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Peloponnes - die Oster-Schnupper-Tour

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Peloponnes - die Oster-Schnupper-Tour

 

 

Gerade einmal 7 Wochen ist es her, dass ich mich in der Finnmark mit Schneestürmen und Straßensperrungen auseinandersetzen musste. Aber hier, 3000 Kilometer südlich, gibt es andere Probleme. Wir sind auf unserem Roadtrip nach Peloponnes und gerade wollen wir die italienische Autostrada verlassen. An der Mautstelle Ancona gibt es jedoch an der Spur für Barzahler einen langen Stau. Jedes Fahrzeug steht gefühlt 2 Minuten. Als wir endlich am Schalter stehen, kann ich dem Kassierer zunächst einmal beim tippen seiner Textnachrichten zuschauen. Dann nimmt er mein Ticket entgegen und tippt die nächsten Zeilen. Ich dachte schon, ich könnte die Preisanzeige nicht lesen, aber da stand noch kein Preis. Dann endlich der Preis, das Geld hin halten, aber er tippt gemütlich weiter. Geld entgegennehmen, erst mal ein paar Zeilen tippen, Wechselgeld geben, wieder tippen, danach Schranke aufmachen. Ich weiß, es gibt auch die Kartenzahlung. Aber ich stand in der Vergangenheit schon zweimal vor geschlossener Schranke, weil die Kreditkarten nicht akzeptiert wurden. 🙄

 

 

Das es in Südeuropa etwas anders läuft als in Skandinavien war mir klar. Wie es hier läuft, davon wollten wir uns irgendwann mal selbst überzeugen. Weil keiner von uns beiden das Verlangen auf Schmoren in südlicher Sommersonne hat, bleiben uns für die Reise nur die (hessischen) Oster - oder Herbstferien. Ich war angenehm überrascht, als ich an Neujahr auf der Buchungsseite von Superfast, das Happy New Year Offer entdeckte. Für nur drei Tage wurden 30% Nachlass auf die Fährtickets gewährt. Und weil die Osterferien in 2019 bis Ende April dauern, habe ich sofort gebucht (Hin- und Rückfahrt, Ancona – Patras, 2 Erwachsene, PKW 5 Meter, Außenkabine: 616,00 Euro.)

Unsere Zeit ist mit 10 Tagen auf Peloponnes zwar knapp bemessen, aber unser „Reiseplan“ ist auch nur ganz grob umrissen: Strände, Küste, Berge, Säulen und etwas altes Zeugs. 😎

 

 

Hafen Ancona

Bereits zwei Kilometer vor Ancona weisen große Schilder auf die Besonderheiten der Fährennutzung hin. No boarding without checkin. Wir müssen also erst auf einen großen Parkplatz fahren, um dann im Fährbüro an einem Schalter unsere bereits bezahlten Tickets zu bekommen. Weil es hier mindestens vier Fährgesellschaften gibt, ist es entsprechend voll und unübersichtlich. Vielleicht sollen deshalb laut Buchungsbestätigung die Tickets auch drei Stunden vor Abfahrt geholt werden.

 

 

 

Danach geht es weiter zum Hafen. Bei der Einfahrt zum Hafengelände werden die Tickets kontrolliert. Trotz der vielen Hinweisschilder stehen tatsächlich Leute in der Reihe, die noch kein Ticket haben. Die müssen dann umständlich aus der Schlange raus rangieren und zurück zum Fährbüro. Wir haben ja unsere Tickets nach Peloponnes und müssen jetzt Kai 16 suchen. Dazu sind bereits am Fährbüro farbige Markierungen angebracht. Kai 16 ist rot markiert. Auf der Fahrt durch den Hafen vertrauen wir lieber Google Maps, denn die rote Markierung scheint in die falsche Richtung zu weisen. Kaum zu glauben, aber alle Warteschlangen sind drei Stunden vor der Abfahrt schon voll. Wir stehen ziemlich weit hinten am Kai 16, – der lila markiert ist.

 

 

 

 

Nachdem unsere Fähre, die Superfast XI, angelegt hat, kontrolliert ein Mitarbeiter alle Fahrzeuge in der Warteschlange. Es müssen die Tickets vorgelegt werden, dann reißt er einen Abschnitt ab und klemmt diesen hinter den Scheibenwischer. Später kommt ein anderer Mitarbeiter und stellt fest, dass in der Igomeniza Reihe auch Fahrzeuge nach Partas stehen. Diese werden über Funk gemeldet.

Währenddessen fahren Lastwagen rückwärts aus der Fähre raus, dann wieder welche vorwärts raus und wieder andere rückwärts. Mittlerweile bildet sich ein Stau am Hafen, denn die Olympia Spirit, die zweite Fähre, wird schon längst entladen. Alle Fahrzeuge müssen jetzt auf einer Spur durch die Kontrolle am Hafen. Immerhin werden jetzt die ersten PKW auf die Fähre gelotst. Diese müssen aber die Fahrspur der rückwärts ausfahrenden LKW kreuzen. Dazwischen warten Personengruppen von den Reisebussen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Für mich als langjähriger Nordlandfahrer ist das Treiben ein unglaubliches Schauspiel. Da wird einem LKW signalisiert, er soll rückwärts aus der Fähre fahren, weil das aber 15 Sekunden dauert, wird eben dem draußen wartendem LKW signalisiert, er soll aufs Schiff fahren. Klar, beide treffen sich vor der Auffahrrampe.

Bevor wir in Richtung Schiff dürfen, läuft wieder ein Mitarbeiter an den Autoschlangen durch, um zu prüfen, ob die Tickets noch hinter dem Scheibenwischer klemmen. Dann endlich soll unsere Schlange los fahren, aber plötzlich Geschrei, Stopp, wir sollen zurücksetzen. Das erste Fahrzeug wird kompliziert zwischen Absperrensteine dirigiert. Der Rest soll so stehen bleiben.

Es sind vier Stunden vergangen, als wir endlich auf das Schiff auffahren können. Dann werden wir nach oben gelotst, direkt vor den Bug in eine kleine Parkbucht. Wenn man beobachtet, wie eng die nachfolgenden Autos eingewiesen werden, dann haben wir richtiges Glück gehabt.
Unsere Kabine 853 befindet sich auf Deck 8, allerdings steht diese Information nicht etwa auf der Schlüsselkarte, sondern irgendwo auf den Tickets, die ja zwischen Fährbüro und Schiff durch mehrmaliges abreißen immer kürzer wurden. Jetzt haben wir bereits eine Stunde Verspätung.

