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Landstromladegerät: technische Daten


Onlyvans

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Hallo,

an anderer Stelle wird immer wieder gefragt, ob das werkseitige Landstromladegerät auch LiFePO4-Batterien laden kann.

Laut Hersteller Dometic ist es "offiziell" nur für AGM von 50 bis 150 Ah konzipiert. Praxistests zeigen aber, dass es auch mit einer LiFePO4-Batterie funktioniert.

 

Hier mal ein paar technische Details zu dem Gerät, die ich bei meiner Recherche gefunden habe:

Ausgangsdaten:

Ladespannung 14,8 V

Erhaltungsspannung 13,6 V

Strom max. 15 A

Ladestrom 0 – 15 A

Nennleistung 225W

 

Die Ladecharakteristik bezeichnet der Hersteller als modifizierte IU0U-Kennlinie. Was bedeutet das?

I-Phase (Bulk)
Die leere Batterie wird mit konstantem Strom (100 % Ladestrom) geladen. Sobald die Batteriespannung die Ladespannung (14,8V) erreicht hat, nimmt der Ladestrom ab.

 

U0-Phase (Absorption)
Während einer dreistufigen Absorptionsphase (U0-Phase) bleibt die Spannung konstant (U0=14,8V). Wenn die Batterie vollständig geladen ist, ist die U0-Phase beendet.


U-Phase (Float)
Nach der U0-Phase schaltet das Batterieladegerät auf Erhaltungsladung um (U-Phase mit 13,6 Volt).
Angeschlossene Gleichstromverbraucher werden vom Gerät versorgt. Nur wenn die angeforderte Leistung die Kapazität des Geräts übersteigt, wird die überschüssige Leistung durch die Batterie bereitgestellt.

 

Zusätzlich gibt es noch eine Konditionierungsphase, die alle 12 Tage den Gesundheitszustand der Batterie prüft und sie ggf. etwas "ausmuntert". Aber das ist für uns Camper sicher eher weniger relevant.

 

Ich hoffe, das hilft euch etwas zur Beurteilung der Eignung für eure alternativen Batterien...

 

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Eignung für Ladung von LiFePO4-Batterien:

 

Dieser Batterietyp soll mit einer Zellspannung von max. 3,65 Volt, also insgesamt mit höchstens 14,6 Volt geladen werden. Die Ladespannung des VW-Ladegeräts liegt gem. Datanblatt mit 14,8 Volt darüber. Was davon aber am Ende des Kabels an der Batterie ankommt, hängt sicher auch von der jeweiligen Installation im Fahrzeug, insbesondere den Kabellängen, ab.

Es kann also zu einem Eingriff des batterieeigenen BMS (BatterieManagementSystems) mit entsprechenden Fehlereinträgen kommen. Gleichzeitig kann die leicht überhöhte Spannung Auswirkungen auf die Lebensdauer der Zellen haben. Die Erhaltungsladung liegt allerdings "im grünen Bereich".

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  • 1 Jahr später...

Kann ich mit dem Ladegerät auch nur die Starterbatterie laden und das Laden der Aufbaubatterie verhindern?

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Man kann die entsprechenden Kabel auspinnen und isolieren oder für andere Anwendungen nutzen

Bearbeitet von Slowmover
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Hallo zusammen,

ich fahre den GC 600 (Mj. 2022) jetzt seit mehr als einem Jahr. Wir stehen bis jetzt immer frei und kommen mit den 242 AH LifePO4 Batterien hinten im großen Schrank und dem Victron Orion XS 50Ah im Batterieleergehäuse im Motorraum und dem nachgerüsteten Solarpanel immer sehr gut zurecht.

 

Jetzt stehen wir eigentlich zum ersten Mal in Frankreich auf einem Wohnmobilstellplatz mit 10A Landstrom. Damit können wir den GC mit der DIeseltruma eigentlich ausgezeichnet heizen, denn er hat die elektrischen Heizstäbe und die reichen mehr als aus. Also die Heizung und der Boiler werden jetzt nur elektrisch betrieben. Es sind hier aktuell nur etwa 8 Grad. Wenn wir freistehen, heizen wird selbstverständlich mit Diesel.

 

Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wie und ob das original Ladegerät die LifePO4 Batterien laden würde.

 

Und ich kann berichten, dass klappt ausgezeichnet. Denn das Laden der Batterien kann ich über das Bluetooth BMS einfach ausschalten. Der Strom fließt dann nicht mehr aus den Batterien und nur noch direkt aus dem Ladegerät in den 12V Teil des GC. Und die Batterien werden gar nicht mehr geladen. Es besteht denn auch keine Gefahr der Überladung. Der Kühschrank, die Leuchten, die USB Buchsen, die Trumaheizung, alles funktioniert einwandfrei linea recta aus dem VW Ladegerät.

