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Nordtour 2018 - Schweden / Norwegen

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Einleitung

Bis zum letzten Jahr haben wir für den Sommerurlaub immer ein Wohnmobil gemietet. Für die Vorteile der großen Flexibilität, zwei festen Betten, Waschraum mit Toilette, Küche mit Kühlschrank und Stauraum ohne Ende, ließen wir sogar unseren VW Bus zuhause stehen.

Aber als ich im letzten Winter das Mietangebot für das Wohnmobil 2018 in den Händen hielt, hatte ich angesichts des Mietpreis von 3000 Euro erstmals Zweifel. Schließlich war unsere Rundreise in die Normandie und die Herbstreise auf die Lofoten besonders schöne Reisen, -  mit dem roten Bus.

Deshalb ist es jetzt an der Zeit auch im Sommer mit unserem Cali auf die Reise zu gehen.

Um den Komfort im „Einraum“-Mobil zu erhöhen, wird die Hälfte der gesparten Wohnmobilmiete in Zubehör investiert. Teuerstes Stück war eine bequeme Matratze für die Dreiersitzbank. Den nötigen Stauraum bekommen wir mit zwei Fenstertaschen und einem Dachschrank. Hinter dem Fahrersitz steht jetzt eine Kommode von IKEA, die wir mit fließend Wasser und Gaskocher zu einem kleinen Küchenblock umgebaut haben.

 

 

 

Ein Fliegengitter für die Schiebetür, sowie eine Campingtoilette machen den Bus auch Mädchentauglich. 😄

Nachdem wir ein paar Brückentage auf Rømø verbrachten, hatten wir ein gutes und vor allem neues Reisegefühl mit unserem Bus, - Quasi „Back to the roots“.

 

 

Damit wir während den 25 Tagen im Bus nicht völlig verwahrlosen, sind im Budget sogar noch ein paar spontane Hotelübernachtungen drin.

 

 

Tag 1

Das Beladen vom roten Bus haben wir schon unter der Woche erledigt. Der Dachschrank ist zwar erst vor drei Tagen eingetroffen, aber die Montage ging flott und der gewonnene Stauraum ist fantastisch. Jetzt muss nur noch die Fotoausrüstung und die Kühlbox eingeräumt werden.

Nachdem bei der Fussballweltmeisterschaft Island gegen Nigeria 0:2 verloren hat, hält uns nichts mehr zuhause. Wir machen uns gegen 20 Uhr auf die A7 Richtung Norden. Die Autobahnen sind trotz Ferienbeginn frei und bis in die Lüneburger Heide ist es ja nicht so weit. Gegen 23 Uhr treffen wir auf den Parkplatz des Tierparks ein, bauen das Bett und legen uns schlafen. Zuvor stoße ich mir heftig den Kopf am neuen Dachschrank.

 

Tag 2

Das Wetter ist heute eher bescheiden, wolkig mit gelegentlichen Regentropfen, aber das ist ja zum Reisen ganz gut. Unser Schiff legt heute Abend um 17:45 Uhr ab, also haben wir den ganzen Tag Zeit für die Anreise nach Kiel. Kiel, - da war doch noch was? Ach ja, die Kieler Woche, das größte Volksfest in Schleswig-Holstein.

Wir starten einen naiven Versuch, an der Kieler Förde in Ufernähe einen Parkplatz zu finden, - aber überall ist es rappelvoll. Is ja klar, denn draußen auf dem Wasser bewegt sich gerade die Windjammerparade raus aufs Meer. Etwas genervt vom rumgekurve in engen Gassen fällt mir endlich ein, doch einfach in die Wartespur bei Stena Line zu fahren, da müssen wir ja sowieso hin.

 

 

 

Von da aus unternehmen wir einen Rundgang um das Hafenbecken, mit seinen vielen Buden. Das Abendbuffet auf den Schiffen lassen wir ja regelmäßig ausfallen, deshalb gönnen wir uns ein Mittagessen in Form von Krabbenbrötchen und Backfisch. Nach anderthalb Stunden sind wir wieder am Bus und wollen noch ein bisschen relaxen, da kommt doch prompt die Aufforderung auf's Schiff zu fahren.

 

 

 

 

Wir sind Ruck-Zuck an Bord der Stena Germanica, beziehen unsere Kabine und verteilen unsere Sachen. Nach dem Duschen fällt uns auf, das die Toilette nicht funktioniert.

An der Rezeption bekommen wir sofort eine andere Kabine zugewiesen - das Problem ist bekannt, an der Lösung wird gearbeitet. Also ziehen wir von Deck 10 (2 Personen mit Etagenbett) auf Deck 9 in eine 5 Personen Kabine mit Doppelbett + Etagenbetten um.

 

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Jetzt passt alles und wir können uns das Fussballspiel Deutschland gegen Schweden an Bord eines schwedischen Schiffes ansehen.

Ob der Bus wohl heil in Göteborg ankommt, wenn wir gewinnen?

 

 

 

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Tag 3

Angesichts der Leistungen auf dem Fussballplatz sind an nächsten Morgen Deutsche wie Schweden etwas ernüchtert. Die Sonne guckt zwischen den Wolken durch, beim ausgiebigen Frühstück beobachten wir die Küste. Der rote Bus steht unbeschadet im unter Deck, aber weil zwei Fahrer offenbar die Ankunft in Göteborg verschlafen haben, dauert es 20 Minuten, bis sich unsere Fahrzeugschlange in Bewegung setzen kann.

 

 

 

 

 

Es ist Sonntagmorgen und die Straßen sind leer. Wir fahren gemütlich bis an die Schleusen von Trollhättan. Es ist mittlerweile so warm, dass wir zu kurzen Hosen und T-Shirt wechseln.

