bilder am Ende an!
Das Servicehandbuch lautet "D4B8066394A-Instandhaltung_genau_genommen.pdf" und ist zu finden bei VW mit dem kostenpflichtigen Webangebot VW ErWin unter https://erwin.volkswagen.de ).
Für 7,- Euro bekommt man eine Stunde Downloadrechte und sollte alles runterladen können, was man braucht.

 

5. Bremsflüssigkeitswechsel nicht vergessen

Im Gegensatz zum Bremsbelagswechsel ist der Austausch der Bremsflüssigkeit nicht ganz so simpel und kann eine ziemliche Sauerei werden. Ich würde das immer beim Freundlichen durchführen lassen. Kostet ca. 100 Euro. Das kann aber auch wirklich jede Werkstatt, viele sind günstiger als VW selbst. 
Beachte bitte, dass Bremsflüssigkeiten stark wasseranziehend sind und alle zwei Jahre laut VW Instandsetzungsplan getauscht werden sollten, auch wenn Ihr wenig fahrt. Denn sonst habt ihr einen hohen Wasseranteil der bei warmen Bremnsen zu einem kritischen Verlust der Bremskraft führen kann. Kennt Ihr vielleicht, wenn Ihr Alpenpässe fahrt. 
 

So, hier noch ein paar Fotos meiner alten Beläge. Die haben ca. 45.000km auf dem Buckel und sind drei Jahre alt (die ersten).
Die Dicke der Beläge ist nahezu noch wie am Anfang, aber sie haben stark gequietscht, vor allem bei der Nutzung des ACC.1
Sie haben Temperaturen zwischen -21°C mit viel Salz auf den Straßen mitmachen müssen ebenso wie Saharasand bei +45°C und sind recht stark oxidiert.

Dennoch bin ich erstaunt, wie stark der Lochfraß an einem Belag war. Was meint Ihr?

IMG_8934.JPG

IMG_8932.JPG

IMG_8933.JPG

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Muß man nicht auch noch die Handbremse mit einem Spezialwerkzeug zurückstellen?

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Es wurde der Wechsel vorn beschrieben.

 

VG André 

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Hallo @Banko,

 

ich halte den Titel hier für ewtas kritisch, denn es kann NICHT jeder. Meine Frau kann es z.B. nicht, meine Mutter auch nicht, mein Bruder kann nur Fahrrad.

 

Man braucht zunächst entsprechendes Werkzeug (z.B. Drehmomentschlüssel, Stecknüsse) als auch Ausrüstung (Wagenheber. Unterstellböcke, Keramikpaste etc.)

 

Dann braucht man dazu natürlich auch etwas "Ahnung" von der Materie, auch wenn man alles nachlesen kann.

 

Gerade an Bremsen soll eben nicht JEDER schrauben.

 

Ich habe schon mal einen erlebt, der hat die Klötze mit der Reibseite nach außen und der Trägerseite zur Scheibe hin eingebaut, auch das funktioniert und bremst sogar....

 

 

Bedenkentragende Grüße von T2-Fahrer

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... aber meine Frage ist trotzdem nicht beantwortet worden. Bist Du Dir sicher, dass Du den Wechsel wirklich selbst gemacht hast?

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Verstehe nicht was Du möchtest. Die Handbremse hinten muss vorne nicht nachgestellt werden.

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Hallo zusammen,

 

ich habe im Sinne der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer den Titel des Threads etwas "angepasst" und bitte darum, künftig solche "reißerischen" Überschriften zu sicherheitsrelevanten Themen nicht mehr zu erstellen.

 

Auch wurde der Bezug auf die Vorderachse hergestellt, nachdem hier bei einigen Lesern wohl Fragen auftauchten.

 

 

Gruß T2-Fahrer

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Hallo Banko,

nur mal interessehalber: wenn die Bremsbeläge solche Ausbrüche und Risse hatten, wie sahen da die Bremsscheiben aus?

 

Gruss Holger

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Stimme dir da auch zu denn genau wie du habe ich auch erlebt dass einer die Beläge genau verkehrt herum eingebaut hatt und sich über die Kratzgeräusche der neuen Beläge noch geärgert hat....

Aber den Beitrag an sich von Banko ist OK. Villeicht sollte es eine Rubrik "Was kann man mit gutem Basiswissen Werkzeug etc selbst machen" oder so in der Art...

 

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Seh ich auch so wie T2-Fahrer, wenn man diese Anleitung hier braucht, damit man glaubt, dass man weiß was man tut, sollte man es lassen. Jeder der es kann und darf hat es am Objekt gelernt. :)

 

VG 


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Geschrieben (bearbeitet)


Achtung: ich habe hier keine Anleitung geteilt, sondern ein nur paar Gedanken und einen Erfahrungsbericht. Ihr habt alle Recht: Wer die Beläge wechseln will, sollte wissen was er tut und selbstverständlich etwas Werkzeug haben, eine Anleitung (link zu VW Erwin siehe oben) und am besten das ganze im Beisein eines erfahrenen Schraubers schon mal gemacht haben.


Lasst uns doch bitte wieder inhaltlich etwas weiter kommen:. 

@Simoncrafar zu deine Frage nach den Bremsscheiben: diese sahen ganz normal aus, nur etwas Flugrost weil das Fahrzeug einige Zeit stand sowie etwas Rost am Rand der Scheibe, aber an der Auflagefläche der Bremsbeläge keine besondere Abnutzung oder Riefen. Die Bremsscheibe war ca. einen halben Millimeter abgetragen und machte einen ordentlichen Eindruck. Ich habe sie dran gelassen, aber keine Fotos gemacht, sorry.

 

Ich habe nach vergleichbaren Abnutzungen der Bremsbeläge gesucht, aber keine gefunden. Hat das jemand von Euch schon mal gesehen? Ich vermute Streusalz auf den Straßen von Norwegen und Schweden als Ursache, ist aber eine reine Mutmaßung.

Bearbeitet von Banko
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die Beläge sind A verglast (Oberfläche geschmolzen durch zu hohe Wärmeeinwirkung)

und B wurden Sie auf einem Untergrund verwendet der nicht der Norm entspricht. Hier wahrscheinlich massive und wiederholte Korrossion auf der Bremsscheibe.

 

Genau so sieht ein Billigbremsbelag halt nach entsprechender Beanspruchung aus. Brauchst ja nur auf den Hersteller des Belags schauen, den presst VW nicht selbst...

😉

Bearbeitet von bastian1441
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