 

 

 

An Bord der Superfast XI

Unsere Unterkunft ist eine „Pure“ Kabine. Keine Ahnung, ob ich die gewählt habe, oder wir durch den Wechsel des Schiffes drauf gebucht wurden. Unter dem Tisch steht jedenfalls eine Art elektrischer Luftfilter, der geräuschvoll die Kabinenluft umwälzt und einen Geruchsstoffe zusetzt. Das Ding lässt sich auch abschalten, allerdings ist die normale Kabinenlüftung nur noch minimal vorhanden beziehungsweise nicht wahrzunehmen. Da die Sonne auf unsere Schiffsseite scheint, haben wir ruckzuck eine Affenhitze in der Kabine. Das wird die erste Fährüberfahrt, bei der wir zum lüften die Kabinentür offen stehen lassen müssen.

 

 

Auf dem Aussichtsdeck sind die Plätze mit Isomatten, Schlafsäcke und Feldbetten belegt. Sogar ein Zelt steht im Innenbereich. Tische Sessel und Bänke sind mit Decken gesichert, Steckdosen sind ebenso begehrt. Ich mag mir nicht ausmalen, wie es hier zur Hochsaison zugeht. Auch in den Gängen und Treppenhäusern liegen Leute teilweise mit Kopfkissen und Bettzeug auf dem Boden und schlafen.

 

 

 

Auf dem ionischen Meer

Nachts um 0:45 Uhr weckt uns eine brüllend laute Durchsage in der Kabine. Zunächst dachte ich, es gibt schon Frühstück, aber auf fünf Sprachen wird mittels einer Bandansage nach einem Arzt unter den Passagieren gefragt.

 

Das Frühstück im Bordrestaurant fällt karg aus. Für 22.90 Euro bekommen wir 2 Croissants, 2 kleine Brötchen, Rührei, etwas Aufstrich und Lachs. Getränke sind nicht dabei. Für uns steht schnell fest, – auf der Rückfahrt versorgen wir uns selbst!

In der Nacht hat es heftig geregnet, deshalb liegt jetzt von den Deckschläfern lauter Zeugs zum trocknen über den Geländern und Bänken.

 

 

 

Irgendwann stellen wir fest, dass unsere Toilette den Geist aufgegeben hat. Nach der Meldung bei der Rezeption kommt ein Mitarbeiter in unsere Kabine. Mit einem Drahtkleiderbügel stochert er in der Brühe rum und öffnet so die Klappe der Vakuumtoilette. Dann verschwindet er mit dem tropfenden Kleiderbügel wieder. 🤢

 

 

Hafen Igominiza

Der Fähranleger in Igominiza ist klar aufgeteilt: Eine Seite Land, die andere Seite Wasser. Ansonsten keine Hinweisschilder, Wegweiser oder gar Wartezone für Fußgänger. Folglich laufen Fussgängergruppen zwischen den aus- und einfahrenden LKW umher, oder müssen hunderte Meter bis zum Tor laufen.

 

 

 

 

Ankunft Patras

Eine Stunde vor Ankunft in Patras kommt die Durchsage, dass die Kabinen jetzt verlassen werden müssen. Da viele Passagiere bereits in Igominiza das Schiff verlassen haben, ist es leicht, ein freies Plätzchen zu finden. Nach dem Anlegen in Patras, flitzen wir schnell zum Auto, steigen ein und fahren raus. – Das ging ja mal schnell.

 

 

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Wir sind auf Peloponnes angekommen. 😀

 

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Hyperion

Hallo Gerhard

 

Vielen Dank!

Der erste Reisebericht, bei welchem das "will auch" ausbleibt! 😅

Aber es ist ja erst der erste Teil! Bin gespannt wie es weiter geht!

 

Grüsse

Nicole

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BIM

Ja, ja, eine Reise mit der Fähre nach Griechenland lässt sich nicht mit Skandinavien vergleichen. Immerhin hattest du mit der Superfast XI noch eine der Fähren, die genügend Tische und Bänke im Decksbereich haben. Gibt es auch immer weniger...

Freu mich auf deine Fortsetzung.

 

Viele Grüsse, Martin

 

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virtulex

Hallo Mainline

 

Ja, wie gut ich das kenne! Ich kann dir aber aus der Erfahrung heraus sagen, das dass noch harmlos war. Am schlimmsten ist es, wenn die Fähren

mehrere Stunden Verspätung haben, dann werden alle nervös. Oder es will z.B. jemand in Igoumenitsa von Bord, der eigentlich nach Patras

gebucht hat, alles schon erlebt.

 

Schlimm finde ich die Camping-Geschichten in den Gängen und auf Deck. Sicherheitstechnisch ist das eine komplette Katastrophe, es wundert

mich ohnehin, dass das immer noch geduldet wird.

 

Wir waren an Ostern auch in Griechenland und hatten eigentlich eine der bisher besten Überfahrten ohne Verspätung, abgesehen von dem Theater

beim Auf- und Abladen. Ich denke einfach, dass das eine Frage der Organisation ist, es gibt keine Spuren, in denen man sich einreihen muss und

auch keine Bodenmarkierungen. Alle stehen irgendwo und man weiss eigentlich nicht mal, ob man an der richtigen Fähre ansteht oder ob der vor

uns evtl. gar nicht drauf will, sondern nur da parkt.

 

Ich freue mich schon auf deinen weiteren Bericht. Ich hoff, du (ihr) wurdet für den Fährenstress entschädigt!

 

Grüsse

Virtulex 

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So, unsere Sommertour durchs Baltikum ist durch. Jetzt kann es hier mit dem Bericht unserer Schnuppertour auf Peloponnes weiter gehen 😁

 

 

Am Golf von Korinth

Als erstes fahren wir zur großen Rio-Andirrio-Brücke und genießen ein wenig die Sonne. Die 2,8 Kilometer lange Brücke wurde 2004 gebaut und überspannt die Meerenge zum Golf von Korinth. Alternativ zur Brücke können Reisende die Meerenge auch mit Fährschiffen überqueren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann folgen wir der Straße Nummer 8, wobei uns das Navi immer wieder auf die Autobahn leiten will. Aber bei den erlaubten 50 km/h auf der alten Straße, können wir schön die ersten griechischen Eindrücke sammeln. Ziel ist der Bahnhof von Diakopto. Von hier fährt eine Zahnradbahn ins Gebirge. Wir schauen uns am Bahnhof um und sind auch hier beeindruckt von den intensiven Frühlingsgerüchen.

