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Calimann

Portugal und Freistehen

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Calimann

Hi liebe Freunde des gepflegten Reisens,

 

auch ich muß gestehen in schönen Buchten oder Steilküsten die eine oder andere Nacht in Portugal bei einem Fläschchen Wein nach dem Sonnenuntergang, frei genächtigt zu haben.

Die Portugiesische Westküste ist einfach nur wunderschön. Selbstverständlich wurde der von uns verursachte Müll sowie auch die Müllbeutel der vorherigen "Dreckspatzen" mitgenommen und entsorgt.

Wir schätzen auch alle 2-3 Tage einen Campingplatz mit warmer Dusche und Entsorgungsmöglichkeit für das PortaPotti.

Doch leider haben die Portugiesen jetzt die Nase voll von den "Dreckspatzen" die offensichtlich immer mehr wurden. Seit 1. Januar 2021 gibt es in Portugal ein neues Gesetz für Wildcamping.

Es ist grundsätzlich überall verboten, ausser an gekennzeichneten Flächen. Das Strafmaß reicht von 200,00 bis 36'000,00 Euro. Allein in der Region um Faro wurden vom 9.01 bis 20.02.2021

78 Verstöße mit einer Bußgeldhöhe von 6850,00 Euro geahndet.

Ab April gibt es eine neue Rangertruppe die außschließlich diese "wilden Camper" suchen. Also....wer nach Portugal aufbricht in der nächsten Zeit, lasst es lieber, das freistehen.

 

Ich wünsche Euch ein schönes und gesundes Frühjahr🤗

Calimann

 

 

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Borni1977

Traurig dass es immer so enden muss. 😞

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Wollfisch

Ich kann den Leidensdruck der Portugiesen nachvollziehen. Es ist leider so, dass viele sich nicht zu benehmen wissen und selbst wenn sich alle zu benehmen wüssten, dann sorgt doch die schiere Masse der "Freisteher" heutzutage in den Hot Spot Regionen dafür, dass die Beeinträchtigungen der Natur signifikant sind. Da hilft dann nur die Reißleine - leider. Eine bessere Lösung wüsste ich auch nicht, ehrlich gesagt.

 

PS: In jedem Fall danke für die Info.

Edited by Wollfisch

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powstria
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Lieber so mit Ticket und Rangern als so mit Selbstjustiz:

 

 

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Edited by powstria

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BIM
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Du hättest dir wenigstens die Mühe machen können, das Nummernschild unkenntlich zu machen...

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powstria
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Geändert 

Edited by powstria

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gegentakt

Ich fürchte auch, dass die Überreaktionen gegenüber Übernacht-Parkern mit der stetig zunehmenden Zahl der Campingmobile zunehmen wird.

Dieses Beispiel macht mich allerdings echt sprachlos:

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Das ist Dir aber nicht selbst zugestoßen, @powstria, oder doch? :O_O:

 

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powstria

Nein, nein. Das ist nicht meiner. Aber ein nicht wirklich abgelegener Surfspot in einer sehr beliebten Touristenregion. 

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gegentakt

Echt krass...

Dass sich normale Bürger als Besserwisser und Hilfs-Sherrifs hervortun und nichts besseres zu tun haben, als abends am Bulli anzuklopfen, um ihre (zweifelhafte) Rechtsauffassung zum Besten zu geben, haben wir auch schon erlebt.

Aber ein solcher Angriff ist mal echt eine andere Kategorie...

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Knox16

Hallo Calimann,

 

vielen Dank für den Hinweis!

Das Thema "Wildcamping" betrifft sicher nicht nur Portugal, sondern (fast) ganz Europa. Ich bin eigentlich auch ein Fan davon. 

Das finde ich sehr gut!

Ich denke aber, dass das Problem nicht (nur) die "Dreckspatzen" sind! Vielmehr ist es

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Also auch "wir", die unsere Hinterlassenschaften -und vielleicht sogar noch mehr- wieder mitnehmen.

Wo wollen wir denn wildcampen? Es sind die einsamen, unberührten Flecken, Buchten etc. Hier nehmen wir uns also die Freiheit raus, diese zu "besetzen". Und heutzutage sind wir dort nicht lange alleine. Da trägt die Campingbranche dazu bei. Selten wird der neue Campingbus auf einer 60m² Parzelle eines vollgestopften Campingplatzes zwischen Dauercampern präsentiert. Nein: Er steht mutterseelenallein in einer einsamen Bucht. Und wenn wir tatsächlich so ein Plätzchen gefunden haben, dann teilen wir unsere "Eroberung" in Echtzeit in den sozialen Netzwerken. Das alles schafft Begehren und auch Neid. Apps wie park4night sorgen dafür, dass ich mir diese "Geheimtipps" nicht mehr mühsam in Foren oder bei Freunden zusammen suchen muss, oder gar im Gespräch mit Einheimischen mir Tipps holen muss. Das alles führt dazu, dass die schönen Plätze dann schnell voll werden. Und dann sind es nicht die Hinterlassenschaften einiger, sondern die Anwesenheit von 5-10 Wohnmobilen, die stört. Denn dann ist die einsame Bucht nicht mehr einsam und unberührt.

