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FAQ: Überblick über die Optionen zur Batteriekapazitätserweiterung im GC


snuggles

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Hi,

 

unter dem Fahrersitz ist im hinteren Bereich ein Kunststoffgehäuse mit einer Klappe von oben. Darin finden sich mehrere Sicherungshalter, der auf der rechten Seite ist der "D" und ist mit der Aufbaubatterie verbunden. Dort befindet sich auch die Sicherung, die das Ladegerät absichert.

 

VG

snuggles

 

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Ja, snuggles, 

Dieses schwarze Kästchen hinter dem Ladegerät kenne ich, es ist bei vorgeschobenem Fahrersitz auch gut zu erreichen, hat mich bisher nicht interessiert, da ich mich auf den abgefallenen Kaltgeräte Stecker am Ladegerät und die dazu gehörige Sicherung konzentriert habe....

 

Wir haben allerdings hier heute skandinavische Lichtverhältnisse, aber wenn sich die Sonne demnächst wieder zeigt ..

 

Danke für Deine Antwort 

 

Johannes 

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Hallo snuggles 

 

Heute habe ich hinter dem Fahrersitz, wenn dieser ganz vorgeschoben ist, die dortige Sicherungsbox versucht zu öffnen, erfolglos: rechts und links am Deckel sind zwei Öffner gut zu erreichen, aber dann lässt sich der Deckel nur hinten anheben, auch mit Nachdruck geht der an der Vorderseite nicht auf...

 

So bin ich wieder nicht weitergekommen: Sicherungen, Landstrom...

 

Sicher gibt es da wieder einen Kniff, den das Handbuch allerdings verschweigt...🤫

 

Johannes 

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  • 2 Monate später...

Hey,

 

ich bin seit etwa einem Jahr stiller Mitleser und habe mir aufgrund zahlreicher Beiträge, die für MICH perfekte Lösung als Autarkiepaket gebaut. Ende Januar war es dann soweit: Unser 680er war abholbereit und die ersten Nächte waren wir bei -8 Grad mit der Standarconfig unterwegs. Eine Bestätigung, dass ich hier schnell was ändern muss/will. Es begann alles mit einem Lastenheft, was uns beim Reisen wichtig in Verbindung mit Autarkie ist:

 

1. Nutzung von leistungshungrigen Geräten wie Kaffeevollautomat oder Föhn auf Reisen, dies auch gleichzeitig ohne Einschränkungen

2. Es muss alles in den Schrank hinter dem Technikschrank passen

3. 5 Tage Autarkie ohne Landstrom (auch im Winter) müssen bei normaler Nutzung der Elektrogeräte möglich sein

4. die Aufbaubatterie soll dabei vom Autarkiepaket mit geladen werden und das gesamte 12V System bleibt unangetastet

5. alle Einbauten erfolgen schraubenlos und 100% Rückbaubar, da ein Leasingfahrzeug

6. Remote Monitoring des Batteriestandes

7. Laden der Batterie auch ohne Landstrom, sprich über die Original Lichtmaschine

8. Solar keine Option, da Leasing und auch auf die Mitnahme einer Solartasche wollten wir verzichten

9. Die Anlage soll im Ruhezustand als Solarspeicher fürs Haus dienen, wenn das Fahrzeug an der Steckdose hängt

10. Gewicht ist ein Thema, da wir unter 3.5To bleiben möchten, was aber beim 680er utopisch ist

 

So, nun ging es an die Planung und Auswahl der Komponenten, um alle Punkte aus dem Lastenheft zu erfüllen. Da ich mich im Heimbereich in letzter Zeit viel mit Solar und ESS beschäftigt habe, viel die Wahl schnell auf ein Victron 48V System. Warum 48V?? Dafür sprechen viele Gründe:

 

-Durch die erhöhte Spannung geringere Kabelquerschnitte möglich

-Die Preise bei den Wechselrichtern sind sehr günstig, vor allem auch durch die Mwst Befreiung aktuell (sofern man da in Betracht kommt)

-Batterien sind ebenfalls sehr günstig, da im Heimspeichermarkt ein großes Angebot herrscht

 

Dagegen spricht:

 

-48V hat sich im mobilen Bereich nur sehr wenig etabliert, außer in den USA und den großen Fahrzeugen kommt das immer mehr

-48V und 12V zusammen zu bringen ist schwer und die Angebote am Markt überschaubar, wenn man nicht eine reine Inselanlage bauen will und dann eben am Landstrom laden, wenn der Strom zu Neige geht

-die vielen Unterschiede von 15S und 16S Batterien bei 48V sind für den Laien nur schwer quantifizierbar was denn für den mobilen Bereich geeignet ist. (15S sind eher die Pylontechs als Heimspeicher, 16S für die mobile Anwendung geeignet. 