 

 

 

 

 

 

 

Für unsere erste Übernachtung wählen wir den nahegelegenen Kiesstrand, der über eine kleine Stichstraße zu erreichen ist. Bei den letzten Sonnenstrahlen schlürfen wir nur wenige Meter vom Wasser entfernt, unsern Kaffee am Strand.

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen bekomme ich beim Öffnen der Schiebetür ein breites Grinsen ins Gesicht. Blauer Himmel und die Sonne scheint. Das erste Frühstück am Strand in diesem Jahr. Wir entdecken sogar Wasserzapfstellen, an denen wir unsere Wasservorräte auffüllen. Wegen des schönen Wetters lassen wir uns bis 12 Uhr Zeit mit der Abreise. Hier begegnen wir auch dem ersten abgemagerten Straßenhund der auf Futter hofft, aber dann am Straßenrand einschläft.

 

 

 

 

 

Gegen 12 Uhr ziehen in den Bergen bei Diakopto immer mehr Wolken auf. Wir packen zusammen und fahren noch eben zu der Bäckerei im Ort. Ein Riesen-Schokocroissant und ein Monster-Krebbel-Kringel werden wir heute Nachmittag zum Kaffee genießen.

 

 

Auf der alten Straße 8 setzen wir unsere Umrundung der Pelepones-Halbinsel fort. Wir folgen dabei einigen Hinweisen des Womo-Führers von vor 25 Jahren, aber antike Säulen und Burgen werden wohl immer noch da sein im Gegensatz zu einsamen Stellplätzen oder verschlungenen Wegen… 

 

 

Der Straßenverkehr ist gewöhnungsbedürftig. Einmal schneidet ein Motorradfahrer ohne Helm, die Kurve, und muss uns mit einem spektakulären S-Kurven Fahrmanöver ausweichen. Ein anderes Mal fährt ein PKW mit sehr hoher Geschwindigkeit in eine Kreuzung, worauf ich mit einer Vollbremsung reagiere. Die Fahrbahn weist riesige Schlaglöcher auf, die den löchrigen Pisten von Islands Westfjorden in nichts nachstehen. Dazwischen gibt es hochmoderne Brücken und aufwändige Straßenunterführungen. Die Ortsdurchfahrten sind teilweise kompliziert und unübersichtlich.

 

 

Die antiken Stätten von Ancient Corinth sollen 8,-€ Eintritt pro Person kosten, doch inzwischen blitzt und donnert es am Himmel bereits. Also schnell ein paar Fotos über den Zaun und weiter zur Festungsanlage von Acrocorinth. Der Weg hinauf ist beschildert und gut zu fahren, der Ausblick von oben wirklich toll – aber nur, bis es regnet und regnet und regnet.

 

 

 

 

 

 

 

Wir verzichten auf einen Besuch und fahren runter zum Kanal von Korinth. Da der Kanal ja fast 80 m tiefer verläuft, ist die Anfahrt recht unspektakulär, bis man auf der Brücke steht und runter schaut! Man kann zu Fuß auf die Brücke und hat einen tollen Blick auf den Kanal. Der Rückweg führt uns über die kleine alte versenkbare Holz beplankte Brücke. Das hat auch was. 

 

 

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Einen schönen Sonntag!

Gruß,

Gerhard

 

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Palea Epidavros

Unser weiterer Weg Richtung Süden führt über die Straße 10 durch’s Gebirge. Über kurvige Straße geht es rauf und wieder runter, mit gelegentlichen Erdrutsch- und Steinschlagabschnitten sowie Sturzfluten quer über die Straße. Wir landen in einem kleinen Ort (Alt Epidavros) am Strand und parkieren für die Kaffeepause. Der Platz steht teilweise unter Wasser, aber der Bus ist auf einer kleinen Insel sicher…. dachten wir, bis das Wasser langsam aber stetig steigt und wir nicht mehr trockenen Fußes den Bus verlassen können! Ich sehe das ganz entspannt, ‚ich habe einen Spaten, ich grabe uns frei!‘. Aber die Frau möchte hier nicht stehen bleiben. Es soll noch bis in die frühen Morgenstunden regnen! Schicksalsergeben packte ich zusammen und fahre auf die andere Seite des Ortes auf den befestigten Platz. Da fühlt sich die Frau doch doch gleich viel sicherer. Jetzt kann es regnen wie es will. Die Gebäckstückchen aus Diakopto waren übrigens superlecker.

 

 

 

 

 

Bei dem abendlichen Gewitter gelingen mir noch ein paar schöne Fotos.

 

 

 

 

 

Da wo gestern die Blitze einschlugen, sehen wir jetzt eine schönen Sonnenaufgang. Wir flitzen beide noch im Schlafanzug raus und fotografieren den Sonnenaufgang über dem Meer. Ahh, so fühlt sich Urlaub an.

 

 

Wir frühstücken draußen mit Ei, wie gestern. Allerdings ist es im Schatten der kleinen Bäumchen doch recht frisch, so dass wir doch noch was zum Überziehen holen…

 

 

 

Theater von Epidauros

Von Alt Epidauros geht es weiter zum Amphitheater, eine der großen Sehenswürdigkeit in dieser Gegend. Die zweispurige Zufahrtsstraße lässt erahnen, dass im Sommer hier mächtig was los ist. 

Die Anlage stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und ist die bedeutendste antike Kultstätte für den Heilgott Asklepios und dessen Vater Apollon in Griechenland. Seit 1988 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das imposanteste und auch heute noch auffälligste Bauwerk von Epidauros ist das große, in einen Hang gebaute Theater mit grandiosem Blick auf die Berglandschaft der Argolis.

 

 

 

 

 

 

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Das Gelände ist bevölkert von wilden Hunden und internationalen Teenagergruppen. Es entstehen viele neue Selbstportraits und die üblichen Rufe und das Klatschen zum Testen der Akustik, sorgen für eine lebhafte Geräuschkulisse. Wir lassen diese besondere Atmosphäre noch etwas auf uns wirken und ziehen weiter an der Küste entlang.

 

Gruß,

Gerhard

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Markmoda

Wir waren im Mai 3 Wochen auf dem Peloponnes. Wir sind mit der Cruise Europa von Menoan Lines ab Venedig nach Patras und auf dem Rückweg von Patras nach Ancona gefahren.

Ich habe bereits im Dezember „Camping on Board“ incl. Innenkabine gebucht. Echtes Camping on Board gibt es auf der Fähre nicht, dafür bekommt man eine Innenkabine und das Fahrzeug einen Stromanschluss.