So hart es ist: Wildcamping in Europa wird schwieriger... 

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Wollfisch
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Die Anwesenheit stört, das ist das eine, aber 5-10 Wohnmobile (jeden Tag!) verdichten halt auch den Boden, beschädigen die Vegetation, es kommt zur Erosion. Nach nur einer Saison erkennst Du Deine Bucht nicht mehr wieder.

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Borni1977

Richtig, daher sollte man es als Privileg sehen, wenn man irgendwo noch frei stehen darf. Dass man den Platz so hinterlässt sollte eigentlich (auch in anderen Lebensbereichen) selbstverständlich sein. Trotzdem kann ich verstehen wenn es Einheimischen aufgrund der schieren Masse einfach zu viel wird.

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Multicamper

ich kann das völlig nachvollziehen, ich wohne im Schwarzwald und mir gehen die ganzen Wildcamper auch mächtig auf die Nerven. Wir haben hier einige Parkplätze die sehen das halbe Jahr aus wie Campingplätze, da wird sich auch schön eingerichtet mit Markise, Stühle etc. raus. Wenn es dann langsam Herbst wird, sieht es da aus wie in der Normandie nach dem D-Day. Unzählige Müllsäcke, alle Büsche, Hecken, selbst die Parkplätze an sich voll geka.... etc.

 

 

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gegentakt

Für Müll- und Fäkalienentsorgung in der Natur/Öffentlichkeit fehlt mir auch jegliches Verständnis. Insoweit kann ich die Reaktionen von Anwohnern hierauf auch vollständig verstehen.

Leider werden dann aber im Ergebnis oft mal wieder alle über einen Kamm geschoren (und wir gehören definitiv zu denen, die einen Parkplatz i. a. R. sauberer hinterlassen, als wir ihn vorgefunden haben) - und das macht mich im Ergebnis einfach traurig, weil das Übernachten im Cali auf dem einen oder anderen Parkplatz für sich genommen sicherlich weniger Menschen stören würde, wenn sich manche Mitmenschen nicht wie die Axt im Walde benehmen würden...

 

Und im Moment sind es in deutschen Erholungsgebieten wohl ohnehin weniger die bösen Wildcamper, die die Parklpätze und Wälder vollka..., als eher andere Mitmenschen.

Jüngst mehrfach auf Wander-/Tagesausflug-Parkplätzen erlebt: Während wir (und die ggf. wenigen anderen WoMo-Parker) zurückgezogen im Cali saßen (wo wir bei Bedarf unser Geschäft natürlich im Porta-Potti erledigen), hockten sich reihenweise Pkw-Tagesausflügler (da Gastro und öffentliche Toiletten im Moment ja geschlossen sind) direkt hinter/neben unseren Bulli, um uns z. T. direkt vor die Tür zu ka...

 

Edited by gegentakt

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Borni1977
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Ich rede mir immer ein das sind Einzelfälle, aber man erlebt sowas zu oft. Dieselben Leute, die wegen der Schönheit des Ortes herkommen, müllen ihn gleichzeitig zu. Vielleicht wollen sie ja kein zweites mal wiederkommen, aber verstehen kann man das nicht.

 

Ich frage mich nur, ob das dieselben Weltverbesserer sind, die gerne anderen vorschreiben möchten, wie sie sich zu zu verhalten haben (Maulhelden). Oder bestehen da keine Schnittmengen?

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simda
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Entlang der gesamten Atlantikküsten sind es definitiv die Vanilifer, die das Fass zum überlaufen gebracht haben. Corona hat dann noch die Nägel auf dem Fassdeckel eingeschlagen. Man kann es nicht schönreden. Auch die „anständigen“ Wildcamper kommen in Horden. Es ist einfach zu viel. Ich wohne selber in einer touristischen Region, bin auch seit Jahrzehnten begeisterter Camper und sehe die Veränderung deutlich. Meine liebste Reiseart hat sich unveränderlich gewandelt. Sogar die Campingplätze sind überlaufen. 

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Borni1977
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Ja, den Faktor Masse kann man nicht wegdiskutieren. Es ist gut wenn sich alle anständig verhalten, aber trotzdem hinterlässt jeder seinen Fußabdruck. Ich kann mir daher vorstellen dass man irgendwann nicht mehr so einfach irgendwo in der Natur übernachten darf mit dem Argument man müsse seine Fahrtüchtigkeit wiederherstellen. Die Polizisten werden dann mit Sicherheit angehalten das genauer zu hinterfragen.