 

 

 

 

 

Nach einer Mittagspause und einem Spaziergang durch das weitläufige Gelände fahren wir weiter nach Båstnäs, einem winzigen Ort im norwegisch-schwedischen Grenzgebiet. Unser Navi tut sich mit der Routenwahl sehr schwer, denn ich möchte die Hauptstraßen vermeiden. Nach vielen Kilometern über Gravel Roads erreichen wir den Schrottplatz bei Båstnas.

 

 

 

 

 

 

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Auf einer Lichtung und dem angrenzenden Wald stehen Jahrzehnte alte, kaputte Autos ineinander, übereinander, von Bäumen durchwachsen, mit Gestrüpp überwuchert, verrostet, die Farben total verblichen. Also der Traum eines jeden Jungen, egal welchen Alters!

Jetzt erkunden wir den Schrottplatz 😃

 

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BIM
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Sehr schön. Da werden Erinnerungen wach 😉

 

Bin gespannt, wie es weiter geht.

 

Viele Grüsse, martin

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Tag 3

Hier im norwegisch-schwedischen Grenzgebiet betrieben die Brüder Ivansson nach dem zweiten Weltkrieg eine Mechanikerwerkstatt. Für den Handel mit Autoersatzteilen wurden gebrauchte Fahrzeuge zerlegt. Die Teile der zerlegten Autos wurden über die nahe norwegische Grenze gebracht und dort verkauft. In drei Jahrzehnten sammelten die Ivanssons hunderte Autos aus den 50er,60er und 70er Jahren, deren Überreste bis heute auf einer Lichtung und in den anliegenden Wäldern stehen.
Uns haben besonders die alten VW Busse interessiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zutritt zum Gelände ist gestattet, jedoch darf an den Fahrzeugen nichts verändert werden. Wenn beispielsweise zum Fotografieren Türen geöffnet werden, sollen diese anschließend wieder geschlossen werden. An diesem Sonntagnachmittag sind viele Besucher, vor allem Familien mit Kinder, auf dem Areal.
Als ich von meinem Rundgang wieder komme, sind wir allein. Für uns lohnt sich eine Weiterfahrt nicht und so bleiben wir gleich über Nacht an diesem idyllischen aber auch spannenden Ort.

 

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Tag 4

 

Strahlender Sonnenschein weckt uns am nächsten Morgen und es wird schnell warm im Bus. Wir frühstücken draußen mit Blick auf die Lichtung, dann setze ich meine gestrige Fototour bei anderem Sonnenstand fort. Eigentlich kann mich von diesem interessanten Platz nur schwer losreißen, aber irgendwann wird die Hitze so ungemütlich, dass ich froh bin, in unserem Bus die Klimaanlage laufen zulassen.

 

 

 

 

 

Unser heutiges Etappenziel ist der Njupeskär, Schwedens höchster Wasserfall. Unterwegs gibt es noch eine kurze Begegnung mit zwei NOHAB Dieselloks, die ich mir aus der Nähe anschaue. Die Lokomotiven wurden Mitte der 50er Jahre gebaut und liefen u.a. auch in Norwegen, Dänemark und Ungarn. Ich mag den Zweitakt-Dieselsound dieser Oldtimer 😊

 

 

 

 

Am Abend erreichen wir Schwedens größten Wasserfall. Also zumindest den Parkplatz. Hier suchen wir uns ein Plätzchen zum Übernachten und beschließen, später die zwei Kilometer bis zum Wasserfall zu laufen - es ist einfach noch zu heiß für körperliche Anstrengung.

 

 

Gegen 20 Uhr gehen wir los. Der ursprüngliche Weg zum Wasserfall ist gesperrt, daher nehmen wir einen Umweg und kommen nach ein wenig Kraxelei an, allerdings auf der gegenüberliegenden Seite des Tales. Zwar mit Blick auf den (nicht besonders imposanten, eher mickrigen) Wasserfall, aber doch ziemlich weit weg. Dieser liegt sowieso im Schatten, also eh keine tollen Fotos.

 

 

 

 

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Wir tippeln zurück und ich überlege, wo die Sonne wann steht und um welche Uhrzeit wir aufstehen müssten, um sonnige Fotos zu bekommen. Nach meinen Berechnungen wäre das um vier Uhr in der Früh. Definitiv zu früh für die Frau und überhaupt reicht ihr die eine Perspektive vom Wasserfall vollkommen aus.

Im Laufe des Abends fressen uns die Fliegen im Bus, und dass, obwohl das Magnet-Fliegennetz in der Schiebetür pappt. Die passen anscheinend durch das Netz und nerven enorm! Lösung: Motor an, Klimaanlage an und plötzlich lassen sich diese Mistviecher alle nieder und können rasch dezimiert werden. Die Überlebenden sammeln sich am Fenster und stürzen zu hunderten hinaus, wenn man es kurz öffnet. Danach haben wir Ruhe.

 

Morgen in aller frühe geht es zum Wasserfall.  😎

Edited by Mainline
Text korrigiert

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Tag 5

Ich habe schlecht geschlafen und verpasse folglich an diesem Morgen den richtigen Sonnenstand um eine Stunde. OK, um 3:45 Uhr schaue ich noch kurz auf die Uhr und denke mir dann aber, „Pfeif auf den Wasserfall“.

Als ich um 6 Uhr los ziehe ist es etwas bewölkt, sodass sich doch ein paar annehmbare Fotos machen lassen. Der Holzsteg zum Fuss des Wasserfalls ist von Steinschlag beschädigt und gesperrt. Auch beim Fotografieren höre ich immer wieder, wie Steine vom Berg herunterfallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück am Bus wartet ein gedeckter Frühstückstisch auf mich. Danach machen wir uns auf zum nächsten Ziel, der höchsten Passstraße Schwedens.