Ich habe für 2 Personen 342€ bezahlt. Dieser Preis ist unschlagbar und im Self Service Restaurant bekommt man auch nochmal 30% auf alle Speisen.

Ich würde sofort wieder so buchen und Verspätungen von 1-2 Stunden Stunden sind anscheinend bei allen Anbietern normal.

 

Viele Grüße 

Markus

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Paliochano Beach

Wir fahren weiter durch die Berge nach Nafplio und von dort Richtung Süden die Küste entlang. Es ist Bilderbuchwetter und an einem ruhigen Strand unterhalb der Straße, nicht allzu weit von Astros parkieren wir. Es gibt improvisiertes Mittagessen: Eisbergsalat mit Paprika und Thunfisch, dazu Brot. Ist sogar ganz lecker und weil es so schön hier ist, bleiben wir noch 😁

 

 

 

Wir verlängern nicht nur bis zur Kaffeepause, nein, wir übernachten hier am Paliochano Beach! Da jetzt noch mehr Zeit ist, spazieren wir am Strand entlang, gerade so mit den Füßen in den auslaufenden Wellen, da lässt es sich gut laufen und die nur 15 °C merkt man kaum.

 

 

Es liegen schon verwunderliche Dinge am Strand, ein Stoffweihnachtsmann und Tannenzapfen… sind wir an der Autobahnauffahrt doch nach Norden abgebogen??? Aber ein paar Muscheln und einen unermüdlich gegen die Brandung ankämpfenden Krebs sehen wir auch. Lesend und dösend vergeht die Zeit. Das war ein sehr schöner Tag, auch wenn wir nicht weit gekommen sind (70km) oder gerade deshalb.

 

 

 

 

 

Die Sonne weckt uns! Da macht das Wach werden gleich viel mehr Freude, wenn die Sonne direkt durch die Schiebetür auf’s Bett scheint! Wir lüften das Bettzeug und frühstücken in aller Ruhe auf dem Strand. Gegen 11 Uhr cruisen wir bis nach Leonidi weiter an der Küste entlang. Dann geht es bei den „Red Rocks“ in die Berge. Eng, kurvig und tolle Aussichten.

 

 

 

 

 

Monemvasia 

Das Navi wählt zwischendurch einen anderen Weg, sodass wir ins Landesinnere abdriften und erst am Nachmittag bei Monemvasia eintreffen. Im Supermarkt holen wir super leckere Orangen und weitere Lebensmittel. Wir fahren erst einmal 7 Kilometer weiter an einen Strand und machen dort Mittagspause. Frisch gestärkt gehts zurück auf die Insel und zur Ortsbesichtigung. 

 

 

Die erste Ansiedlung wurde bereits im Jahr 583 auf dem Felsen von Monemvasia errichtet. Der Felsen hat eine Höhe von 194 Meter und 1,8 km Länge und ist über einen kurzen Damm zu erreichen. Heute ist die Insel eine beliebte Wochenendresidenz und viele der mittelalterlichen Gebäude werden nach und nach restauriert. Einige sind auch zu Hotels umgewandelt worden. Wir kraxeln ziemlich weit nach oben, aber nicht ganz nach oben. Es ist schon Klasse, dass die Wege im Originalzustand hergerichtet wurden. Aber die Pflastersteine sind teilweise glatt und uneben, die Stufen steil und man muss beim Laufen richtig aufpassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Einen schönen Sonntag!

Gruß,

Gerhard

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Übernachtung im Olivenhain

Die Wasserstelle bei Monemvasia erweist sich als untauglich, und so fahren wir ohne Wasser weiter. Hier in der Gegend gibt es leider keinen Campingplatz. Zum Übernachten wollen wir deshalb zur Kastania Cave fahren und diese am nächsten Tag besichtigen. Auf dem Weg dahin finden wir sogar einen öffentlichen Wasserhahn, da wird schnell der Kanister befüllt, naja, es dauert schon ne Weile, der Hahn hat einen dünnen Wasserstrahl, aber wer hat der hat. Dann können wir heute Abend vielleicht am Bus duschen.

 

 

Die pfiffigen Reisenden lesen im Internet, dass die Höhle im April leider nur am Wochenende geöffnet ist. Wir erfahren es am Eingangstor der Höhle. Also suchen wir uns einen anderen Übernachtungsplatz. Die Frau hat einen Feldweg in einen Olivenhain entdeckt, den nehmen wir und manövrieren den Bus auf ein freies Fleckchen. Das passt!

 

 

 

Hier ist es einsam, wir stören keinen und hoffentlich fühlt sich auch niemand durch uns gestört. Es fängt plötzlich an zu tröpfeln, also ab ins Trockne und dann geht es erst richtig los: Blitz, Donner, Regen, Hagel – die Welt geht unter! Also nix mit Duschen am Bus. Es ist schnell stockfinstre Nacht, aber nach einer Stunde ist alles vorbei. Nun muss morgen nur noch der Bus wieder auf die Straße kommen.

 

 

ORANGEN

In unserem Olivenhain ist es ruhig geblieben, niemand wollte uns verjagen. Es ist zwar nicht übermäßig warm, aber zum Frühstücken draußen reicht es allemal. Die Frau möchte den Platz baldmöglichst räumen. Sie hat immer noch Sorge, dass der Besitzer plötzlich mit der Schrottflinte erscheint.

 

 

Bei Herausfahren aus dem Olivenhain drehen die Räder durch. Das habe ich gestern am Strand auch schon festgestellt, da haben sich die Michelin Reifen ganz schnell im Sand eingegraben. Die alten Dunlop Reifen waren da wesentlich gutmütiger. 

Wir verlassen dieses einsame idyllische Fleckchen Erde und kurven eine andere Straße zurück nach Neapolis. Das nächtliche Unwetter hat an einigen Stellen Steine und Geröll auf die Fahrbahn gespült. 

 

 

 

 

 

Eine Bäckerei mit lecker Backwerk zum Kaffee findet sich schnell und parken ist, dank unserer Warnblinkanlage, auch in den engen Straßen kein Problem mehr. (Ja, wir passen uns an). Unser Navi lotst uns auf kleinsten Wegen durch weitläufige Orangenplantagen, auf denen offenbar viele Nordafrikaner arbeiten.

