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Hhw

Der erste Cali-Urlaub - Ligurien und Toskana

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Hhw
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Hallo Cali-Freunde,

 

hier kommt der erste kurze Reisebericht von unserer "Jungfernfahrt" mit unserem Bulli: Über Ostern nach Italien.

Für ganz ungeduldige: die Bilder gibt es auch .

 

Nachdem wir am Gründonnerstag sehr früh in NRW gestartet sind, wollten wir eigentlich gleich bis Cinque Terre durchfahren. Da sich der Verkehr aber im Süden doch schnell verdichtet hat, haben wir einen Zwischenstopp bei Camping Darna in Porlezza am Luganersee eingelegt. Schöner Platz direkt am See, und wir haben auch noch einen Stellplatz in der ersten Reihe bekommen. Eine kleine Runde mit dem Rad durch den Ort, Pizza mit Seeblick, am nächsten Morgen noch schnell einen Kaffee und den Ausblick genießen, dann weiter Richtung Süden...

 

 

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Edited by Hhw
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Hhw
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...am nächsten Tag dann weiter nach Levanto - puh, den letzten Stellplatz auf dem Campingplatz Pian di Picche ergattert. Schön gelegen mit ziemlich schmalen Terassen an den Seiten. Rein ging noch gut, beim rausfahren am nächsten Tag musste ich ganz schön rangieren. Abends noch an den Strand und eine kleine Wanderung, am nächsten Tag dann die Wanderschuhe geschnürt, ein Bahnticket gekauft, und ab in den Trubel. Traumwetter + Ostern + Weltkulturerbe = jede Menge los. Der Küstenwanderweg ist nur in Teilen offen, es gibt aber auch weiter im Innenland schöne Wege, allerdings dann nicht immer mit Meerblick. Mit der Bahn nach Monterosso und zu Fuß nach Vernazza, Mittagessen in einem Restaurant in den Terassen oberhalb des Örtchens mit Traumblick. Dann mit der Bahn nach Manarola und zu Fuß nach Riomaggiore - der Weg liegt etwas höher als der (gesperrte) Küstenwanderweg und geht sehr steil über viiiele Treppen. Am Ende hat jemand den Ausgang zur Straße mit Bettgestellen (!) versperrt, man kann aber etwas weiter links wieder raus. Am Nachmittag nehmen wir das letzte Boot zurück nach Levanto, noch einmal mit Traumblicken auf die fünf Städtchen...

 

Damit ist wohl mein 6MB-Limit erst mal erreicht - ich hoffe, ich kann morgen die Fortsetzung folgen lassen, oder muss ich dafür einen neuen Thread aufmachen?

 

 

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Edited by Hhw

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Hhw

So, jetzt versuche ich es mal über einen Link - also weiter im Text.

 

Am nächsten Tag ist Kontrastprogramm angesagt. Wir fahren nach Osten in die Garfagnana, eine vom Tourismus weitgehend verschonte Region mit viel Bergen und Wald. Erstes Ziel soll Isola Santa sein, ein winziges Dorf an einem kleinen Stausee, das in den 80er Jahren verlassen wurde, und inzwischen zumindest wieder zwei nette Restaurants beherbergt. Die Landstraße schlängelt sich durch bewaldete Hügel die Berge hoch, als plötzlich neben der Straße die vor sich hinrostenden Reste einer Lagerhalle und eines Tiefladers auftauchen. Gegenüber ein verfallenes Restaurant. Da muss ich mal die Kamera rausholen. Als wir um die Ecke gehen, eröffnet sich der Blick auf einen hohen, engen Spalt im Fels, der wie ein Tor nach Mordor aussieht. Dahinter ein verlassener Marmorbruch, an dem der Zahn der Zeit nagt, und in dem einige Künstler ihre Werke hinterlassen haben. Eine surreale Szenerie. Hier könnte ich stundenlang fotografieren, aber wir müssen weiter. Also nach Isola Santa, wo neben einer kleinen Kirche einige verfallene, einige wieder restaurierte Steinhäuser stehen. Die Parkmöglichkeiten am Straßenrand sind fast völlig belegt, ebenso wie die beiden Restaurants. Wir gehen ein Stück am See vorbei, in dem sich die von frühlingshaftem Grün gesprenkelten Berge spiegeln - schön! Nach dem Mittagessen geht es weiter über Castelnuovo di Garfagnana, einem netten, aber unspektakulären Ort, in dem wir ein Eis essen. Dann geht es weiter Richtung Pisa, wo wir die Nacht am Agricampeggio la Valle verbringen. Der Platz ist klein, nett angelegt und mit tollem Blick ins Grüne.

 

 

 

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Hhw

Heute geht es nach Pisa - das darf wohl auf keiner bucket list fehlen, zumal der Rest der Familie noch nie da war. Rein ins Getümmel, eine kleine Runde durch die Stadt, einmal auf den Turm. Noch ein Eis, dann geht es weiter. Nächstes Ziel ist San Gimignano. Der Ort mit den unzähligen Türmen ist noch immer so malerisch, wie ich ihn von vor 25 Jahren in Erinnerung habe. Leider kein Geheimtipp mehr, dementsprechend voll sind die Straßen, trotz des sich verdunkelnden Himmels. Wir übernachten auf dem CP Boschetto die Piemma, von wo aus die Stadt mit dem Bus schnell erreichbar ist. Der Platz ist recht groß, aber sehr schön in einem Wäldchen am Hang gelegen. Am Abend mal wieder Pizza aus dem Steinofen des netten Restaurants auf dem Campingplatz.