 

Da ich keine Kompromisse beim Lastenheft eingehen wollte, dann hier meine Komponentenliste (ich muss dazu sagen,  dass ich bereits Anlagen von Mastervolt, Studer und Büttner verbaut habe, alle Systeme haben ihre Vorteile, bei Victron war letztlich ESS auschlaggebend und die offene Plattform, mit der man so gut wie alles programmieren kann und es eine große Community gibt):

 

-Wechselrichter: Victron Multiplus II 48/3000 GX (dieser kann bis zu 35A Ladeleistung, was 140A bei 12V entspricht!!) 

-2x Batterien EcoWorthy 50AH 52V

-Victron Lynx Shunt VE.CAN als Batteriemonitor

-Victron Lynx Distributor mit 4 Ausgängen bzw. Eingängen für Wechselrichter/Ladegerät und DC/DC Wandler

-Sterling Power BB124865R DC/DC Charger mit Reverse Charging und JumpStart Funktion (dazu gleich mehr)

-diverse Kleinteile wie Kabel, Sicherungen etc.

 

Für den GX habe ich mich entschieden, weil ich den Vorteil eines extra Cerbo nicht erkennen konnte. Der Multiplus als GX kann schon sehr viel was der Cerbo auch kann, und das was der Cerbo mehr kann, brauche ich einfach nicht. Dabei lag die Entscheidung nicht am Preis. Unterschied zwischen GX und Cerbo sind gerade mal 100€. 

 

Die EcoWorthy Batterien (ich bin absolut kein Freund von Chinaware) sind es geworden auf den Tipp eines Bekannten hin, der die im Benchmark zu einem bekannten Markenprodukt auf dem Tisch hatte und für sehr gut befunden hatte, auch die Verarbeitung intern passt, nichts desto trotz war dann der Preis wo ich gesagt habe, Ok da machst nix kaputt, bei 299€ für 50AH, was bei 12V einer 200AH Lithium entsprechen würde. Auch verschiedene YT Videos haben mich in dem Glauben bestätigt.

 

Das gesparte Geld investiere ich dann lieber in einen gescheiten Shunt mit VECan Anbindung direkt an den Wechselrichter, zusammen mit dem Distributor ein echt gelungenes System, welches im Fahrzeug aber auch seinen Bauraum braucht.

 

Der Sterling Power DC DC Wandler war das Zünglein an der Waage ob mein Plan aufgeht: Laden während der Fahrt über die Lichtmaschine der beiden 50AH (5000WH) Batterien und dann laden der Aufbaubatterie aus dem Autarkiepaket im Stand ohne Landstrom (reverse charging). 

 

Mit der Planung und der Komponenten ging es nun an den Einbau. Punkt 5 aus dem Lastenheft war dabei die größte Herausforderung. Wie bringe ich einen Wechselrichter mit 18KG sowie 2 Batterien mit jeweils 27.5KG so in den Hintersten Schrank ohne eine Einzige Schraube ins Holz zu machen und es rückstandsfrei wieder ausbauen zu können?

 

Die Wahl fiel dabei auf Aluprofile in 20x10,  wie sie auch bei zahlreichen Schrankausbauten hier im Forum zu finden sind. Diese sind "käfigartig" im Viereck innen an den Schrank geklebt. Dadurch dass die Profile somit an allen Seiten geklebt sind, ergibt sich eine in sich äußerst stabile und formschlüssige Verbindung. Bei den kritischen Lasten wie den Batterien habe ich dann 20x20 genommen um diese an Ort und Stelle zu halten.

 

Heraus gekommen ist ein Einbau, der es in sich hatte und gezielt geplant werden musste, was wann und wo rein kommt, da es dann schon recht eng wird.

 

Elektrisch ist es quasi ein Inselsystem das aus 48V 220V erzeugt, mit dem Unterschied, dass der DC/DC Wandler aus der 12V 16mm² Leitung aus dem Technikschrank 850W Ladeleistung auf den 48V Batterien erzeugt und umgekehrt.

 

Ich nutze den AC-IN am MP2 für den Landstrom und gehe über den AC-OUT1 wieder zu den Steckdosen. Den AC-OUT2 habe ich dann mit dem Großverbrauchern verschaltet. Dafür habe ich dann eine Weitere Anwendung: Man könnte damit Klimaanlage und Heizung versorgen in Abhängigkeit des Batteriestandes, das habe ich aber noch nicht umgesetzt, funktioniert aber mit einem ersten Test. 

