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Starterbatterie tauschen - wie Plusverteiler/E-Box entfernen?


derkuurt

Empfohlene BeitrÀge

Hallo zusammen,

 

leider braucht mein Cali nach fĂŒnf Jahren eine neue Starterbatterie. Nur habe ich festgestellt, dass die E-Box des VorgĂ€ngers beim T6.1 anscheinend nach oben in einen Kunststoffkasten gewandert ist, der auf der Batterie befestigt ist (eine Art Plusverteiler mit Sicherungen).

 

Was mich zu der Frage bringt: Wie zur Hölle kriege ich dieses Ding von der Batterie ab, um selbige zu tauschen? Ich bin leider schon daran gescheitert, den Kunststoffkasten zu öffnen, da er an der linken Seite festzuhÀngen scheint, wenn man rechts die Nase gelöst hat.

 

Wenn jemand weiß, welche (Varta?)Batterie man kaufen sollte, um die Serien-70A-Batterie durch eine mit den gleichen Ausmaßen zu ersetzen, wĂ€re das auch super - auf die Gefahr hin, dass diese Frage hier schon mehrfach beantwortet wurde.

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Bearbeitet von Martin01
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Habe zwischenzeitlich herausgefunden, dass es sich bei der VW-Original-Batterie um eine umgelabelte Varta A6 (F21) handeln könnte (die geringfĂŒgige Differenz bei der KapazitĂ€t ist evtl. ohne Bedeutung). Dazu wĂŒrde auch passen, dass Clarios Varta (das zum kanadischen Asset-Management-Konzern Brookfield gehört) ein riesiges Batteriewerk in Hannover betreibt, das ist ja von der Hannoveraner Cali-Fertigung aus gesehen quasi nebenan.

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Zur Info fĂŒr Interessierte mit dem gleichen Problem:

 

Der Kasten mit dem Plusverteiler lĂ€sst sich öffnen, indem man die Nasen links und rechts oben nach innen drĂŒckt. Außerdem gibt es auf der linken und rechten Seite der Plastikabdeckung noch zwei kleine Pins, die in Löchern der Abdeckung stecken und diese festhalten. Mit etwas Gewalt geht es.

 

Zur Demontage der Starterbatterie muss man als Allererstes die Minus-Klemme lösen und dann nach Öffnung der Box die drei roten Kabel in der Box abschrauben (eines ist mit einer abnehmbaren Mutter festgeschraubt, bei den anderen beiden ist die Öse fest mit der Mutter verbunden). Unbedingt die Zuordnung merken - bei mir waren die Kabel aber auch schon ab Werk mit Fahnen mit Nummern von 2 bis 4 markiert. Dann vorne mit einem Schraubenzieher die Halterung ausclipsen, die ganze Batterie am Fuß losschrauben (Vorsicht - Halterung und Schraube nicht in den Motorraum fallen lassen, VerlĂ€ngerung wird benötigt!), etwas zu sich hin ziehen und die Halterung auch hinten an der Batterie ausclipsen. Das Kabel zum Pluspol der Batterie muss natĂŒrlich auch gelöst werden (dafĂŒr die Mutter an der Klemme abschrauben). Die ganze Montageplatte mit Plusverteiler hĂ€ngt dann noch an einem dicken schwarzen Kabel, was aber nicht weiter tragisch ist, da man sie mitsamt Kabel so weit zu sich hin biegen kann, dass sie beim Ausbau der Batterie nicht im Weg ist.

 

Dann den WĂ€rme-/KĂ€lteschutz der Batterie nach oben abziehen (Vorsicht - klemmt ggf. hinten irgendwo). Die beiden AnschlĂŒsse fĂŒr Minus und Plus selbst mĂŒssen auch gelöst werden, falls noch nicht geschehen (Achtung: Erst Minus, dann Plus abmachen!), der Messshunt am Minuspol (Stecker) kann ausgesteckt werden, ist aber nicht unbedingt nötig. Auf den Pluspol ist noch eine Art Plastikunterlage gesteckt, diese sollte man auch abnehmen und spĂ€ter bei der neuen Batterie als erstes wieder auflegen.

 

Die Batterie kann dann rausgefrickelt werden, was mir nicht auf Anhieb gelungen ist, weil es doch recht eng zugeht. Aber irgendwie kommt sie dann doch raus.

 

Dann neue Batterie - möglichst vorher noch mit LadegerĂ€t voll geladen - einsetzen, bis zum Anschlag nach hinten schieben, Fuß mit Halterung festschrauben (mit GefĂŒhl, sonst zerstört man das Plastik - aber auch nicht zu lose), KĂ€lteschutz von oben aufsetzen, Plastikunterlage wieder auf Pluspol auflegen, Klemme an Pluspol anschließen, Kabel vom Plusverteiler wieder an die Klemme (Achtung - nicht die Öse vom dĂŒnnen Kabel vergessen, die oben drauf kommt, dann Mutter festziehen), Plusverteiler hinten und vorne an Batterie festclipsen, die drei roten Kabel wieder befestigen, Plastikabdeckung drauf, Messshunt ggf. wieder an die Minus-Klemme anstecken und dann ganz zum Schluss die Minus-Klemme anschließen (dabei kann es zu Funkenschlag kommen - aber die SteuergerĂ€te sollten das aushalten).