 

 

 

 

Bei einem Fotohalt „fällt“ der Frau eine Orange vom Baum direkt in ihre Hände. Aber da gerade Erntezeit ist, liegen die hier sowieso zuhauf in der Gegend rum, also nicht so schlimm, oder? Zwei Kilometer weiter werden wir dann tatsächlich für eine Polizeikontrolle angehalten: „Stopp! Passport and Drivers license please!“ „Where did you come from? Are you living here?“ Meiner Frau verschlägt es die Sprache und sie verfolgt mein Gespräch sichtlich angespannt.

Aber natürlich suchen sie keinen Obstdiebe und wir können anstandslos weiter. 

 

Am Nachmittag machen wir eine Orangen-Verköstigung. Wir haben eine selbst gepflückte Orange, welche aus dem Lidl und eine vom griechischen Supermarkt. Ergebnis: Ich bin dafür zukünftig nur noch selbst zu pflücken und die Frau meint, bei Lidl holt sie keine Orangen mehr.

Fazit: Alle Orangen sind wirklich seehr saftig!

 

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DIMITRIOS SCHIFFSWRACK

Beim unserem nächsten Ziel, dem Valtaki Beach, begegnen wir doch tatsächlich einem roten VW California mit Kasseler Kennzeichen. Endlich mal wieder ein farbiger Bulli zwischen den vielen weißen, schwarzen und grauen Bussen.

 

 

Der Strand in der Nähe von Gythio ist nach den vorangegangenen Regenfällen nicht sonderlich einladend. Trotzdem wollen wir uns dort umschauen, denn direkt am Strand liegen die Überreste der „Dimitrios“, welche im Dezember 1981 hier gestrandet ist.

 

 

 

 

Nach den Fotos am Schiffswrack machen wir uns auf zum Campingplatz. Gestern Abend hatten wir zwar genügend Wasser, aber wegen dem Gewitter wurde es mit dem Duschen am Bus nichts. Daher ist es Zeit, sich mal wieder richtig unter fließendem Wasser zu reinigen.

 

Wir wählen den Campingplatz Meltemi, haben dort freie Platzwahl und können mit unserem roten Bus in erster Reihe stehen. Vom Strand trennt uns nur der Zaun und ein paar Kakteen. Die Dusche ist echt eine Wohltat, die wir ausgiebig nutzen.

 

 

 

 

Die in der Bäckerei gekauften Teilchen sind leider nix zum Kaffee, denn sind mit Feta und Spinat gefüllt. Im schwindenden Licht spazieren wir noch am Strand entlang und lassen dann den Tag mit einem Gläschen Wein und einem alkoholfreiem Radler ausklingen.

 

Der neue Tag beginnt mit Sonnenschein! Da wird es im Bus schon richtig warm. Also können wir wieder draußen Frühstücken. Hoppla ein angeditschtes Ei, also machen wir ratz fatz Rührei. Das ist richtig lecker und machen wir bestimmt mal wieder, – wenn man anschließend gut spülen kann (also auf einem Campingplatz!).

 

 

Nach der zweiten Dusche innerhalb von 24 Stunden und dem Gebrauch des Lockenstabes kann es für die Frau wieder in die Weiten des griechischen Landes gehen. Um 11:30 h sind wir startklar und es soll noch mal zum Schiffswrack gehen, wegen der Sonne und schöneren Fotos und so. Doch in Gythio ist der Verkehr ziemlich chaotisch und wir biegen falsch ab, und kommen ganz woanders raus. Wir wollen nicht noch einmal durch den Ort und beschließen, dem Navi die Führung zu überlassen. 

 

Somit geht es direkt auf schnellstem Weg zur Südspitze. Die Route führt zur Westküste, schön zu fahren und nach einem kurzen Stopp in einer Bäckerei für Brot und Kuchen finde ich einen Weg, der nach ca. 2 km Richtung Küste führt. Zwischendrin ist auch ein Tiergatter, dass die Frau öffnet und wieder schließt. 

 

 

 

Am Ende stehen wir mit unserem Bus auf einem  Plateau und können einen super Rundblick genießen. Hier lässt sich gut pausieren. 

 

 

 

Nach der Pause gehts weiter zur Südspitze der Halbinsel Mani, dem Kap Tenaro.

 

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Soweit für heute.

Viele Grüße,

Gerhard

 

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marchugo

Hallo Gerhard,

 

Uns gefallen die Bilder. Sehr schoen, sogar professionel.

Da wir eine Reise zur Peloponnes in Gedanken haben, frage ich ob du mit Frontantrieb dort gut zurecht gekommen bist. Warum hast du auf Michelin Reifen umgewechselt?

 

Schoene Gruesse aus Amsterdam,

 

Marc.

 

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Hallo Marc,

der Frontantrieb ist völlig ausreichend. Die Michelin habe ich drauf gemacht, weil ich einen etwas robusteren Reifen haben wollte. Einer der Serienreifen (Dunlop) ist mir letztes Jahr in Norwegen kaputt gegangen. 

Der Michelin ist aber deutlich lauter und verliert bei Nässe schneller die Haftung. Dafür fahre ich die Gravelroads jetzt etwas entspannter 😊

Gruß,

Gerhard

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marchugo

Gerhard,

 

Danke fuer die Antwort. Wir haben Conti Reifen drauf, die neu montiert auf den Polternwegen in Kroatien soviel Verschleiss hatten, das bald neue notwendig waren. Aber guten Griff auf Gravle.

Bin gespannt auf dein naechster Kapittel.  Vielleicht kannst du noch mal berichten ueber wie die Behoerden das wild stehen handhaben.

 

Liebe Gruesse aus Amsterdam,

 

Marc.

 

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T2-Fahrer

Hallo Marc,

 

wild stehen ist in Griechenland grundsätzlich kein Problem, wenngleich auch verboten.

 

Die besten Erfahrungen sammelt man immer selbst, mit etwas Feingefühl kommt man überall durch.

 

Die griechische Polizei ist, wie (fast) alle Griechen, grundsätzlich sehr freundlich, du musst maximal mit einem Hinweis rechnen, dass du hier oder dort nicht stehen darfst.

 

An einem abgelegenen Strand findet dich eh keiner, bei Monemvasia gibt es keinen Campingplatz, also steht man dort mal für eine oder zwei Nächte am Damm oder am Strand, was solls.

 

Man sollte natürlich nicht direkt neben einem Campingplatz frei am Strand stehen, das verärgert die Einheimischen dann doch etwas und es kann sein, dass mal eine Streife vorbeikommt.

 

Grundsätzlich ist es in der Nebensaison eh leichter irgendwo frei zu stehen.

 

Und selbstverständlich hinterläßt man den Ort sauber, aber das muss man ja nicht erwähnen.

