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Victron XS 50A verschmorte Sicherung


slk-A4

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Hallo zusammen,

zuerst mein Setup:

Ich habe hinten im Technikschrank 2 LifePo4 Batterien (zusammen 242Ah) und vorne im BatterieleergehĂ€use einen Victron 50XS mit zwei 60A Sicherungen, eine am Eingang und eine am Ausgang.. Das original Trennrelais habe ich entfernt. Das original Shunt habe ich angeschlossen gelassen. Um den Victron Ladebooster zu starten, drĂŒcke ich immer die Ladetaste im Armaturenbrett, denn der Booster startet nicht von selbst und das ist auch von mir so gewollt.. DIe Ladung erfolgt dann immer mit etwa 690W, Das gekoppelte Victron Smartshunt registriert in etwa 650W. Der Verlust wird wohl von dem original 16mm2 verursacht. Wahrscheinlich ist das 16mm2 ca. 5 Meter im GC. So weit, so gut. Alles funktioniert einwandfei seit 8.000 km.

 

Diese Woche war ich in Berlin und waren die Batterien noch 50%. Da ich den Wagen irgenwo anders hinstellen musste, habe ich die Ladetaste im Armaturenbrett gedrĂŒckt. Fahrt hat etwa 5 Minuten gedauert. Da ich kurz darauf den Wagen wieder irgenwo anders hinstellen musste, habe ich dann noch kurz den Motor angelassen und sofort wieder die Taste gedrĂŒckt. Das hat etwa 1 Minute gedauert.

Am darauffolgenden Tag gab es keine Ladung mehr. Die Ausgangsspannung war gegen null.

 

Zuhause habe ich dann das LeergeÀuse ausgebaut und festgestellt, dass die Sicherung am Eingang des Ladeboosters verschmort ist. Siehe Bild. Ich habe die Sicherung jetzt durch eine 70A ersetzt. Victron gibt 60-70A an.

 

Meine Frage wĂ€re nun: hat jemand von euch das auch schon mal gehabt? Ist das zweimalige Starten kurz nacheinander etwa die Ursache? Ist eine 60A Sicherung grenzwertig?  Ich habe jetzt diese Sicherung durch eine 70A ersetzt und gehe davon aus, dass sie nun nicht mehr fliegt. Ich habe bei der 70A den Eindruck, dass jetzt sogar einige Watt mehr in die Batterien fließen.

 

Ich wĂŒrde aber gerne eure Erfahrungen diesbezĂŒglich kennen.

 

Beste GrĂŒĂŸe aus den Niederlanden

Peter

20250914_123534.jpg

Bearbeitet von slk-A4
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Hallo,

 

eine einfache Gleichung kann die Frage beantworten. P=U*I 

 

Wenn du 690Watt am Booster angezeigt bekommst sind das bei 14,4 Volt 47,9 A.

 

Sollte die Lichtmaschine noch nicht laden und wir rechnen mit 12 V sind es 57,5 A.

 

Gruß _FKO

 

 

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Hallo,

stimmt. 60A wĂ€ren also ausreichend und trotzdem sagt Victron 60-70A. Da ich mich fĂŒr 60A entschieden hatte und diese Sicherung durchgebrannt ist, habe ich jetzt 70A genommen. Dass Victron auch 70A empfiehlt, muss doch seinen Grund haben und dieser könnte sein, dass die 60A grenzwertig ist und zu heiß wird.

Gruß

Bearbeitet von slk-A4
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Normalerweise kommt so eine Hitze eher zu Stande,  wenn da hohe ÜbergansgwiederstĂ€nde waren.
Wenn du jetzt bei der neuen Sicherung (70A) beobachtest, dass du mehr A in die Batterie drĂŒckst,
dann wĂŒrde ich jetzt viel eher drauf tippen, dass die alte Sicherung (60A) nicht richtig angezogen war
oder sich gelöst hatte ... 

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Der Vermutung meines Vorredners wĂŒrde ich mich anschließen, denn ich hatte einen Ă€hnlichen Fall in jĂŒngerer Vergangenheit.
DafĂŒr spricht auch die nur einseitige VerfĂ€rbung an der Sicherung.