 

Jetzt noch im SteuergerĂ€t 19 die Batterie-Seriennummer mit VCDS o.Ă€. Ă€ndern (auf irgendeine andere) und ggf. noch die KapazitĂ€t anpassen (in meinem Fall von 75 auf 80 Ah), damit das Fahrzeug die neue Batterie erkennt. Anschließend Fahrzeug starten, Gang einlegen (D), Lenkrad ganz nach links und ganz nach rechts kurbeln, um den Lenkwinkelsensor neu anzulernen, im Discover Media muss erneut das Nutzerprofil ausgewĂ€hlt werden. Mein Cali zeigte danach beim Starten noch vier Fehler an, davon verschwanden aber drei nach kurzer Fahrt, nur der Abstandsregel-Tempomat wollte zunĂ€chst noch nicht. Nach Abstellen des Fahrzeugs und einer zweiten Fahrt war auch dieser Fehler verschwunden. Die Fensterheber musste ich ĂŒbrigens nicht neu anlernen.

 

Fertig - und mindestens 300 Euro gegenĂŒber dem Einbau beim Freundlichen gespart, denn so viel teurer ist in etwa die VW-Originalbatterie, die trotz geringer nominaler KapazitĂ€tsdifferenz verblĂŒffende Ähnlichkeit mit der von mir eingesetzten Varta A6 (F21) hat. Und hoffentlich mindestens fĂŒnf Jahre Ruhe vor streikenden Starterbatterien.

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  • Mag ich 7
  • Danke 5
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  • 10 Monate spĂ€ter...

Habe gerade bei meinem Kollegen die Batterie gewechselt. Ist in 20 Minuten erledigt. Wie hier geschrieben die drei Kabel in der Verteilerbox abschrauben, dann hat man genug Platz.

 

Habe diese hier verbaut, PL schien mir unschlagbar.

 

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  • 2 Wochen spĂ€ter...

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Interessant - preislich 50% unter Vartas Premiumsegment, scheint aber ein deutscher Hersteller zu sein (ABH-Nord GmbH), der in Schleswig-Holstein fertigt. Bin gespannt auf Deine Erfahrungen. Und wer weiß, vielleicht kauft VW seine ErstausrĂŒsterbatterien auch bei denen ein.

 

Irgendwie ist das auch ein seltsamer Markt: Batterien haben in BaumĂ€rkten und Autobuden wie ATU einen geradezu obszönen Preisaufschlag gegenĂŒber den Online-Versendern (100% und mehr), und angeblich macht der ADAC ja einen erheblichen Teil seiner Profite mit dem Verkauf ĂŒberteuerter Autobatterien an Havaristen. Da kostet die gleiche Batterie dann beim ADAC 450 Euro (der sie dafĂŒr "kostenlos" einbaut), im Baumarkt 250 Euro, im Internethandel 150 Euro und die Eigenmarke des deutschen Versenders kostet 100 Euro. Man kann sich ĂŒberlegen, wie viel von den 250 Euro der Baumarktbatterie dann noch Herstellungskosten sein können.

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Laut Auskunft von Batterie24 handelt es sich um Überproduktionen von großen Markenherstellern die sie mit eigenen Labels bekleben.

GrundsÀtzlich sollte man aus einer Autobatterie auch keine Rakentenwissenschaft machen, meiner Erfahrung nehmen die sich alle nicht viel. Ich Vergangenheit bin ich mit Varta gut gefahren.

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Varta hat ja tatsĂ€chlich drei Preiskategorien, wobei eher nebulös bleibt, was die gĂŒnstigste von der teuersten unterscheidet. Denke auch, dass die QualitĂ€tsunterschiede zwischen den Herstellern womöglich kleiner sein könnten als die Schwankungen der Fertigung. Technisch hat sich bei den Bleibatterien in den letzten 100 Jahren nicht sooo viel getan, zumindest seit AGM erfunden wurde - und in die Weiterentwicklung von Lithiumbatterien werden im Vergleich gigantische Summen investiert.

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  • 2 Monate spĂ€ter...

Huhu,

ich schalte mich auch mal ganz kurz ein und entstaube den Thread.

 

Meine Starterbatterie (AGM, noch die ab Werk) hat diesen Winter leider auch die Biege gemacht und ich wĂŒrde sie gerne tauschen. Im Kontext der Hardware traue ich mir das auf jeden Fall zu (auch Dank der super Anleitung von @derkuurt). 