 

Unser Victron SmartShunt zeigt dann auch 0,00 A an und die Batterien behalten ihre Ladung, es wird aus ihnen also kein Strom entnommen, es fließt kein Strom in irgendeiner Richtung. Bevor wir dann hier wieder abfahren, werde ich die BMS wieder einschalten und die Batterien über das VW Ladegerät randvoll laden. Sie werden während der Fahrt ja ohnehin von dem BMS abgeschaltet, so wie das auch beim Orion XS geschieht.

 

Mein Fazit: Es ist imho wirklich Geldverschwendung bei Lithium Batterien mit diesem Setup ein spezielles LifePO4-Ladegerät anzuschaffen. Auch braucht man keinen Schalter um das VW Ladegerät abzuschalten bzw. ist es unnötig den Stecker unter dem Fahrersitz zu ziehen. Das klappt über die Software hervorragend.

 

Wenn ihr andere Erfahrungen habt, so würde ich die gerne lesen. 

 

Viele Grüße aus Frankreich

Peter

Bearbeitet von slk-A4
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Wenn Dir die Ladegeschwindigkeit des VW Ladegerätes ausreicht, passt das. Beim Facelift scheint auch die Ladekurve LFP-tauglich zu sein und man muss nicht manuell eingreifen. 

Wenn Du schneller laden willst, reicht es nicht. 

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Beim Facelift gibt es wohl ein anderes Ladegerät. Lt. der Aufschrift ist es ein LFP-Ladegerät. Und bei einem kurzen Test kamen bei meinen LFP-Akkus im hinteren Schrank während der Bulk-Ladung 13,6V an. Ab es nur an den Leitungsverlusten oder auch einer anderen Ladekennlinie liegt, kann ich nicht beurteilen. 
Die Anschlüsse haben sich damit auch geändert, siehe Foto.

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Hallo Peter, ich habe deinen Beitrag in einem schon vorhanden Thread geschoben.

 

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Warum eigentlich soviel Gedanken machen, wenn es genauso CarElectric und Saftkiste macht und das mit Unbedenklichkeitsbescheinigung von VWN.

 

Alle die das Autarkieparket verbaut haben, machen dies auch nicht.

Falls du dir hier unsicher bist. Was zeigt den die BMS-App für eine Ladespannung an, die sollte eigentlich zu sehen sein. Ist die den über 14,6 V?

Falls nicht, kannst du dir somit das ganze Prozedere mit dem Aus- und Einschalten sparen.

 

 

Grüße Norman

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Hallo Norman,

danke schon mal für deinen Hinweis , also viele Gedanken mache ich mir nicht. Ich wollte nur noch mal informieren, dass es kommerzielle Interessen ("wir verkaufen gerne ein unnötiges Ladegerät") gibt, um weniger informierte Kunden auf Kosten zu jagen. 

 

@haanerDas VW Ladegerät ist zwar nicht das kräftigste, man bedenke jedoch, dass, wenn man an Landstrom steht, dass man meistens mindestens einen Tag auf einem Campingplatz steht, und da sind die Batterien nach einem Tag bestimmt voll. 

 

Wenn man jedoch länger an Landstrom steht: 

LifePO4 Zellen mögen es halt nicht, dass sie ständig randvoll gehalten werden, daher finde ich die Abschaltmöglichkeit über das BMS schon mal gut. Und zudem, ich habe ja nicht das Saftkiste/CarElectric System, sondern einen Eigen-Nachbau: ich habe das originale VW Trennrelais entfernt, das KGF mit VCDS auf LifePO4 codiert und stellte fest, dass alles zu 99% funktioniert: das eine Prozent ist dann für die Anzeige des Ladezustands im Panel am Bad: da steht bei mir immer 100%. DIe Spannung der LifePO4 Batterien wird jedoch korrekt angezeigt. Und das BMS schaltet korrekt ab, wenn die Spannung tatsächlich über 14,6V ansteigen sollte. Soweit lasse ich es, wie gesagt, aber lieber nicht kommen.

Viele Grüße

Peter

Bearbeitet von slk-A4
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Jeder kann einfach für sich durchrechnen, wie lange eine Ladung mit den 15 A des VW Laders braucht. Bei größeren Akkus kann da eine Nacht nicht reichen.
Es gibt halt nicht eine Lösung, die für alle passt. Wenn Du mit dem VW Ladegerät auskommst, ist es doch gut. 

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... aber wie oft kommt man denn mit entladener Batterie am elektrifizierten Stellplatz an? Muss das Ladegerät nicht eher die aktuellen Verbraucher versorgen? Das schafft es allemal.

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