escarabajo Geschrieben 29. Juni Teilen Geschrieben 29. Juni Moin moin, zur Aufrechterhaltung des ehelichen Friedens beim Campen habe ich nach einer Lösung gesucht, die den verwöhnten Geschmacksknospen meiner Frau gerecht wird. Zu Hause haben wir seit vielen Jahren einen Kaffeevollautomaten, also lag die Latte dafür recht hoch. Filterkaffee oder Moka-Kännchen sind leider geschmacklich durchgefallen, so dass wir bei einer Nespresso-Maschine gelandet sind. Ökologische Bedenken mal ausgeblendet macht die einen recht ordentlichen Espresso und auch der Caffè Lungo ist trinkbar. Allerdings will die bekanntlich 230 V, und deutlich mehr Power als der Bus hergibt - 1300 W oder so. Mit Landstrom kein Problem, ohne leider schon. Ich habe deswegen eine ganze Weile nach einer mobilen Powerstation gesucht, die (zumindest kurzzeitig) 1300 W liefern kann aber klein genug ist, um in der Lücke zwischen Fahrersitz und Küchenschrank Platz zu finden. Leider vergeblich, auch wenn ich die Anforderungen an die Kapazität ziemlich weit runtergeschraubt hatte. Notgedrungen habe ich mich dann mit der Idee angefreundet, die Powerstation im Küchenschrank unterzubringen. Begrenzender Faktor dabei ist hauptsächlich die Höhe, im unteren Fach etwa 25 cm. Aber es gibt tatsächlich einige Modelle, die dort hineinpassen und auch sonst meine Anforderungen erfüllen. Während der Prime Days gab es recht günstige Angebote für die Anker Solix C1000 Gen 2, sodass meine Wahl darauf fiel. Sie passt gut in des rechte untere Fach des Küchenschranks. Der 12-V-Ausgang an der rechten Schmalseite ist dann nicht mehr zugänglich (oder man braucht einen sehr flachen abgewinkelten Stecker), aber das stört in meinem Fall nicht. Die Ladeanschlüsse (Solar und 230 V, beide an der linken Schmalseite) sind gut zugänglich und die Ausgänge (4x USB, 4x230 V an der Vorderseite) sowieso. Angeschlossen ist das Ganze im Moment so, dass der 230-V-Eingang und einer der 230-V-Ausgänge neben dem Küchenschrank herausgeführt sind. Der Eingang kann an Landstrom (Küchenschrank) oder den bordeigenen Wechselrichter (Fahrersitz) angeschlossen werden. Letzteres ist allerdings nur ein Notbehelf, der Wirkungsgrad dürfte lausig sein. Man kann nun auch bei geschlossener Schranktür Kaffeemaschine und Wasserkocher anschließen. Nach Gebrauch passen sie dann gerade noch vor die Powerstation, dann ist das Fach (so gut wie) voll. Eine DC-Lademöglichkeit werde ich auch noch spendieren, bin aber noch unschlüssig ob Solar oder einfach Bordnetz (wir stehen normalerweise nie länger am gleichen Ort, so dass tagelange Autarkie kein Thema ist). Um die Kabel aus dem Küchenschrank herauszuführen hab ich übrigens in den Boden ein 30-mm-Loch gebohrt, das geht mit einem normalen Forstnerbohrer. Rechts neben dem Schrank kann man die dann zwischen Boden und Seitenverkleidung durchziehen, ohne dass sie groß geknickt oder gequetscht werden, siehe die Bilder. Und für das neu gebohrte Loch im Boden gibt es auch noch eine Gummitülle, aber die ist noch unterwegs 😉 1 Link zu diesem Kommentar
shoulders Geschrieben 30. Juni Teilen Geschrieben 30. Juni You do not have the required permissions to view the quote content in this post. Schau Dir mal das Lichtmaschinen-Ladegerät von Anker an. Das kann man mit etwas Geschick auch an der Aufbaubatterie anschließen. Die Solaroption bleibt Dir erhalten - entweder direkt durch Umstecken auf ein Solarkabel an der Solix (falls Du eine Solartasche verwendest) oder indirekt per Aufbaubatterie (falls Du für diese schon eine Solarlösung integriert hast). Da das Ladegerät eh manuell bzw. per App eingeschaltet werden muss, zieht es Dir nicht unbemerkt den Aufbau leer, zudem hat es einen integrierten Batteriewächter. Und da es bis zu 800W schafft - die ich aus Sicherheitsgründen nicht ausnutzen, per App sind standardmäßig 600W Grenze eingestellt, was etwa 42A bedeutet -, habe ich damit selbst eine leere Solix C1000 gen2 (mit der es kompatibel ist) während einer 2h-Fahrt wieder voll. 1 Link zu diesem Kommentar