 

 

DA STEHT EIN ELCH, - direkt am linken Straßenrand. Im ersten Moment dachte ich an ein Werbeschild, aber er hat sich dann doch bewegt. Schnell wenden wir und fahren zurück, aber er hat die Straße bereits überquert. Also nochmal wenden und direkt neben ihm anhalten. Es ist bereits der zweite Elch der Reise, aber der erste, der sich einigermaßen fotografieren lässt.

 

 

 

 

Die weitere Fahrt geht wieder über kleine Nebenstraßen zur Flatruet, Schwedens höchster Passstraße. Auf dem Fjell treffen wir viele Rentiere an und nicht wenige Wohnmobile. Es ist 13 Uhr deshalb machen wir in der Einöde erst mal Pause. Das neue Fliegennetz kommt hier gleich wieder zum Einsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während die Wohnmobile nach erreichen der Parkposition an ihrem Platz verharren, werden die Rentiere gerade im großen Stil zusammen getrieben. Dafür ist neben zahlreichen Quads, einem Motorrad und Hunden, auch ein Hubschrauber im Einsatz. Es geht zu wie auf der Ponderosa Ranch, nur werden keine Rinder auf die Ostweide getrieben, sondern die Rentiere vom Ostfjell auf das Westfjell.

 

 

 

 

 

 

Ein paar Tiere büchsen immer wieder aus und bescheren den Zuschauern schöne Bilder. Es sind viele Kälber dabei, die mit ihrem etwas ungelenken Gang wirklich putzig aussehen.

 

 

 

Uns gefällt es ganz gut hier oben, deshalb übernachten wir an Ort und Stelle. Weil für übermorgen Regen angesagt ist, buchen wir für morgen Abend ein Hotelzimmer in Hell.

 

 

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Hier oben geht ein stetiger Wind, der die permanente Sonne etwas erträglicher macht. Sie verschwindet in der Nacht zwar für zwei Stündchen hinter den Hügeln, brutzelt dann aber munter weiter.

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Friesenfrauke

Hallo Mainline,

 

großartig - Danke für die schönen Abende mit tollen Bildern, spannenden Urlaubseindrücken und viel Potential zum Träumen!:applaus:

 

Weitermitlesende Grüße Frauke

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Andre

Sehr schöne Bilder - da stecken für uns überall Erinnerungen drin.

 

Am Njupeskär waren wir auch schon im Winter. Das hat seinen ganz eigenen Charme bei - 20 Grad und nahezu ohne andere Besucher. 

Der Wasserfall ist komplett gefroren und sehr beliebt bei Eiskletterern.

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Tag 6 

 

In der Nacht sind anscheinend viele Rentiere wieder zurückgekommen, oder es haben sich neue versammelt. Jedenfalls werden wieder 100 - 150 Tiere über den Berg getrieben.

Um halb zehn sind auch wir wieder auf der Piste. Nach dem Grenzübertritt ins norwegische Königreich finden wir unterwegs einen Rastplatz mit Entsorgungsstation. Leider ist die Holzhütte zu niedrig für mich, denn prompt stoße ich mich wieder heftig und laufe jetzt mit einer dicken Beule am Kopf umher.

 

 

 

 

 

Wir erreichen Røros, die Bergwerksstadt im Osten von Norwegen. Am Bahnhof von Røros finden wir gleich einen Parkplatz, den wir mit Kreditkarte bezahlen können. Dies ist auch angeraten, denn der örtliche Hilfssheriff hat alles im Auge und kontrolliert in kurzen Abständen.

 

 

Wir bummeln auf getrennten Wegen durch die Stadt und das Zechengelände. Es ist alles sehr schön anzuschauen, aber bei strahlend blauem Himmel flimmert die Luft in Røros. Ich finde viele schöne Motive und die Frau eine neue Julekugel, - alle sind zufrieden 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die ersten norwegischen Lebensmittel eingekauft sind, verlassen wir die Stadt und fahren auf der Fv 705 in Richtung Norden.

 

 

Ziemlich unvermittelt biegen wir in einen zugewachsenen Feldweg ab. Die Frau klammert sich bei dem wilden Geschaukel am Türgriff fest und hofft das Beste. Tatsächlich kommen wir kurz darauf an eine kleine lauschige Lichtung am See mit Tisch und Bänken, - wie für uns gemacht. Wir speisen leckeren Krabbensalat und frisches Brot und genießen die absolute Einsamkeit - bis auf ein paar Kühe mit Glockengebimmel - um uns herum. Mit einem Wohnmobil wären wir hier nicht hingefahren.

 

 

 

Für heute Nacht haben wir ein Zimmer im Scandic Hotel in Hell gebucht. Eine richtige Dusche, nicht nur Waschlappen und Duschgel von Kopf bis Fuß und weitere Annehmlichkeiten. Die Online-Buchung von unterwegs hat tadellos geklappt und gegen 19 Uhr lassen wir uns auf das bereitstehende Bett fallen. Kein umbauen der Sitzbank mit genau festgelegter Choreografie (die Frau seitlich auf dem gedrehten Beifahrersitz mit dem Bettzeug auf dem Schoß und das ganze andere Gedöns auf dem Fahrersitz gestapelt, während ich die Sitzbank umklappe und die Matratze entfaltet), einfach hinlegen und den Fernseher einschalten. Fernseher? Achja,- die Fussballweltmeisterschaft geht seit heute ohne Deutschland weiter. Gut, dass ich meinen ursprünglichen Plan zum Kauf einer mobilen Sat-Antenne schnell verworfen hatte.

 

Dafür können wir dem Blick auf die Rollbahn des Flughafens und der vor dem Hotel verlaufenden Nordlandbahn durchaus etwas abgewinnen. Immer wieder stehe ich mit gezückter Kamera am offenen Fenster.