 

 

 

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Seikeljo

Sehr schöne Bilder!

 

...was hast du denn für Räder montiert? Sehen sehr gut aus...

 

Beste Grüße,

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T2-Fahrer

Sehe gerade keine Räder....

 

oder sind die LM-Felgen von rial gemeint ?

 

T2-Fahrer

 

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Seikeljo

Ah okay,  hab es nicht erkannt aber ja die Rial meinte ich... Danke!

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Hhw

Am nächsten Tag ist Regen angesagt. Wir entscheiden uns, den Tag zum südlichsten Punkt unserer Reise zu fahren: Pitigliano. Auf dem Weg halten wir in Siena. "Il Campo" ist fast leer - bei Sonnenschein sitzen hier die Leute dicht an dicht. Das Straßenbild wird von Regenschirmen geprägt - trotzdem schön. Danach fahren wir weiter, durchs malerische Val d'Orcia, das sich heute aber bei eintönig grauem Himmel so gar nicht für Postkartenfotos eignen will. In Montalcino lichten sich die Wolken wieder etwas, und wir bummeln durch das nette Städtchen. Noch schnell etwas vom gleichnamigen Brunello mitgenommen, dann geht es zum nächsten Übernachtungsplatz. Der Agricampeggio Poggio del Castagno liegt traumhaft ruhig in einem Wäldchen und wird von einer netten, vielleicht etwas schrulligen Familie betrieben. Die sanitären Einrichtungen sind, nun ja, ziemlich "Basic". Trotzdem verbringen wir hier gerne zwei schöne Nächte mit netten Leuten.

 

 

 

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Hhw

Heute steht Pitigliano auf dem Programm. Wir fahren mit den Rädern durch die Felder zum Ort - eine schöne Tour, allerdings mit einigem auf und ab. Pitigliano ist - außer der einmaligen Lage auf einem Tuffsteinfelsen - berühmt für die "Vie Cave", Hohlwege aus der Etruskerzeit, die in alle Richtungen vom Ort losgehen. Wir gehen durch einige der Wege - wunderbare Wanderungen zwischen moosbedeckten Felsen, zwischendurch immer wieder Blicke in die Landschaft. Dann schlendern wir lange durch Pitigliano, die Blicke auf die Umgebung vom hohen Felsen sind spektakulär. Abends fahre ich noch mal mit dem Rad in den Ort, um ein paar hübsche Nachtaufnahmen vom beleuchteten Stadtkern zu machen. Die Straßen wimmeln von Nachtschwärmern, eine tolle Stimmung. Sobald ich aus dem Ort raus bin - ruhe. Ich fahre 10 km auf der dunklen Landstraße zurück zum CP, die Speicherkarte ein gutes Stück voller.

 

 

 

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Hhw

Nun geht es wieder Richtung Norden. Auf dem Weg halten wir bei der Therme von Saturnia. Schon von der höhergelegenen Landstraße sieht man das Gewimmel. Mit den Rädern auf dem Träger kommen wir nicht auf den Parkplatz neben der Liegewiese (max 2 m), also fahren wir etwa einen km weiter und hinter der Tankstelle links zu einem Park-/Campingplatz. Der ist gerappelt voll mit Wohnmobilen, dicht an Dicht. Wir gehen zu den "Cascate" und legen uns ins warme Wasser - trotz des Andrangs sehr entspannend. Dann geht es als Zwischenstopp nach Viareggio, ein Ort an der Küste, der aber erkennbar für den sommerlichen Massentourismus ausgelegt ist. Die Superyachten in der Marina sind allerdings ganz beeindruckend. Am nächsten Tag geht es Richtung Comer / Luganer See, wo wir noch einen Stopp machen wollen. Wir entscheiden uns für den Campeggio Trelago in Ghirla, in einem etwas höhergelegenen Tal. Die Gegend hat erkennbar schon bessere Zeiten erlebt. Alles hat einen maroden Charme, als Beispiel unten der frühere Bahnhof (die Strecke wurde wohl schon in den 50er Jahren stillgelegt), jetzt eine Bushaltestelle. Die Trattoria del Lago sieht von außen nichtssagend aus, ist aber wirklich gut. Gegen 21:00 Uhr füllt sich der Laden bis auf den letzten Platz. Am nächsten Tag machen wir noch eine nette Wanderung in Caslano am Luganer See, dann geht es auf die Autobahn und bis in die späte Nacht nach Hause.

 

In Summe: 

- ein toller Urlaub mit vielfältigen Erlebnissen

- das Packkonzept (mit Euroboxen auf dem Calidrawer und den VanEssa Fenstertaschen) hat sich bewährt

- unsere "Minimalküchenbox" in einer Plastik-Staubox funktioniert top (solange das Wetter so ist, dass man draußen kochen kann)

- nächstes mal vielleicht etwas weniger Zwischenstopps / mehr Nächte an einem Ort - dazu muss man aber erst mal die Orte finden, an denen auch mehrere Tagestrips in Lauf-/Radweite sind. Cinque Terre und Pitigliano wären zwei heiße Kandidaten.

 

 

 

 

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Hhw

@Seikeljo - das sind die Rial Transporter / RI52 diamantschwarz. Passen, wie ich finde, ganz gut zum weißen Edition

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Hyperion

Hallo Hhw

 

Vielen Dank für den tollen Bericht und die schönen Bilder! 👍🏻

 

Geüsse

Nicole

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