 

Meine Baustelle ist die Codierung / Anlernen der neuen Batterie. Habe schon diverse Threads dazu durchpflĂŒgt, auch @Benno_R's Batterie-Wiki, aber keine ganz hilfreiche Antwort bekommen. Meine zwei Fragen:

 

1) Ist neue Codierung / Anlernen immer notwendig, oder nur beim Tausch gegen eine Batterie mit anderen Leistungsdaten?

2) Eure Empfehlung, K-Electronic Dongle mit entsprechender Codierung fĂŒr Batterie, oder ODB11 mit Carscanner? 

 

Habe in unterschiedlichen Threads gelesen, dass K-Electonic eigentlich ausreicht, wenn man langfristig nicht plant, tiefer in die Elektronik des Calis einzusteigen. ODB11/Carscanner hĂ€tte den Charme, ggf. auch andere Fehler auszulesen, muss aber fĂŒr den Batterietausch eher "Kanonen auf Spatzen" sein :) 

 

Vielen Dank euch und winterliche GrĂŒĂŸe!

P.S.: Gerade geschaut, bei K-Elec. ist es Codierung 42 fĂŒr 28€ exkl. ohne Dongle selbst:

"42: VW T6.1 Anlernen der 12V Fahrzeugbatterie nach einem Austausch (= Festlegen von NennkapazitÀt, Batteriehersteller sowie Batterietechnologie)"

Bearbeitet von JanKorsika
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Moin,

 

ich hab die Batterie gegen grĂ¶ĂŸere getauscht. Da habe ich OBDApp genommen, um die KapazitĂ€t anzupassen (die gab es damals noch und wegen anderer Sachen hatte ich die). Das was ich das an Einstellungen gesehen habe: wenn die KapazitĂ€t sich nicht Ă€ndert, muss man nichts machen. Jetzt habe ich OBDEleven. Ich wĂŒrde eher OBD11 oder OBDEleven als K-Electronic nehmen. 

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OBD11 gibt es nur noch als teures Abbo, wenn man codieren will. Damit ist es langfristig wirtschaftlich nicht mehr wirklich sinnvoll.

Es ist aber durchaus sinnvoll, nach dem Wechsel der Starterbatterie auch dessen Adaptionswerte zurĂŒckzusetzen.  Das BordnetzsteuergerĂ€t paßt sich regelmĂ€ĂŸig an die immer schlechter werdende Batterie an und sollte deshalb zurĂŒckgesetzt werden.

 

Wenn man selbst nicht kodieren kann, macht das auch jeder Boschdienst oder die freundliche kleine Werkstatt um die Ecke fĂŒr einen fairen Preis.

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Wenn die neue Batterie die gleiche KapazitÀt hat wie die alte, reicht es, die Seriennummer zu Àndern (in irgendeine andere, muss nicht die echte Seriennummer sein). Dann merkt das SteuergerÀt, dass sie getauscht wurde.

 

Ansonsten sollte man zusÀtzlich auch die KapazitÀt anpassen.

  • Mag ich 1
  • Danke 2
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Vielen Dank euch fĂŒr die Antworten.


Habe heute vormittag vor dem Starten mittels Kraftpaket den Voltmeter angelegt. Sieht in der Tat nicht gut aus fĂŒr die Batterie. 
 

Termin fĂŒr einen Tausch bei der freien Werkstatt hier um die Ecke ist gemacht. Es war mir jetzt doch etwas zu viel Aufwand, da ich fĂŒr Codierung etc. höchstwahrscheinlich doch zu wenig AnwendungsfĂ€lle haben werde.

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Meine Batterie wurde gestern von der Freien Werkstatt direkt am liegen gebliebenen Fahrzeug ausgetauscht. Angelernt wurde nichts, die neue Batterie hat auch nur 3 Amperestunden mehr KapazitĂ€t (dafĂŒr jedoch 3 Jahre Werkstattgarantie) Der Bulli hat sich sofort einmal durch allerlei Fehlermeldungen geleuchtet, die gingen von alleine wieder aus und seitdem lĂ€uft er einwandfrei.

 

Anfahrt und Arbeit erscheinen auf der Rechnung mit ca. 50€, dafĂŒr hĂ€tte ich nicht in Schnee und Glatteis basteln wollen.

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Das ist ja interessant. Da gibts ja scheinbar doch unterschiedlichen Vorgehensweisen und Meinungen. Ich dachte immer, das System muss irgendwie mitbekommen, dass da eine frische Batterie am Start ist. 

Wahrscheinlich ist es am Ende auch nur bedingt relevant. 

 

Aber toll, dass die Sachen bei dir so entspannt abgelaufen ist. Ohne kalte Finger / FĂŒĂŸe deinerseits. 

 

Werde berichten, was bei meinem Tausch auf der Rechnung stand. Dank dir fĂŒr die RĂŒckmeldung!

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