 

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Morgen soll es regnen☹️

 

 

 

Edited by Mainline
Text korrigiert

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Tag 7

 

Am Morgen, nach einer ausgiebigen Dusche, gehen wir runter zum Frühstücksbufett. Dass sieht schon sehr opulent aus, mehrere Reihen mit herzhaften Sachen wie Würstchen, Fisch, Ei, Käse, fruchtig-frischen wie Müsli, Joghurt, Obst, Smoothie, Süßes wie Marmelade, Kuchen, Konfekt, Brot - und das alles in vielfältigen Variationen. Wir nehmen uns über eine Stunde Zeit, um von möglichst vielen Sachen einen kleinen Happen zu probieren. Das Personal ist sehr aufmerksam und bietet auch an den Tischen weitere Leckereien an. Jedenfalls schlemmen wir sehr ausführlich und genüsslich. 
Um kurz nach zehn sind wir raus aus dem Hotel und schon fängt es wie vorhergesagt an zu regnen. Dies war auch der Grund für die erste Routenänderung. 
Trondheim und Stokksund lassen wir ausfallen, ebenso Rørvik und den ersten Teil der Küstenstraße 17. Stattdessen machen wir etwas Strecke und fahren auf der E6 bei nahezu ununterbrochen Regen, nach Norden. 

Als am Nachmittag der Regen aufgehört hat, legen wir an einem geschlossenen Hotel am Majavatn unsere Kaffeepause ein und lassen uns den leckeren Kuchen schmecken. Der Platz am Seeufer würde sich wahrscheinlich auch gut für eine Übernachtung eignen, aber wir wollen noch etwas weiter fahren.

 

 

Wir werden schließlich auf einem Stellplatz am Ufer des Storsvenningvatnet fündig und richten uns häuslich ein. Auf der E6 sind in diesem Abschnitt umfangreiche Bauarbeiten mit neuer Trassenführung im Gang, daher ist es gut möglich, dass diese Platz im nächsten Jahr nicht mehr erreichbar ist.

 

 

Am Abend regnet es nicht mehr und ich buche mal für Montag ein Hotelzimmer in Narvik.

 

Tag 8
Die Sonne kommt nur gelegentlich zwischen den Wolken durch, es ist aber trocken und die Nacht war angenehm kühl. Wir sind um 9:30 Uhr wieder unterwegs, halten mal eben am Laksfossen (es springen aber keine Lachse) und sind eine Stunde später in Mosjøen. 

 

 

Auf bisherigen Reisen haben wir immer nur an der Tankstelle ver- und entsorgt, getankt, eingekauft um anschließend sofort weiter zufahren. Heute machen wir im strömenden Regen einen Bummel durch die historische Altstadt. Irgendwann hört es sogar auf zu regnen und die Sonne kommt raus. 

 

 

Es hat jedenfalls Spaß gemacht und uns völlig neue Eindrücke der Stadt vermittelt.

 

Hinter Mo i Rana verlassen wir die E6, denn wir wollen zum ’Marmorschloss’. Die Straße dahin ist eine kleine Abwechslung.

 

 

Die eigentliche Route ist wegen Bauarbeiten gesperrt, jedenfalls interpretieren wir das Schild so, aber ich fahre trotzdem los, vielleicht kommt man ja durch? - Nein, kommt man nicht. Nach einigen Kilometern versperren Baufahrzeuge den Weg, aber wir machen nette Fotos von türkisfarbenem Wasser vor sonniger Bergkulisse und fahren wieder zurück. Die Umleitungsstrecke führt über sonst gesperrte Nebenstraßen, soll heißen, es ist eine echte 'Gravel road' mit Schlaglöchern, grobem Schotter, eng und kurvig. 

 

 

 

 

Am Ende ist ein Parkplatz und der Hinweis, dass es von hier noch ca. 2 km Fußweg sind.
Wir essen erst mal was und kochen ein Käffchen. Dann packen wir unsere Fotoausrüstung, stecken was zu trinken ein, schnüren unsere Schuhe und tippeln los.
Also bis auf die letzten 300 Meter ist der Weg okay, ein bisschen matschig, über Steine, Baumwurzeln, Hänge rauf und runter, über wackelige Planken, aber gut zu schaffen. Dann kommen die letzten Meter - ein Hang, steil, direkt am Abgrund zum Fluss - gefühlt 100 m tiefer (sind wohl eher 20), rutschig, ohne richtige Möglichkeiten zum Festhalten, dann eine „Hühnerleitertreppe“ runter, über und unter Felsen durch, an einem Seil einen großen Stein runter rutschen (knapp 20 cm bis zum Abgrund ) und dann noch um die letzte Felsnase rum - endlich da!

 

 

 

 

 

Die Steine, Felsen, Flächen leuchten tatsächlich sehr hell und glitzern auch, sind marmoriert und mit dem türkisfarbenem Wasser schon ein Hingucker. Leider hat sich der Himmel zugezogen, aber wir verbringen trotzdem 1-2 Stunden mit fotografieren.

 

 

 

 

 

Am Abend fahren wir weiter zum Parkplatz am Svartisen See. Auf der Fahrt dahin ereilt uns ein Plattfuss und ich muss am sandigen Straßenrand das linke Hinterrad wechseln. Die Frau ist etwas angespannt, aber wir haben ja alles erforderliche an Bord. Es kommen nur wenige Autos vorbei, aber jedes hält an und bietet Hilfe an. 

 

 

 

 

 

 

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(Das Schild hat meine Frau im Straßengraben entdeckt)
 

Nach einer knappen Stunde stehen wir am kostenpflichtigen Parkplatz (100 NOK) 😡  und lassen den Tag ausklingen.