 

Gruß T2-Fahrer

 

 

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CAP TENARO

Wir wollen an die Südspitze der Halbinsel Mani, zum Kap Tenaro. Das Kap stellt den südlichsten Punkt des griechischen Festlandes dar und ist nach der spanischen Punta de Tarifa das zweitsüdlichste Kap Festland-Europas. Es trennt den Lakonischen Golf vom Messenischen Golf. Nahe dem Kap befindet sich in 5121 Metern Tiefe der tiefste Punkt des Mittelmeeres, das Calypsotief. In den Sommermonaten ist das Cap ein beliebtes Touristenziel.

 

 

Wir folgen der schmalen Straße auf die Halbinsel und halten auch Ausschau nach einem Übernachtungsplatz. Am Ende der Straße befindet sich ein kleiner Parkplatz. Als wir ankommen, traue ich meinen Augen nicht. Der gesamte Parkplatz und die Zufahrtsstraße sind mit parkenden Autos, Wohnmobilen und Reisebussen belegt. Weil ein durchkommen nicht möglich ist, schauen wir uns das Treiben zunächst vom Parkplatz der nahen Taverne an. 

Schnell steht für mich fest, dass hier zuviel Menschen unterwegs sind, ganz abgesehen von der schlechten Möglichkeit zu parken. Deshalb verlassen wir diesen lebhaften Ort und suchen uns nicht weit von Vathia einen Platz zum pausieren.

 

 

 

 

Jetzt ist es vielleicht an der Zeit, der Frau eine alternative Route für die Weiterfahrt vorzuschlagen. Vor Beginn unserer Reise nach Griechenland habe ich nämlich dem roten Bus einen Satz neue Reifen spendiert. Der Michelin Latitude Cross wird in den passenden Abmessungen angeboten. Mit seinem robusten Profil ist er auch für Ausflüge auf Schotterpisten besser geeignet als der Dunlop mit seinen hervorragenden Straßenprofil. Ob das so ist, möchte ich jetzt gern ausprobieren.

 

 

 

 

Wir folgen also der weißen Linie auf der Landkarte und erklimmen bei toller Aussicht die Berge. In der Nähe des Bergdorfes Korogonianika habe ich einen Übernachtungsplatz ausgemacht, der laut Karte interessant sein könnte.

 

 

 

 

An dem ausgesuchten Platz schaue ich mich zunächst etwas um, denn ab und zu sind merkwürdige Geräusche zu hören. Achja, hier wohnen Schweine, also im wörtlichen Sinn. Denn da sind drei Schweine in einem Felseinschnitt, der vorne und hinten mit Baustahlmatten zugemacht ist. Die werden bestimmt regelmäßig gefüttert, das bedeutet für uns umkehren, denn wir wollen ja keinen stören.

 

 

 

Den nächste Platz erreichen wir wieder über einen kurzen Schotterweg. Aber er ist viel besser, es stehen zwar Bienenstöcke hier, aber da guckt man ja nicht täglich nach. Wir stellen uns ganz an die Seite mit Blick zur Südspitze und aufs Mittelmeer. Das scheint nett zu werden…

 

 

 

MEIN TRAUMPLATZ

Heute Morgen gibt es Sonne pur, direkt auf die Frontscheibe! Wir sind immer noch in der Nähe vom Cap Tenaro. Unten in der Bucht liegt noch alles im Schatten , aber bei uns auf dem Berg ist schon voll die Sonne. Eine Rindviehherde besucht uns gerade, aber das stört nicht. Die sind nicht besonders neugierig und drehen bald wieder um. In der Nacht konnten wir den Vollmond über dem Meer bewundern und den tollen Ausblick genießen.

 

 

 

 

 

 

 

Wir frühstücken draußen, einen Meter von der Kante… Die Orange, die uns gestern den Abhang hinunter gerollt ist, liegt immer noch an Ort und Stelle. Es ist hier mit den losen Steinen zu rutschig, um da runter zu kraxeln. Wir werden halt vorsichtig um den Tisch herumgehen. 

Die Aussicht ist jedenfalls spektakulär, genau so wie ich mir das gewünscht hatte. Während wir da sitzen und relaxen kommen die Imker zu ihren Bienenstöcken. Sie grüßen uns winkend und wir müssen nicht das Weite suchen. Erst gegen 11 Uhr tuckern wir gemächlich weiter.

 

 

 

 

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Viele Grüße,

Gerhard

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ANCIENT MESSINI

Wir wollen nach ‚ancient messini‘, einer antiken Ausgrabungsstätte von vor über 2000 Jahren. Unser Navi kennt nur die Stadt Messini, also müssen wir mit ein  paar kleinen Ortschaften in der Nähe tricksen, dann kommen wir auch mitten in den Bergen in der Pampa ans Ziel. Am Abend erreichen wir den Ort, stellen uns auf den Parkplatz unter die Olivenbäume und richten uns häuslich ein.  Morgen ist Kultur angesagt.

 

 

Kurz nach dem Aufstehen beginnt in Mavrommati die Übertragung der Sonntagspredigt, oder was auch immer hier stundenlang über Lautsprecher eintönig vor sich hin leiert. Der Gebetsgesang schallt vom Dorf den Berg runter zu uns. Mit den Rufen der Vögel, dem Gebell der Hunden, den Hähnen und der Radiomusik ist das eine wahre Kakofonie.

Die ersten Besucher grüßen schon höflich zur offenen Schiebetür herein, da sind wir auch soweit und marschieren mit Fotoapparat, Minibus und Glaskugel los.

 

 

 

Das antike Messini ist eine der wichtigsten Ausgrabungsstädte Griechenlands. Die archäologische Stätte befindet sich in einer wunderschönen natürlichen Umgebung in der Nähe des Dorfes Mavromati. Der nordöstliche Teil des antiken Messini wurde durch den Berg Ithomi geschützt, der eine natürliche Festung ist. Die antike Stadt ist gut erhalten, da sie nie von einer neueren Siedlung zerstört oder bedeckt wurde. Innerhalb der archäologischen Stätte findet der Besucher Heiligtümer, öffentliche Gebäude, Häuser, Befestigungen und Grabdenkmäler.

 

 

 

 

 

 

Besonders beeindruckend fand ich das alte Stadion. Dessen Laufbahn ist von steinernen Stufen hufeisenförmig eingefasst ist.

 

 

 

Wir verbringen den ganzen Vormittag  in dem weitläufigen Gelände, schauen überall mal und tippeln gegen Mittag wieder zum Bus. Es sind nämlich diverse Reisebusse mit Besuchern gekommen, die schwärmen jetzt über das Gelände. 