Bearbeitet von sonnyboy
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Ja, genau, diese einseitige VerfĂ€rbung lĂ€sst auf einen schlechten Kontakt schließen. Na ja, jetzt ist eine 70A drin und alles ist fest montiert, also wird das Problem gelöst sein. Vielen Dank!

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Hallo Peter,

 

ich habe auch den Orion XS und die Zu- und Ableitungen mit derselben Midi-Sicherung abgesichert. Auch bei mir ist die 60A eingangsseitig nach rund einem Jahr geschmolzen. Jedoch ist  nur das gelbe GehÀuse weggeschmolzen. Die Eingangsseite sieht tendenziell die grösseren Ströme, wenn der Booster die Leistung von der niedrigeren Spannung zieht. Das wurde ja bereits von @_FKObeschrieben.

M.E. ist aber auch mein Midi-Halter insgesamt von schlechter QualitĂ€t. Bei den ĂŒblichen VersandhĂ€ndlern findet man immer die gleiche Bauart von zig verschiedenen chinesischen Anbietern.

 

Mich wĂŒrde interessieren, wer gute, hochwertige Sicherungshalter kennt. Kann jemand was empfehlen?

 

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Hab bei mir die Sicherungshalter von Victron Energy... Aber kann auch das Zeugs von "Blue Sea" empfehlen... 

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Diehier sind ned verkehrt, aber nicht gĂŒnstig:

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Hallo,

 

der Halter ist hier fast nicht relevant. Die QualitÀt der Kabelschuhe und der Sicherung ist enscheidend.

Der elektrische Kontakt entsteht zwischen der Sicherung und dem Kabelschuh. Die Schraube gewĂ€hrleistet nur die notwendige Kontaktkraft. Verzinnte FlĂ€chen mĂŒssen blank und frei von Oxidschichten sein. Ein leitfĂ€higes Kontaktfett kann die Oxidation wĂ€hrend der Betriebszeit reduzieren.

 

Wenn wir nun die angegebene maximale konstate Ausgangsleistung um die 1,5 % Verlustleistung erhöhen und durch 12V dividieren, so ergibt sich ein Eingangsstrom von 59,2 A. Das ist fĂŒr eine 60 A Sicherung auf Dauer sehr hoch. 70A passen hier eher, zumal wir eine inteligente Lichtmaschine und Rekuperation haben.

 

Wichtig ist auch eine gute Pressung des Kabels im Kabelschuh, oder verlöten mit nicht korrosiven Flussmittel. 

 

Gruß _FKO

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Um das Auslöseprinzip einer (Schmelz-) Sicherung zu verstehen, muss man sich die Funktionsweise ansehen. Im Prinzip ist sie ein Widerstand bzw. "Heizdraht", der sich bei Durchströmung mit Strom erhitzt. Überschreitet der angelegte Strom den Auslösewert, schmilzt der "widerstandsbildende" Metallstreifen und trennt dadurch den Stromfluss.

Heißt letztlich, dass eine im Grenzbereich betriebene Sicherung immer heiß wird. Nur eben gerade nicht so heiß, dass der Schmelzpunkt erreicht wird.

 

Das wĂŒrde auch die Beobachtung erklĂ€ren, wonach die erreichten Ladeströme nach Austausch der Sicherung von 60A auf 70A gestiegen sind: der Innenwiderstand der grĂ¶ĂŸeren Sicherung ist im genannten Betriebsbereich kleiner, da sie noch weiter von ihrem Soll-Auslösebereich entfernt liegt. WiderstĂ€nde steigen mit zunehmender Temperatur.

VerfĂ€rbungen am GehĂ€use der Sicherung mĂŒssen aus meiner Sicht nicht zwangslĂ€ufig auf fehlerhafte AnschlĂŒsse zurĂŒckzufĂŒhren sein. Sie können auch darauf hindeuten, dass es zu einer starken ErwĂ€rmung gekommen ist, z.B. kurz bevor die Schmelztemperatur letztlich erreicht wurde.

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