 

 

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Tag 9

 

Der Tag begrüßt uns schon morgens beim Aufstehen mit viel Sonne und Wärme. Wir sitzen bereits um halb acht beim Frühstück, als Autos vorfahren und dann noch ein Reisebus. Eigentlich geht das erste Boot über den See Richtung Gletscher doch erst um 10 Uhr. Eine Reisegesellschaft, bestehend aus jungen Leuten, erstürmt das Plumsklo, dann das Boot, welches kurz darauf ablegt. Okay, eine frühe Gruppe, die auch zügig starten.

Allmählich trudeln immer mehr Besucher ein, auch Ältere und Kinder darunter. Das beruhigt die Frau etwas, denn sie ist gestern am Mamorschloss ausgerutscht und gestürzt. Aber es sollte trotz Schmerzen auch für sie zu schaffen sein.

 

 

Wir starten unsere Exkursion mit dem Boot, welches im Fahrgastraum einen Höllenlärm verbreitet. Kaum wieder an Land geht das Kraxeln schon los. Der Weg ist mit rot bemalten Steinen markiert und gut zu erkennen. Uns kommen gleich zu Beginn die ersten jungen Leute von vorhin entgegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Hinweg fotografieren wir viel, mit Mini-Bus und Glaskugel, das dauert. Aber nach anderthalb Stunden sehen wir den Gletscher --- mindestens noch 1 km entfernt! Und die rote Markierung hört auch auf.

 

 

 

 

Wir suchen wie alle anderen auch unseren Weg selbst, müssen immer wieder rauf und runter, vor und zurück, weil es da nicht weiter geht, zumindest für uns. Zu großer Spalt, zu hoher Fels, oder endet am Gletschersee. Wir sehen zwar Leute am Gletscher, aber irgendwann reicht es uns mit den vielen Sackgassen und wir treten den Rückweg an.

Da wir kaum noch Fotos machen - oder erheblich weniger als auf dem Hinweg - sind wir schon um 14 Uhr am Anleger. Wir stärken uns und freuen uns auf unseren Bus. 

 

 

 

 

Zurück auf der E6, die eine 30 Kilometer lange Baustelle ist, flicke ich an einer Tankstelle mit Druckluft den kaputten Reifen. Das Flickset hatte ich anlässlich unserer Islandreise gekauft. Jetzt kann ich es endlich mal ausprobieren. Zunächst wird das Loch im Reifen mit einer Art Raspel durchstoßen und aufgeraut. Mit einem zweiten Dorn, der eine Öse wie bei einer Nähnadel hat, drückt man einen Streifen klebriges Gummi in das Loch. Dann dreht man den Dorn eine halbe Umdrehung und zieht ihn rasch aus dem Reifen. Der Gummistreifen verschließt jetzt das Loch im Reifen. Dann kommt schon wieder Druckluft auf den Reifen - Fertig. Jetzt haben wir wenigstens noch einen Notreifen für alle Fälle und zu Belohnung gibt es für mich ein Softeis.

 

 

 

Nach einer knappen Stunde fahren wir weiter bis zum Polarkreiscenter und von dort noch etwas weiter bis zum Sukkertoppen. Hier wollen wir übernachten. Ein Parkplatz mit einem kleinen Weg hinter einen Hügel - wie für uns gemacht!

 

 

 

 

 

 

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Die Sonne knallt vom Himmel und heizt den Bus auch in der Nacht gut auf. 

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Grete56

Bisher ein sehr schöner Reisbericht und tolle Bilder. Freue mich jetzt schon auf meine Skandinavien Tour 2020 (wenn ich dann hoffentlich mit guter Abfindung endlich in Rente bin.). Die soll 6 Monate dauern und einmal ganz um die Ostsee führen.

 

Gruß

 

Gerd

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Tag 10

 

Es ist Sonntagmorgen, deshalb lassen wir uns mit dem Frühstück vor dem Bus etwas mehr Zeit. Die Sonne scheint vom blauen Himmel, also nutzen wir die Gelegenheit zum Lüften des Bettzeugs.

 

 

Frau wäscht sich in bewährter Manier unter einer 1,5 Liter Wasserflasche die Haare, ich teste das iPotti in Freiluftausführung. Da wir erst gegen Mittag von unserem Übernachtungsplatz aufbrechen, gönnen wir uns vor Rognan an einer Tankstelle ein Softeis.

 

 

 

 

 

 

In Fauske füllen wir die Wasservorräte auf. Die Entsorgungsstation befindet sich jetzt hinter einer Schranke, die sich nach Zahlung von 160 NOK öffnet und für 24 Stunden die Stellplatznutzung einschließt. Der Platz ist gut belegt.

Eigentlich wollte ich zum alten Fähranleger in Sommarset fahren, doch vor einem Tunnel finden wir auf der alten Straße für den Bus einen Platz zum pausieren und für mich zum Angeln. Nach anderthalb Stunden habe ich zwei Fische an Land gezogen und ein großzügiges Abendessen ist gesichert.

Die Sonne brennt schon seit Mitternacht vom Himmel und wir sinnieren, ob wir im nächsten Jahr mal in den Süden fahren, denn Hitze gefällt uns nicht so sehr. Als ich am 10 Meter entfernten Wasserfall die Fischfilets wasche, fällt mir auf, dass das Wasser viel Wärmer ist als unten am Fjord. Perfekt für eine abkühlende Dusche. Zur Freude meiner Frau steige ich tatsächlich unter den Wasserfall und genieße die Erfrischung.

 

 

 

Den Übernachtungsplatz finden wir dann 2 Kilometer weiter am alten Fähranleger in Sommarset. Hier brutzeln wir die Fischfilets und schmeißen beim umstellen des Tisches die Hälfte davon in den Dreck. Also nur eine normale Mahlzeit und der Rest für die Möwen.