Edited by Borni1977

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gegentakt
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Ich sehe die Coronamaßnahmen tatsächlich auch bei diesem Thema als einen Katalysator. Vielleicht führt die Gesamtentwicklung im Campingbereich (sollte sie anhalten) aber auch dazu, dass es insgesamt mehr Camping- und Stellplätze geben wird (wenn diese dann endlich wieder geöffnet werden können!), und sich damit auch die Masse der Vanlifer insgesamt besser verteilen kann...

Und würden sich dann alle an die Regeln halten - zu denen es logischer Weise auch gehört, keine Naturschutzgebiete/Strände/andere unter ausdrücklichem Camping-/Parkverbot stehende Bereiche zu benutzen -, wäre vielerorten sicherlich der Ärger nicht so überwältigend, dass es zu solch massiven behördlichen oder selbstjustiziellen Durchgriffen kommen müsste. Denn unter dieser Prämisse ist schließlich die Nutzung eines Parkplatzes durch einen Cali von seinen Auswirkung her auch nicht viel anders als ein normales Parkverhalten.

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FreeDriver
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...und das war in Portugal???

 

Bis jetzt hat man von solchen Horrorgeschichten nur aus Korsika gehört. Und vor vielen Jahren auch aus Frankreich (Korsika ist auch F, aber ich meine jetzt das Festland).

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powstria
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Das ist aus Portugal. Allerdings sind dort auch ein paar Einwohner unterwegs die schon seit Jahren aus ausländischen Reifen gerne mal die Luft entfernen etc. 
aber das Niveau ist neu in 2020. 

 

Spiegelt wohl einfach den Frust und die Stimmung wieder.

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Knox16

Entweder war das einer , der in mehr als einem Forum unterwegs ist. Wie ich eben festgestellt habe, ist "Fora" der korrekte Plural von "Forum"! 😉

 

Die Übersetzung aus dem portugisischem liefert "raus", was ja passen könnte...

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Das kenne ich natürlich auch, hier am Bodensee. Letztes Jahr, im "Corona-Sommer", war es natürlich extrem.

Von da her kenne ich beide Seiten. Und ich habe festgestellt, dass es (für mich) einen Unterschied macht, wer, wie und wieviele da freistehen.

Wenn es ein einzelner Camper war, vielleicht ein einfach ausgebauter Transporter mit einer jungen Familie, oder ein paar junge Leute die auch noch offen auf einen zukommen, dann ist die Toleranz größer.

Wenn es der neuwertige Cali ist (von dem ich nur zu gut weiß, was er kostet) sinkt die Toleranz schon etwas. Wenn es dann mehrere Womos sind, teils 7 Meter Integrierte mit ausgefahrenen Hydraulikhubstützen, hat es mich irgendwie gestört. Da spielen dann auch Vorurteile mit. Aber es war halt mein Empfinden.

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simda

Der Ausweg aus der Misere könnten innovative Aktionen von Gemeinden und Bauern sein. Beispielsweise wie die Gemeinde Lenzerheide, welche letzten Sommer auf einem saisonal ungenützten Parkplatz eines Skilifts einen Pop up Camping aufgestellt hat. Die haben auch kurzerhand einen Duschcontainer aufgestellt. Gerade in der Schweiz sind solche Plätze massenhaft vorhanden. Auch Bauern hätten massenweise schöne Plätzchen und nette Hofprodukte. Leider wird da bei den Preisen teilweise noch übertrieben. Ich war vor Jahren bei einem spanischen Bauer direkt am Meer auf seiner Wiese. 5€ pro Nacht, die ich gerne bezahlt habe. 

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Wollfisch
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Ganz ehrlich? Wer macht sich dafür die Mühe? Ich zahl in Skandinavien 30-60€ die Nacht und empfinde das eigentlich fair. Wir sind doch alle keine Hungerleider, oder?

Edited by Wollfisch

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simda
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5 spanische € sind 20 skandinavische € 😉 Wenn man dafür nur ein Stück Land anbieten muss und sonst keinen Aufwand hat sind bei ca. 10 Campern pro Tag 50€ ein netter Zuverdienst!

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Wollfisch
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Abzüglich Steuern (ich weiß, nimmt nicht jeder so genau), Versicherung (ich weiß,  hat nicht jeder), Rasenpflege, ... Keine Ahnung, für meinen Geschmack lohnt das nicht. 

Und wie gesagt,  ist ja nicht so, dass wir es uns nicht leisten könnten. 

Edited by Wollfisch

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