escarabajo Geschrieben 30. Juni Autor Teilen Geschrieben 30. Juni Klingt interessant, danke! Aber wie muss ich das verstehen, "da das Ladegerät eh manuell bzw. per App eingeschaltet werden muss (...)"? Ich hätte eigentlich gedacht, solche Ladegeräte starten automatisch, wenn die Bordnetzspannung ausreicht, d.h. wenn die Lichtmaschine arbeitet? In diesem Zusammenhang noch eine Frage in die Runde: solche Ladegeräte gibt es ja auch von anderen namhaften (und natürlich auch namenlosen) Herstellern. Hat die jemand im Einsatz? Hat es irgendeinen Vorteil, das von Anker zu nehmen, außer das es über die gleiche App gesteuert werden kann wie die Powerstation selbst? Danke und viele Grüße Link zu diesem Kommentar
shoulders Geschrieben 30. Juni Teilen Geschrieben 30. Juni Wenn Du statt an die Starterbatterie an die Ausbaubatterie anschließt, scheint der für die Lichtmaschine typische Spannungsanstieg wegzufallen (bei mir kommt als weiterer "Störfaktor" noch der Ladebooster hinzu). Den braucht das Lichtmaschinen-Ladegerät von Anker aber für das automatische Einschalten der Ladung - einfach eine ausreichend hohe Spannung genügt dafür nicht. Auch der Umstand, dass ich LiFePo-Batterien im Aufbau habe, hat eventuell damit zu tun. So meine Beobachtung - ich muss den Ladevorgang immer manuell an der App einschalten, obwohl diese auf LiFePo-Kennlinien eingestellt ist, sehe das inzwischen aber mehr als Feature denn als Bug. Die Ladung selber geht auch über dumpfes Hineinballern von Ladestrom hinaus. So kann man eine in direkter Abhängigkeit von der Spannungsdifferenz und deren Konstanz, aber auch vom Ladezustand der Solix, angepasste Ladeleistung beobachten. Anker bezeichnet das als intelligentes Laden und gibt ausschließlich eine Handvoll Solix-Geräte in der Kompatibilitätsliste an - ein Indiz dafür, dass mit diesen elektronisch kommuniziert wird. Dasselbe macht übrigens auch EcoFlow mit seinem eigenen Lader. Schließlich kommt das Anker-Gerät mit mehr als ausreichend dimensionierten, bockstabilen Kabeln daher. Die Qualität geht deutlich über NoName-Klone hinaus. Aus dem Vorgesagten folgt eine klare Empfehlung für das Originalgerät, zumal dieses noch den zusätzlichen Vorteil bietet, bei Bedarf auch die angeschlossene Batterie (in diesem Fall die Aufbaubatterie) zurück zu laden. Das kann bei einer nicht mehr ganz vollen Aufbaubatterie den Unterschied zwischen einer Nacht mit oder ohne Standheizung ausmachen... 1 Link zu diesem Kommentar
escarabajo Geschrieben 30. Juni Autor Teilen Geschrieben 30. Juni Besten Dank für die ausführliche Antwort. Ob extra dicke Kabel ein Vorteil sind hängt natürlich davon ab, wie und wo man sie verlegen will 😉 Aber die Option, aus der Powerstation die Fahrzeugbatterie zurückzuladen hat schon einen gewissen Charme, das muss ich zugeben. Außerdem hab ich inzwischen gesehen, dass andere Anbieter das Anker-Ladegerät auch für weit weniger anbieten als die 349 € (!), die Amazon aktuell dafür aufruft. Da relativiert sich der Preisvorteil von Noname-Geräten dann doch wieder. Link zu diesem Kommentar
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