 

 

 

Glücklicherweise verschwindet die Sonne gegen 23 Uhr hinter einem Berg und der Bus kühlt sich ein wenig ab.

 

 

Tag 11

 

 

Wir Frühstücken wieder bei Sonnenschein vor dem Bus. Nach der letzten Tasse Kaffee versuche ich einige Schweinswale im Fjord, mit dem Multikopter zu fotografieren. Plötzlich kommt eine Fehlermeldung vom Akku und es gelingt mir nur mit Glück, das Fliwatüt an Land zu bringen.

Mit dem zweiten Akku klappt es besser und ich mache Fotos vom Fjord. Die Restlaufzeit des Akku lässt sogar noch ein paar Aufnahmen vom Bus zu. Jetzt noch schnell landen und ich bin fertig. Pustekuchen, ich habe den Abstand zu einem Baum falsch eingeschätzt und völlig Überraschend bleibt das Fliwatüt hängen. Trotz eines beschädigten Propellers gelingt es mir noch, sie frei zu fliegen. Dann kracht sie aus etwa 10 Metern auf den Asphalt. Die Instandsetzung wird im Winter viel Zeit und UHU Plus beanspruchen.

 

 

 

Nachdem alles verpackt ist machen wir uns auf zur Fähre in Drag. Unterwegs finden wir eine Entsorgungsstation und leeren das iPotti. Vor einigen Jahren gab es in dieser Region keine Entsorgungsmöglichkeiten, was uns mit vier Personen im Wohnmobil ab und zu in Schwierigkeiten gebracht hatte. Die wachsende Zahl von norwegischen Wohnmobilisten sorgt da anscheinend für Verbesserungen.

 

 

Die 11 Uhr Fähre erwischen wir 2 Minuten vor Abfahrt. Leider gibt es keinen Salon am Oberdeck, deshalb verbringe ich die gesamte Überfahrt auf dem Autodeck. Nach dem Anlegen schauen wir uns ein wenig in Kjøpsvik um und cruisen dann gemütlich die Fjorde am Riksveien 827 entlang. Die Strecke ist eine schöne Alternative zur Verbindung Bognes - Skarberget. Es gibt einige Möglichkeiten zum freien Übernachten und durch den Zweistunden Takt der Fähre ist auf der Straße nicht so viel los.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An einem Rastplatz fange ich im Fjord die nächste Mahlzeit und es entstehen die „Jonas war Califahrer“ Bilder. Der Fisch kommt in die Kühlbox, denn den gibt es erst morgen.

 

 

 

 

Da wir für heute wieder eine Hotelübernachtung gebucht haben, lassen wir uns bis Narvik sehr viel Zeit. So gibt es die nächste Pause nur wenige Kilometer weiter, am Kjerringvikstraumen.

 

 

 

In Narvik parken wir am Scandic Hotel in einer sehr hellen und großzügigen Tiefgarage. Den tollen Blick vom Hotelzimmer können wir wegen der Sonne leider nicht genießen. Stattdessen müssen wir sogar die Vorhänge schließen, denn das Zimmer ist total aufgeheizt.

 

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Und wie immer, wenn wir im Hotel sind, wird morgen das Wetter schlechter  

Viele Grüße,
Gerhard

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Grete56

Du erwähnst ein iPotti - sieht das so aus?

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🤣

 

Gruß

 

Gerd

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Nein, wir haben diese hier:  IPotti 

😁 😂

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Tag 12

 

Das Frühstücksbuffet im Scandic Hotel Narvik hat leider einige Schwächen. Warme Speisen sind kalt, der Service lässt sehr zu wünschen übrig und eine Busladung südeuropäischer Reisender belagert die Auslagen. Bis zum Auffüllen vergeht auch einige Zeit... Satt werden wir trotzdem und frisch gestärkt geht es weiter.

Nach der obligatorischen Stippvisite am Bahnhof kommen wir an der Baustelle der Hålogalandsbrücke vorbei. Die 1533 Meter lange Hängebrücke bei Narvik ist kurz vor der Fertigstellung und soll die Fahrzeit von Narvik nach Tromsö im 15 Minuten verkürzen. Wir profitieren noch nicht davon und umfahren den Rombakfjord auf der alten Straße. Dafür müssen wir jetzt allerdings 43 NOK zahlen.

 

 

 

 

 

Der Himmel ist bedeckt und es ist kühl, deshalb fahren wir zügig über die E6. 10 Kilometer hinter Bardufoss biegen dann auf die 855 nach Finnsnes ab und erreichen über eine große Brücke die Insel Senja.

 

 

Beim Fahren, Fotografieren und Navigieren unterläuft mir hier ein Fehler, so fahren wir weiter auf der 86, in die Mitte von Senja und nicht erst in den Süden, wo es jetzt vermutlich schon wieder sonnig ist. Hier in der Mitte bleibt es den ganzen Tag bedeckt und frisch.

 

 

 

Zur Mittagspause am Trongstraumen schlemmen wir den gebratenen Fisch und fahren dann über kleine Straßen zunächst nach Torsken und dann zurück nach Gryllefjord.

 

 

 

Hier in diesem verschlafenen Ort scheint das Ende der Welt zu sein. Vielleicht liegt es aber auch nur an dem bewölkten Himmel, der in diesem Urlaub bisher selten vorkam

 

 

 

 

 

 

Wir übernachten auf einer stillgelegten Passstraße, die jetzt eine 15 Kilometer Sackgasse ist. Hier wird es bestimmt ruhig sein, denn der Straßenverkehr läuft durch den Tunnel. Außerdem haben wir dort einen schönen Ausblick auf Gryllefjord.

 

 

 

Die Fähre nach Andenes.

 

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Soweit für heute.
Viele Grüße,
Gerhard

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Tag 13

 

Heute Morgen hängt die Passhöhe in Wolken und wir stehen im Nebel. Nach dem Frühstück tingeln wir die Fjorde entlang. 