In einer Taverne finden wir einen Tisch unter dem Bambusdach, bestellen frisch gepressten Orangensaft, Moussaka und Lamm mit Kartoffeln.  Ist beides sehr lecker und das Fleisch ganz zart.

 

 

So rundum gesättigt überlegen wir im Bus, wohin es nun gehen soll. Der WOMO Reiseführer erzählt was von lauschigen Badestränden in der Navarino Bay, gleich neben der ‚Ochsenbauchbucht‘ (Voidokoilia). Das sieht gut aus,  da wollen wir hin. Es geht wieder links und rechts durch unzählige Kurven über Wege, die bei uns der Land- und Forstwirtschaft vorbehalten wären, aber das Navi lotst uns brav durch dieses Gewirr. 

Unterwegs entdecken wir in einem kleinen Bergdorf einen ‚Starfighter‘ im Vorgarten! Was man hier so alles findet…

 

 

VOIDOKILIA BEACH

Die Ochsenbauchbucht mit ihrem türkisblauem Wasser und dem weichem weißen Sand, ist einer der touristischen Hotspots. Fast ein wenig kitschig. Da wir an einem Ende der Bucht parken, spazieren wir einmal am Wasser entlang. Es ist richtig warm, zumindest für unsere Verhältnisse. Die Einheimischen sitzen mit langen Ärmeln, Jacke und langer Hose im Sand. Wir gehen bis über die Knie ins Wasser, das war’s dann aber auch.

 

 

 

 

Dann ziehen wir weiter zum Strand der Navarino Bay, halten zwischen dem  Dünengras und machen ein Kaffeepäuschen. Übernachten werden wir auf dem Campingplatz die Straße runter. Ist vielleicht besser, denn die Polizei fährt Streife am Strand und campen ist nicht erlaubt. Auf dem C-Platz stehen wir in vorderster Reihe mit Blick auf’s Meer – wenn auch wieder eingezäunt. Aber direkt vor uns auf dem Strand gibt es Liegen, die die Frau auch gleich ausprobiert.

 

 

 

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So, jetzt wird es frisch, wir verziehen uns in den Bus, nutzen das freie wifi und schauen auf die Lichter am Ufer.

 

Viele Grüße,

Gerhard

 

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marchugo

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In Nemea sind heute 3000 Jahre Graftomben gefunden, intakt.

 

Schoene Gruesse aus Amsterdam,

 

Marc.

 

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virtulex

Griechenland ist einfach ein super Reiseland, in der Gegend war ich vor ein paar Jahren mit dem Motorrad unterwegs, Voidokilia war sehr schön aber proppenvoll...

Irgendwie kriege ich auch schon wieder Fernweh!

Danke für die Bilder!

Virtulex

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Hyperion

 

Hallo Gerhard

 

Jetzt weiss ich endlich, weshalb schwere Wolken nicht runterfallen!

 

 

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Deinen Bericht zu lesen macht richtig Spass! Die Orangen-Diebin! 😅

Danke Dir dafür!

 

Grüsse

Nicole

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BIM
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Auf diesem Camping standen wir auch vor Jahren mal direkt am Zaun. Ich kann mich noch an die Begrüssung des Personals erinnern: Mit Blick auf meine Frau kam die Frage, ob Sie gerne die "Gala" lesen wollte, die würden sie uns dann zum Platz bringen... Und nach drei Nächten sei einmal Autowaschen gratis...

Besucht war der Platz damals (im Herbst) von Herr Ingenieur und Familie Oberstudienrat, einschliesslich der entsprechenden Anrede 😉

 

Auch sonst weckt dieser Bericht einiges an Erinnerungen. Das es am Cap Tenaro so voll war, hätte ich nicht gedacht. Wir waren da in der Vor-/Nachsaison immer ziemlich alleine.

Einmal sind mitten in der Nacht zwei Wagen mit Blaulicht gekommen, mehrere Personen mit schweren Waffen sind ausgestiegen und haben unseren Wagen inspiziert. Stimmen waren zu hören... So hektisch, wie sie gekommen waren, so entspannt sind sie zurück zu ihren Autos und weggefahren. Hatten wohl eher mit Schleusern oder Schmugglern gerechnet als mit deutschen Reisenden. Angesprochen wurden wir in dieser Nacht nicht...

 

Bin mal gespannt, was du noch alles berichten kannst von deiner Schnuppertour. Der Peloponnes ist jedenfalls für mich immer wieder eine Reise wert.

 

VIele Grüsse, Martin

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Mainline

Vielen Dank für die Rückmeldungen. 👍

@Martin - Dein Reisebericht hatte mich ja sofort inspiriert 😀 Ich musste nur noch warten, bis die hessischen Osterferien spät lagen.

Jetzt gehts weiter:

 

Um halb zwölf verlassen wir den Campingplatz Richtung Berge im Landesinneren. Unterwegs müssen wir nochmal tanken. Kein Problem, hier ist ja alle naselang eine Tankstelle. Wir verlassen also die rote Straße, biegen auf eine orange Straße ab und pausieren in der Nähe einer kleinen Kirche mit viel Grün drumherum. Es ist ruhig und einsam, der Salat lecker.

 

 

Laut Google ist die nächste Tankstelle 10 km hinter uns…? Hä? Nix vor uns?? Tatsächlich, es sind keine Tankstellen eingezeichnet. Also wieder zurück bis zur roten Straße, tanken und wieder rauf in die Berge… die Leutchen in dem Dorf, durch das wir kommen, denken bestimmt auch, wir sind deppert, fahren als hin und her mit unserem roten Bus… 

 

Im  weiteren Streckenverlauf wird die gelbe Straße tatsächlich rot, denn der Teer ist weg und nur die rote Erde ist zu sehen. Lässt sich aber gut fahren, weil alles einigermaßen trocken ist. 

 

 

 

 

 

 

Hier ist irgendwo ein Aussichtspunkt, die Beschilderung ( ein handgemaltes Schild!) ist nur auf griechisch, also folgen wir in gutem Glauben und werden nicht enttäuscht: man kann über das ganze Tal blicken! Das hat sich gelohnt. Wir bleiben nicht nur für eine Pause sondern gleich für die Nacht. 

 

 

 

Abends ist der Ausblick auch famos, alles ist mit Lichtern durchzogen. Man sieht die beleuchtete Autobahn, – aber keine Autos, die beleuchteten Straßen, – aber die Häuser sind dunkel. Kommen wohl alle erst zu Ostern, – dem griechischen Ostern.