 

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich mich mit ESS Anlagen auskenne und genau da lag das Problem bei der Inbetriebnahme!! Trage bei der Config niemals einen Grid Code ein! Dies hat zur Folge dass ein Vertauschen von N und L (was beim Schukostecker ja immer 50/50 ist) nicht mehr toleriert wird! Das aber nur nebenbei...

 

Mit diesem Einbau ging es dann letzte Woche zu den Olympischen Spielen nach Antholz. Kein Campingplatz, kein Landstrom und mehr als 50cm Neuschnee, Temperaturen tagsüber etwa 2 Grad, Nachts etwa -3 Grad, ergo die Heizung lief 24h durch! Wir sind am Montag angekommen und Freitag abgereist, Nutzung von Kaffeemaschine, Eierkocher, Föhn wie zu Hause, jeden zweiten Tag im Auto geduscht, jeden Tag abgespült und ein WiFi Router der ebenfalls 24H lief (Teltonika RUTX50 über einen 220V PoE Adapter versorgt).

 

Freitag früh sind wir dann abgefahren mit SoC bei den Lithiumbatterien von 17% und SoC 100% bei der Aufbaubatterie! Genau so wollte ich es haben!!

 

Ohne gedrückte Ladetaste bläst der Sterling 550W in die Batterien, mit Ladetaste 750-800W (je nach Ladestand). Interessant sind die verschiedenen Profile des Boosters, diesen zu aktivieren (bei Victron muss man sich entscheiden was man haben will, Vibration geht nur bei den Buck-Boost Modellen):

 

-Spannungsgesteuert

-Klemme 15 gesteuert

-Vibrationssensor

 

Klemme 15 zu verlegen war mir zu viel Zeitaufwand, daher habe ich es erst mit Vibration probiert. Funktionierte teilweise gut (hat sich dann manchmal nachts einfach von selbst eingeschaltet), dann umgestellt auf Spannungsgesteuert, ab 13.5V schaltet er sich ein und drunter aus und lädt dann wieder die Aufbaubatterie, so hab ich es gelassen und das funktionierte super! 

 

Im Feintuning habe ich nun über NodeRed eine Automation gebaut (nachdem ich das Venos OS large auf dem GX installiert hatte), das über Geofencing erkennt wenn ich zu Hause bin und dann das Config Profil mit ESS (ElectricStorageSystem) lädt. Ein Pythonscript versorgt dann das ESS System mit den Grid Daten meines Kostal Wechselrichters zu Hause). Somit hab ich nun noch 5KW extra an Solarspeicher den ich nutzen kann und auch wieder abgeben. Das schalte ich ab, wenn ich weiß wir fahren weg (will ja nicht mit SoC kleiner 50%) wegfahren.

 

Sobald ich das Geofencing verlasse, wird die andere Config geladen ohne ESS und nur Landstrom. Nachteil ist, das dann kurz die Verbindung weg ist und es ca. 5 Minuten dauert bis ich den Wechselrichter wieder im VRM Portal sehe. Aber damit kann ich leben, direkt nach dem losfahren brauchen wir keine 220V, außer fürs WLAN an Bord.

 

Hoffe ihr könnt den Sinn/Unsinn der Anlage erkennen!;-) Uns macht es Spaß so autark unterwegs zu sein! Die Carelectric Lösung hatte für uns auch ihren Charme, aber war uns viel zu teuer, die Anbindung über das LIN hatte ich versucht zu testen und bin da auch weiter gekommen, aber dann dagegen entschieden. Was muss ich wissen wie voll die Aufbaubatterie ist wenn die eh immer 100% hat??Davon profitiert übrigens auch die Starterbatterie! Zudem mögen es AGMs sehr gerne immer voll zu sein...;-)

 

Apropros Kosten und viel zu teuer: Was hat denn nun der ganze Spaß gekostet (Stand 01/2026):

 

-Victron Wechselrichter 455€

-EcoWorthy Batterien jeweils 299€, sprich 600€

-Victron Lynx Shunt 250€

-Victron Lynx Distributor 150€

-Sterling Ladebooster 420€

-Diverse Kleinteile wie Kabel, Sicherungen etc schlugen mit etwa 250€ zu Buche

-Die Aluprofile und Verbinder nochmals etwa 200€ (wobei da sehr viel übrig blieb, was ich noch für einen Heckauszug verwende)

 

Also alles in Allem  knapp 2.500€. Das fand ich sehr akzeptabel für so eine Lösung was immerhin 400AH entspricht bei einem 12V System.

 

Bilder des Umbaus stelle ich dann auch noch rein. Im Moment muss ich noch ein wenig am Kabelmanagement arbeiten;-) Soll ja auch sauber aussehen...

 

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