 

 

 

 

 

 

Alter Fähranleger bei Skåland

 

 

 

 

Am Ende der FV251, bei Skåland, wäre sogar die Übernachtung am Strand erlaubt, aber wir machen nur Mittagspause und schauen uns die Bucht mit der kleinen vorgelagerten Insel an. Am Weg zum Leuchtfeuer sind großformatige (verstörend wirkende) Fotos von frischen kosmetischen Operationen junger Thailänderinnen aufgestellt. Mir vergeht die Lust auf einen Besuch und ich belasse es bei ein paar Fotos.

 

 

 

 

Danach passieren wir in kurzer Folge eine Reihe von „Sehenswürdigkeiten“. Zunächst die Bergsbotn Aussichtsplattform, die gerade von amerikanischen Radfahrern belagert ist. 
 

 

 

 

Kurz darauf das Bergpanorama am Tungeneset Rastplatz, das sich jedoch hinter Wolken versteckt. 

 

 

In Ersfjord treffen wir schließlich auf das goldene Klo von Senja. 

 

 

Das ist wieder ein genialer Schachzug von der Norweger. Ein Toilettenhäuschen wurde ein wenig extravagant gestaltet und mit einer goldenen Fassade versehen. Natürlich ist darüber in den einschlägigen Magazinen und Tageszeitungen zu lesen. Folglich ist am Rastplatz des verschlafenen Ersfjord der Bär los. Jede Menge Mietwagen, viele junge Leute und, eine Schlange vor dem Klo. Die wollen das Klo nicht etwa nutzen, sondern nur von innen fotografieren! Während ich ein paar Fotos am Strand mache, hat die Frau ihre helle Freude am treiben auf dem Rastplatz. 

 

Gegenüber vom Rastplatz darf auch gezeltet werden.

 

Nach der Kaffeepause machen wir uns weiter nach Fjordgård. Die Zufahrt über die Fv275, mit dem über 2 Kilometer langen einspurigen Tunnel, erinnert sehr an unsere Tour durch die isländischen Westfjorde.

 

 

 

Wir fahren durch zwei Tunnel zurück zu unserem Übernachtungsplatz unweit eines der Tunnelportale. Wir können ins Tal blicken, stehen aber so weit zurück, dass wir die wenigen Autos auf der Straße kaum wahrnehmen.

 

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Gruß,
Gerhard

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Hallo Gerhard,

 

bei deinen Bildern kommen Erinnerungen an unsere Tour in diesen Teil Norwegens auf. Ich könnte sofort wieder losfahren...

 

Danke fürs zeigen.

 

Viele Grüsse, martin

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Hallo Martin,

es war auch eine sehr schöne Reise die wir sehr genossen haben.  Deine drei Anregungen für Schweden waren auch ein schöner Einstig in die Tour.

Für Ostern habe ich jetzt endlich die Fähre nach Patras gebucht.  Da bewege ich mich schon wieder auf deinen Spuren 😀

Viele Grüße, Gerhard

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Immer wieder gerne...

Wenn du noch Anregungen für den Peloponnes benötigst, kannst du dich gerne melden.

 

Viele Grüsse, Martin

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Tag 14

 

In der Nacht haben sich wieder Wolken gebildet, aber am Morgen kommt die Sonne durch, sodass wir draußen Frühstücken können. 

 

 

Bei Sonnenschein fahren wir auf der 862 an Botnhamn vorbei in den Nordosten der Insel. 

 

 

 

 

 

Am Fähranleger in Botnhamn lebt eine Kolonie Seeschwalben, die mächtig Radau macht. Hier wollen wir die Ankunft der Fähre aus Brensholmen abwarten.

 

 

 

 

Angesichts des schönen Wetters beschließen wir, nochmal unser Glück auf der Westseite Senjas zu versuchen. In gemütlichen Tempo bummeln wir auf kleinen Straßen quer über die Insel nach Siford.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg nach Flakstadvåg kommen wir an der Fv 243 an einer schönen Wiese vorbei und beschließen: Pause!
Frau wäscht sich die Haare und ich „Dusche“ unter einer anderthalb Liter Wasserflasche. Wir relaxen in der Sonne, fotografieren ein bisschen, füllen die Wasservorräte am Bach auf und bleiben dann gleich für die Nacht. 

 

 

 

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Die Sonne verschwindet für einige Stunden hinter den Bergen, das verspricht Abkühlung in der Nacht   😊

Bis bald,
Gruß,
Gerhard

 

 

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Tag 15

 

Die Nacht war sehr ruhig, aber schon um 4 Uhr morgens knallt die Sonne wieder auf unseren Bus und es ist richtig, richtig heiß drinnen! Die Frau steht schließlich auf und öffnet das Dach. 
An diesem Platz entsteht übrigens auch das Foto vom Minibus und dem Elchhaufen
Zum Frühstück ziehen leider ein paar Wolken auf, deshalb wir brechen unsere Zelte ab, füllen nochmal den Wasservorrat am Bach auf und ab geht’s.  

Dies war definitiv einer meiner Lieblingsplätze der Reise.  

 

 

 

Die Fv 243 fahren wir jetzt über und durch den Berg bis ans Ende nach Flakstadvåg. 

 

 

Tankstelle in Flakstadvåg

 

An einigen Tunnelportalen sind „Briefkästen“ angebracht. Darin befinden sich Warnwesten für Radfahrer, die während der Tunneldurchfahrt getragen werden sollen. Am anderen Tunnelende legt man die Westen wieder in den Kasten.

 

 

 

Wir bummeln zurück nach Finnsnes und kaufen für das Wochenende ein. Angesichts des schlechter werdenden Wetters beschließen wir, weiter nach Tromsö zu fahren. 