 

 

LYKAION-GEBIRGE

Leider ist es immer noch total diesig draußen, die Sonne versteckt sich hinter Wolken. Manchmal blitzt sie hervor, aber so richtig scheinen will sie nicht. Da das Wetter weitestgehend stabil bleiben soll, fahren wir auf den Berg, zum Sitz des ZEUS! Erst ist der Weg auch okay, aber dann biegen wir ab und es ist holprig, wackelig, kurvig und steil (nicht nur im Sinne von bergauf, sondern auch der Abhang auf der Seite der Frau).

 

 

 

 

 

Wir tuckern also vorsichtig Schlaglöchern ausweichend, durch Wasserrinnen holpernd den Berg hinauf und sind nach ca 4 km am Ziel: Eine grüne Wiese vor einem kleinen Hügel. ZEUS Thron. Ich kraxelt den Berg rauf, Frau schaut sich unten um. Bei schönem Wetter muss die Aussicht grandios sein…

 

 

Es geht wieder zurück, das ganze Gerödel nochmal. Der Abzeig zum nächsten Ort ist gleich ums Eck, laut Navi nur 5 km. Den Weg nehmen wir! Es ist in der Karte App eine gepunktete Linie und wird erst zum Weg, wenn man reinzoomt😁 Jetzt geht das gleiche weiter; Schlaglöcher, Wasserrinnen, Geröll, Äste, weggebrochene Wegkanten (auf der Seite der Frau)… Wenn ich für Fotos stoppe, dann weht manchmal der Wind so heftig, dass die Frau ihre Tür gar nicht auf bekommt und sie auf der Fahrerseite ein- und aussteigt. Manchmal liegen zu große Steine im Weg, dann räumen wir sie beiseite, eine „Furt“ durchfahren wir auch, eine Schafherde treiben wir eine Zeitlang vor uns her, bis sie ausweichen kann. Auffallend ist, dass die begleitenden Hunde immer erst anfangen zu bellen, wenn wir vorbei sind und die Herde passiert haben.

 

 

Sand aus der Sahara hat aus leichten Regenschauern eine ziemliche Sauerei gemacht.

 

 

 

 

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Viele Grüße,

Gerhard

 

 

 

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BIM

Den Anblick haben wir schon oft genossen. Der Ausblick, die üppig sprudelnde Quelle und der grandiose Nachthimmel haben uns immer wieder hier hoch getrieben...

 

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Das ist sie auch... 😉

 

Verdammt, ich muss mal wieder eine Reise planen 😉

 

Gruss, Martin

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Mainline

ABSCHIED VON PELOPONNES

Weil es in den Bergen immer wieder mal regnet, wollen wir die letzte Nacht auf Peloponnes an einem Strand verbringen. Kurze Suche, dann haben wir 50 Kilometer weiter einen schönen Platz direkt am Strand gefunden. Die Regenschauer der letzten Tage waren mit Saharasand versetzt, deshalb sieht unser Auto total versaut aus.

 

 

 

Am Morgen scheint die Sonne und bei geöffneter Schiebetür schauen wir vom Bett aus auf die tosende See. Nach dem Frühstück fahren wir nach Patras und erledigen noch ein paar Einkäufe im griechischen Supermarkt.

 

 

 

 

 

 

In Patras herrscht Verkehrschaos, deshalb weiche ich genervt auf eine Umgehungsstraße aus. So kommen wir zu den alten Fähranlegern bei der großen Brücke. In einer „Kantina“, einer Imbissbude mit Sitzgelegenheit, holen wir uns Suflaki zum mitnehmen. Nach dem Essen gehts über die Autobahn zurück zum Hafen. Hier drehen wir eine Ehrenrunde, bis uns ein Polizist erklärt, wo wir die Hafenbüros für die Tickets finden. Echt blöd, wenn Gebäude und Schilder zugewachsen sind und Hinweisschilder nicht stimmen.

Nachdem wir die Ticket in den Händen haben, gehts wieder zu dem Polizisten, danach weiter zur Grenzkontrolle. Polizei und Soldaten suchen in den Fahrzeugen nach Illegalen Reisenden. Bei uns muss ich im Heck den Blick auf die Rückseite der Sitzbank frei machen.

 

Zum Glück steht die Superfast XI schon am Kai, sonst wüßten wir nicht, wo wir hin sollen. Ich gehe nochmal los um ein Foto vom Schiff zu machen, als es plötzlich heißt: „losfahren“. 

 

 

 

 

 

Ruckzuck werden wir auf das unterste Deck geleitet und müssen dort total eng einparken, obwohl nur wenige Fahrzeuge an Bord kommen. Immerhin sind wir 90 Minuten vor Abfahrt in unserer Kabine und können die Zeit zum duschen nutzen.

 

 

 

In der Nacht habe ich mir das Beladen in Igoinitza angesehen. Ein Schauspiel, - diesmal bei Nacht. Sechs Einweiser leiten die LKW parallel auf das Schiff. Dabei kommt es immer wieder zu Missverständnissen und die LKW stehen Kreuz und quer. Um den letzten LKW kümmern sich alle Einweiser, sodass dieser erst links, dann rechts, dann doch wieder links und schließlich rückwärts aufs Schiff gelotst wird.

 

 

 

Die Fahrt nach Ancona ist ruhig. Wegen der schlechten Erfahrung auf der Hinfahrt, frühstücken wir auf der Kabine. Dazu wollten wir uns noch ein paar Croissants aus dem Restaurant holen, aber heute gab es keine. Also nur Weißbrot, Marmelade und Co auf der Kabine.

Nach der Ankunft in Ancona dauert es eine Weile, bis wir in unseren Bus können. Die Heimfahrt über die Autostrada zieht sich etwas in die Länge weshalb wir an der Brennerautobahn eine Übernachtung einschieben. In Reutte machen wir noch einen interessanten Abstecher in ein Paradies für Califahrer, der Bullishow. 😲

 

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Fazit unserer Reise: Wir kommen bestimmt wieder, Peloponnes :D

 

Viele Grüße,

Gerhard

 

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kt_travel

Wir waren dieses Jahr von Mitte April bis Mitte Juni auf Peloponnes. Auch wir können es einfach nur empfehlen. Hatten uns einmal am Strand festgefahren. Die Griechen hatten die Rettungsorganisation schon organisiert, bevor wir überhaupt realisiert hatten, dass wir ein Problem haben. Und am Ende wollten sie nicht mal ein Trinkgeld dafür!

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