 

 

Die Straße nach Tomsö ist für 90km/h ausgebaut und hat nur wenige Auffahrten. So sind wir ruckzuck in Tromsø am Campingplatz. Der ist leider komplett ausgebucht und der nächste Platz mindestens 30 Kilometer entfernt. Das ist alles kein Problem, denn für morgen haben wir sowieso ein Hotel gebucht. Nach einen Blick in die Karten/ Google Maps fahren wir auf ein Fjell westlich von Tromsö. 

 

 

 

 

Oben auf dem Fjell regnet es, aber wir haben es uns im Bus gemütlich gemacht und genießen zum Kaffee ein Plunderteilchen.   

 

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Morgen besuchen wir Tromsø.

Gruß,
Gerhard

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JimBobele

Jetzt bekomme ich schon wieder Sehnsucht. Über Senja liest man ja eher seltener. Glücklicherweise ist wohl deshalb auch noch relativ wenig los dort oben. Wenn man ganz durch Fjordgard fährt, kommt man an einen tollen Freistellplatz mit Tischen, Bänken, Grill und WC und einer grandiosen Aussicht über den dortigen Fjord bis nach Husoy.

Ich habe letzten August dort genächtigt und bin dann auf den Hesten gewandert, von dem man eine unglaubliche Aussicht auf die/den/das Segla hat. Das war ehrlich gesagt der Auslöser für meinen letztjährigen Trip in den Norden. Diese Aussicht wollte ich unbedingt auch mal genießen. Und es war einfach der Hammer.

 

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Danke für euren tollen Bericht, das lässt einige Erinnerungen des letzten Sommers wieder zurückkehren.

 

Grüssle,

Reiner

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BIM

Senja hat uns auf unserer Tour in 2014 (https://www.caliboard.de/topic/9372-vesteralen-herbst-2014/) auch besonders gut gefallen. Wir hatten damals leider nicht so viel Zeit, da die Fähre von Senja nach Andenes nur bis zum 31. Aug verkehrt und in diesem Jahr schon die letzten Tage im August nur sporadisch. Nur mit Glück hatten wir noch die letzte Fähre in Richtung Andenes erwischt. Beim nächsten Mal werden wir definitiv mehr Zeit für Senja einplanen.

 

Viele Grüsse, Martin

 

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Tag 16

 

Vom Fjell aus fahren wir in die Stadt zum Wohnmobilparkplatz. Dort finden wir aber die Entsorgungsstation nicht. Also fahren wir auf der E8 aus Tromsö raus, zu einem etwa 30 Kilometer  entfernten Parkplatz mit Entsorgungsstation. Für den Zugang zu den Toiletten ist eine Karte mit Magnetstreifen erforderlich. Wir brauchen mindestens 10 Versuche, bis sich die Türe öffnet. Allerdings können hier nur Kassettentoiletten entleert werden, daher müssen wir auf der Toilette entsorgen. Danach wieder zurück nach Tromsö zur Eismeer Kathedrale.

 

 

Die Frau möchte in die Kirche, hat aber kein Geld mehr. Erfreulicherweise nehmen sie auch die EC Karte, außerdem findet um 14 Uhr ein Orgelkonzert statt, das sie sich gern anhören möchte. Ich fotografiere derweil draußen.

 

 

 

 

 

 

Nach einer halben Stunde ist das Konzert vorüber und wir fahren über die große Brücke in die Stadt. Im Berg gibt es Kilometer lange Straßen und mehrere Kreisverkehre. Das kann ohne Navi schnell unübersichtlich werden, denn die Großstädter haben es natürlich eilig und verzeihen keine touristischen Nachlässigkeiten.

 

 

Wir fahren erneut zum Wohnmobilparkplatz um einen Parkplatz zu finden. Nach langem Recherchen im Internet wagen wir uns ins Fjell Parkhaus von Tromsö. Da wurden quasi parallel zur Stadt mehrere Tunnel und Kammern in den Berg gebohrt, in denen jetzt über 900 Parkplätze bereitgestellt werden. Eine Stunde kostet 25 NOK, ab 18 Uhr 10 NOK, maximal allerdings 250 NOK pro Tag. Beim Einfahren löst man an der Schranke einen Parkschein, beim Ausfahren oder der Rückkehr ins Parkhaus kann bar oder mit Karte am Automat bezahlt werden.

 

 

 

 

 

Wir laufen vom Ausgang Mitte, ein paar hundert Meter bis zu unserem Hotel Radisson blu. Unser Zimmer befindet sich im hinteren, renovierten Gebäude. Der Ausblick reicht bis in die Zimmer gegenüber. Die Frau wäscht in der Dusche ein paar Klamotten durch und hofft, dass sie morgen Trocken sind. Im Zimmer ist es sehr warm aberwir können das Fenster nur einen Spalt weit öffnen.

 

 

Nachdem die Schweden auch bei der WM rausgeflogen sind, bekommen wir durch das Hupen des Hurtigruten Schiffes einen gewaltigen Schreck. Das hat quasi in Sichtweite festgemacht. Wir Bummeln noch ein wenig ziellos durch Tromsö. Die Frau sieht sich die Kondomerie und ich statte Roald Amunsen einen Besuch ab, vielmehr seinem Denkmal.

 

 

 

 

 

 

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Die Dichte an Restaurants, Bars und Pubs ist enorm und bringt natürlich auch unangenehme Begleiterscheinungen mit sich. Das Stadtbild von Tromsö ist im Umbruch und wird offenbar an das von Oslo,Trondheim oder Hammerfest angeglichen.

Nach unserem Spaziergang sehen wir im Fernsehen, wie Russland aus der WM fliegt. Im Zimmer ist es immer noch sehr warm und wir schlafen schlecht ein.

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